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Ahorn-Gitterplunder

Ahorn-Gitterplunder

Von Marlena

Fluffiger Plunderteig gefüllt mit einer dicken, samtigen Creme aus Ahornsirup und Kokosmilch. Knusprige goldene Gitterstruktur oben drauf, verziert mit braunem Rohrzucker statt Ahornzucker, sorgt für karamelligen Biss. Der Aufwand lohnt sich, wenn man die Hitze richtig kontrolliert und die Streifen akkurat legt. Extrem gut geeignet für Nachmittagskaffee oder als süßer Snack bei kaltem Wetter. Für Lactosefreunde. Eine neue Variante zur klassischen Ahorncreme mit exotischem Twist und robuster Textur durch Tapiokastärke, die nicht klumpt oder zu trocken wird. Unbedingt ausprobieren, wenn man mehr als nur süß will, sondern auch ein bisschen Crunch und Aroma.
Vorbereitung: 30 min
Kochzeit: 40 min
Gesamt:
Portionen: 8 Portionen
#Dessert #Laktosefrei #Kaffeepause
In meiner Erfahrung gibt dieser Ahornplunder mit Kokosmilch eine samtige, exotische Note, die sich besser hält als die klassische Creme mit Sahne. Tapiokastärke statt Maisstärke bringt viel mehr Standfestigkeit und weniger Klumpen, was mir bei früheren Versuchen sehr aufgefallen ist. Außerdem gibt das Gitter aus Blätterteig nicht nur Halt, sondern sorgt für knusprigen Kontrast außerhalb der fast honigartigen Füllung. Das Schneiden der Streifen mit dem Pizzaroller ist ein echter Gamechanger – sauberer, schneller und gleichmäßiger als mit dem Messer. Das Ganze verlangt ein bisschen Fingerspitzengefühl bei der Temperaturkontrolle, sonst kann die Creme verklumpen oder der Teig wird zu dunkel. Aber der Aufwand lohnt. Mit Rohrzucker statt Ahornzucker für die Nuss-Note bringt es nochmal einen anderen Crunch dazu.

Zutaten

  • 110 ml Ahornsirup
  • 110 ml Kokosmilch (vollfett)
  • 25 ml Tapiokastärke
  • 15 g ungesalzene Butter
  • 200 g Blätterteig (gekauft, aufgetaut)
  • 1 Eigelb
  • 15 ml kaltes Wasser
  • Brauner Rohrzucker zum Bestreuen (optional)
  • Über die Zutaten

    Kokosmilch statt Sahne macht das ganze laktosefrei, wenn Sie keine Laktose vertragen. Tipp: für weniger Süße weniger Sirup nehmen oder ein bisschen Vanille hinzufügen. Tapiokastärke lässt sich gut durch Kartoffelstärke ersetzen, aber die Konsistenz wird leicht anders. Blätterteig vom Handel möglichst frisch und gut aufgetaut, sonst reißt die Oberfläche. Die Eierwaschung sorgt für Bräunung – ohne wird der Teig blass. Rohrzucker karamellisiert intensiver, Ahornzucker ist milder im Geschmack. Beim Schneiden minimal mehlen, sonst verkleben die Streifen.

    Zubereitung

  • In einem Topf außerhalb des Herds Sirup, Kokosmilch und Tapiokastärke gut mit einem Schneebesen verrühren, bis keine Klümpchen mehr da sind. Butter zugeben, jetzt vorsichtig erhitzen, mittlere Flamme. Wenn die Mischung anfängt zu blubbern – nicht übersprudeln – sofort reduzieren. Dabei ständig rühren, bis Creme eindickt, das dauert circa 25 Sekunden. Wichtig: Nicht zu lange kochen, sonst wird es zu fest und gummiartig. Sofort umfüllen in eine Schüssel, Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen, sonst bildet sich Haut. Abkühlen lassen, dann komplett kalt stellen im Kühlschrank.
  • Backofen auf 210 Grad vorheizen, Rost ganz unten einschieben. Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Blätterteig auf leicht bemehltem Untergrund zu einem ungefär 26 x 26 cm großen Quadrat ausrollen – ich nehme gerne etwas Mehl, damit nichts klebt; Achtung nicht zu dünn, sonst reisst’s. Das Viereck halbieren, so erhält man zwei Rechtecke. Auf das Backpapier legen und mit einem feuchten Tuch abdecken, 25 Minuten kalt stellen – das stabilisiert die Struktur und erleichtert das spätere Legen der Streifen.
  • Eigelb und Wasser zu einer glatten Eiwäsche verrühren, das sorgt für eine schöne Farbe und glänzende Kruste.
  • Den einen Rechteck auf einer bemehlten Arbeitsfläche in 12 schmale, lange Streifen schneiden – mit einer Pizzaroller geht’s am schnellsten und saubersten. Streifen beiseitestellen.
  • Rahmen vom anderen Rechteck mit wenig Wasser bestreichen, am Rand rundum einen feuchten Streifen setzen, das hilft beim Ankleben der Ränder. Drei Streifen längs am Rand anbringen, so dass sie verhindern, dass die Creme rausläuft. Noch ein Tipp: die Streifen straff und nicht zu locker legen, sonst verbiegt sich das Gebilde beim Backen.
  • Creme mit einem Löffel mittig und gleichmäßig verteilen, bis knapp vor den Rand. Wieder den Rand mit Wasser bestreichen.
  • Fünf Streifen diagonal dicht nebeneinander legen, leicht andrücken, damit sie haften. Dann, im Gegenwinkel, die restlichen Streifen webartig darüber kreuzen, sodass ein Gitter entsteht. Reste zum Verfeinern der Kanten benutzen, so sieht es sauber aus. Mit einem scharfen Messer alle überstehenden Teigränder begradigen.
  • Mit Eiwäsche bestreichen, dabei nicht zu sparsam sein, das gibt Glanz und hilft beim Bräunen. Nach Belieben mit etwas braunem Rohrzucker bestreuen, das karamellisiert wunderbar, wichtig für den Crunch.
  • Direkt ins Rohr damit, auf dem unteren Rost, damit der Boden kross wird. Backzeit circa 38 bis 40 Minuten, immer wieder den Bräunungsgrad checken. Es ist fertig, wenn der Teig goldbraun und knusprig ist, die Streifen eine leichte Färbung haben. Immer auf hörbare Blasen achten, die sind ein Zeichen, dass der Teig gut aufgegangen ist.
  • Kurz auskühlen lassen, warm oder lauwarm servieren. Zu kalt verliert die Fülle an Cremigkeit, zu heiß verbrennt man sich leicht. Ich schneide mit einem sehr scharfen Messer, damit das Gitter nicht auseinanderfällt.
  • Sollte’s zu flüssig wirken, nicht länger im Ofen lassen – Creme setzt sich beim Abkühlen noch, und trocknet bei längerer Hitze aus. Ist der Plunder nicht richtig aufgegangen, lag es oft am zu warmen Teig beim Belegen, oder zu dünn ausrollen.
  • Zubereitungstipps

    Ich mische Sirup und Stärke immer erst kalt durch, sonst Klumpen – Butter erst ins kalte Gemisch, dann erhitzen und nie zu lange. Ständige Kontrolle am Herd wichtig, cremige Textur erreicht man nicht durch reine Zeit, sondern durch Beobachtung: erste dickliche Blasen, dann schnell runterstellen. Mit Frischhaltefolie direkt auf der Creme vermeide ich Haut – das habe ich mir von Pâtissiers abgeschaut. Das Kühlen stabilisiert die Füllung für einfacheres Handling. Kälte macht den Teig fest, sonst fällt alles zusammen beim Belegen. Beim Gitter lege ich mich nicht komplett auf Maß fest; wenn Streifen zu kurz oder lang sind, gibt’s hässliche Unebenheiten. Das Anfeuchten am Rand ist super wichtig! Eiwäsche nicht sparen, unbedingt auf den Rand achten – sonst kein Glanz. Im Ofen besser auf Sicht backen, Farbe ist Hauptindikator. Bei mir hat sich gezeigt, dass die unteren Backroste mehr Hitze für den Boden bringen. Nach dem Backen nicht zu schnell verschieben, die Masse braucht Ruhe, um Form zu behalten.

    Küchentipps

    • 💡 Achten Sie darauf, die Mischung aus Sirup und Tapiokastärke gründlich kalt zu verrühren. Klumpen entstehen schnell. Erhitzen Sie die Butter erst, wenn das Gemisch gut vermengt ist.
    • 💡 Die richtige Hitze ist entscheidend beim Kochen. Lassen Sie die Creme nur leicht blubbern. Zu hohe Temperaturen können die Konsistenz ruinieren – sie wird dann gummiartig.
    • 💡 Kühlen Sie den Blätterteig gut, bevor Sie den Gitterkonstruktion zusammenbauen. Das stabilisiert ihn und verhindert brüchige Ränder. Ein feuchtes Tuch hilft, das Austrocknen zu vermeiden.
    • 💡 Vermeiden Sie es, bei der Eiwäsche zu sparen. Eine gleichmäßige Schicht sorgt nicht nur für Glanz, sondern hilft auch beim Bräunen. Vergessen Sie nicht die Ränder zu bestreichen.
    • 💡 Wirken die Streifen des Blätterteigs ungleichmäßig, versuchen Sie, die Länge anzupassen. Seien Sie flexibel, das geschieht oft. Ein scharfer Pizzaroller macht das Schneiden einfacher.

    Häufige Fragen

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