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Antipasti Marinés Variation

Antipasti Marinés Variation

Von Marlena

Gegrillte Auberginen, Zucchini, bunte Paprika und Schalotten in einer warmen Knoblauch-Thymian-Marinade mit Weißweinessig eingelegt. Die Früchte der Glut, perfekt abgestimmt mit aromatischen Kräutern, schwarzem Pfeffer und einer milden Säure. Ideal für Vorspeisen oder als Beilage zu gegrilltem Fleisch. Vegetarisch, vegan, gluten- und laktosefrei. Enthält keine Nüsse oder Eier.
Vorbereitung: 35 min
Kochzeit: 40 min
Gesamt:
Portionen: 6 Gläser à 250 ml
#Grillrezepte #Vegan #glutenfrei #Küchenexperimente
Antipasti sind mehr als nur kalte Vorspeisen – die Kombination aus gegrilltem Gemüse und einer aromatischen Marinade bietet eine komplexe Textur und Geschmackswelt, die sich über Tage entwickelt. Die Arbeit mit frischen Paprika, Auberginen und Zucchini fordert genaues Auge und Gefühl für Hitze. Knoblauch und Kräuter in Öl langsam garen, um die Essenz einzufangen, ohne das Öl zu verbrennen. Dabei lernen viele in der Küche, dass Zeit und Temperatur das Geheimnis sind, nicht nur Zutaten. In meinen Versuchen zeigte sich, dass lange Ziehenlassen den Unterschied macht, weil dann die einzelnen Aromen eine Harmonie bilden, die gewürzt, gesalzen und leicht sauer schmeckt. Ideal auch für den Vorratsschrank, wenn man im Sommer überschüssiges Gemüse verarbeitet und dann im Winter darauf zurückgreift. Vegan, glutenfrei und vielseitig einsetzbar – so bleibt nichts übrig.

Zutaten

  • 2 gelbe Paprika
  • 1 rote Paprika
  • 1 orange Paprika
  • 2 Schalotten, in 1 cm Scheiben
  • 3 Zucchini, längs in 1 cm Scheiben
  • 2 Auberginen, in 1 cm Scheiben
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 300 ml Olivenöl
  • Salz und schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
  • 600 ml Olivenöl für die Marinade
  • 10 Knoblauchzehen, halbiert
  • 5 Lorbeerblätter
  • 5 Zweige frischer Thymian
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 200 ml Weißweinessig
  • Über die Zutaten

    Bunte Paprika möglichst frisch, aus dem eigenen Garten oder Bauernmarkt, geben die beste Süße. Ersatzweise können gelbe durch orange ersetzt werden, die leicht süßere Variante überzeugt auch. Schalotten bringen eine milde Würze, Zwiebeln anderer Art sind möglich, z. B. rote Zwiebeln, die jedoch etwas schärfer sein können. Auberginen vor der Zubereitung leicht salzen und Wasser ziehen lassen, dann mit Küchenpapier trocknen, sonst Bitterstoffe bleiben. Olivenöl muss von guter Qualität sein; zu weich schmeckendes Öl lässt Geschmack flach wirken. Statt Weißweinessig kann milder Apfelessig die Säure milder und fruchtiger gestalten. Knoblauchmenge kann reduziert werden, wenn milder Geschmack bevorzugt wird. Frische Kräuter unbedingt nehmen, getrocknet verliert der Geschmack erheblich an Intensität. Für längere Haltbarkeit Gläser und Deckel heiß sterilisieren, sonst ist Schimmel vorprogrammiert.

    Zubereitung

  • Barbecue oder Grill auf hohe Hitze einstellen. Paprika direkt über die Flammen legen, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. In eine Schüssel mit Deckel oder Plastikfolie geben. Mindestens 20 Minuten ruhen lassen, damit sich die Haut löst, leichter abziehbar wird. Geduld, die geröstete Haut schmeckt intensiv – Finger nicht verbrennen.
  • Paprika häuten, Kerngehäuse entfernen, dann in ungleichmäßige Stücke schneiden, etwa 3 Teile pro Paprika. Schale sofort entsorgen, sie bittere Noten bringt.
  • Schalotten aufspießen mit Zahnstocher – hält beim Grillen ihre Form, zerfällt nicht. Schalotten, Zucchini und Auberginen in eine Schüssel geben. Knoblauch und 300 ml Olivenöl zugeben. Salzen, pfeffern – hier lieber niedriger Salzgrad, sonst wird’s zu salzig nach Marinade. Gut mischen.
  • Gemüse auf den heißen Rost legen, indirekt grillen, bis sie sichtbar weich werden und etwas Farbe bekommen. Auberginen sollten sich weich anfühlen, Zucchini glänzen, Schalotten karamellisieren leicht. Abkühlen lassen auf Backblech, sonst Kochtopf oder Glas beschlagen. Vorsicht mit Resthitze, sonst wird Gemüse zu matschig.
  • Marinade vorbereiten: Große Pfanne mit 600 ml Öl, Knoblauchhälften, Lorbeer, Thymian, Pfefferkörnern auf mittlere Temperatur setzen. Nicht zu stark köcheln lassen, sonst Knoblauch verbrennt. 18 Minuten leise sieden, bis Knoblauch goldgelb, weich, fast süß – nicht braun. Sofort vom Herd nehmen, Essig einrühren. Salz hinzugeben, abschmecken. Scharfer, herb-säuerlicher Duft steigt auf.
  • Gemüse in saubere, sterilisierte Gläser schichten – Farben frisch abwechseln, gelb, rot, orange, grün. Zwischenräume nutzen, dicht schichten. Auf jede Schicht etwas frischen Thymian, Lorbeerblätter und ein paar Pfefferkörner verteilen.
  • Heiße Marinade vorsichtig über Gemüse gießen, komplett bedecken. Glasrand sauber wischen, verschließen. Gläser bei Raumtemperatur stehen lassen bis lauwarm, dann ab in den Kühlschrank.
  • Mindestens 2 Tage ziehen lassen. Durchgezogen sind sie intensiver, Textur fein jedoch fest. Servieren bei Zimmertemperatur, geschlossen gelagert bis 2 Wochen haltbar.
  • Variationen: Statt Schalotten mediterrane rote Zwiebeln, Rosmarin statt Thymian. Olivenöl lieber nicht durch Sonnenblumenöl ersetzen, Geschmack geht verloren. Essig kann durch Apfelessig moderater Säure ersetzt werden. Für mehr Süße ein Löffel Honig oder Agavendicksaft in Marinade.
  • Problem beim Grill: Gemüse löst sich vom Zahnstocher? Dickere Holzstäbchen nehmen und vorher in Wasser legen. Auch gut: Gemüse leicht antrocknen vor Grillen, zu viel Feuchtigkeit erschwert Bräunung.
  • Achtet auf Geruch – verbrannter Knoblauch wird bitter, dann lieber neue Marinade ansetzen. Öl aus der Pfanne vorsichtig in Gläser füllen, keine Rückstände mit dem Pfannenboden aufnehmen.
  • Reste nicht zu lange offen stehen lassen, sauerstoffexponiertes Öl wird ranzig. Mit frischen Kräutern und Knoblauch nochmal schnell einfädeln, wenn Geschmack zu niedrig.
  • Genug Flaschen steril und dicht verschlossen vorbereitet? Sonst rechtzeitig im Backofen bei 120 Grad 15 Minuten anwärmen, besser vorab.
  • Diese Kombination reicht gut als Beilage zu Grillfleisch, oder auch nur mit frischem Baguette. Skandinavische Variante: mit Dill und Zitronenschale experimentieren.
  • Frische Kräuter im Glas fangen Sauerstoff schnell ein – gut, aber vorher probieren, ob genug vorhanden ist. Notfalls nachlegen beim Servieren.
  • Zubereitungstipps

    Die Reihenfolge muss sitzen: Paprika grillen und gleich schwitzen lassen, damit die Haut sich löst, sonst bitter und zäh. Verschiedene Gemüsesorten brauchen unterschiedliche Garzeiten – auberginen brauchen etwa 10 Minuten länger als Zucchini. Direktes Grillen bringt Röstaromen, indirektes schonendes Grillen erhält Struktur, mit beidem unbedingt balancieren. Die Marinade langsam bei niedriger Temperatur ziehen lassen ist das Herzstück. Knoblauch darf nicht braun werden, sondert sonst Bitterstoffe ab. Essig erst zum Schluss einrühren, sonst wird der Knoblauch nicht zart. Beim Auffüllen der Gläser: heiße Marinade auf Gemüse gießen, damit es später nicht schimmelt. Totholz beim Grillen: niemals das Gemüse vergessen, sonst fällt alles auseinander. Gläser sofort nach dem Verschließen auf Dichtheit kontrollieren, wenn Luft reinkommt, sofort im Kühlschrank aufbewahren und bald konsumieren. Das Aufbewahren im Kühlschrank verlängert die Haltbarkeit und lässt die Aromen sich richtig verbinden.

    Küchentipps

    • 💡 Paprika über den Grill rösten, bis die Haut schwarz ist. Wichtig: In einer Schüssel dampfen lassen, damit die Haut gut abzieht. Geduld ist hier der Schlüssel, denn der Geschmack wird intensiv. Nach dem Grillen die Stücke nicht sofort schneiden. Warten bis sie abgekühlt sind. So bleibt die Textur.
    • 💡 Variation beim Gemüse ist möglich. Probiert statt Zucchini Kürbis oder statt Auberginen geschichtete Tomaten. Muss jetzt nicht immer gleich sein. Das bringt eine neue Aromenwelt. Zudem können unterschiedliche Kräuter eingesetzt werden – Rosmarin gibt einen anderen Geschmack.
    • 💡 Nicht zu viel Knoblauch verwenden, wenn man es milder mag. Reduzieren, aber nicht ganz weg lassen. Aromatische Kräuter sind wichtig, sonst fehlt der Kick. Probiere frische Kräuter und achte auf die Menge. Getrocknete passen nicht immer. Diese verlieren beim Kochen viel Intensität.
    • 💡 Den Grill, nicht überhitzen lassen, sonst wird das Gemüse matschig. Temperatur im Auge behalten, Hitze muss stimmen. Eine hitzemäßige Balance ist entscheidend. Nicht übertreiben beim Würzen, der Essig bringt bereits die saure Note. Das Gemüse soll frisch schmecken.
    • 💡 Die Marinade muss warm über das Gemüse gegossen werden. Das ist wichtig, um Schimmel zu vermeiden. Gläser sofort nach dem Befüllen auf Dichtigkeit prüfen. Wenn Luft eindringt, schnell in den Kühlschrank stellen. Sonst verderben die Aromen.

    Häufige Fragen

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