Banoffee Bagatelle Variante

Von Marlena
Schichtdessert mit Bananen, süßer Karamellcreme und knusprigem Topping. Statt klassischer Vanillepudding Basis kommt eine Mischung aus Maisstärke und Reismehl zum Einsatz, was der Creme eine zarte, fast seidige Textur verleiht. Für das Crunch-Erlebnis ersetzt gemahlene Mandeln die Graham Cracker, der Crumble enthält zudem Kokosöl anstelle von Butter für eine feine Geschmacksnote. Bananen werden mit einer Prise Zimt verfeinert; als Twist kommt eine leichte Prise Meersalz auf die Dulce de Leche-Schicht. Lässt sich gut vorbereiten und wird besonders spannend mit längerer Kühldauer. Mehrschichtig, nicht zu süß, mit aromatischem Crunch. Klassiker mit einer persönlichen Abwandlung, um ein bisschen Tiefe ins Aroma zu bringen.
Vorbereitung:
50 min
Kochzeit:
40 min
Gesamt:
Portionen:
12 Portionen
#Dessert
#süß
#vegetarisch
Kennt ihr das – man will was, das beeindruckt, aber nicht ewig in der Küche steht? Ich hatte genug von stupiden Schichtdesserts, die sich an Konsistenz kaum unterscheiden. Also habe ich Klassikern eine persönliche Note verliehen: statt traditioneller Mehlsorten im Pudding nutzte ich Reismehl, für seidige Struktur. Kokosöl im Crumble sorgt für neuen Biss und Aroma, die Bananen aromatisiere ich mit Zimt und Limette, das Dulce de Leche bekommt zum Abschluss eine Prise Meersalz für mehr Spannung. So entsteht ein Dessert, das leicht, aber vielseitig ist, mit knackigen und samtigen Texturen. Ein wenig Geduld beim Kühlen, und der Geschmack entfaltet sich erst richtig. Perfekt für Gäste, die etwas anderes erwarten und für mich zugleich ein bisschen Experiment.
Zutaten
Crème pâtissière
- 40 g (3 EL) Zucker
- 20 g (2 EL) Maisstärke
- 25 g (2 EL) Reismehl
- 2 Eier
- 700 ml (3 Tassen) Milch
- 5 ml Vanilleextrakt
- 100 g gemahlene Mandeln
- 60 g Mehl
- 80 g Kokosöl, weich
- 50 g brauner Zucker
- 450 ml Sahne 35 %
- 35 g Puderzucker
- 5 ml Vanilleextrakt
- 4 Bananen, in Scheiben
- 250 ml Dulce de Leche mit einer Prise Meersalz
- 12 Löffelbiskuits, halbiert
Crumble
Chantilly
Füllung
Über die Zutaten
Ersetze Blätterteig oder Graham Cracker im Crumble durch gemahlene Mandeln – gibt mehr Biss und Geschmack. Kokosöl bietet nicht nur vegane Alternative zu Butter, es gibt auch eine dezente Tropennote, die gut zu Banane passt. Wenn Reismehl nicht greifbar, klassische Maisstärke oder Kartoffelstärke nutzen, aber vorsichtig bei der Menge, sonst wird der Pudding zu fest. Für die leichte Vanillenote komplettes Vanillemark oder gutes Vanilleextrakt nehmen – Aroma entscheidet über das Gesamtbild. Zucker kann ich meist um 10 bis 20 % reduzieren, ohne dass Süße verloren geht; Dulce de Leche bringt genug ausgleichende Süße mit.
Zubereitung
Crème pâtissière
- Trockenstoffe (Zucker, Maisstärke, Reismehl) in einer Schüssel mischen, dafür die Klümpchen unbedingt vorher gut aufbrechen; Eier einrühren, bis die Masse glatt ist. Milch schluckweise dazugeben, gut verquirlen. Auf mittlerer Hitze in einem Topf langsam erhitzen. Ständig rühren, vor allem am Boden, du willst Blasen sehen und sofort dicke cremelastige Konsistenz - meist nach 6 bis 7 Minuten; nicht zu heiß, sonst klumpt es. Vom Herd nehmen, sofort durch ein feines Sieb in eine Schüssel passieren – so vermeidet man Klümpchen und Haut. Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen, damit kein Haut bildet. Abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank für mindestens 2 Stunden.
- Backofen auf 175 °C vorheizen. Mandeln, Mehl, Zucker und Kokosöl in einer Schüssel mit den Händen vermengen, bis ein krümeliger Teig entsteht. Nicht zu lange kneten, sonst wird es klebrig. Auf einem Backblech mit Backpapier grob verteilen, nicht plattdrücken. Für 14 bis 16 Minuten backen, zwischendurch zwei Mal wenden oder mit einem Löffel grobe Chips zerbrechen. Fertig, wenn goldbraun und knusprig. Sehr wichtig abkühlen lassen, sonst wird es schwer im Dessert.
- Sehr kalte Sahne mit Puderzucker und Vanille in einer kalten Schüssel mit dem Handmixer aufschlagen. Erst langsam, dann Geschwindigkeit erhöhen; du suchst steife Spitzen, die nicht zerfallen, aber auf keinen Fall überschlagen. Sofort kühl stellen.
- Glas- oder Servierschüssel mit etwa 3 Litern Fassungsvermögen nimmt man am besten. Zuerst eine Schicht von ca. der Hälfte der Crème pâtissière hineinfüllen. Bananenscheiben mit einer Prise Zimt leicht bestreuen, dann die Hälfte an den Rand der Schüssel anlegen, damit es optisch wirkt. Hälfte des Dulce de Leche sorgfältig darauf verteilen (eine Prise Meersalz nicht vergessen, macht saubere Spannung). Hälfte der halbierten Löffelbiskuits locker darauf verteilen. Dann die Hälfte der Schlagsahne draufgeben und mit der Hälfte vom Crumble bestreuen. Wiederholen, mit Creme abschließen, großzügig mit Crumble toppen. Abdecken, mindestens 5 Stunden kaltstellen, am besten über Nacht. Vor dem Servieren noch mal vorsichtig durchmischen, damit sich Texturen verbinden. Innerhalb von 48 Stunden verzehren.
- Tipp: Dulce de Leche kann durch Karamellcreme aus gesüßter Kondensmilch ersetzt werden; bei fehlendem Kokosöl geht Butter klar, aber Geschmack ist anders. Reismehl macht Pudding zarter als nur Maisstärke, probiert mal.
- Notfall: Wenn Creme zu dick ist, noch etwas Milch beim Rühren einfließen lassen, kalt rühren lässt sich die Masse nur mühsam. Krümmel beim Crumble? Mehr Kokosöl und sanfter kneten - Hitze darf nicht zu hoch sein.
- Zimt und Salz im Dulce geben Tiefenwirkung, nicht weglassen. Wer mag, kann auch fein geraspelte Limettenschale in die Bananen mischen, gibt Frische.
- Tempo, Geräusche merken: Beim Pudding will man ein Blubbern und dicke, sämige Blasen, die langsam hochkommen; das ist die TextURGenz, wo Stärke aktiv wird. Crumble soll trocken und rascheln, auf keinen Fall aufgeweicht zurückbleiben.
- Sahne lieber kühl schlagen, sonst gerinnt sie. Reste sofort abdecken, sonst verliert sie Stabilität.
Crumble
Chantilly
Zusammensetzen
Zubereitungstipps
Pudding richtig beobachten: Die Masse darf beim Erhitzen nicht zügig kochen, sondern sachte blubbern. Ständiges Rühren hebt Temperatur und verhindert Klumpen; sobald dickflüssige Konsistenz zu spüren ist – wie ein sanfter Puddingfilm am Kochlöffel – unbedingt vom Herd nehmen. Crumble verbrennt schnell, also Back- und Sichtkontakt wichtig, wobei der Duft nach Nüssen und Karamell über den Backofen hinaus verführt. Sahne immer eiskalt und frisch – mit kurzer Zwischenpause durch Kühlung wird sie stabiler. Beim Schichten ruhig etwas drüberlegen; Banane darf nicht matschig sein, ein Spritzer Zitronensaft hilft, zu dunkle Stellen zu vermeiden, auch wenn ich das Zimtgewürz darüber streue. Kühlen über sechs Stunden lohnt sich enorm, dann verbinden sich Texturen und Aromen richtig.
Küchentipps
- 💡 Achte darauf, dass die Puddingmasse beim Erwärmen nicht schnell kocht; sanft blubbern lassen ist entscheidend. Ständiges Rühren hilft Blasen zu erzeugen und eine klumpenfreie Konsistenz zu erreichen. Bei richtiger Temperatur wird die Masse nach etwa 6 Minuten dick. Die Frischhaltefolie sollte direkt auf die Oberfläche gelegt werden, um eine Hautbildung zu verhindern.
- 💡 Wenn der Crumble nicht die gewünschte Krümelstruktur hat, kann mehr Kokosöl helfen. Achte darauf, dass du nicht zu lange knetest. Vor dem Backen den Ofen gut vorheizen. Der Duft nach Nüssen und Karamell während des Backens signalisiert, dass es bald fertig ist. Abkühlzeit ist wichtig, damit der Crunch bleibt und nicht weich wird.
- 💡 Die Sahne muss gut gekühlt sein; eine kalte Schüssel hilft, die Stabilität zu fördern. Ideal ist eine langsame Aufschlaggeschwindigkeit, bevor du die Geschwindigkeit erhöhst. Wenn du die Sahne zu lange schlägst, wird sie körnig. Reste sofort abdecken, um die Stabilität zu erhalten.
- 💡 Wenn die Banane anschwärzt, dann hilft ein Spritzer Zitronensaft. Dies verhindert das unschöne Aussehen. Zimt und Meersalz sorgst du für die geschmackliche Tiefe in den Schichten. Du kannst auch Limettenschale für einen frischen Kick in die Bananen mischen. Das verleiht dem Ganzen eine aufregende Note und komplementiert die Süße perfekt.
- 💡 Kühlen ist der Schlüssel. Länger ist besser; über Nacht im Kühlschrank lässt die Aromen verschmelzen, sodass zum Servieren alles gut miteinander verbunden ist. Man kann auch Reste portionsweise einfrieren. So hast du auch später noch etwas davon.



