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Variation Béchamel mit Kurkuma

Variation Béchamel mit Kurkuma

Von Marlena

Eine Abwandlung der klassischen Béchamelsauce mit leichter Kurkuma-Note, ersetzt Butter durch Olivenöl, Zwiebel durch Knoblauch, für eine goldgelbe Farbe und einen würzigeren Geschmack. Die Mehlschwitze wird länger angeschwitzt, um Mehlgeschmack zu vermeiden. Milch wird durch Pflanzendrink ersetzt, um die Sauce vegan zu machen. Zubereitet in 25 Minuten, cremig und ohne Klümpchen – ideal für Lasagne, Gratins oder als Bindemittel. Viel Wert auf Sensorik: Blick, Geruch, Konsistenz. Tipps bei Klümpchen und zu wässriger Soße inklusive.
Vorbereitung: 10 min
Kochzeit: 15 min
Gesamt: 25 min
Portionen: 4 Portionen
#Vegane Rezepte #Saucen #Französische Küche
Béchamel, sonnenverwöhnt und doch so simpel. Immer wieder ausprobiert, erlebt man sie mal überwürzt, mal mehlig. Für mich ist die Kunst, die Mehlschwitze richtig zuzubereiten, das A und O. Ohne Geduld? Klümpchen. Unter Zeitdruck bleibt oft der Geschmack auf der Strecke. Kürzlich habe ich die Butter durch Olivenöl ersetzt, nicht nur für den gesünderen Touch, sondern auch wegen des fein-fruchtigen Geschmacks. Die Zugabe von Knoblauch sorgt für ein unerwartetes Aroma, das sogar in klassischer Lasagne überraschend gut funktioniert. Kurkuma macht die Sauce nicht nur optisch interessant sondern bringt ein warmes Erd-Aroma ins Spiel. Klar, nicht die klassische Béchamel, doch die Variante lohnt jeden Versuch. Diesmal auf Pflanzenbasis, denn Milchallergiker und Veganer kochen hier einfach mit. Ein bisschen ausprobieren, den Schneebesen nicht aus der Hand legen, den Topfboden gut beobachten – dann funktioniert’s auch bei hektischen Küchenstunden.

Zutaten

  • 40 ml Olivenöl extra vergine
  • 50 ml Weizenmehl
  • 480 ml Hafermilch oder Mandelmilch ungesüßt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Prise Kurkuma gemahlen
  • Salz nach Geschmack
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Über die Zutaten

    Butter kann problemlos durch hochwertige native Olivenöl ersetzt werden – gibt weniger Fett, mehr Geschmack. Statt Weizenmehl sind auch Dinkel- oder Vollkornmehl möglich, die resultieren aber in körnigerem Gefühl. Klassische Milch kann durch Hafer- oder Mandelmilch ersetzt werden. Achtung – bei Sojamilch wird es leicht bitter, lieber vorher probieren oder ungesüßte Sorten wählen. Zwiebel durch Knoblauch oder Schalotten ersetzen, sorgt für mehr Würze. Wer keine Kurkuma mag, einfach weglassen oder mit Paprika für Farbe experimentieren. Immer alle Zutaten griffbereit halten, denn Béchamel wartet nicht. Für Notfälle ein Mixstab griffbereit, falls Klümpchen sich dennoch bilden.

    Zubereitung

  • Öl in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Knoblauch zugeben und andünsten, bis er duftet und leicht transparent wird; passt auf, er darf nicht braun werden, sonst bitter.
  • Mehl einsieben und mit einem Schneebesen intensiv verrühren. Hitze reduzieren auf mittel-niedrig und weiterrühren, 2-3 Minuten. Nicht braun werden lassen, aber Mehlgeschmack muss weg – da liegt der Trick. Dieses längere Anschwitzen verhindert später Mehlklumpen und rohen Geschmack.
  • Kurkuma unterheben, gibt die schöne Farbe, schmeckt mild, harmoniert überraschend gut. Langsam die gut gekühlte Pflanzenmilch unter ständigem Rühren einfließen lassen. Keine Eile, lieber tropfenweise, sonst gibt’s Klümpchen, und nein, nicht sofort aufgeben und alles wegschütten.
  • Erhitzen, bis die Sauce blubbernd einzudicken beginnt, etwa 8-10 Minuten. Nicht aufhören zu rühren, kleine Kreise, gelegentlich den Topfboden wischen, das verhindert Anbrennen, und Geräusche zeigen dir, wenn die Masse dick genug ist. Die Konsistenz ist cremig, aber nicht zu fest; wenn sie zu zäh wird, mit einem Schuss Milch korrigieren.
  • Vom Herd nehmen, salzen, pfeffern, noch eine letzte Runde mit dem Schneebesen, abschmecken. Wichtig: Nie roh schmecken, es braucht Hitze, um den Geschmack zu entwickeln. Noch warm servieren oder abkühlen lassen für Lasagne, Reste arbeiten gut auf.
  • Probleme: Klümpchen? Sofort durch ein feines Sieb passieren oder im Blitzmixer kurz aufmixen. Zu dünn? Mehl-Öl-Anteil beim nächsten Mal etwas erhöhen, langsam arbeiten. Sauce zu dick? Kleine Milchmengen einrühren, ohne zu überhitzen.
  • Zubereitungstipps

    Die Reihenfolge kann variieren – Öl erst erhitzen, dann Knoblauch, nicht umgekehrt. Immer mittlere Hitze wählen, zu heiß gibt bitteren Knoblauch oder angebrannte Mehlschwitze; zu niedrig dauert ewig und schmeckt mehlig. Beim Eingießen der Milch Geduld. Kleckse, dann Rühren, dann mehr Milch einlaufen lassen. Rühren niemals stoppen, sonst klumpt’s. Geräusche im Topf geben Hinweise – wird’s intensiver, fängt die Sauce an sich zu binden. Dicke kann man abschätzen, wenn der Schneebesen sichtbare Bahnen zieht und sich die Sauce vom Topfboden hebt, wenn man mit dem Löffel durchfährt. Sollte sie zu steif werden, nicht zögern, etwas Milch einrühren – nimmt Hitze und macht fluffiger. Salz und Pfeffer immer zuletzt, das Salz zieht Geschmack aus dem Mehl heraus. Beim Abschmecken immer auch warm probieren; kalt verliert der Geschmack Zauber. Übung macht’s. Im Zweifel ruhig abseihen oder mixen. Diese Sauce mag keine Eile, die gute alte Mehlschwitze bleibt das Rückgrat.

    Küchentipps

    • 💡 Gibt's Klümpchen? Ein feines Sieb wirkt Wunder. Wenn nicht, Blitzmixer verwenden. Klümpchen verschwinden schnell. Sorgfältig arbeiten. Immer wieder sorgfältig durchmixen, wenn nötig.
    • 💡 Sauce zu dünn? Erhöhe den Mehl-Öl-Anteil beim nächsten Mal. Langsam und geduldig arbeiten. Allzu hastig gehen die Aromen verloren. Mach es lieber Schritt für Schritt.
    • 💡 Erhitze das Öl gut, aber nicht zu heiß. Sonst wird der Knoblauch bitter. Das ist unangenehm. Achte auf die Farbe. Wenn der Knoblauch leicht golden wird, ist es perfekt.
    • 💡 Die Milch langsam eingießen. Erst kleine Mengen. Dann rühren. Das verhindert Klumpenbildung. Zu schnelle Bewegungen verderben die Konsistenz. Zeit nehmen ist hier wichtig.
    • 💡 Rühren niemals vergessen. Hören Sie auf? Klümpchen bilden sich sofort. Der Topfboden sollte sauber bleiben. Das Geräusch verändert sich, wenn sie fast fertig ist.

    Häufige Fragen

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