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Bikolorige Paprikasuppe

Bikolorige Paprikasuppe

Von Marlena

Zweiteilige Paprikasuppe, die zwei Farben und Geschmacksrichtungen vereint; gelbe Paprika mit Fenchel und roter Paprika mit geröstetem Knoblauch und Sherryessig. Langsam gegart, sanft abgeschmeckt, für unterschiedliche Texturen und Aromen. Serviert mit frischem Thymian zart garniert. Perfekte Balance zwischen mild und würzig, samtig im Mund. Gluten-, laktose- und eifrei. Ideal als Vorspeise, winterlich, nahrhaft. 4 Portionen.
Vorbereitung: 30 min
Kochzeit: 35 min
Gesamt:
Portionen: 4 Portionen
#Vorspeise #winterlich #gesund
Farben, Gerüche, Geräusche – genau so stelle ich mir eine Paprikasuppe vor, die nicht langweilig ist. Dieses Mal mit zweierlei Paprika, gelb und rot, getrennt zubereitet, jeder seine eigene Note. Gelb mild, fast süß dank Fenchel; Rot kräftig mit geröstetem Knoblauch und Sherryessig, der eine gewisse Tiefe bringt. Habe meine Versuche überarbeitet, nach beständiger Fehlersuche bei Haut und Schärfe. Fenchel statt Zwiebeln ist ein kleiner Heldenwechsel, bringt überraschend schon eine feine Anisgrundierung ins Spiel, die ich nicht mehr missen möchte. Zeiten angepasst, damit nichts matschig wird. Die Suppen schmecken getrennt komplett unterschiedlich, wenn sie dann kombiniert auf einem Teller sind, entwickeln sie ein eigenständiges, spannendes Abenteuer – fast wie Essen mit Augen und Nase. Für mich ein Signal, dass sich das Kochen lohnt.

Zutaten

Gelbe Paprikasuppe

  • 3 große gelbe Paprika, halbiert, entkernt
  • 1 kleine Knolle Fenchel, fein gehackt
  • 60 ml Olivenöl extra vergine
  • 25 ml (fast 2 EL) perlender Couscous statt Reis
  • 600 ml Gemüsebrühe, frisch oder hausgemacht
  • Salz und weißer Pfeffer nach Geschmack
  • Rote Paprikasuppe

    • 3 rote Paprika, halbiert, entkernt
    • 2 Knoblauchzehen, grob zerkleinert
    • 30 ml (2 EL) Sherryessig als Ersatz für Balsamico
    • Ein Bund frischer Thymian, ein paar Blättchen für Garnitur
    • 60 ml Olivenöl

Über die Zutaten

Paprika in möglichst unterschiedlicher Farbe nehmen für Optik und Geschmack. Nicht alle Paprika sind gleich süß; probiere ob dein Markt frische, glatte Stücke bietet. Fenchel ist hier nicht nur Füller, sondern gibt mit seinem milden Anis-Ton eine feine Komplexität und ersetzt Zwiebeln, die ich reduziert habe, da sie oft zu dominant werden. Reis wurde gegen Couscous getauscht – meine Erfahrung: das ist schneller gar, bindet die Suppen schön und bringt eine dezente Körnung. Essig: Sherryessig hat weniger Säure als Balsamico und ist dadurch milder und tiefgründiger. Absolut kein Ersatz durch Zitronensaft. Öl unbedingt extra vergine, sonst Merkmal und Aroma futsch. Für Vegetarier kann die Gemüsebrühe ruhig stark aromatisch sein, eigenhändig gemacht oder klassisch gekauft. Salz sparsam dosieren und lieber am Ende anpassen, sonst Sonne im Mund. Die Mengen sind reduziert – weniger Paprika, die Konzentration geht sonst verloren.

Zubereitung

  • 1. Backofen auf Grillfunktion vorheizen. Paprikahälften mit der Haut nach oben auf Backblech legen. Kurz in den Ofen schieben, beobachte die Haut. Sobald sie schwarze Bläschen bekommt, rausnehmen. Am besten in eine Schüssel schließen, abdecken – Dampf löst die Haut besser. Minuten im geschlossenen Behälter lassen, nicht länger – sonst wird die Haut zäh.
  • 2. Währenddessen Fenchel in Olivenöl ganz sanft anschwitzen, nicht bräunen. Sanft heißt: Hitze niedrig, Rühren nicht vergessen, sonst klebt er schnell an. Couscous kurz mit anrösten, so entfalten sich mehr Aromen, nicht überbraten, sonst bitter.
  • 3. Geschälte gelbe Paprika grob zerkleinern, mit Brühe in den Topf geben. Zugedeckt 18-22 Min. leise köcheln lassen. Du willst, dass Fenchel schön weich ist, Couscous aber nicht völlig zerfällt, das gibt etwas Textur. Rühren gelegentlich, damit sich alles verbindet. Abschmecken mit Salz und weißem Pfeffer – besser schrittweise. Zu salzig kann man nicht so leicht korrigieren.
  • 4. Parallel in zweitem Topf rote Paprika und Knoblauch mit 40 ml Olivenöl bei kleiner Hitze dünsten, ebenfalls nicht bräunen, Knoblauch verbrennt sonst bitter. Kurz bevor alles weich ist, mit Sherryessig ablöschen, kurz einkochen lassen. Dann Brühe zugeben, 15-20 Min. leicht köcheln bis Paprika weich ist. Nicht zu lange, sonst verliert die Suppe ihre Frische.
  • 5. Beide Suppen getrennt pürieren. Manchmal ist es hilfreich, zunächst mit Stabmixer grob zu zerkleinern, dann in kleiner Portionen im Standmixer lang und gründlich, bis samtig. Falls zu dick, mit Brühe oder etwas Wasser verlängern. Nochmals abschmecken. Die gelbe Suppe soll mild, fast süß schmecken; rote intensiver, leicht säuerlich durch Sherryessig. Pfeffer nach Bedürfnis, kein Salz übertreiben.
  • 6. Zum Servieren: Einen runden Servierring (ca. 7 cm Durchmesser) mittig auf Suppenteller setzen. Zuerst die gelbe Suppe in den Ring füllen, ruhig langsam, damit nichts heraustropft. Danach rote Suppe um den Ring herum gießen, die Farben kontrastieren schön. Ring vorsichtig abheben. Oberfläche nicht verschmieren.
  • 7. Kleine Thymianblättchen frisch darüber streuen. Das gibt etwas herbe Frische und passt zur Fenchelnote. Ein paar Tropfen Olivenöl über die Suppe geben, das macht den Glanz und die Aromen öffnen sich besser.
  • Tipps und Tricks:
  • Wenn die Haut sich nicht gut lösen lässt: Paprika kann noch etwas länger schwitzen in der verschlossenen Schüssel, oder man nimmt ein feuchtes Küchentuch und reibt vorsichtig. Aber nicht schaben, sonst wird die Suppe gelblich trüb.
  • Fenchel ersetzt Zwiebeln und bringt unterschwellige Anisnoten, das lockert die Suppe auf. Wer keinen Couscous mag, kann auch feinen Polenta nehmen, gibt Stand und angenehme Körnung.
  • Sherryessig für rote Suppe bringt mehr Tiefe als Balsamico, dunkler Reisessig geht auch, aber kein Weißweinessig – der ist zu scharf und zerstört die feine Süße.
  • Olivenöl nicht zu heiß verwenden, sonst verliert es Aroma und wird bitter. Lieber nach dem Kochen noch etwas extra nativ obenauf geben für Frische.
  • Falls du keine frischen Kräuter hast, getrockneter Thymian tut es auch, aber sparsam, sonst wird er zu dominant.
  • Beobachte die Textur beim Pürieren: Suppe soll nicht zu dünn werden, sonst verliert sie Körper. Wenn notwendig, das Pürieren in mehreren kurzen Intervallen machen, zwischendurch immer wieder testen. Gefühl ist alles.
  • Lass die Suppen nicht zu lange ohne Deckel stehen, sie oxidieren schnell, Farbe verfliegt.
  • Vorrat? Suppe hält sich 2 Tage im Kühlschrank, nach Erwärmen kurz frisch durchmixen für cremige Textur.
  • Kombination passt gut zu geröstetem Brot oder schlicht mit Kräutercroutons. Das gibt Biss und frisch-knusprigen Kontrast.
  • Zubereitungstipps

    Paprika auf der Hautseite im Ofen grillen ist Gebot Nr. 1 – schaue zu, sonst verbrennen sie. Dampf im geschlossenen Gefäß löst dann die Haut, Gefühlssache. Fenchel langsam anschwitzen, dann Couscous beigeben, nicht ungeduldig werden und nicht braun werden lassen, sonst bitter. Bei beiden Töpfen Geduld beim Köcheln, nicht zu heftig. Ich rühre gern mehrfach um, nicht nur wegen Anbrennen, sondern für gleichmäßige Hitze und Geschmacksausgleich. Pürieren am besten in Teilen, so verlierst du weniger Aroma. Abschmecken ist ein mehrmaliges Muss, nicht nur salz am Anfang. Die Suppen auf dem Teller anrichten: Servierring spülen, sonst klebt die Suppe, und langsam ausgießen, sonst verwischt der Farbkontrast. Kräuter zum Schluss, frische Thymianblättchen geben nicht nur Duft, sondern auch subtile Bitterkeit, die gut gegen Süße wirkt. Kochen ist lesen des Materials; Geräusche machen das Timing, Brodeln bedeutet oft zu viel Hitze, also reduzieren. Was ich gelernt habe: Nicht starr an Zeiten hängen, vielmehr an Farbe, Geruch, Textur orientieren – das ist der Schlüssel zur guten Suppe.

    Küchentipps

    • 💡 Beobachte beim Rösten: Die Paprika gibt Geräusche von sich. Das Knistern zeigt, dass die Haut blasen bildet. Zu lange kann bitter werden. Besser wieder herausnehmen, wenn die Bläschen erscheinen.
    • 💡 Fenchel vorsichtig anbraten. Hitze niedrig halten. Wenn du ihn zu stark röstest, wird er bitter. Geduld ist wichtig, immer wieder rühren. So bleibt er geschmeidig, nicht klebrig.
    • 💡 Pürieren ist eine Kunst. Bei verschiedenen Temperaturen. Teile pürieren; so behältst du mehr Aroma. Weiterhin gilt: textur muss stimmig sein. Ab und zu probieren, Konsistenz anpassen, wenn erforderlich.
    • 💡 Wenn die Haut der Paprika sich nicht löst: Halte sie etwas länger im Dampf. Oder halte ein feuchtes Tuch bereit. Nicht schaben, das könnten die Farben trüben.
    • 💡 Sherryessig bringt Tiefe. Kann durch dunklen Reisessig abgeschwächt werden. Besser aber kein Weißweinessig verwenden. Der ist zu scharf. Das mildert die Süße.

    Häufige Fragen

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