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Blaubeer-Schoko-Tarte mit Twist

Blaubeer-Schoko-Tarte mit Twist

Von Marlena

Kombination aus frischen Blaubeeren, dunkler Schokolade und einer luftigen weißen Schokoladenganache. Die Basis ist ein knuspriger Keksboden mit leichter Salznote. Statt Butter gibt’s Kokosöl für das besondere Aroma. Blaubeergelee mit Gelatine sorgt für den fruchtigen Abschluss. Eine neue Nuance bringt Vanille in die Creme – ein persönlicher Kniff, der die Bitterschokolade abrundet. Die Creme ist samtig, die Schichten kontrastieren knackig und weich.
Vorbereitung: 40 min
Kochzeit: 25 min
Gesamt:
Portionen: 10 Portionen
#kreatives Backen #Süßspeisen #Schokoladentorte
Die Kombination aus säuerlichen Blaubeeren und dichter dunkler Schokolade hat mich schon oft zum Experimentieren eingeladen. Nicht nur einmal habe ich versucht, die perfekte Balance aus Süße, Säure und Textur zu finden. Der knusprige Keksboden unterstützt die Cremigkeit; kokosöl statt Butter bringt dabei eine subtile Tiefe – lohnt den Versuch. Die dunkle Schokoladencreme bekommt durch frische Vanille ein Aroma, das die Bitternoten ausgleicht, ohne das Gericht zu beschweren. Weiße Schokoganache als Topping sorgt für das luftige Finish, das man nicht erwarten würde. Um dem Fruchtanteil mehr Struktur zu geben, kommt ein selbst gemachtes Blaubeergelee, leicht geliert, oben drauf. So entsteht Schicht für Schicht ein Kontrast der Gefühle, mit knackigen Beeren als finale Frischequelle. Ein Nachmittagskuchen, der viel Zeit zum Beobachten, Riechen und Fühlen bietet.

Zutaten

Boden

  • 190 g (1 1/2 Tassen) Kakaokeksbrösel
  • 25 ml (1 1/2 EL) brauner Zucker
  • 65 g (4 EL) Kokosöl, geschmolzen
  • 1 Prise Meersalz
  • Dunkle Schokoladencreme

    • 90 g frische Blaubeeren
    • 200 g Zartbitterschokolade 60 %, gehackt
    • 220 ml Schlagsahne 35 %
    • 110 ml Vollmilch
    • 45 g Rohrzucker
    • 3 Eigelbe
    • 1/2 Vanilleschote, ausgekratzt
    • Weiße Schoko-Chantilly

      • 50 g weiße Schokolade, gehackt
      • 115 ml Schlagsahne 35 %
      • Blaubeergelee

        • 1 TL Gelatinepulver
        • 20 ml kaltes Wasser
        • 8 ml Speisestärke
        • 20 g Zucker
        • Dekoration

          • 35 g frische Blaubeeren
          • 40 g frische Brombeeren (optional)
          • Essbare Blüten (optional)

Über die Zutaten

Die Zutaten wurden bewusst angepasst: Kokosöl ersetzt die Butter – eine schöne Alternative, die besonders bei wärmeren Temperaturen stabiler bleibt und einen leichten Duft einbringt. Die Zartbitterschokolade wurde auf 60 % Kakao reduziert, um eine harmonische Säure mit den frischen Blaubeeren zu erzeugen, ohne zu dominant zu wirken. Zucker wurde leicht verringert und mit Rohrzucker ersetzt – etwas weniger fein, dafür aromatischer. Vanille sorgt für einen zusätzlichen Geschmacksträger, der alles abrundet. Wichtig ist, dass die Gelatine sorgfältig eingeweicht wird, sonst gerinnt die Gelatinepartie nicht sauber und es bilden sich Klümpchen. Frische Beeren, am besten direkt vom Markt, sorgen für den knackigen Frischkick im fertigen Kuchen. Für Allergiker kann Kokosöl durch ein neutrales Pflanzenöl ersetzt werden. Weiße Schokolade möglichst von guter Qualität, sonst schlägt die Creme fehl.

Zubereitung

Boden

  1. Gitter in die Mitte des Backofens schieben, auf 175 Grad vorheizen. Keksbrösel, Zucker, Kokosöl und Salz in einer Schüssel gründlich vermischen, bis die Masse klebrig ist. Den Boden und Rand einer 26 cm Springform damit fest andrücken, besonders gut drücken, damit der Boden nicht bröselt. 10 bis 13 Minuten backen, auf dem Gitter 25 Minuten abkühlen lassen, bis er fest wird. Nicht zu früh rausnehmen, sonst bleibt der Boden mehlig und fällt auseinander.
  2. Blaubeeren vorbereiten

    1. Frische Blaubeeren waschen, trocknen lassen. Die Hälfte (ca. 90 g) auf dem Boden verteilen, sonst wird’s matschig.
    2. Dunkle Schokoladencreme

      1. Schokolade grob hacken, in eine hitzebeständige Schüssel geben. Sahne, Milch und Zucker mit Vanillemark in einem kleinen Topf vermischen. Auf mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erwärmen, nicht kochen lassen. Wenn kleine Dampfwölkchen aufsteigen, Hitze drosseln. Eigelbe in einer Schüssel verquirlen. Einen Schöpflöffel der warmen Milchcreme zum Eigelb geben, schnell rühren (Temperieren), dann alles zurück in den Topf gießen. Bei niedriger Hitze, rühren, bis die Mischung dicklich wird und leicht einen Löffelrücken bedeckt, nicht stocken lassen! Sofort über die Schokolade gießen, 2 Minuten stehen lassen, dann kräftig mit Schneebesen glattrühren.
      2. Die Creme gleichmäßig über die Blaubeeren gießen, glatt streichen, abdecken und mindestens 1,5 Stunden kalt stellen, bis sie fest ist. Sanfte Wölbungen zeigen die richtige Festigkeit. Wer’s schneller will, in den Kühlschrank neben die Kühlbox stellen.
      3. Weiße Schoko-Chantilly

        1. Weiße Schokolade in eine Schüssel geben. Sahne in einem kleinen Topf aufkochen, sofort über die Schokolade gießen, 1 Minute ruhen lassen. Dann mit einem Schneebesen zu einer glänzenden, homogenen Emulsion verrühren. Abkühlen lassen, abdecken, kalt stellen für mindestens 1,5 Stunden.
        2. Kurz vor dem Service mit einem Handmixer auf mittlerer Stufe aufschlagen, bis weiche Spitzen entstehen – nicht zu steif, das gibt sonst Butter. Die Creme in einen Spritzbeutel mit gezackter Tülle füllen.
        3. Blaubeergelee

          1. Gelatine in 20 ml kaltem Wasser bestreuen, 5 Minuten quellen lassen. Speisestärke in 8 ml Wasser glatt rühren. Blaubeeren und Zucker in einem kleinen Topf unter Rühren erhitzen, bis Zucker sich gelöst hat, aber nicht kochen! Mit einem Stabmixer pürieren, dann durch ein feines Sieb streichen, um die Haut zu entfernen – gibt ein geschmeidiges Gelée, keine Körnchen.
          2. Püree zurück in den Topf geben, Speisestärkemischung unterrühren. Bei mittlerer Hitze ständig mit Schneebesen rühren, bis die Masse deutlich eindickt und Blasen wirft – nicht zu lange, sonst wird es gummiartig. Vom Herd nehmen, Gelatine einrühren, schmelzen lassen. 5 Minuten abkühlen lassen, bis es nur noch lauwarm ist.
          3. Gelée ganz vorsichtig mit einem Silikonspatel auf die Oberfläche der Schokoladencreme gießen, gleichmäßig verteilen. Kalt stellen, bis die Gelatine fest wird, circa 45 Minuten.
          4. Zusammenbauen

            1. Vor dem Servieren die weiße Schoko-Chantilly in kleinen Tupfen auf die Tarte spritzen – nicht zu viel, sonst erschlägt die Süße die Blaubeeren. Mit frischen Blaubeeren, optional Brombeeren und ein paar essbaren Blumen nach Wahl dekorieren.
            2. Die Tarte hält sich gut 2 bis 3 Tage im Kühlschrank unter einer Haube, ohne dass sie austrocknet oder Aromen verloren gehen. Lieber nicht zu lange lagern, die Gelatine und Sahnefrische verändern sich mit der Zeit.
            3. Tipps und Experimente

              1. Kokosöl statt Butter im Boden gibt einen subtil exotischen Duft und macht ihn stabiler bei Zimmertemperatur. Alternativ: Erdnussöl, wenn man’s nussig mag. Die Vanille bringt eine volumige Süße in die Schokoladencreme, die Bitternote wird dadurch milder – hatte ich bisher nicht, jetzt ein klarer Favorit. Beim Gelée ist das Passieren des Pürees nicht nur optisch wichtig, sondern verhindert späteres Gelieren von Hautstückchen. Beim Aufschlagen der weißen Chantilly unbedingt die Schale und Utensilien kalt halten, sonst gerinnt die Creme.
              2. Wenn die Schokoladencreme nicht fest wird, hat man oft zu schnell erhitzt oder die Eier sind nicht temperiert – Reste sind nicht verloren, als warmer Schokopudding zum Frühstück ist das trotzdem ein Hit. Mehr als 58 % Kakaoanteil würde ich nicht nehmen – sonst wird’s zu herb, überdeckt die Blaubeeren.
              3. Immer mal wieder kühlen koordinieren, am besten den Boden schon am Vortag backen. So kann man am selben Tag die Creme und das Gelée machen, parallel die Weiße Choco aufschlagen.

Zubereitungstipps

Die Reihenfolge wurde so gewählt, dass man Arbeitsschritte mit Kühlzeiten gut koordinieren kann. Vor allem bei der Schokoladencreme ist das ständige Rühren während des Erhitzens wichtig – auf keine Fall kochen, sonst gerinnt das Eigelb, dann lieber Hitze runternehmen und etwas Geduld mitbringen. Die Gelatine muss komplett quellen, bevor sie in die warme Blaubeermasse kommt – klumpenfrei. Fruchtpüree durch ein Sieb zu streichen ist Arbeit, lohnt sich aber für die Textur enorm. Beim Aufschlagen der weißen Schokochantilly unbedingt prüfen, dass die Sahne kalt ist; sonst verliert sie die Standfestigkeit und wird körnig. Der Keksboden darf nach dem Backen unbedingt gut auskühlen, sonst weicht er durch die Cremeschicht zu schnell durch. Verschiedene Beeren für die Dekoration bringen Abwechslung, dabei nicht überladen – die Tarte soll atmen, nicht ertränkt werden. Wenn Rest-Creme übrigbleibt, lässt sich diese als Mousse mit frischen Früchten servieren.

Küchentipps

  • 💡 Für den Boden Keksbrösel gut andrücken. Ein fester, aber knackiger Boden ist wichtig. Kokosöl statt Butter verwenden, ändert den Geschmack. Alternative: neutrales Öl. Zwischen dem Backen und Abkühlen zu lange warten, macht den Boden bröselig.
  • 💡 Bei der dunklen Schokoladencreme: Mit langsamer Hitze arbeiten. Auf keinen Fall kochen. Bei kleinen Dampfwölkchen gleich die Hitze reduzieren. Eigelb gut mit warmer Creme abtemperieren, damit nichts stockt. Immer rühren, bis die Mischung dick wird.
  • 💡 Die weiße Schoko-Chantilly verlangt nach kaltem Equipment. Das macht einen großen Unterschied. Sahne ruhig vor dem Schlagen im Kühlschrank lagern. Wenn es klumpig wird, war die Sahne zu warm. Sofortige Kontrolle ist wichtig.
  • 💡 Blaubeergelee braucht etwas Geduld. Nicht zu lange rühren. Schmelzen der Gelatine genau beobachten. Püree gut passieren, damit es glatt bleibt. Klumpen sind tödlich für das Gelée. Das Sieb sollte auch nicht vergessen werden.
  • 💡 Um Reste der Creme zu nutzen: Als Mousse mixen. Wunderbar mit frischen Früchten servieren. Achtung bei der Aufbewahrung – das Gelee braucht alles seine Zeit, um fest zu werden. Kühlschrank ist der beste Ort.

Häufige Fragen

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