Blutiger Caesar Limette Koriander

Von Marlena
Ein würziger Cocktail aus Tomaten-Muschelsaft mit Kräutern, Limette und frischem Koriander. Salzaromatisierung mit Limettenzesten und Chili. Ein Spritzer grüner Tabasco und pikante Crevetten an der Glasrand-Garnitur. Ohne Milchprodukte, glutenfrei, ohne Nüsse.
Vorbereitung:
25 min
Kochzeit:
0 min
Gesamt:
25 min
Portionen:
1 Portion
#Getränk
#Cocktail
#Party
Manchmal ist es nicht der schnöde Bloody Mary, den man braucht, sondern was mit mehr Charakter. Limette, Koriander und etwas Chili – klingt simpel, macht aber den Unterschied. Muschelsaft? Klar, Clamato ist hier der Klassiker aber die eigene Wahl entscheidet oft. Ich hab viel rumprobiert, mit Gemüsesaft und Umami von Miso statt Worcestershiresauce. Und ja – geräucherte Paprika kommt rein; gibt die rauchige Note, die sonst fehlt. Eisgröße ist entscheidend – kleine Würfel bringen Wasser rein, große halten stabil. Und wer denkt, Sellerie ist nur Deko, unterschätzt die Knackigkeit, die gegen den würzigen Drink wirkt. Die Crevettengarnitur war Zufall, nach nem Marokkanischen Abend – passt. Ein Drink, der nicht einfach nur einschenkt, sondern mich mitten reinzieht in die Aromenwelt.
Zutaten
Aromatisches Salz
- 20 ml grobes Meersalz
- 1/3 Limette, abgeriebene Schale
- 7 ml frisch gehackter Koriander
- 1 ml geröstete Chiliflocken
- 1 Limettenschnitz
- 150 ml Tomaten-Muschelsaft (ersatzweise Gemüsesaft + Muschelextrakt)
- 25 ml Wodka
- 15 ml frischer Limettensaft
- 1,5 ml grüner Tabasco
- 2 ml Worcestershiresauce
- 1 Stange Staudensellerie
- 1 kleine Handvoll frischer Korianderzweige
- Eiswürfel
- 1 kleine Prise geräuchertes Paprikapulver (für Twist)
- 6 pikante Crevetten mariniert in Harissa (Garnitur)
Cocktail
Über die Zutaten
Die Menge vom aromatischen Salz habe ich etwas erhöht, sonst landet zu wenig Geschmack auf dem Glasrand. Statt halb Limette jetzt circa ein Drittel der Schale für mehr Balance. Koriander frisch, citronellig, muss fein gehackt sein. Chiliflocken rösten leicht an, bringt mehr Tiefe. Tabasco grün statt rot, milder, frischer – aber gerne selbst testen. Wodka am besten neutral, Aldi-Standard reicht, aber auf Qualität achten. Worcestershiresauce kann gerne ersetzt werden durch Sojasauce für Veganer, das ändert Textur und Geschmack deutlich, gelingt mir fast besser. Für Ersatz des Muschelsafts: Karottensaft plus Zitronenabrieb und ein Spritzer Sojasauce. Crevetten mit Harissa sind knackig, würzig, Mietze liebt es! Nicht vernachlässigen, sonst bleibt’s langweilig. Eiswürfel groß, frisch und klar sollte sein. Sellerie-Stangen knackig, nicht welk. Koriander immer frisch, welkt schnell im Drink, eher am Rand arrangieren.
Zubereitung
Aromatisches Salz
- 1 In einer kleinen Schale grobes Meersalz mit der Limettenschale, frisch gehacktem Koriander und den Chiliflocken gut vermischen. Die Farbtupfer und die Duftstoffe stellen sich sofort ein. Achten, dass die Limettenzesten dünn abgerieben sind; zu dick wird bitter.
- 2 Limettenschnitz an einem hohen, schlanken Glas rundum mehrmals reiben, dabei genügend Feuchtigkeit aufbringen. Sofort den Glasrand in das aromatische Salz drücken. Nicht zu fest, sonst bröckelt die Kruste ab – eine leichte Haftung mit schöner, grober Kruste ist das Ziel. Im Kühlschrank bis zur Verwendung kaltstellen.
- 3 In einem Messbecher zuerst Tomaten-Muschelsaft mit Wodka, Limettensaft, Tabasco und Worcestershiresauce vermengen. Ich rate: in Schüben mixen, erst die Würzigkeit prüfen, lieber etwas zurückhaltend beim Tabasco wegen der Schärfe. Schärfe und Säure sollen spielen, nicht dominieren.
- 4 Kleiner Tipp: Für alle ohne Muschelsaft. Karottensaft plus etwas Zitronenabrieb und ein Spritzer Sojasauce statt Worcestershiresauce. Geräucherte Paprika bringt Tiefe und Kanten – nicht weglassen, wenn erhältlich.
- 5 Glas etwa zu drei Viertel mit großen, frischen Eiswürfeln füllen. Guter Trick – Eis nicht zu klein, sonst verwässert der Drink zu schnell.
- 6 Getränk vorsichtig, am besten mit Löffelrückseite, auf Eis gießen. Deckel drauf, kurz stehen lassen – Mischung kühlt komplett runter, würzt sich selbst noch ein bisschen nach.
- 7 Mit Staudensellerie und frischem Korianderzweig garnieren. Das knackige Selleriebein arbeitet mit der Würze überraschend gut contra. Den Limettenschnitz nicht vergessen, auf den Glasrand stecken.
- 8 Das i-Tüpfelchen: Eine kleine Harissa-Crevetten-Brochette auf den Glasrand legen. Die Schärfe dort drauf bringt Kontrast beim Schlürfen – Fingerspitzengefühl gefragt, zu viel Säure oder Schärfe machen Cocktail schlicht ungenießbar.
- 9 Sofort servieren, bevor das Eis schmilzt. Für die Profis: Glas vor Kühlung kurz im Tiefkühler vorkühlen, das bewahrt die Schärfe des Getränks länger.
Bloody Caesar Mix
Zubereitungstipps
Der Trick beim aromatischen Salz: Nicht einfach alles zusammen in den Mixer, sondern Mischschale, riechen; das Salz muss nicht pulverisiert sein, gern korrespondierende Textur. Limettensäure aktiviert die Aromen an Glasrand, leicht andrücken reicht. Mixen im Messbecher spart Spülen und durcheinanderbringen. Tabasco und Worcestershiresauce am Schluss rein, zum Justieren. Nie zu früh mixen, sonst vermischen sich die scharfen Aromen zu intensiv. Eis richtig dimensionieren, weder zu klein noch zu groß – das Gleiche gilt beim leichten Umschichten hinterher, am besten mit Löffel. Garnitur möglichst frisch. Das Selleriebein als Löffel, aber nicht mit schäbigen Strünken. Korianderzweige heben Aromatik, aber erst kurz vorm Servieren rein, sonst schlapp. Crevetten-Brochette nicht zu stark würzen, Harissa erst kurz vor Servieren auftragen. Glas vor Kühlen vorkühlen, dann Eis länger kalt. Servierzeit ist entscheidend – lieber frisch, als halbschlaff nach 20 Minuten.
Küchentipps
- 💡 Aromatisches Salz ist entscheidend. Grobes Meersalz mit Limettenschale und Koriander mischen. Fein, aber nicht pulverisiert. Schmeckt sofort intensiver. Schwieriger Punkt: Zu dick geriebene Schale macht bitter. Halte Notizen, um es beim nächsten Mal zu verbessern.
- 💡 Eisstraße nicht unterschätzen. Große Eiswürfel für Stabilität. Kleine Würfel verwässern schnell. Kühlen nicht vergessen. Glas leicht vorkühlen für optimale Frische beim Servieren. Ein Trick: mehrmals mit Limettenzeste abreiben, damit die Aromatik kommt.
- 💡 Cremige Noten sind nicht erwünscht. Stattdessen, nach meinem Versuch: Karottensaft mit Zitronenabrieb. Funktioniert oft besser als Muschelsaft. Und ja, rauchige Paprika ist ein Muss für Geschmackstiefe. Spielerisch experimentieren, bis die richtige Kombination gefunden ist.
- 💡 Crevetten sind die geheime Zutat. Marinieren in Harissa bringt Schärfe und hält sie feucht. Serviere sie am Glasrand. Schmecken und gleich einen Biss nehmen. Kontrast von Aromen wichtig – mit Sellerie arbeiten.
- 💡 Timing ist bei diesem Rezept alles. Trinken, bevor das Eis schmilzt. Am besten gleich nach der Zubereitung servieren. Aber auch bei der Garnitur aufpassen – frische Kräuter helfen euch, die Aromatik richtig zu entfalten.



