Butterscotch Schneefäden

Von Marlena
Ein handwerkliches Bonbon aus geschmolzenem Zucker mit Malzsirup und Bourbon, gezogen auf Schnee. Die Temperaturkontrolle ist entscheidend, besonders die 118 °C. Die Süße verbindet sich mit leichter Butter-Note. Schnee kühlt sofort und macht das Ausziehen möglich. Das Ergebnis: glasige, dünne Fäden, zart und mürbe. Perfekt für winterliche Leckereien, dabei nussfrei, laktosefrei und eifrei. Alternative Zutaten und Tricks zur Vermeidung von Kristallisation werden vorgestellt.
Vorbereitung:
20 min
Kochzeit:
35 min
Gesamt:
55 min
Portionen:
6 Portionen
#Butterscotch
#Karamell
#Winterrezept
#süß
Schnee als Grund für süße Fäden ist eine alte, fast ausgestorbene Technik, die ich in letzter Zeit immer öfter wieder in der Küche ausprobiere. Die Balance zwischen Zucker, Butter, Alkohol und Flüssigkeit ist heikel; Temperatur und hohe Aufmerksamkeit machen oder brechen das Ergebnis. Mich reizt die Verbindung von Winter und Süße – dieser rote Faden zu frischem Schnee bringt eine fast magische Atmosphäre. Das Zischen des heißen Sirups auf der kalten Schneedecke klingt jedes Mal anders. Malz anstelle von Sirup, Bourbon statt Scotch, Butter statt Sahne – man muss ausprobieren, bis es raucht und glitzert. Die Herausforderung ist, beim Ziehen nicht zu heiß oder zu kalt zu sein, das lernt man mit jedem Versuch besser. Meine Erfahrungen mit Kristallisation lehren einen geduldigen Blick und keine Hast.
Zutaten
Über die Zutaten
Zucker kann teilweise gegen Rohrohrzucker ersetzt werden, gibt eine dunklere Farbe und tiefere Aromen, aber verändert die Kristallstruktur leicht. Malzsirup sorgt für ein feines Aroma und verhindert Kristallbildung besser als normaler Zuckersirup – wenn mal nicht vorhanden, zähflüssiger Honig 1:1 als Ersatz möglich. Whiskey bringt nicht nur Geschmack, sondern verflüssigt den Zucker und glättet die Masse. Bourbon ist aromatischer, dunkler Rum geht aber auch. Butter liefert Geschmack und sorgt für geschmeidige Fäden, Kokosöl als milchfreie Alternative verändert das Aroma Richtung exotisch, aber passt gut. Meersalz ist feinkörnig, damit es schnell auflöst, grobes Salz macht Schwierigkeiten. Wasser ist zum Auflösen; zu viel verwässert, zu wenig lässt die Mischung zu dick werden. Schnee: Unbedingt frisch, sauber und möglichst kalt, sonst keine Fäden. Alternative: Crushed Ice trocken und pulverisiert, aber Schnee ist besser.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Schritt eins bis drei – kein direktes Rühren nach Wasserzugabe, sonst Kristalle. Abwarten, schauen ob Bläschen sanft steigen, leichte Farbe beobachten. 118 Grad nicht stur digital abschneiden, Augen aufshellende Bernsteinfarbe ist besser. Das Geräusch beim Eingießen auf Schnee ist wie ein Zischen, fast ein kleiner Vulkan-Ausbruch – wenn ruhig, Temperatur oder Mischung falsch. Stäbchen anfeuchten, so flutschen die Fäden leichter. Überschüssige Masse nicht zu lange im Topf lassen, Topf sofort kalt stellen oder ausspülen, damit kein Karamell anklebt. Zum Ziehen Geduld zeigen, Masse wird schnell fest. Experimentieren mit Fadendicke bringt Spaß.
Küchentipps
- 💡 Zucker kontrolliert schmelzen; erst sanft schwenken, dann warten. Die Blasen sprechen das richtige Timing an, bevor der Duft von Karamell einsetzt. Bei 118 °C Raum schaffen für Geduld. Obere Temp grenzwertig? Ruhe bewahren.
- 💡 Schnee muss frisch sein; sauber, kalt, und keine Staubpartikel! Beste Schneefläche? Metallplatte aus dem Gefrierfach. Folgt der heiße Karamellfluss? Achte auf das Zischen; es lässt uns wissen, dass alles stimmt.
- 💡 Wenn Karamell brüchig wird, schnell handeln. Vorher Zitronensaft oder Glukosesirup einrühren. Stabilität hilft! Zu dick oder dünn, die richtige Balance zählt. Gewicht ist entscheidend beim Ziehen.
- 💡 Experimentiere mit Fäden: Dicker oder dünner? Mit Stäbchen, so formst du die Fäden besser. Für Kinder eher mit gutem Abstand arbeiten. Ist die Mischung zu klebrig? Immer zurücklehnen; Geduld erfordert Training.
- 💡 Reste verwerten? Möglich, aber frisches Rezept ist besser. Gelagerte Fäden kleben; luftdicht aufbewahren, aber sind nicht lange haltbar. Arbeiten in der richtigen Temperaturzone, um die Fäden zu bewahren.



