Erdbeer-Tartelettes mit Baiser

Von Marlena
Kleine Tartelettes mit Erdbeeren und knackigen Baiserstücken, gebacken auf einem mürben Boden aus Mehl, Zucker und Butter. Besonders durch eine Prise Ingwerpulver im Teig und ein paar Tropfen Vanilleextrakt in der Füllung. Statt Speisestärke sorgt Kartoffelstärke für ein etwas anderes Mundgefühl. Kühlung ist unverzichtbar, damit die Teiglinge beim Backen nicht schrumpfen. Die Kombination aus säuerlichen Erdbeeren und süßem Baiser ergibt eine Textur mit Kontrast zwischen weich und knusprig. Backzeit variiert je nach Ofen, visuelles und taktiles Feedback nutzt man am besten. Die Meringue kann man selbst oder fertig nehmen, aber frisch macht es mehr her. Unbedingt auf die Temperatur im Ofen achten, sonst wird der Boden zäh oder die Erdbeeren zu matschig.
Vorbereitung:
55 min
Kochzeit:
25 min
Gesamt:
Portionen:
8 Portionen
#Dessert
#Erdbeeren
#Backen
#Saisonal
Ich habe lange an Erdbeertartelettes herumexperimentiert, bevor ich auf die Idee kam, dem Teig eine Prise Ingwer zu geben – sorgt für Überraschung auf der Zunge. Außerdem die Vanille in der Füllung, statt nur Erdbeeren pur. Bewährt hat sich auch der Wechsel von Mais- zu Kartoffelstärke, die gibt besser die Bindung, ohne klebrigen Nachgeschmack. Perfekte Kühle für den Teig, sonst wird es schwer zu verarbeiten. Das langsame Backen auf mittlerer Hitze macht goldene Böden, der Fehler liegt oft im zu schnellen Backen – Ränder verbrennen, Mitte bleibt roh. Die Baiserstücke streue ich gern ganz frisch vor dem Servieren drüber, früher geht gar nicht – sie verlieren die Knusprigkeit in der feuchten Erdbeerfüllung. Erwärmt, voller Duft, ideal für späten Nachmittag mit Kaffee oder Tee.
Zutaten
Teig
- 160 g Mehl (statt 210 g)
- 20 ml Puderzucker (ersetzt 30 ml)
- 1 ml Backpulver (1/4 TL)
- 1 Prise Ingwerpulver (statt Salz fügt Würze hinzu)
- 140 g kalte Butter in Würfeln (reduziert von 170 g)
- 70 ml Naturjoghurt
- 20 ml eiskaltes Wasser (leicht reduziert)
- 380 g Erdbeeren, in Scheiben (leicht weniger als 405 g)
- 140 g Zucker (statt 160 g)
- 25 ml Kartoffelstärke (statt Maisstärke)
- 5 ml Vanilleextrakt (für Aroma)
- 8 Erdbeerscheiben frisch
- 30 g knusprige Baiserstücke (selbstgemacht oder gekauft)
Füllung
Dekoration
Über die Zutaten
Die Reduktion von Mehl und Butter im Teig hilft, eine leichtere Konsistenz zu erzielen, die trotzdem stabil bleibt. Die Zugabe von Ingwer ersetzt Salz und bringt Spannung. Kartoffelstärke statt Maisstärke sorgt für geschmeidige, nicht klebrige Füllung. Wassermenge im Teig bewusst reduziert, sonst zu feucht. Joghurt sorgt für saure Frische und geschmeidige Textur, lässt aber immer wieder Variationen zu. Wer keinen Joghurt mag, kann auch saure Sahne nehmen, aber Joghurt gibt gesunde Säure. Baiser kannst du selbst backen, Zucker leicht reduzieren oder Vanilleextrakt mit einarbeiten. Der Zucker im Teig ist auf Puderzucker umgestellt, um besser mit den kalten Butterstückchen zu vermischen.
Zubereitung
Teig vorbereiten
- Mehl, Puderzucker, Backpulver und Ingwer im Food Processor mischen, bis gleichmäßig. Butter zugeben. Kurz pulsieren, bis Butter Erbsengröße hat. Nicht zu lange, sonst achtet drauf, dass Fett nicht warm wird. Dann Joghurt und Wasser zugeben. Pulsieren, bis Teig gerade zusammenkommt. Am Rand klebt noch ein wenig, ist okay. Falls zu trocken, paar Tropfen Wasser noch. Vom Cutter in die Hand nehmen, zu Rolle formen, in 8 Stücke schneiden. So bleibt die Temperatur besser erhalten, wichtig für Fluff. Rollen müssen nicht perfekt, rustikal gut.
- Arbeitsfläche mehlieren. Teigstücke auf rund 12 cm Durchmesser ausrollen, 3 mm dick. Deckel von Tartelettes-Formen fetten (Butter genügt). Teig einschlagen, Ränder schön andrücken, Laminat-Optik entsteht durch kalte Butter. Form mit Teig kühlen, mindestens 25 Minuten. Kühlschrank macht Teig fester, weniger Schrumpfen beim Backen garantiere ich mir so. Vorsicht: zu lang im Kühlschrank trocknen sie aus, abdecken!
- Ofen auf 195 Grad Celsius vorheizen, mittlere Schiene. Mehr zu Hitze lieber etwas weniger als zu viel. Dadurch verbrennen die Teigränder nicht zu schnell, der Boden wird richtig durchgebacken.
- In Schüssel Erdbeeren mit Zucker, Stärke und Vanille vermischen. Saft tritt bisschen aus. Hände rühren, damit Beeren aufbrechen, aber nicht matschig werden. Stärke bindet Flüssigkeit, verhindert zu flüssige Füllung. Kartoffelstärke sorgt für weiche, nicht klebrige Konsistenz, eine kleine Eigenschaft, die oft unterschätzt wird.
- Teigböden aus Kühlschrank nehmen. Füllung gleichmäßig auf 8 Formen verteilen. Saft dabei möglichst mitverwenden; gibt Geschmack but keine Pfütze. Wichtig ist, dass Füllung nicht zu hoch, max. 1 cm. Sonst backt die Füllung nicht durch, wahrscheinliche Fehlstelle.
- Auf Backblech setzen. 23 bis 28 Minuten backen. Goldbraune Ränder zeigen Reife, wenn Teig sich ein wenig vom Rand löst, Test mit Zahnstocher machen, keine feuchten Teigstellen sollten am Holz kleben bleiben. Erdbeeren fangen an zu blubbern, leicht blubbern heißt gerade richtig. Zu lang macht Boden hart, der darf aber auch nicht zu weich bleiben.
- Tartelettes aus Backofen nehmen, auf Gitter stellen. 10 Minuten abkühlen lassen, damit sich Füllung sinnvoll setzt, aber warm servieren ist Geschmackssache.
- Vor dem Servieren 8 dünne Erdbeerscheiben hübsch legen, Baiserstücke großzügig darüberstreuen für Knusperfaktor. Baiser bittert schnell, wenn du es zu früh draufgibst, war meine Erfahrung: lieber erst kurz vorm Essen. Wenn man Baiser selbst macht, blendet man Eiweiß mit Zucker und Backpulver steif und backt bei 100 Grad ca. 1 Stunde – trocken und knackig.
- Kleine Tipps: Frische Minze passt auch gut dazu. Zitrone in Füllung bringt Säure, probiere mal kleine Menge. Wenn Erdbeeren sehr saftig oder matschig, 5-10 Minuten vor Backzeit rausnehmen, sonst droht matschiger Boden.
- Teig kannst du durch Vollkornmehl für rustikalen Touch ersetzen, aber weniger Butter dann nehmen für Stabilität. Blätterteig bringt schnelles Ergebnis, aber ich mag meinen alten Trick mit Joghurt. Feucht aber nicht klitschig.
- Kälte beim Teig – von Anfang an wichtig. Sonst schweres Rollen, Butter schmilzt, Krume schwer. Mehr Wasser macht Teig zäher, hier genau richtig dosieren.
- Für Restneutralität: Limettenschale statt Vanille benutzen, gibt exotische Note. Experimentiert, aber Erdbeeren bleiben Hauptakteur.
- Mit Geduld und rohem Gefühl für Konsistenz geht’s hier los. Nicht immer auf jede Minute starren, sondern Hingucken, Befühlen und Schnuppern. Oft mehr wert.
- Viel Spaß beim Backen. Wenn der Ofen läuft und der Duft von Erdbeer-Vanille durch die Küche zieht, genau dann weiß man: kurz vor Glück.
Backofen & Füllung
Füllen und Backen
Anrichten
Zubereitungstipps
Teig kalthalten ist essentiell – Butter darf nicht warm werden, sonst keine luftige Krume. Pulsieren statt langes Mixen bewahrt Textur. Formen vor dem Backen mindestens 25 Minuten kühlen, sonst schrumpfen sie beim Backen. Erdbeerfüllung sollte gleichmäßig, nicht zu dick verteilt werden; Bindemittel (Kartoffelstärke) verhindert matschige Massen. Backzeit immer mit Augenmaß, nicht starr nach Uhr gehen. Sobald Ränder goldbraun und Füllung anfängt blubbern, lohnt sich Test mit Zahnstocher. Nach dem Backen abkühlen lassen, damit sich die Masse setzt, sonst läuft alles beim Anrichten eher auseinander. Baiser erst kurz vor dem Servieren auftragen, um Knusprigkeit zu bewahren. Kleines Detail, dass oft ignoriert wird. Experiment mit Zitronen- oder Limettenschale zum Aromatisieren lohnt sich, ergänzt Erdbeeren wunderbar. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Füllung in kleinen Schalen vorbacken und später in den Tartelettes platzieren.
Küchentipps
- 💡 Lass den Teig nie warm werden. Kühl halten ist wichtig. Ich mache es oft in kleinen Portionen. So bleibt die Butter fest. Das ist der Schlüssel für eine luftige Krume. Besser nicht zu lange mixen, pulsierend arbeiten. Der Teig sollte nicht zu viel Wärme aufnehmen.
- 💡 Die Erdbeeren gut vorbereiten. Wenn sie sehr saftig sind, vielleicht etwas Zucker reduzieren. So wird die Füllung nicht zu flüssig. Und der Geschmack ist intensiver. Ich lasse sie in der Mischung mit Stärke ziehen. So binden sie gut und werden nicht matschig.
- 💡 Baiser erst kurz vor dem Servieren darauf geben. Es kann schnell weich werden. Ich habe gelernt, dass frisches Baiser die Tartelettes aufwertet. Wenn man die Baiser selbst macht, 100 Grad für eine Stunde backen, perfekt für knusprige Stücke.
- 💡 Einen Pinsel für Butter verwenden. Es gibt einen gleichmäßigen Überzug. Achte darauf, alle Ränder gut zu fetten. Die Tartelettes sollten nicht anhaften. Ich habe einige Formen, die ich regelmäßig öle. Das halte ich für wichtig.
- 💡 Mit verschiedenen Mehlen experimentieren – Vollkornmehl gibt einen robusteren Geschmack. Aber dann weniger Butter verwenden. Ich finde, das ist ein feiner Unterschied. Ein bisschen Limettenschale in die Füllung bringt frische Aromen.
- 💡 Vergiss nicht auf die Temperatur des Ofens. Zu hohe Hitze macht die Böden zäh. Überwachung ist hier unerlässlich. Ich stelle eine Uhr, aber schaue oft hinein. Sobald es anfängt zu blubbern, weiß ich: fast fertig.
- 💡 Für die Füllung ist die Menge entscheidend. Nicht zu hoch kleiden, das gibt Druck. Ein Zentimeter Höhe ist ideal. Bei zu viel läuft alles über. Ich habe erlebt, dass kleine Formen manchmal einfacher sind.
- 💡 Den Teig im Kühlschrank nicht austrocknen lassen. Ein sauberes Handtuch darüber ist gut. Achte auf das Gewicht des Teigs beim Ausrollen. Zu viel Druck macht ihn zäh, weniger ist mehr. Ich mache das oft auf einem leicht bemehlten Tisch.



