Farfalles mit Pilzen und Pancettachips

Von Marlena
Pasta trifft auf eine herzhafte Pilzsauce mit einem Hauch Chili und einer cremigen Note. Pancetta wird kross gebacken, sorgt für Crunch und Tiefe. Frischer Rosmarin und geröstete Haselnüsse geben Aroma und Textur. Weißwein und etwas Brühe bilden die Basis für eine sämige Sauce. Parmesan rundet ab, noch mal extra als Flocken zum Schluss für das gewisse Etwas.
Vorbereitung:
35 min
Kochzeit:
20 min
Gesamt:
55 min
Portionen:
4 Portionen
#Italienisch
#Vegetarisch
#Schnell
Pilze in Kombination mit Pasta? Immer eine sichere Bank, aber die Kunst ist die perfekte Balance zwischen Aromen, Texturen und der richtigen Sauce. Ich ersetze gerne den üblichen Rosmarin für Thymian – gibt eine frischere Note und passt wunderbar zu den Pilzen. Statt normaler Sahne nehme ich 20% – die Sauce bleibt cremig, aber nicht zu schwer. Pancetta wird in hauchdünnen Scheiben schön knusprig gebacken, das gibt ein tolles Geräusch und einen Kontrast zur weich-cremigen Pasta. Mandeln statt Haselnüssen? Ich mixe das gern mal durch, Mandeln sind aromatisch, aber neigen weniger dazu, bitter zu werden. Das Wichtigste: auf Sicht kochen, nicht blind nach Zeit, auf die Geräusche und den Geruch vertrauen. So wird daraus echtes Essen, nicht nur Pasta mit Sauce.
Zutaten
Über die Zutaten
Die Pancetta kann man auch durch dünne Scheiben Bacon oder Serrano ersetzen – das gibt einen leicht anderen, aber auch harmonischen Geschmack. Wenn Knoblauch nicht so beliebt ist, ruhig etwas weniger nehmen oder diese mit Knoblauchöl ersetzen. Statt Gemüsebrühe kann auch helle Hühnerbrühe genommen werden, wirkt etwas reichhaltiger. Olivenöl ist hier nicht nur Geschmacksträger, sondern sorgt für das nötige Bratfett beim Anbraten der Pilze. Mandeln vorher in der Pfanne ohne Fett leicht rösten, damit sie ihr Aroma besser entfalten. Frische Kräuter wie Thymian oder Rosmarin immer erst am Ende in die Sauce – Temperatur zu hoch? Bitterstoffe entstehen. Die Parmesanvariante: Pecorino statt Parmigiano ist salziger und etwas schärfer und bringt mehr Würze. Farfalle wegen Form und Oberfläche perfekt, aber auch Linguine oder Tagliatelle funktionieren.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Die größte Herausforderung ist meist das Timing bei der Pancetta. Sie darf nicht zu früh raus aus dem Ofen, sonst wird sie zäh und nicht richtig knusprig. Perfekte Farbe erkennbar an einem goldenen, fast durchsichtig knisternden Zustand. Bei den Pilzen auf die Flüssigkeit achten – zu viel Wasser, dann wird die Sauce wässrig. Lieber Stück für Stück nachgießen und reduzieren. Sauce ist zu dünn? Kurz offen köcheln lassen. Zu dick? Kochwasser nachgeben, aber sparsam. Nudelwasser immer aufbewahren: enthält Stärke, hilft der Sauce zu binden. Pasta aus dem Wasser nehmen, wenn sie noch minimal zu fest ist, zieht sie in der Sauce nach. Gut umrühren, damit sich alles verbindet, sonst schmeckt man nur Sauce oder nur Pasta. Vor dem Servieren ruhig kurz ruhen lassen, dann verschmelzen die Aromen. Und nicht vergessen - erst gegen Ende die Kräuter hinzufügen, damit sie frisch bleiben und nicht verkochen. So gelingen farbige, duftende, texturreiche Farfalle mit Pilzen und Pancettachips, die mit jedem Bissen überraschen.
Küchentipps
- 💡 Timing ist alles. Pancetta muss knusprig werden. 12-14 Minuten bei 210 Grad. Goldbraun ist das Zeichen. Aufpassen, dass sie nicht zu früh rauskommt. Bei falscher Farbe wird sie zäh.
- 💡 Bei den Pilzen – Geduld mit dem Braten. Hitze erhöhen, wenn sie brutzeln. Farbigen Geruch wahrnehmen, das Aroma wechselt. Ständig rühren? Nein, nur hin und wieder. Sonst verlieren sie ihren Biss.
- 💡 Ohne Nudelwasser geht's nicht. Immer etwas auffangen vor dem Abgießen. Es enthält Stärke, bindet die Sauce. Wenn sie zu dick ist, etwas Nudelwasser hinzufügen. Vorsicht, nicht übertreiben, peu à peu.
- 💡 Anstelle von Pecorino kann auch Parmesan verwendet werden. Pecorino bringt mehr Würze, ist salziger. Für die, die es etwas milder mögen. Und für den Extra-Crunch – Mandeln vorher leicht rösten.
- 💡 Mit frischen Kräutern aufpassen. Thymian zuletzt in die Sauce geben. Temperatur im Auge behalten, damit es nicht bitter wird. Mehr Aroma bleibt nur bei guter Handhabung. Aromen echtes Ergebnis.



