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Fasten-Brioche neu

Fasten-Brioche neu

Von Marlena

Vegetarische Brioche mit eher weniger Zucker, mit Dinkel statt Weizen, Zitrusnote durch Orangenschale, und Kardamom für den Twist. Hefe leicht reduziert, Salz leicht erhöht. Rosinen ersetzt durch getrocknete Cranberries für Frische. Kleiner Zug Honig dazu. Voll auf Handarbeit, Knetzeit angepasst, Gehzeit an warme Ecken. Eigene Unterschiede, mehr Biss, dennoch luftig. Glasur mit Limette, weniger süß. Schritt für Schritt erklärt mit Fokus auf Haptik, Geruch und Sichtbares - weniger Zeitangaben, mehr Gefühl fürs Gelingen.
Vorbereitung: 35 min
Kochzeit: 30 min
Gesamt: 65 min
Portionen: 24 Stück
#Backen #vegetarisch #Brioche
Fastenbrioches sind seit Jahrzehnten eine Herausforderung in meiner Küche. Zum Fasten wollte ich nicht allzu süße Varianten, die trotzdem luftig und aromatisch sind. Dinkelmehl bringt eine nussige Note, während eine Prise Kardamom und Orangenschale den Duft hebt. Statt klassischer Rosinen habe ich Cranberries gewählt – nicht zu süß, aber saftig. Ich habe die Hefemenge leicht angepasst - manchmal wirken 2 1/2 Teelöffel zu großzügig, besonders bei wärmeren Temperaturen. Gehzeiten sind variabel – man muss genau hinschauen, wie die Teigmasse lebt, ob sie elastisch ist, prall, die Fingerprobe nicht lügen kann. Viel Freude, beim Beobachten, Fühlen und Riechen – nichts übergeht, alles ist Teil des Ganzen.

Zutaten

  • 900 ml Dinkelmehl hell
  • 10 ml Trockenhefe (ein gestrichener Teelöffel)
  • 3 ml Salz
  • 100 ml Rohrohrzucker
  • 150 g weich gewordene Butter, ungesalzen
  • 3 mittelgroße Eier, leicht geschlagen
  • 220 ml lauwarme Milch
  • 150 ml getrocknete Cranberries
  • 1 Messerspitze gemahlener Kardamom
  • Abrieb einer kleinen Bio-Orange
  • Milch zum Bestreichen
  • Glasur

    • 1 Eiweiß
    • 300 ml Puderzucker
    • Saft einer halben Limette

    Über die Zutaten

    Dinkelmehl ist eine tolle Alternative; falls nicht vorhanden, kann auch Weizenmehl 405 benutzt werden, die Textur wird etwas leichter. Trockenhefe lässt sich leicht durch frische Hefe ersetzen – dann einfach 20 g Frischhefe nutzen und diese vorher in lauwarmem Wasser mit etwas Zucker auflösen. Für mehr Aroma nehme ich oft Rohrohrzucker, brauner Zucker geht auch, wirkt aber intensiver. Butter ruhig gut weich machen, sie verteilt sich besser, und Zucker schmelzt in der Knetphase leicht mit, was das Flechten unterstützt. Cranberries durch Sultaninen ersetzen? Klar, aber die Süße nehmen – dann Zucker ggf reduzieren. Kardamom und Orangenabrieb sind entscheidend für den Wohlgeruch; ohne sie wirkt alles fad. Für Glasur alternativ Honig und Puderzucker mischen, dann aber keine Säure, sondern Vanille.

    Zubereitung

  • Mischen erst alle trockenen Zutaten, also das Mehl mit Zucker, Salz, Hefe, Kardamom und Orangenschale in einer großen Schüssel. Gerade die Orangen- und Kardamom-Aromen bringen eine unerwartete Frische, also nicht weglassen, selbst wenn ungewohnt.
  • Butter hinzufügen, mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis die Masse krümelig wirkt. Dann Eier plus lauwarme Milch dazu. Mit einem Holzlöffel grob vermengen, trotzdem noch recht klebrig, das soll so sein.
  • Jetzt Hand anlegen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche fünf bis sechs Minuten kneten, bis die Masse elastisch wird, fast leicht glänzend. Die Konsistenz darf nicht zu trocken sein. Wenn zu klebrig, wenig Mehl nachstreuen. Kneten bis sie sich langsam vom Tisch löst.
  • Dann die Cranberries einarbeiten. Am Anfang wirkt es komisch, sie verteilen sich nicht leicht, bleiben kleben – unbedingt zwei Minuten extra kneten, damit sie gut eingebunden werden. Weiche Rosinen wären zu süß, Cranberries geben den Kick.
  • Teig in eine geölte Schüssel geben, mit einem sauberen Küchentuch bedecken.
  • Fast die wichtigste Stelle: Geht 50 bis 70 Minuten, je nach Wärme – man nimmt keine Minuten, sondern das Volumen. Der Teig soll merklich auf das Doppelte aufgehen, Fingerprobe hilft: leicht eindrücken – bleibt die Delle, weiter warten.
  • Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Währenddessen Arbeitsfläche vorbereiten – Backpapier auf Backblech legen.
  • Teig nochmal leicht entgasen, darauf achten, nicht alles rauszupatschen, aber Luft raus. In 24 gleich große Kugeln teilen. Größe etwa wie ein Golfball bis Tennisball – nicht zu klein sonst trocken.
  • Auf Backblech verteilen, mit Milch pinseln und mit einer scharfen Schere oder Küchenmesser kreuze einschneiden. Der Trick: Schnitte nicht zu tief, eher oberflächlich, sonst gehen die Brioche auseinander und reissen unkontrolliert auf.
  • Abgedeckt nochmal 45 Minuten gehen lassen. Sind sie gut aufgegangen, weich und prall, geht’s ab in den Ofen.
  • Mittel ist oft gut, etwa 25 bis 30 Minuten backen. Kommt auf Ofen an. Beobachten: Farbe soll goldbraun werden, Oberseite leicht glänzend, Boden klingt hohl beim Klopfen.
  • Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Währenddessen Glasur anrühren: Eiweiß mit Puderzucker und Limettensaft in einer Schüssel, mit Schneebesen rühren, bis sie dick und glänzend ist.
  • Wenn Brioche handwarm, mit Glasur in Kreuzform bestreichen – nicht zu viel, sonst wird es klebrig. Glasur härtet beim Abkühlen leicht aus, gibt knackige Süße und leicht säuerlichen Wumms zum Finish.
  • Zubereitungstipps

    Der Teig knetet sich erst zäh, das ist kein Fehler, sondern gutes Hefegebäckverhalten. Am besten den Schüsselrand mit einem feuchten Tuch abdecken, sonst weich die Oberfläche aus. Gehen lassen am besten in einem leicht warmen Raum; Heizkörper sind zu heiß, können die Hefe abtöten, zu kühl verlangsamt den Prozess unnötig. Schneiden Sie die Kreuze flach ein – das verhindert, dass die Brioches beim Backen einzelne Flügel bilden. Beim Backen hört man oft ein leichtes Knistern – das gibt eine Idee, dass die Feuchtigkeit entweicht und die schöne Kruste sich bildet. Die Glasur auftragen erst, wenn die Brioches kühler werden, sonst verläuft sie und wird dünn. Wenn die Glasur trocken ist, bildet sie eine sehr feine Kruste, die süß säuerlich in der Textur wirkt. Lagerung: luftdicht in Blechdose, das hält sie länger frisch, aber kalt lagern vermeiden, sonst werden die Brioches zu kompakt.

    Küchentipps

    • 💡 Verwenden Sie Dinkelmehl statt Weizen. Es bringt nussige Noten. Falls nicht vorhanden, geht auch Weizenmehl 405. Textur wird dann leichter. Beachten Sie, dass Trockenhefe durch frische ersetzt werden kann. Nutzen Sie 20 g frische Hefe, vorher in lauwarmem Wasser auflösen. Rühren Sie einen Löffel Zucker dazu.
    • 💡 Cranberries geben tolle Frische. Alternativ: Sultaninen nutzen. Aber weniger Zucker als im Rezept vorsehen. Die Kombination der Aromen: Kardamom und Orangenschalenabrieb nicht weglassen. Das Aroma macht den Unterschied. Hefe: Achten Sie auf die richtige Menge, bei warmem Wetter ist weniger oft mehr.
    • 💡 Gehen lassen ist wichtig. Wählen Sie einen warmen Raum. Überprüfen Sie den Teig. Es soll fast das doppelte Volumen erreichen. Fingerprobe: bleibt die Delle stehen, ist es Zeit.
    • 💡 Einschneiden auf keinen Fall zu tief. Die Brioches sollen nicht auseinander reissen. Ein flacher Schnitt reicht aus, aber präzise. Und achten Sie auf den Klang beim Klopfen. Ein hohles Geräusch zeigt, dass sie gut gebacken sind.
    • 💡 Die Glasur erst auftragen, wenn die Brioches abgekühlt sind. Das verhindert ein Verlaufen der Glasur. Der Zuckerguss muss dick und glänzend sein. Der süss-säuerliche Geschmack kommt gut zur Geltung. Aufbewahrung: In einer Blechdose luftdicht lagern, nicht zu kalt.

    Häufige Fragen

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