Festlicher Beerentraum Punch

Von Marlena
Ein spritziger, alkoholfreier Punch mit einer ungewöhnlichen Kombination aus gefrorenen Preiselbeeren und roten Johannisbeeren, verfeinert mit Ahornsirup und Ingwer. Kohlensäure sorgt für leichte Frische, während frische Kräuter nicht nur dekorieren, sondern ihre Aromen in das Getränk abgeben. Optional ein Schuss kanadischer Whisky für Erwachsene. Perfekt für Feiertage, wenn man was Fruchtig-Säuerliches will, das nicht zu süß wirkt und Temperaturtipps zum Kühlen und Servieren beinhaltet.
Vorbereitung:
25 min
Kochzeit:
20 min
Gesamt:
45 min
Portionen:
8 Portionen
#Feier
#Getränk
#Sommer
Nicht immer die gleichen Zutaten verwenden, da stupide Rezepte langweilig sind. Preiselbeeren sind eine fantastische Alternative zu klassischen Cranberries, bringen mehr Säure und weniger überzuckert. Rote Johannisbeeren bringen eine schöne Textur und Farbe, habe ich oft eingesetzt, danach sieht das Getränk nicht so eintönig aus. Ingwer habe ich hinzugefügt, weil die Würze Wärme bringt und gegen den kalten Winter anarbeitet, habe ich aus einer spontanen Laune heraus gemacht. Die Kohlensäure mit Zitronennote habe ich gewählt statt gewöhnlichem Soda, das bringt eine leichte Frische. Ahornsirup anstelle von Rohzucker ist nicht nur leichter beim Magen, sondern ergibt auch eine angenehm herbe Süße, passt sehr gut zu den herben Beeren. Als Kräuter empfehle ich Minze, die immer wirkt, und Thymian für das würzige Unterholz, Rosmarin habe ich weggelassen, da er schnell zu dominant wird. Die Kräuter wirklich nur kurz ziehen lassen, sonst wird es schnell bitter und schwer zu trinken. Wer nicht alkoholisch will, braucht trotzdem das würzige Aroma – Whisky dazu? Fein, aber getrennt servieren, sonst verlieren Unentschlossene den Spaß.
Zutaten
Über die Zutaten
Bei Beeren ruhig variieren – mit Himbeeren etwa wird es süßer, mit schwarzen Johannisbeeren spritziger. Gefrorene sind ein Muss, da frisch ab Oktober kaum zu kriegen. Sollte Ahornsirup nicht da sein, eignet sich leichter Honig oder Rohrzucker; letzterer wird aber nicht so geschmeidig auflösen, darauf achten, dass der Sirup länger köchelt oder gut gerührt wird. Ingwer frisch reiben, nicht als Pulver, sonst schmeckt es muffig. Mineralwasser mit Zitrusnote bitte erst beim Anrichten dazumischen, sonst verliert es Schonung und Geschmack. Apfelsaft möglichst naturtrüb, klarer Apfelsaft wirkt fade und ohne Charakter. Kräuter frisch kaufen, am besten am selben Tag verwendet. Eiswürfel selbst machen aus gefiltertem Wasser, gerade bei Gastgebern merkt man den Unterschied. Für Whisky darf es gern eine milde, nicht zu torfige Sorte sein – ideal ein kanadischer Rye. Alternative: Gin mit Kräutern, aber dann anders würzen. Das Ganze funktioniert auch gut in einer Thermoskanne, wenn Gäste kommen und der Punch langsam schlürft, nicht warm stehen lassen.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Achte auf das Platzen der Beeren – das Geräusch ist ein sicheres Zeichen für den richtigen Augenblick. Keine Hektik beim Kochen, lässt die Früchte besser ihre Säfte freigeben, sonst bleibt alles zu trocken und fade. Das Passieren über das Sieb ist der Knackpunkt, nicht drücken, nur leicht Unterstützung geben, damit keine bitteren Rückstände mitkommen. Die Mischung abkühlen lassen, sonst verfliegt die Prickel-Textur in den nächsten Schritten. Die Kräuter wirklich nur kurz ziehen lassen; ich habe beim ersten Mal zu lange gewartet, Ergebnis war gerbsäurebetont. Eis unbedingt erst im Glas – im Pitcher verdünnt es zu stark und schmeckt verwässert. Rühren ja, aber vorsichtig; Kohlensäure ist zickig. Zum Servieren darauf achten, dass die Eiswürfel nicht zu schmelzen beginnen, schnell trinken oder nachgießen. Für den alkoholfreien Genuss die Option offenhalten, Gin oder Whisky separat anbieten. Das macht den Unterschied zu langweiligen Standardpunches aus. Erfahrung zeigt: Triple-Komponenten (Sirup, Kohlensäure, Saft) erst kurz vor Einsatz mischen, sonst wird es matschig oder der Kohlensäurekick fehlt.
Küchentipps
- 💡 Die gefrorenen Beeren wirklich gut sinken lassen. Das Platzen der Beeren zeigt an, dass sie bereit sind. Warten auf das Geräusch, ist wichtig. Bei zu wenig Hitze geschieht nichts.
- 💡 Das Abseihen durch ein Sieb sollte vorsichtig geschehen. Zu fest drücken führt zu trüben Sirup. Belassen Sie einige Stücke für Textur. Sie geben etwas Körper und Aroma.
- 💡 Frische Kräuter sind unbedingt nötig. Minze und Thymian bringen Vielfalt; für andere Kräuter: Rosmarin wird rasch zu dominant. Dann lieber weniger verwenden.
- 💡 Die Kohlensäure erst beim Servieren zugeben. Zuvor bleibt alles flach und verloren im Geschmack. Eiswürfel müssen später hinzugefügt werden, sonst verwässert der Drink.
- 💡 Für unterschiedliche Geschmäcker verwenden Sie Himbeeren. Die machen den Punch süßer. Eine Mischung bringt sowohl Süße als auch Säure ins Spiel; optimieren Sie die Balance.



