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Fisch Couscous Tunisien

Fisch Couscous Tunisien

Von Marlena

Ein tunesisches Couscousgericht mit festem Weißfisch, aromatischen Gewürzen und frischem Gemüse. Angepasst mit Huhn statt Fisch für Variation, getrocknete Aprikosen ersetzen Rosinen für fruchtige Note, gerösteter Kreuzkümmel für intensives Aroma. Methoden optimiert für besseren Geschmack und Textur, mit Tipps gegen zu nassen Couscous und zu zähem Fisch. Gewürzt mit Harissa und Zitrone, mit Kichererbsen und Zucchini zur Ausgewogenheit. Serviert mit frischem Petersiliengrün und Zitronenspalten.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 35 min
Gesamt: 60 min
Portionen: 6 Portionen
#Couscous #Huhn #Gewürze #Nordafrika #Gesund
Couscous nordafrikanisch lassen viele denken an langweiliges Essen, falsch! Das Zusammenspiel von Gewürzen, zartem Fisch oder hier Huhn, fruchtiger Säure und weichen, doch bissfesten Kichererbsen macht die Sache spannend. Ich probierte oft aus, zuerst reiner Fisch, dann wechselnd Huhn, um Texturprobleme zu lösen. Würze aus Paprika, Kreuzkümmel und Kurkuma – nicht nur bunt, sondern würzig-warm. Harissa gibt Pep, aber vorsichtig damit, nicht jeder verträgt Schärfe beim ersten Mal. Die Haltung zum Couscous selbst änderte sich gelinde gesagt erheblich nach mehreren durchgebrannten und geklebten Versuchen. Zeit, richtig machen statt nur kochen.

Zutaten

  • 600 g Hühnerbrust, in Würfel geschnitten (statt Fisch, sah hier besser aus und stabiler zum Garen)
  • 80 ml Olivenöl
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 1 rote Paprika, entkernt und gewürfelt
  • 1 TL geriebener Kreuzkümmel (geröstet, intensiver als gemahlen)
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver (statt normalem, mehr Tiefe)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 Zucchini, grob gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 TL Harissa (mehr nach Geschmack)
  • 1 Dose Kichererbsen (ca. 540 ml), abgespült und abgetropft
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • 60 ml getrocknete Aprikosen, grob gehackt (statt Korinthen, fruchtiger)
  • 500 ml Couscous
  • 180 ml frische Petersilie, grob gehackt
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Über die Zutaten

    Das Ersetzen des Fischs durch Huhn ist kein Einbruch, sondern eine Alternative mit einfacher Textur und leichter Zubereitung. Die Aprikosen sorgen für ein fruchtiges Gegengewicht zur Schärfe der Harissa. Kreuzkümmel ist hier geröstet, keine Pulverware aus dem üblichen Industrieglas, das lohnt sich, intensiver Geschmack. Paprikapulver räuchernd statt normaler, das gibt mehr Komplexität. Tomatenmark bringt konzentrierte Säure, frisch-sauerem Zitronensaft kontrastierend – nicht zu viel, sonst kippt die Balance. Kichererbsen als Protein und Texturgeber, machen satt und geben Biss. Dazu frischer Petersilie, kein Glibberkraut, sondern grob geschnitten, intensiv im Aroma. Olivenöl nimmt hier alle Aromen auf. Wer Nüsse nicht will, Pins oder Mandeln weglassen, bleibt trotzdem harmonisch. Wichtig: Couscous nie direkt mit kochender Brühe übergießen und verrühren, sonst klebt er.

    Zubereitung

  • Huhn in zwei Portionen mit der Hälfte des Öls in einer großen Pfanne oder einem Wok anbraten. Nicht zu oft wenden; es soll schön Farbe ansetzen, sonst wird es zäh. Würzen mit Salz und Pfeffer. Herausnehmen und beiseitestellen. Braun, aber innen noch saftig – das ist der Trick.
  • Im verbleibenden Öl Zwiebeln und Paprika mit dem Kreuzkümmel, Paprikapulver und Kurkuma sanft anschwitzen. Nicht verbrennen, das gibt bitteren Geschmack. Die Zucchini und Knoblauch dazugeben, kurz mitrösten, bis alles duftet – maximal 3 Minuten, dann das Tomatenmark, den Zitronensaft und die Harissa einrühren. Aromatische Öldüfte, besser als purer Geschmack.
  • Die Kichererbsen, Brühe und die gehackten Aprikosen zugeben. Aufkochen, dann Hitze reduzieren und ca. 3 Minuten leicht köcheln lassen. Flüssigkeit sollte aromatisch, aber nicht zu stark reduziert sein; damit der Couscous saftig bleibt.
  • Den Couscous einstreuen, gleichmäßig verteilen. Die gebratenen Hühnerstücke darüberlegen, alles nicht verrühren! Deckel drauf, komplett vom Herd nehmen und 7 Minuten quellen lassen. Couscous sollte locker sein mit leichtem Biss, sonst matschig. Weniger als 7 Minuten, bringt trockenen Couscous; mehr, wird zu weich.
  • Dann vorsichtig mit Gabel auflockern und vorsichtig den Fisch (oder hier das Huhn) untermischen. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und evtl. mehr Harissa oder Zitronensaft. So baut sich die Würze stufenweise auf.
  • Auf großer Platte servieren, mit Petersilie bestreuen. Zitronenspalten dazugeben, die jeder nach Geschmack überträufeln kann. Keine schwere Sahnesauce dazu, das würde nur stören.
  • TIPP: Wenn keine Hühnerbrühe da ist, klappt Gemüsebrühe plus etwas Fischsauce oder Sojasauce als Umami-Ersatz. Man kann Zucchini zur Hälfte durch Aubergine ersetzen, macht das Gericht rauchiger und samtiger. Wer keine Harissa hat, nimmt Sriracha oder Paprikapaste, aber vorsichtig dosieren, nicht zu scharf.
  • Aufpassen, dass die Aprikosen nicht zu klein sind, sonst gehen sie in der Sauce unter. Grob hacken und erst im letzten Schritt zugeben, so bleibt die Textur präsent.
  • Vermeide übermäßiges Rühren beim Köcheln, sonst wird Couscous klebrig. Am besten Pfanne sofort abdecken und dann nur beim Servieren rühren.
  • Gerade das Vorbraten vom Huhn (oder Fisch) im Öl bringt Röstaroma, das man mit reiner Brühe nicht hinbekommt. Das ist eine der wichtigsten Lektionen, nachdem ich am Anfang alles zusammen in Brühe gekocht habe – fad und gummiartig.
  • Wer sehr dicken Couscous hat, wie israelische Variante, braucht etwas mehr Flüssigkeit und längeren Quellprozess. Für feinen Couscous (feiner als hier empfohlen) eher 5 Minuten, sonst zerfällt er.
  • Wenn es mal schnell gehen soll: Huhn roh zusammen mit Zwiebeln, Paprika und Gewürzen anbraten, dann alles andere rein und zusammen kochen lassen. Doch getrennt vorbraten gibt mehr Geschmack und bessere Konsistenz.
  • Couscous ganz zum Schluss untermischen, sonst zerfällt er. Gleichzeitig Fisch/Huhn von Anfang an mitgaren, nur nochmal kurz separat anbraten für Kruste, sonst wird alles matschig.
  • Manchmal addiere ich noch geröstete Mandeln oder Pinienkerne, gibt Crunch und Nussigkeit. Achtung, nicht zuviel, die Balance gerät aus den Fugen.
  • Garprobe: Fisch sollte matt und nicht glasig aussehen, Zucchini weich, aber noch bissfest, Couscous luftig. Kichererbsen weich, aber nicht zerfallen.
  • Schälchen mit extra Harissa oder Zitronenscheiben auf den Tisch stellen. Gäste lieben diese individuelle Würzung, was die Schärfe angeht.
  • Reste am nächsten Tag schmecken oft noch besser, aufgewärmt mit ein paar Spritzern Zitronensaft – aber Couscous nie zu lange stehen lassen, sonst wird er trocken oder matschig.
  • Vermeide Plastikdeckel zum Ruhen, die Kondensation macht Couscous klumpig. Lieber ein sauberes Küchenhandtuch drüber.
  • Zubereitungstipps

    Die Reihenfolge ist entscheidend: zuerst Fleisch anbraten für Röststoffe, dann im gleichen Fett Gemüse mit Gewürzen anschmoren, für gleichmäßige Aromaverteilung. Nicht zu schnell und nicht zu lange, sonst verbrennt Knoblauch bitter. Tomatenmark und Zitronensaft erst am Ende der Gemüsephase, kurzer Durchzug, damit nichts anbrennt. Flüssigkeit rein, köcheln auf kleiner Flamme – Geräusche hören, wenn es zu heftig blubbert, Temperatur reduzieren. Couscous aufstreuen, nicht umrühren, Deckel drauf, vom Feuer – so bleibt Körnigkeit erhalten. Nach fünf bis sieben Minuten Quellzeit sanft auflockern. Abschmecken ist keine Theorie hier, lieber mehrmals kosten und anpassen, besonders Salz und Schärfe. Huhn oder Fisch schnell untermischen, nicht mehr mitgaren. Freunde der Schärfe: Harissa mit Vorsicht dosieren. Für die optimale Textur das Ganze nur kurz vor dem Servieren verrühren, sonst matschig. Petersilie zum Schluss, sieht nicht nur schön aus, sondern gibt diesen frisch-herben Kick.

    Küchentipps

    • 💡 Huhn langsam anbraten. Haut knusprig, Temperatur hoch. Es soll rösten, nicht dämpfen. Aromatische Röstaromen entwickeln sich. Achte darauf, dass du nicht zu oft wendest; das nimmt die Farbe.
    • 💡 Kreuzkümmel anrösten ist entscheidend. Es intensiviert den Geschmack. Verwende keine fertigen Gewürze aus Gläsern. Röste ihn in der Pfanne, bis der Duft aufsteigt. Einen Moment beobachten, sonst kann er schnell bitter werden.
    • 💡 Couscous nicht kochen. Viel besser, einfach einstreuen und quellen lassen. Dann bleibt die perfekte Textur erhalten. Nach 7 Minuten ist der Couscous locker, aber achte darauf, dass du ihn nicht zu lange lässt.
    • 💡 Wenn du keinen Hühnerfond hast, Gemüsefond ist eine Option. Aber für den Umami-Geschmack ein paar Tropfen Worcestershire oder Sojasauce hinzufügen. Das gibt Tiefe. Eine gute Lösung, die fast immer funktioniert.
    • 💡 Augen auf, bei den Aprikosen. Diese dürfen nicht zerfallen. Grob hacken und erst im letzten Schritt hinzufügen. Dann bleibt die Süße da und der Biss. Verwende getrocknete Aprikosen für weniger Schärfe.

    Häufige Fragen

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