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Flambierte Sauerkirschen mit Twist

Flambierte Sauerkirschen mit Twist

Von Marlena

Sauerkirschen kurz in Butter und braunem Zucker anlaufen lassen, dann mit Aperol anstelle von Rum flambieren. Abgerundet mit einem Hauch Zimt und Kardamom für eine warme Note. Statt Vanilleeis empfehle ich cremigen Ricotta mit Honig als Basis. Das Karamellisieren der Zucker-kirschen erzeugt ein glänzendes Finish. Zugleich intensiviert das Flambieren die Aromen, während der Alkohol verfliegt. Wichtig sind visuelle und olfaktorische Hinweise: Bläschen auf der Butter, ein verführerisches Aroma – Perfekte Garzeit anhand der Farbe, nicht nur der Uhr. Wer keinen Alkohol nutzt, sautiert die Kirschen einfach etwas länger bei mittlerer Hitze mit Orangensaft, bis der Sirup dicklich wird. Ein schnelles Dessert mit raffinierten Nuancen, das bei mir nach einigen Fehlversuchen nun immer klappt.
Vorbereitung: 6 min
Kochzeit: 7 min
Gesamt: 13 min
Portionen: 4 Portionen
#Dessert #Früchte #Schnell
Süß-saure Sauerkirschen schmecken durch Flambieren intensiv, fast schon karamellartig. Der Prozess verfeinert das Aroma durch sanftes Karamellisieren des Zuckers, während der Aperol einen neuen Twist bringt – weniger stark als Rum, aber mit leichter Bitterorange. Das Timing ist knifflig: zu langes Flambern macht bitter, zu kurz bleibt das Aroma flach. Beim ersten Mal habe ich zu viel Rum genommen und den Alkohol nicht ausreichend abbrennen lassen, das schmeckte unangenehm scharf. Deshalb lieber zurückhaltend, dann ein kurzer Flammenkuss und ganz schnell runter vom Herd. Ricotta mit Honig als Unterlage sorgt für einen cremigen Gegenpol, samtig und mild. In anderen Versuchen habe ich Vanilleeis verwendet, was auch sehr gut funktioniert. Am besten anpassen je nach saisonalem Angebot und Geschmack.

Zutaten

  • 20 ml Butter
  • 1 Dose 500 ml Sauerkirschen abgetropft
  • 20 ml brauner Zucker
  • 35 ml Aperol
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Kardamom gemahlen
  • Ricotta mit Honig zum Servieren
  • Über die Zutaten

    Butter immer frisch und von guter Qualität nehmen – billige Margarine verändert den Geschmack komplett. Falls kein Aperol zur Hand, funktioniert auch ein leichter Orangenlikör oder Cognac. Zucker kann weiß oder braun sein, braun bringt mehr Tiefe. Für das Gewürz-Paar Zimt und Kardamom kannst du ganz nach eigenem Geschmack variieren – Nelke oder Piment passen auch gut, aber vorsichtig dosieren. Sauerkirschen aus der Dose sind praktisch, frisch ist aber besser, wenn man die Zeit und Möglichkeit hat. Dann die Kirschen waschen, entsteinen und eventuell mit etwas Zitronensaft anreichern. Ricotta mit Honig ist eine überraschende Alternative zu Eis; für vegan einfach Kokoscreme nehmen. Wer glutenfrei isst, achtet bei gewürzten Varianten auf Pulver ohne Zusätze, aber normalerweise unproblematisch.

    Zubereitung

  • Butter in einer schweren Pfanne bei mittlerer bis mittelhoher Hitze zerlassen. Sie sollte schimmern, aber nicht braun werden.
  • Sauerkirschen zugeben, Zucker darüberstreuen. Die Mischung beginnt schnell zu blubbern und dampfen. Zimt und Kardamom hinzugeben; diese Gewürze bringen Tiefe, experimentiere ruhig mit den Mengen.
  • Etwa 3–4 Minuten rühren, bis Saft austritt und die Kirschen beginnen weich zu werden. Auf die Farbe achten – sie glänzen, der Zucker sackt leicht ein und karamellisiert.
  • Dann vom Herd nehmen, Aperol angießen. Sofort anzünden, dann kurz die Flamme tanzen lassen. Das Flambieren darf nicht zu lang sein; der Alkohol soll nur kurz abbrennen und Aroma freigeben ohne Bitterkeit.
  • Pfanne wieder auf die Platte, Flüssigkeit auf etwa 1 Minute reduzieren. Dickflüssiger Sirup sollte die Kirschen umhüllen, nicht klumpig oder zu wässrig sein.
  • Kurz abkühlen lassen, warm auf Ricotta mit Honig servieren. Die Säure der Kirschen trifft auf die Sahne des Ricottas, dazu süße Gewürze – ein Kontrastspiel.
  • Ohne Alkohol: Einfach mit Orangensaft und gedünsteten Vanilleschoten langsam einkochen lassen bis leicht dickflüssig – weniger spannend, aber immer noch gut.
  • Während dem Kochen öfter mit Holzlöffel den Pfannenboden lösen. Zucker kann leicht anbrennen – Farbe regelmäßig prüfen, Pfanne runternehmen wenn erste bräunliche Stellen sichtbar.
  • Zubereitungstipps

    Niemals die Butter zu heiß werden lassen, sonst gibt es bittere Noten. Schau genau auf das Brutzeln der Kirschen – wenn sie anfangen zu springen und der Sirup dicklich wird, zügig weitermachen. Der Zucker darf nicht karamellisieren, bis er dunkel wird; lieber etwas heller halten, sonst bitter. Flambieren ist kein Showeffekt, sondern ein Aromamoment – also vorsichtig, aber schnell. Der Brandgeruch ist ein guter Indikator, wenn er zu intensiv wird, Platte runter damit. Rühren nicht vergessen, damit nichts anbrennt. Nach dem Flambieren immer eine Minute weiterköcheln, so verbindet sich alles. Beim Servieren auf die Temperatur achten; zu heiß kann Ricotta glatt schmelzen, zu kalt passt nicht. Einfach öfter probieren, mit der Zeit spürt man ganz natürlich den perfekten Augenblick zum Flambieren und Servieren.

    Küchentipps

    • 💡 Koche die Butter langsam, mittlere Hitze. Sie soll schimmern; wird sie zu braun, wird's bitter. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt eine hochwertige Butter. Billige Margarine verändert das ganze Gericht. Immer wieder den Zuckergehalt prüfen; je nach gewünschter Süße variieren.
    • 💡 Achte auf die Kirschen. Wenn sie anfangen zu plätschern, ist das ein gutes Zeichen. Rühre kräftig um; nichts sollte anbrennen. Zimt und Kardamom sorgen für mehr Tiefe. Experimentieren ist erlaubt. Die Menge kann variieren, teste einfach nach eigenem Geschmack. Zu viel kann schnell überwältigen.
    • 💡 Alkohol für das Flambieren ist optional. Wenn Aperol fehlt, greife zu einem Orangenlikör oder Cognac. Immer bei mittlerer Hitze flambieren. Zu lange Flamme gibt Bitterstoffe, die den Geschmack ruinieren. Also schnell sein ist wichtig; das kann den Unterschied machen.
    • 💡 Eine füllige Ricotta-Honig-Mischung macht das Dessert besonders. Kokoscreme als vegane Option funktioniert auch gut. Wenn Ricotta zu warm wird, könnte er schmelzen und die Präsentation kaputt machen. Perfektes Timing ist entscheidend; am besten gut im Auge behalten.
    • 💡 Wenn Kirschen frisch sind, sind sie oft besser. Ab und zu mit Zitronensaft anreichern; das berücksichtigt die Säure. Bei Dosenware ist es einfacher, aber der Geschmack wird anders. Zu viel Zeit sparen, kann schnell zum Nachteil werden.

    Häufige Fragen

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