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Fondue Japonaise Würzig

Fondue Japonaise Würzig

Von Marlena

Eine improvisierte Variante von Shabu-Shabu mit Hühner- und Rinderbrühe als Basis. Frische Ingwerwurzel und gerösteter Kombu bringen Tiefgang, die Karotten geben knackige Süße. Statt traditionellen Shiitake verwende ich Austernpilze, etwas erdiger im Geschmack. Statt Soba greife ich auf Reisnudeln, die saugen die Brühe besser auf. Die Sojasauce tausche ich gegen Tamari für eine weichere Salznote. Ein Schuss Yuzu-Saft bringt Frische. Langanhaltiges Simmern lässt Aromen verschmelzen, dennoch behalte ich knackige Bissfestigkeit bei Gemüse und Fleisch als Qualitätsmerkmal. Ponzu mit extra Sud, frischer Wasabi nebenbei, rundet ab.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 20 min
Gesamt: 45 min
Portionen: 4 Portionen
#Fondue #Japanisch #Rezepte
Shabu-Shabu, das japanische Fondue, ist für mich eine Übung in Aromenklarheit und Timing. Die Herausforderung: Brühe voll Geschmack ohne Überlagerung, Gemüse und Fleisch im perfekten Zustand. Hühnerbrühe ist die Basis, weil sie leichter als nur Rinderbrühe getragen wird, braucht man also nicht ständig abschmecken. Kombu statt Nori bringt einen volleren Seegeschmack ohne schleimigen Effekt. Für mich heißt das ständiges Riechen und Schauen: Wie dunkel wird die Brühe? Wie knackig sind die Karotten? Und das Fleisch darf keine Chance haben trocken zu werden. Alles hat seine Zeit und Geräusch, von sanftem Köcheln bis zum leisen Klacken der Fleischscheiben, die eintauchen. Meine Varianten entwickeln sich aus Experimenten mit verschiedenen Pilzen und Nudeln- diesmal Reis statt Soba. Jeder Schritt ein kleines Abenteuer, eine Lektion in Geduld und Akzeptanz der kleinen Fehler, die das Gericht erst lebendig machen.

Zutaten

  • 1,25 Liter Salzreduzierte Hühnerbrühe
  • 1 kleine Dose 225 ml (8 oz) Rinderbrühe stark konzentriert
  • 12 ml (knapp 1 Esslöffel) Tamari-Sojasauce
  • 1 Stück Ingwer frisch ca. 3 cm, leicht angedrückt
  • 1 Streifen Kombu-Seealge 4x4 cm
  • 3 mittelgroße Karotten, geschält, in 4 cm lange Stifte
  • 400 g dünn geschnittenes Rindfleisch für Fondue
  • 180 g Reisnudeln, gekocht al dente, mit etwas Sesamöl durchgemischt
  • 200 g Austernpilze, geputzt und eventuell zerteilt
  • 30 g junge Blattspinatblätter
  • 3 Frühlingszwiebeln, 4 cm lang
  • Ponzu-Sauce selbstgemacht oder gekauft
  • Optional: frischer Wasabi zum Dippen
  • Schuss Yuzu-Saft für den Bouillon
  • Über die Zutaten

    Salzreduzierte Hühnerbrühe ist entscheidend, um die Kontrolle über das Salz zu behalten – sonst wird die Brühe schnell zu salzig, vor allem wenn Konzentrate dazukommen. Rinderbrühe nutze ich konzentriert, aber in kleiner Menge, sonst verdrängt sie die feinen Aromen. Ingwer sollte nicht zerkleinert werden, nur angedrückt, sonst wird der Geschmack zu scharf und überlagert. Kombu ist ein besserer Ersatz für Nori hier, also mit milderer Wirkung und trotzdem tiefem Umami, der keine schleimigen Texturen bringt. Reisnudeln sind eine clevere Abwandlung, weil sie gut die Brühe aufnehmen und beim Stochern nicht zerfallen wie feine Soba. Bei Pilzen sollte man darauf achten, keine zu staubigen Exemplare zu verwenden, das zieht sonst Bitterstoffe in die Fonduebrühe. Frischer Spinat statt Babysalat – gibt mehr Textur und gesundheitliche Extras. Tamari statt Sojasauce – weniger salzig und fermentierter Geschmack, den ich persönlich angenehmer finde. Yuzu-Saft als Zugabe aromatisiert die Brühe nach dem Kochen, ein kleiner Luxus, aber gibt einen erfrischenden Kontrapunkt zum Umami.

    Zubereitung

  • Bouillon komponieren: Hühner- und Rinderbrühe in einem Fonduetopf erhitzen, Tamari einrühren. Den Ingwerklotz leicht andrücken, nicht schneiden – so gibt er mehr Aroma ohne zu dominant zu sein. Kombu kurz mit einkochen. Hitze runterdrehen ums sanftes Simmern.
  • Nach circa 7 Minuten, wenn sich die Suppe dunkler und vollmundiger anfühlt, Ingwer und Kombu rausfischen, bevor Bitterstoffe überhandnehmen. Die Brühe riecht dann würzig-frisch mit leicht umami-schwerem Nachklang.
  • Karottenstifte rein, ein paar Blubberblasen, das Geräusch zeigt den Anfang des Garprozesses an. Immer mal mit der Gabel prüfen, ‚zu weich?‘ Nicht – sie sollen knackig sein, warum 4-5 Minuten reichen. Das Gemüse mit Schaumkelle rausnehmen und auf Teller legen; die Karotten dürfen beim Dippen zupacken.
  • Platte auf den Tisch (besser als Herd – Tisch werde vertraut, Wasser pfeift leise in der Schüssel). Brühe auf mittlerer Heizstufe lassen, leicht blubbernd. Fleisch in hauchdünnen Scheiben bereit legen – brauche gutes Messer oder schon geschnitten beim Metzger holen, dann haben die Fasern Spaß beim Cochen und reißen nicht.
  • Reisnudeln mit Sesamöl vorher durchmischen verhindert Klumpen – der Ölfilm hilft auch später beim Gabeln. Ich fand Austernpilze passen aromatisch besser als Shiitake, etwas nussig, haben leichte Bissfestigkeit und den Waldboden unterlegt.
  • Spinatblätter früh waschen, Zwiebelringe schneiden locker auf Vorrat, die nehmen wenig Platz und wandern einzeln in die Brühe. Der Effekt: Zwiebeln geben eine milde Schärfe, Spinat mildert Fleisch vom Fett her.
  • Fleisch im Fondue kurz eintauchen, genau schauen: färbt sich rosa, leicht glänzend, das ist der Punkt—niemand will Gummi oder zähes Stück. Die Brühe nimmt Fleischgeschmack an, ist darum der Hintergrund für Gemüse und Nudeln.
  • Ponzu zu jeder Zeit bereitstellen, als Dip unverzichtbar. Ein Klecks Wasabi nebenher gibt den Schuss Schärfe dazu, aber immer nach Geschmack. Yuzu-Säure gibt dem Ganzen eine frische Note, die beim langen Simmern sonst verloren geht.
  • Sollte die Brühe zu stark reduzieren, etwas heißes Wasser nachgeben, kein kaltes – sonst sinkt die Temperatur und das Fondue macht Pickel.
  • Nach 35 Minuten Gesamtzeit sollte der Fondue-Topf das Aroma optimal umschlossen haben, nicht zu leer sein, und die Zutaten sollten knackig bis zart gleichzeitig im Mund tanzen.
  • Zubereitungstipps

    Die Brühe nicht sofort wild aufkochen, lieber langsam hochfahren, das schont die Qualität der Zutaten und vermeidet trübe Flüssigkeiten. Mit Ingwer und Kombu zusammen erhitzen erlaubt die Aromen sich frei zu entfalten, aber die Zutaten danach entfernen – sonst wird die Brühe bitter und langweilig. Karotten immer beizeiten rausnehmen, wenn noch fest – das ist der Kontrast zum zarten Fleisch. Fleisch unbedingt ganz frisch nutzen und dünn schneiden, das geht schneller und schmeckt besser, wenn nah am Servieren verarbeitet. Reisnudeln nicht zu lange kochen – leicht bissfest ist besser, sonst matschen sie bei Warmhalten in der Brühe. Pilze erst ganz zuletzt ins Fondue, sie brauchen nicht lange und geben schnell ihr Aroma ab. Die Tischplatte sollte stabil stehen, damit der Fonduetopf sicher ist; Fondueplatten mit Temperaturwahl sind Gold wert, sonst verbrennt die Brühe oder kocht zu stark. Wasabi erst an den Tisch bringen – regelmäßiges Probieren von Brühe und Dips bewahrt das Gleichgewicht. Bei zuviel Reduktion einfach heißes Wasser vorsichtig auffüllen, nicht eiskalt, um keine Temperaturstöße zu verursachen. Das Zusammenspiel der Zeitpunkte ist entscheidend – auch ich vergesse das manchmal und lerne dann wieder, wie wichtig der visuelle Blick und die Tasthand sind.

    Küchentipps

    • 💡 Ein guter Fondue-Topf ist entscheidend, stabil und mit Temperaturregelung. Für die Brühe: Hühnerbrühe ist leichter. Rinderbrühe nutzt konzentriert. Achte auf den Geschmack. Zu viel kann Dominanz bringen.
    • 💡 Reisnudeln vor dem Kochen mit Sesamöl mischen. Klumpen vermeiden. Sie fangen die Brühe gut auf. Austernpilze sind aromatischer. Shiitake passen nicht immer zu meinem Geschmack. Probier doch mal!
    • 💡 Kombu ist wichtig, um Umami zu bringen, aber nicht zu übertreiben. Ingwer nur andrücken, nicht schneiden. Sonst wird's zu scharf. Gemüse früh genug rausnehmen. Karotten müssen knackig bleiben.
    • 💡 Schau genau hin, wenn das Fleisch ins Fondue geht. Rosa und glänzend, das ist der Punkt. Wenn es zu weit gart, wird's zäh. Immer wieder probieren und die Brühe im Blick behalten.
    • 💡 Yuzu-Saft nach dem Kochen hinzufügen – ein frischer Kick, der die Brühe etwas aufhellt. Aber pass auf, nicht überdosieren. Die Balance muss stimmen, auch beim Wasabi. Jeder hat andere Vorlieben.

    Häufige Fragen

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