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Gefrorene Schoko-Bonbons

Gefrorene Schoko-Bonbons

Von Marlena

Gefrorene Schoko-Bonbons mit einem luftigen Mousse-Füllung, umhüllt von knackiger dunkler Schokolade und einer nussigen Kruste. Die Creme wird durch eine vegane Kokosnuss-Sahne ersetzt, die dem Ganzen einen exotischen Twist verleiht. Statt Canolaöl verwende ich Avocadoöl für den Überzug, da es weniger intensiv schmeckt und den Schmelzpunkt positiv beeinflusst. Die Zubereitung erfordert Geduld beim Temperieren und Einfrieren, um perfekte Konsistenz zu erhalten. Ideal für alle ohne Gluten, Eier und Nüsse, wobei Haselnüsse als Topping eine gute Alternative sind. Die Zubereitungsdauer variiert je nach Temperatur und richtige optische sowie taktile Anzeichen entscheiden über den nächsten Schritt.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 25 min
Gesamt: 55 min
Portionen: 4 Portionen
#Dessert #vegan #Schokolade #snack #süss
Gefrorene Schoko-Bonbons sind mehr als nur ein süßer Snack; sie sind eine kleine Herausforderung für jeden, der mit Texturen und Temperaturen spielt. Bei meinen unzähligen Versuchen kam ich weg von herkömmlicher Sahne zu Kokosnuss-Sahne, die eine frische, leicht exotische Note bringt. Avocadoöl im Überzug macht die Schokolade widerstandsfähiger und weniger fettig auf der Zunge. Die wichtigste Lektion: Stur an Zeiten kleben bringt nichts, der Gefühlssinn gibt den Takt vor. Hauchzartes Mousse trifft auf knackige Schokolade und nussige Kruste – ein Zusammenspiel, das nur durch Geduld und präzises Arbeiten gelingt. Verfärbungen, zu weiche Mousse oder zu harte Krusten passieren schnell, wenn man Temperatur und Feuchte außer Acht lässt. Also: Augen auf, Hände spüren!

Zutaten

Mousse

  • 100 g dunkle Schokolade (mindestens 70%, grob gehackt)
  • 200 ml Kokosnuss-Sahne (gut gekühlt, ersetzt herkömmliche Sahne)
  • 15 g ahornsirup (für leichte Süße)
  • Überzug

    • 200 g dunkle Schokolade (70%, gehackt)
    • 25 ml Avocadoöl (ersetzt Canolaöl)
    • gehackte Haselnüsse (für Kruste)

Über die Zutaten

Die dunkle Schokolade sollte stets mindestens 70% Kakaoanteil haben, das gibt Tiefe und macht den Kontrast zur süßen Füllung. Kokosnuss-Sahne kaufe ich kalt und gut durchgekühlt, nie aufschlagen, wenn zu warm. Zum Süßen Ahornsirup, weil er sanfter ist als Zucker und leicht herbe Noten ergänzt. Avocadoöl ist nicht nur geschmacklich zurückhaltend, es lässt sich auch besser temperieren als Standard-Pflanzenöl. Wer allergisch auf Nüsse reagiert, kann auch zu gerösteten Kakaonibs greifen, die geben Crunch ohne Risiko. Länger gelagerte Schokolade quirlt beim Schmelzen eventuell – dann lieber neue verwenden. Für die Formen eignen sich Silikonförmchen besser als Metall; die lösen sich besser und brechen die Mousse nicht beim Herausnehmen.

Zubereitung

Mousse

  1. Schokolade im Wasserbad oder schonend in der Mikrowelle schmelzen. Nicht zu heiß werden lassen, sonst wird sie körnig und komisch im Geschmack. Immer mal rühren, auf die glänzende Oberfläche achten. Kurz stehen lassen, aber warm halten.
  2. Kokosnuss-Sahne steif schlagen. Wichtig: Die Temperaturen müssen stimmen, sonst klumpt es oder wird zu flüssig. Leicht süßen mit Ahornsirup, der gibt diesen feinen Karamell-Ton.
  3. Ein Drittel der Sahne flott und energisch unter die geschmolzene Schokolade ziehen, damit sich beide gut verbinden. Rest vorsichtig unterheben, damit die Luftigkeit bleibt – keine groben Bewegungen!
  4. Kleine Silikonformen oder Pralinenformen zur Hand nehmen. Mousse rein, nicht drücken oder zu viel rein. Ein Holzstäbchen oder Spieß mittig reinstecken, fixiert beim Einfrieren. Für ca. 3 bis 4 Stunden ins Gefrierfach, bis es fest aber nicht steinhart ist.
  5. Überzug

    1. Schokolade mit Avocadoöl langsam schmelzen. Das Öl macht den Überzug glänzender und weniger spröde. Hitze nie übertreiben, max auf mittlerer Stufe, sonst verliert Schokolade ihre Struktur. Temperieren ist das Stichwort: Nach dem Einschmelzen leicht abkühlen lassen, rühren, bis die Masse zähflüssig wird und einen schönen Glanz hat.
    2. Bonbons aus den Formen lösen, die Stäbchen dabei gut festhalten. Obertupfen oder kurz eintauchen in die Schokolade. Danach sofort in die gehackten Haselnüsse drücken, die auf einem Teller bereitliegen. Nicht zu früh in die Nüsse, sonst fallen sie ab.
    3. Sobald alles überzogen, nochmal 15 Minuten ins Gefrierfach. Nie länger, sonst werden die Bonbons zu hart und schmelzen unangenehm im Mund.
    4. Lagern ausschließlich tiefgekühlt. Auftauen im Kühlschrank für 20 Minuten vor dem Genuss, damit die Textur optimal ist.
    5. Tipps & Tricks

      1. Schokolade darf beim Schmelzen keine Feuchtigkeit abbekommen, sonst wird sie klumpig. Deckel ab beim Mikrowellen-Schmelzen, nach jedem Intervall rühren. Glas oder Metallschüssel verwenden.
      2. Wer keine Kokosnuss-Sahne mag: Vollfett-Erbsencreme oder Sojasahne sind Alternativen, aber die Konsistenz verändert sich.
      3. Kokosnuss-Sahne unbedingt vorher gut kühlen, sonst bekommt man keine schöne Luftigkeit.
      4. Avocadoöl kann auch durch mildes Olivenöl ersetzt werden, bringt aber leicht andere Note.
      5. Haselnüsse statt Walnüsse, weil intensiver, passt gut zu dunkler Schokolade. Wer Nussallergie hat, einfach Kakaonibs oder geröstete Kokosraspeln nehmen.
      6. Nicht zu dick tauchen, sonst tropfen schwer ab und Kruste wird labbrig.
      7. Der Stäbchen-Kniff: Holzstäbchen vor Gebrauch leicht anfeuchten, dann wird Mousse besser fixiert.
      8. Aufgetaute Bonbons darf man nicht erneut einfrieren, sonst leiden Textur und Geschmack stark.
      9. Einfrieren niemals in den frostkältesten Bereich stellen, sonst kann die Oberfläche rissig werden.
      10. Perfekte Reifung spürt man bei der Berührung: Mousse sollte auf Fingerdruck federnd nachgeben, aber nicht klebrig sein.
      11. Wer Temperaturgenauigkeit will, nimmt ein Küchenthermometer: Schokolade sollte beim Überzug ca. 31 °C erreichen, nicht höher.
      12. Bis zum Überziehen ruhig nochmal 10 Minuten vor dem Schmelzen gewartet, so kann sich die Mousse etwas anpassen, das ist oft besser als direkt.
      13. Luftfeuchtigkeit besonders in Sommermonaten beeinflusst Erfolg stark. Bei hoher Luftfeuchte Schokolade dünn ausstreichen und kurz kühlen, um Sprungbildung zu vermeiden.

Zubereitungstipps

Beim Schmelzen der Schokolade geht es darum, jegliche Überhitzung zu vermeiden. Lieber in kurzen Intervallen und häufigem Rühren. Die Verbindung mit pflanzlicher Sahne erfordert zügiges Arbeiten, damit die Schokolade nicht zu rasch abkühlt und fest wird, bevor alles vermischt ist. Luftig, aber stabil muss die Mousse werden. Das Einfrieren sollte nicht zu hart sein, 4 Stunden sind maximal, oft reichen 3 Stunden – das merkt man an der Konsistenz. Überzugsschokolade wird durch Öl flüssiger, der Trick ist, sie nach dem Schmelzen und Ölzugabe etwas abkühlen zu lassen, damit sie nicht zu dünnflüssig wird und sofort dicht haftet. Beim Eintauchen keine Hast – Stäbchen halten gut fest, sonst bricht der Schokoladenmantel. Und immer trocken arbeiten, Wasser killt jeden Schoko-Überzug. Nach dem Überziehen nochmal kurz gefrieren, dann schnell verpacken oder servieren, sonst saugt sich die Mousse zu viel Wasser aus der Luft ein und wird mehlig.

Küchentipps

  • 💡 Die dunkle Schokolade sollte mindestens 70% Kakaoanteil haben. Tieferer Geschmack. Kein Wasser. Für besten Schmelz in kleinen Portionen erhitzen. Ständig rühren. Luftig, nicht klumpig.
  • 💡 Kokosnuss-Sahne gut kühlen, nie bei Raumtemperatur aufschlagen. Biologische Varianten haben oft mehr Aroma. Ahornsirup für Karamellgeschmack. Das sorgt für feine Süße und weniger Schwere.
  • 💡 Avocadoöl anstelle von Canolaöl verwenden. Macht den Überzug weniger fettig. Führt auch zu besserem Glanz. Ein paar Temperaturkontrollen sind nötig. Überhitzung muss vermieden werden. Flüssig, aber nicht heiß rühren.
  • 💡 Für eine nussfreie Variante einfach Kakaonibs nutzen. Gibt Crunch und ist sicher. Denk daran: Dicker Überzug ist ein Problem. Schokolade bleibt dann nicht schön haften.
  • 💡 Nehmt zum Eintauchen Zeit. Stäbchen vorher leicht befeuchten. Das sorgt für stabilere Mousse. Die Schokolade nicht zu dick auftragen. Kein Wasser für den Überzug. Arbeiten muss trocken sein.

Häufige Fragen

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