Gefüllte Putenrouladen mit Quinoa

Von Marlena
Gefüllte Putenrouladen mit einem Quinoa-Mix, serviert mit einer cremigen Sauce aus Hokkaido-Kürbis. Ein allergenfreies Gericht ohne Gluten, Milchprodukte, Nüsse und Eier. Die Quinoa-Füllung verfeinert mit frischen Kräutern, getrockneten Cranberries und einer Prise würziger Muskatnuss. Die Kürbissauce wird samtweich püriert und mit Dijon-Senf abgerundet, dabei ist das Abschmecken mit Salz und Pfeffer essentiell. Im Ofen schonend gegart, bleiben die Rouladen saftig. Ein Gericht für bewusste Genießer, das sich hervorragend für Wochenendküche eignet und dabei sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt.
Vorbereitung:
40 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen:
4 Portionen
#Schweizer Küche
#gesund
#allergenfrei
Einmal ganz ehrlich: Ohne Füllung aus Quinoa und Lauch schmeckt gefüllte Putenbrust oft langweilig. Die Kombination mit getrockneten Cranberries gibt einen feinen Kontrast zwischen süß und herb. Kürbis-Sauce statt Sahne bringt nicht nur Farbe, sondern auch natürliche Süße und Cremigkeit ohne Milch. Schon öfter probiert mit Butternut, doch diesmal Hokkaido gewählt – weniger Aufwand, mehr Geschmack. Dazu braucht es Geduld, kein hektisches Gemüsewürfeln oder trockenes Fleisch. Die Textur der Quinoa-Füllung muss leicht klebrig sein, sonst rollt sie nicht gut. Wer keinen frischen Rosmarin da hat, nimmt getrockneten Thymian, klappt auch. Die Hitze im Ofen gut kontrollieren, damit das Fleisch zart bleibt und nicht trocken wird – am besten ein backofenthermometer nutzen.
Zutaten
SOßE
- 400 ml Hokkaido-Kürbis, geschält und in Würfel geschnitten
- 1 Schalotte, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 EL Olivenöl
- 520 ml Gemüsebrühe (alternative zu Hühnerfond)
- 25 ml grober Senf, alternativ mittelscharfer Senf
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 200 ml fein gehacktes Lauchweiß
- 1 TL frischer Rosmarin, fein gehackt (ersetzt Thymian)
- 2 EL Olivenöl
- 170 ml Gemüsebrühe
- 50 ml Quinoa
- Prise Zimt
- Prise Muskatnuss
- 50 ml getrocknete Cranberries
- 4 Putensteaks, ca. 150 g je Stück
FÜLLUNG
Über die Zutaten
Kürbis: Hokkaido oder Butternut sind top – Hokkaido braucht nicht geschält, spart Arbeit. Gemüsebrühe statt Hühnerbrühe für vegane oder milchfreie Varianten. Statt Lauch kann auch Fenchel fein gehackt werden, gibt Anisnote. Quinoa vorher waschen, sonst kann sie bitter schmecken. Cranberries alternativ getrocknete Kirschen oder Rosinen. Senf: Dijon oder grobkörnig, je nach Geschmack. Putensteaks lassen sich gut plattieren mit Nudelholz, Folienhandschuhe schützen die Hände. Ersatzweise Hühnchenbrust streckt das Rezept ab, schmeckt ähnlich, aber Pute bleibt luftiger. Olivenöl hochwertig, gibt Geschmack, Sonnenblumen- oder Rapsöl gehen auch, verliert aber etwas Aroma.
Zubereitung
FÜLLUNG VORBEREITEN
- Lauch fein schneiden. In kleinem Topf Olivenöl erhitzen. Lauch sanft anschwitzen mit Rosmarin, nicht bräunen, sondern weich werden lassen, etwa 6 Minuten. Brühe dazu, Quinoa einrieseln, Gewürze zufügen. Aufkochen, dann Hitze reduzieren, abgedeckt etwa 22 Minuten köcheln lassen, bis Quinoa weich. Wenn zu trockene Pfanne, wenig Wasser nachgießen. Zum Schluss Cranberries unterheben, damit der Quinoa leicht klebt. Salzen, pfeffern. Abkühlen lassen.
- In Topf Olivenöl erhitzen, Schalotte und Knoblauch darin sanft glasig dünsten, langsames Brutzeln – nicht braun werden lassen, sonst Bitterstoffe. Hokkaido hinzugeben, kurz mitdünsten, dann Brühe eingießen. Aufkochen, Hitze drosseln. Zugedeckt etwa 18 Minuten köcheln, bis Kürbis weich, aromatisch duftet und fast zerfällt. In Blender geben, Senf einrühren, kräftig pürieren, bis sämig. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Warmstellen, nicht kochen, sonst Senf bitter.
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backofen mittlere Schiene. Zwei Stücke Putenfleisch auf Frischhaltefolie legen, obere Folie abziehen. Mit Nudelholz auf ca. 22x16 cm gleichmäßig dünn klopfen. Fleisch salzen und pfeffern, nicht sparen, sonst bleibt Geschmack fad.
- An breiter Seite Hälfte Quinoa-Mischung mittig verteilen, nicht zu breit, sonst rollen schwierig. Seiten freilassen, sonst Füllung läuft raus. Rollen vorsichtig einrollen, bis Rolle entsteht, aber Folie nicht mit aufrollen.
- Rollen auf große Alufolie legen, Folie entfernen, dann straff einwickeln. Enden eindrehen, so bleiben Rouladen kompakt und saftig. Auf Backblech legen. Vorgang wiederholen mit restlicher Füllung und Fleisch.
- Etwa 40 Minuten im Ofen garen. Folie dann entfernen, Rouladen noch 8-10 Minuten offen backen, dadurch Oberfläche zwar nicht knusprig, aber etwas fester, gibt bite und verhindert Feuchte-Stau. Dazwischen manchmal überprüfen, Fleisch fühlt sich fest aber elastisch an. Innen soll es komplett durch, darf aber nicht trocken werden.
- Rouladen hauchdünn aufschneiden, beste Möglichkeit, um Struktur zu prüfen.
- Mit Kürbissauce großzügig übergießen, evtl. mit frischem Rosmarin garnieren. Als Beilage passen grüner Salat oder geröstete Wurzelgemüse.
- Wichtig: Sauce rechtzeitig warmhalten, damit sie nicht gerinnt oder eindickt. Bei zu viel Sauce kann man sie mit etwas Wasser strecken, aber sparsam, lieber konzentriert.
- Weil Brühe variieren kann, immer zwischendurch probieren, um Salz- und Pfefferbalance zu wahren.
- Kürbisreste kann man für Suppe oder Püree verwenden, keine Verschwendung.
SOßE ZUBEREITEN
PUTE VORBEREITEN UND ROLLEN
GAREN
SERVIEREN
Zubereitungstipps
Immer auf visuelle und taktile Hinweise achten: Lauch soll glasig, nicht braun sein; Kürbis weich, aber nicht zerfallen – ein bisschen Biss dafür Textur. Quinoa weich mit leichter Klebrigkeit. Fleisch soll elastisch sein, nicht fest wie Schuhsohle. Rolle straff wickeln, sonst auseinanderfallen beim Schneiden. Backofen mittig damit Hitze gleichmäßig wirkt. Folie erst spät entfernen, so bleibt Feuchtigkeit innen, wird saftig. Sauce erst am Ende pürieren, sonst verliert sie Frische. Abschmecken nicht vergessen – vor allem Salz, oft unterschätzt bei Gemüse. Sauce warm, nicht zu heiß halten, sonst wird sie grießelig. Geduld ist die halbe Miete, nichts überhasten. Slow cooking zahlt sich aus.
Küchentipps
- 💡 Brauchen frische Kräuter, Rosmarin ist stark. Thymian geht auch. Der Schnitt muss fein sein. Lauch anbraten, nicht bräunen. Aufpassen, dass es nicht bitter wird. Wenn Quinoa zu trocken, always etwas Wasser nachgießen.
- 💡 Kürbis nicht zu lange kochen. Kurz brutzeln, muss weich sein, aber nicht zerfallend. Blender für die Sauce nutzen. Pürieren bis sämig, nicht zu lange, sonst verliert das Aroma. Senf erst rein, wenn püriert.
- 💡 Putensteaks flach klopfen. Nudelholz verwenden, Folie schützt. Rouladen sollen straff gewickelt sein. Enden gut eindrehen, wichtig für Saftigkeit. Überprüfen, ob Fleisch elastisch bleibt.
- 💡 Bedenken, dass Kürbisreste nützlich sind. Für Suppe oder Püree. Reste sind Gold wert. Gemüsebrühe statt Hühnerbrühe ermöglicht zusätzliche Optionen, vegan ist möglich. Statt Lauch kann auch Fenchel verwendet werden.
- 💡 Im Ofen Folie erst später entfernen. Feuchtigkeit bleiben innen. Achtet auf Hitze. Nicht über die Zeit hinaus backen. Kontrolle hilft, damit das Essen nicht austrocknet. Geduld ist entscheidend.



