Gegrillte Pitas mit grüner Gemüsepfanne

Von Marlena
Grüne Gemüsepita-Stücke mit cremiger Erbsenpaste und einer lauwarmen Salatmischung aus Spargel und Sojabohnen. Knusprig gegrillte Pita, aromatisch gewürzt, ohne Milchprodukte, Eier oder Nüsse. Schnelle Zubereitung, frische Aromen und knackige Textur durch gezieltes Anbraten. Perfekt als Vorspeise oder leichter Snack.
Vorbereitung:
25 min
Kochzeit:
10 min
Gesamt:
35 min
Portionen:
32 Stücke
#Fingerfood
#vegetarisch
#Mittelmeer
Nicht jedes einfache Gemüse wird hier langweilig. Die Erbsen sind nicht bloß püriert, sondern dank des Ahornsirups und Limette bekommt das Ganze diesen frischen, leichten Touch. Das Zusammenspiel mit leicht angebratenen, knackigen grünen Bohnen und Zuckerschoten bringt ein Texturspiel, das wichtig ist - weil sonst wird Pita nur braune Basis. Pita selbst knusprig grillen statt backen, das sorgt für dieses knisternde Vergnügen beim Hineinbeißen. Die frische Limette macht den Unterschied, ich hab öfter mit Zitrone probiert – schmeckt ein bisschen muffig gegen die Limette. Spinat nach kurzem Unterheben, wenn das Gemüse abgekühlt ist, bringt eine frische, herbe Note ohne Matsche.
Zutaten
Erbsenpüree
- 180 ml (3/4 Tasse) TK-Erbsen, aufgetaut
- 50 ml (1/5 Tasse) Rapsöl
- 5 ml (1 Teelöffel) Ahornsirup
- 5 ml (1 Teelöffel) Limettensaft
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 200 ml (ca. 3/4 Tasse) grüne Bohnen in etwa 2 cm langen Stücken
- 200 ml (ca. 3/4 Tasse) TK Zuckerschoten, aufgetaut
- 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
- 40 ml (etwa 2 El) Olivenöl
- 1 kleine Knoblauchzehe, sehr fein
- 30 ml (2 Esslöffel) Limettensaft
- 350 ml (1 1/2 Tassen) junger Spinat
- 4 kleine Vollkornpitas
- Olivenöl zum Bestreichen
Lauwarmer grüner Gemüse-Mix
Über die Zutaten
Die Erbsen können variieren, fein oder grob gefroren. Ich habe gemerkt, dass feine TK-Erbsen mehr Flüssigkeit ziehen, hier passt besser mittlere bis grobe Körnung. Beim Öl funktioniert Sonnenblumen- und Rapsöl gut, Olivenöl ist zu dominant für die Erbsenpaste. Für die Bohnen eignen sich sowohl grüne Bohnen als auch Zuckerschoten, je nach Verfügbarkeit. Ersetzen kann man den Spinat durch jungen Rucola, wer den Geschmack mag. Die Zwiebel ist günstig für die leichte Säure und Textur, Frühlingszwiebeln gehen auch, verändern aber das Aroma. Hitze im Bereich mittel bis niedrig halten, um knackig zu bleiben. Der Honig wurde durch Ahornsirup ersetzt, weniger süß, neutraler im Geschmack, harmonischer zu Limette. Pitas am besten frisch, bei fehlender Zeit gehen auch Fladenbrote, die man einzeln kurz antoastet.
Zubereitung
Erbsenpüree
- Erbsen und Öl im Mixer grob pürieren, nicht zu fein, damit noch etwas Struktur bleibt. Ahornsirup und Limettensaft dazu, kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nicht zu wässrig halten, sonst zieht der Pita durch.
- In beschichteter Pfanne Olivenöl erhitzen, zuerst die Zwiebel glasig dünsten. Dann Bohnen und Zuckerschoten dazu, sanft anbraten. Wichtig: Nicht zu heiß, Gemüse soll knackig, al dente bleiben, ca. 6-7 Minuten. Salzen, dann Knoblauch und Ahornsirup dazu, kurz mitrösten, bis alles duftet (30 Sekunden).
- Limettensaft untermischen, Fehler vermeiden durch zu früh Zugabe, sonst verliert das Gemüse Frische. Pfanne vom Herd nehmen, lauwarm abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren Spinat untermengen, der fällt dann nur leicht zusammen und bleibt noch bissfest.
- Pitas dünn mit Olivenöl bestreichen – nicht zu fettig, sonst werden sie nicht knusprig. Grill- oder Pfannenrestehitze nutzen; jede Seite ca. 2-3 Minuten grillen, bis sie goldbraune Streifen haben und knusprig, aber innen noch weich sind.
- Keine Mikrowelle, wird sofort labberig. Kurz abkühlen lassen, auf Backpapier ausbreiten und mit der Erbsenpaste bestreichen.
- Grünen Gemüse-Mix großzügig darauf verteilen. Schnittweise in 8 kleine Dreiecke teilen, 32 Stück insgesamt, passt super als Fingerfood.
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- Alternativen: Grüne Bohnen durch junge Zuckerschoten oder saisonalen Mangold ersetzen für andere Bitterkeit. Statt Ahornsirup etwas Agavendicksaft oder milden Apfelsaft nehmen, je nach Geschmack. Limettensaft gibt frischeren Kick als Zitrone, harmoniert besser mit dem Spinat.
- Tipp: Das Püree nicht zu dünn werden lassen, sonst durchweicht die Pita. Ist die Erbsenmischung zu fest, mit etwas mehr Öl oder einem Schuss Pflanzenmilch strecken. Wer Tests mit Haselnüssen machen will, passt auf Kreuzkontamination, da hier ohne Nüsse gekocht wird.
- Unbedingt auf knackiges Gemüse achten, kein verkochtes Grün. Die erste Portion aus der Pfanne kosten - wenn die Bohnen leicht knackig sind und die Zwiebel noch etwas Biss hat, stimmt alles. Beim Grillen der Pitas auf typische Röstaromen und den leichten Widerstand beim Schneiden achten.
- Mein eigener Fehler neulich: Habe die Pitas zu lange im Ofen trocknen lassen – Ergebnis trocken wie Karton. Besser direkt in der Pfanne oder auf einem Grillrost kurz anrösten. Reste in Frischhaltebox ohne Deckel lagern, sonst feucht und weich.
Lauwarmer Gemüse-Mix
Pitas grillen
Zubereitungstipps
Auf die Garzeiten nicht starr verlassen, viel mit Augen, Nase und Gefühl arbeiten. Beim Gemüse zählt die Farbe: kräftig grün, kein matschiges Grau. Lieber öfter probieren, wie fest es noch ist. Knoblauch wirklich zum Schluss nur kurz mitbraten, sonst wird er bitter. Beim Pita-Grillen sehe ich nach 2 Minuten Seite für Seite, wenn noch zu weich, weiter oder Herd runterschalten. Pita soll knusprig außen bleiben, aber innen noch fluffig, nicht knusprig-pampig. Purée immer abschmecken, nachwürzen – oft unterschätzt. Wenn es zu dick ist, schnell mit etwas Öl oder Limettensaft verdünnen, sonst reißt das Brot beim Bestreichen. Kombination erst kurz vor dem Servieren zusammensetzen, sonst zieht Pitabrot Feuchtigkeit und wird matschig.
Küchentipps
- 💡 Pitas dünn mit Olivenöl bestreichen. Nicht übertreiben, sonst werden sie nicht knusprig. Grillen auf mittlerer Hitze. Achten Sie auf schöne Streifen. 2-3 Minuten pro Seite – goldbraun, aber weich innen.
- 💡 Grenzen Sie die Garzeit des Gemüses ein. Zwiebeln glasig dünsten, dann erst Bohnen und Zuckerschoten hinzufügen. Sanft anbraten, kein Überhitzen. Wichtig ist der knackige Biss. Probieren Sie zwischendurch, festigkeit ist entscheidend.
- 💡 Variation ist möglich. Junge Zuckerschoten oder Mangold statt grüner Bohnen benutzen. Unterschiedliche Farben und Texturen bringen neue Eindrücke. Limette überzeugt mehr als Zitrone. Testen Sie verschiedene Geschmäcker aus.
- 💡 Halten Sie das Erbsenpüree nicht zu dünn, sonst wird die Pita matschig. Auch die Anwendung von mehr Öl oder Pflanzenmilch kann hilfreich sein. Es muss angenehm streichfähig sein, dennoch Struktur behalten.
- 💡 Resteverwertung. Lagern Sie abgekühlte Pitas ohne Deckel in einer Frischhaltebox. Werden sie feucht, ist das Ergebnis nicht genial. Wenn möglich, direkt nach dem Grillen genießen. Minimaler Aufwand für maximalen Genuss.



