Aller au contenu principal
A

Gegrilltes Rindfleisch Sandwich mit Fenchel

Gegrilltes Rindfleisch Sandwich mit Fenchel

Von Marlena

Saftiges Rindfleisch mit cremiger Estragon-Senf-Soße, dazu marinierter Fenchel und karamellisierte rote Zwiebeln. Ein rustikales Sandwich für Grillabende, das durch knackige Texturen und frische Kräuter besticht. Die Marinade bringt Säure ins Spiel, die Zwiebeln Karamellnoten, das Fleisch bleibt zart und rauchig. Ergänzt durch Sauerrahm und kleine Essiggürkchen für eine feine Säurebalance.
Vorbereitung: 40 min
Kochzeit: 10 min
Gesamt: 50 min
Portionen: 2 Portionen
#Grillen #Sandwich #Ferien #Delikatessen
Rindfleisch, fenchelmariniert und mit einer aromatischen Sauce – klingt simpel, ist aber eine kleine Kunst. Der Trick liegt im Timing beim Grillen, der Saftigkeit des Fleisches und dem richtigen Dressing für die Zwiebeln. Ich habe oft zu früh das Fleisch geschnitten und alles lief aus; hier klappt es besser, wenn man wirklich wartet. Die Kombination aus Fleisch, Säure vom Essig und der Süße der Zwiebeln gibt eine Harmonie, die einfach zieht. Der Fenchel sorgt für diese frische Note, wenn er gut mariniert ist. Dazu braucht es ordentlich Estragon, aber frischen, sonst schmeckt es fad. Für die Sauce rate ich immer zur Mischung aus grobem und feinem Senf, das gibt die nötige Textur und Tiefe.

Zutaten

  • 1 Rinderlende steak ca 400 g und 2 cm dick
  • 80 ml Sauerrahm
  • 25 ml Estragonblätter fein gehackt
  • 40 ml grob gehackte Kapern als Ersatz für Cornichons
  • 25 ml Dijon Senf
  • 10 ml grober Senf (ersatzweise körniger Senf)
  • 1 Fenchelknolle, sehr dünn geschnitten
  • 1,5 ml Salz
  • 20 ml Weißweinessig
  • 2 rote Zwiebeln in feine Ringe
  • 40 ml Olivenöl plus extra zum Bestreichen
  • 4 Scheiben Sauerteigbrot, ca 1,5 cm dick
  • Fenchelgrün grob gehackt
  • optional kleine Senfkörner für mehr Textur
  • Über die Zutaten

    Fenchel erinnert viele an Anis, daher salze ich ihn vorher kräftig; dadurch verliert er etwas von seiner Schärfe und wird milder. Falls frischer Estragon nicht da, kannst du auch getrockneten nehmen, aber dann noch weniger, sonst wird’s bitter. Kapern als Ersatz der Cornichons sind salziger, also beim Salz in der Sauce runterfahren. Wer keinen Sauerrahm mag, ersetzt mit Joghurt – gibt ein anderes Mundgefühl, eignet sich aber auch gut für die Frische. Wichtig beim Fleisch: Nimm kein zu mageres Stück, sonst wird’s trocken. Die Rinderlende ist gerade dick genug, damit es medium saftig bleibt. Sauerteigbrot kannst du durch Ciabatta ersetzen, aber es sollte robust genug sein, um die Feuchtigkeit und Sauce zu tragen ohne matschig zu werden.

    Zubereitung

  • Fenchel zuerst salzen kräftig in Schüssel, mit Händen kneten bis Flüssigkeit austritt, ca 3 Minuten – das ist wichtig für milderen Fenchelgschmack; Essig einrühren und abgedeckt marinieren während der weiteren Schritte.
  • Zwiebeln in Olivenöl wenden, salzen leicht.
  • Grill auf hohe Hitze vorheizen, am besten Holzkohle oder stark gas. Wokaufsatz für Zwiebeln bereitstellen, sonst Rost extra ölen, damit nichts klebt.
  • Steak waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen, dann innen mit grobem Pfeffer und Salz kräftig würzen. Zimmertemperatur etwa 20 Minuten – zu kalt brät ungleichmäßig.
  • Zwiebeln in den heißen Wok geben, langsam rösten, alle 2 Minuten durchrühren. Ziel: goldbraun, fast karamellisiert, aber nicht verbrannt. Das dauert locker 8-10 Minuten – hör auf Zischgeräusche, wenn es ruhiger wird, sind sie nah dran.
  • Paralleles Grillen: Steak direkt auf den Rost legen, Seiten etwa 4 Minuten, generell Farbe und leichten Widerstand prüfen – wer medium will, nimmt jetzt runter. Schweifdruckprüfung hilft – ist es springend elastisch, passt es.
  • Nach dem Grillen Fleisch ruhen lassen, auf Platte, locker abgedeckt, 5 Minuten mindestens, damit die Säfte sich verteilen. Sonst tropft alles raus beim Schneiden.
  • In der Zwischenzeit Brot auf der geölten Seite anrösten. Nur eine Seite, sonst wird es zu trocken. Die Hitze muss mittelhoch sein, sonst verbrennt die Oberfläche schnell und Brot bleibt innen zäh.
  • Sauce anrühren: Sauerrahm mit Dijon, grobem Senf, Kapern, Estragon mischen. Salz nach Geschmack, Pfeffer frisch mahlen. Sollte cremig sein, aber nicht zu flüssig, damit es beim Sandwich nicht ausläuft.
  • Fleisch quer zur Faser dünn schneiden, sonst zäh beim Beißen. Die Faserrichtung sieht man deutlich, schräg schneiden leicht machen.
  • Auf die gebutterte Seite des Brotes Sauce großzügig streichen. Dann Zwiebeln verteilen, Fenchel gut abtropfen lassen, darauf. Fleischscheiben großzügig drauf legen, mit Fenchelgrün bestreuen.
  • Sandwich komplett schließen, sofort halbieren, denn warm genießen – danach sinkt die Qualität schnell.
  • Optional: Nebenbei kleine Essiggürkchen reichen, die geben knackige Säure, passen perfekt dazu.
  • Wenn kein Estragon da, funktioniert auch frischer Dill gut, ändert aber das Aroma stark. Die Kapern bringen salzige, saure Noten, kannst du auch durch kleine grüne Oliven ersetzen, allerdings milder.
  • Wer keinen Fenchel mag, kann dünne Gurkenscheiben einlegen statt Fenchel, kurz mariniert. Weniger aromatisch, dafür frisch und knackig.
  • Problem mit zähem Fleisch? Gusseisenpfanne bei maximaler Hitze, Fett zugießen, dann doppelt so heiß anbraten, weniger grillen draußen, sonst wird das Rind zäh.
  • Tipp: Für mehr Crunch Senfkörner separat in der Pfanne rösten und als Topping über die Soße streuen, ergibt tolle Textur.
  • Brot nicht zu dick schneiden, sonst wird Sandwich langweilig, gerne 1-1,5 cm, sonst zerbricht es zu leicht.
  • Fenchel mindestens 30 Minuten vor dem Essen vorbereiten, sonst schmeckt er zu frisch, nicht abgerundet.
  • Sauce vorher anrühren und im Kühlschrank ziehen lassen, damit die Aromen Zeit haben sich zu vermischen.
  • Zwiebeln müssen leise knistern beim Braten, keine hohe Hitze nehmen sonst verbrennen sie zu schnell.
  • Zubereitungstipps

    Der Fenchel muss massiert werden, damit er Wasser zieht und weich wird – das ist kein optionaler Schritt, sonst beißt er zu scharf. Beim Anrösten der Zwiebeln ruhig geduldig sein; Hitze nicht zu hoch, sonst vorn verbrennt’s, hinten sind sie noch zu bissfest. Beim Fleisch ist wichtig: prallen Drucktest machens: mit Daumen und Mittelfinger testen – wenn’s sich eher weich anfühlt, ist’s medium; zu hart dann durchgebraten; zu weich saignant. Beim Brot unbedingt kontrollieren – zu schnelle Hitze brennt Oberseite, aber Innen bleibt kalt und trocken. Sauce immer erst zum Schluss machen, damit die frischen Kräuter ihre Aromen behalten und nicht verwässern. Schneiden gegen die Faser, das Gefühl muss immer mit eingesetzter Sanftheit geschehen, sonst zerfasert das Fleisch zu stark und zerfällt beim Essen.

    Küchentipps

    • 💡 Fenchel richtig vorbereiten: kräftig salzen. Kneten für 3 Minuten. Lockerer, milder Geschmack. Essig hinzufügen, damit alles gut zieht. Marinieren ist entscheidend.
    • 💡 Zwiebeln goldbraun braten. Langsam rösten. Hitze moderat halten. Zischgeräusche sind wichtig. Ideale Textur erreichen. Kontrolliere oft, nichts anbrennen lassen. Geduld ist eine Tugend.
    • 💡 Das Steak aufräumen. Zimmertemperatur ist must. Wenn du es eilig hast, wird es ungleichmäßig. Richtig würzen, damit die Aromen durchdringen. Starke Hitze sorgt für schöne Grillstreifen.
    • 💡 Brot nicht zu dick schneiden. Eine Dicke von 1-1,5 cm ist ideal. Sonst bricht es. Schnell aufs Grillen, damit die Oberseite knusprig ist. Innen muss es weich bleiben.
    • 💡 Um mehr Crunch zu erreichen, Senfkörner rösten. Wirkungsvoll als Topping. Gut auf der Sauce streuen. Textur sorgt für den letzten Schliff beim Sandwich.

    Häufige Fragen

    Das könnte dir auch gefallen

    Alle Rezepte ansehen →