Gemüsenaans mit Zitronen-Kräuter-Mayonnaise

Von Marlena
Gemüsenaans mit einer cremigen, zitronigen Mayonnaise, dazu geröstete Auberginen und ein Mix aus geschnittenen Zucchini, grünem Spargel und süßen Kirschtomaten. Die Mengen wurden leicht angepasst. Statt Zucchini kommen gelbe Zucchini zum Einsatz, statt Kirschtomaten kleine bunte Strauchtomaten. Ein frisches Minze-Basilikum-Gemisch ersetzt den reinen Basilikum für mehr Aroma. Die Zubereitung betont frische Texturen, knackig und saftig, mit einer zarten Kräuternote. Knusprig toastierte Naans, die mit der Mayonnaise bestrichen sind, fungieren als Basis. Die Kombination aus gerösteter Aubergine und knackigem Gemüse bringt Kontrast und Tiefe, ideal als Hauptgericht oder zum Teilen.
Vorbereitung:
40 min
Kochzeit:
5 min
Gesamt:
45 min
Portionen:
4 Portionen
#vegetarisch
#gesund
#schnell
Gemüse auf einem Fladenbrot mit Maionnaise kombiniert – eine einfache Idee, die ich gern variiere. Beim letzten Mal dachte ich, warum immer grüner Spargel und klassische Zucchini? Gelbe Zucchini geben einen subtil süßlichen Grundton. Kombiniert mit Minze statt nur Basilikum entwickelt sich ein überraschend frisches Aroma. Auberginen rösten, das dauert zwar, lohnt sich aber: Die Süße und die Röstaromen sind der perfekte Kontrast zu frischem Gemüse und zitroniger Mayo. Das Geheimnis? Die perfekte Balance zwischen cremigem, aromatischem Belag und knackiger, saftiger Gemüsekomposition. Ein bisschen Zitrone, wenig Knoblauch – vorsichtig dosieren. Texturen zählen mehr als reine Kochzeit. Alles in allem keine Hexerei, aber voller Möglichkeiten für kleine Nuancenverschiebungen und große Aromenexplosionen.
Zutaten
Zitronen-Kräuter-Mayonnaise
- 40 ml Mayonnaise (ca. 2½ Esslöffel)
- 50 ml naturbelassener Joghurt
- 10 g frische Basilikumblätter, fein gehackt
- 5 g frische Minzblätter, fein gehackt
- 1 kleine Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
- Abrieb 1 kleiner Bio-Zitrone
- 3 kleine gelbe Zucchini
- 250 g grüner Spargel, holzige Enden entfernt
- 320 g bunte Strauchtomaten, halbiert
- 10 g gemischte Basilikum- und Minzblätter
- 25 ml gutes Olivenöl
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 8 kleine Naans, leicht erwärmt
- 1 Portion geröstete, marinierte Auberginen (etwa 200 g)
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Gemüse-Mischung
Fertigstellung
Über die Zutaten
Das wichtigste zuerst: Frische Kräuter und gutes Olivenöl sind das Herzstück dieser Komposition. Beim Basilikum und der Minze unbedingt nicht zu viel hacken, grob ist besser für Textur. Statt normales Joghurt nehme ich gern Quark auf, falls keine empfindlichen Mägen da sind. Alternative: griechischer Joghurt für etwas mehr Fett und Fülle. Auberginen vor dem Rösten salzen und wässern, wenn sie sehr bitter sind – das mindert den Nachgeschmack deutlich. Die gelbe Zucchini schmeckt milder und süßer als grüne; die Menge kann nach Belieben angepasst werden, damit das Verhältnis Gemüse zu Brot stimmt. Die Naans müssen warm, aber nicht zu trocken sein. Fertige Marinaden für Auberginen findet man oft zu salzig – besser selbst ansetzen oder gut abspülen.
Zubereitung
Gemüse vorbereiten
- Gelbe Zucchini mittig längs halbieren. Wer eine Mandoline hat, nutzt sie, um lange, dünne Streifen abzuschneiden. Spargel ebenfalls in lange, feine, fast transparente Streifen hobeln oder mit dem Messer längs in dünne Streifen schneiden. So bleiben sie zart und werden schnell essfertig.
- Die Strauchtomaten halbieren, nicht kleiner, damit sie saftig bleiben. Direkt in eine große Schüssel geben, Basilikum- und Minzblätter grob hacken und hinzugeben.
- Zitronenabrieb beifügen – vorkenntnis: Zesten sind aromatischer wenn frisch direkt vor dem Anrichten gerieben. Mit Olivenöl beträufeln, ordentlich salzen und pfeffern. Durchmischen, bis alles leicht glänzt und aromatisch duftet. Die Mischung sollte knackig-frisch bleiben, also nicht zu früh vorbereiten.
- In kleinem Schüsselchen Mayonnaise mit Naturjoghurt gründlich verrühren, Klümpchen vermeiden. Basilikum, Minze und gehackten Knoblauch untermengen. Sollte in Konsistenz cremig, aber nicht zu dünnflüssig sein – ggf. mehr Joghurt zugeben, wenn zu dicht.
- Gabel oder kleiner Schneebesen eignen sich besser als Mixer, um die Kräuterstruktur zu erhalten. Abschmecken. Ein Hauch von zusätzlicher Säure kann durch einen Spritzer Zitronensaft ergänzt werden, falls nötig. Zuviel macht bitter, daher lieber nach und nach dosieren.
- Naan-Brote kurz in Pfanne oder Ofen leicht anwärmen und ganz dünn mit der Zitronen-Kräuter-Mayonnaise bestreichen. Kein zu dickes Layer – sonst wird es matschig.
- Darauf zuerst die gerösteten Auberginenritzen verteilen. Wichtig: Auberginen müssen weder zu weich noch zu trocken sein, ideal ist ein leichtes Karamellisieren, das die Säure der Mayonnaise ausgleicht.
- Dann den frischen Gemüsemix darauf anrichten, Salatgefühl erhalten – locker, nicht zu dicht. Leicht mit Pfeffer würzen.
- Unmittelbar servieren, damit das Brot nicht durchweicht, der Kontrast zwischen cremig, knackig und rauchig bleibt erhalten.
- Gelbe Zucchini ersetzen klassische grüne optisch und favorisieren mild-nussigen Geschmack. Alternativ spitze grüne Bohnen blanchieren statt rohen Spargel – bringt ein anderes Mundgefühl und spart Vorbereitung.
- Statt Strauchtomaten bieten sich auch halbierte Kirschtomaten an, allerdings muss man dann später auf überschüssige Säure achten. Bei Aubergine passt gebratene Paprika als Variation gut.
- Wenn keine frische Minze zur Hand, einfach mehr Basilikum oder ein bisschen frischer Oregano nutzen, gibt mediterrane Note.
- Beim Erwärmen der Naans Achtung: Zu heiß macht sie zäh, besser kurz und vorsichtig, damit sie weich bleiben und die Mayonnaise richtig aufgenommen wird.
- Wer es würziger mag: Ein Hauch Räuchersalz in die Mayonnaise oder etwas Chiliöl zum Gemüse kann nicht schaden.
- Die leicht granulierte Textur der Mayonnaise verrät die Frische der Kräuter. Beim Raspeln der Zucchini und Spargel sieht man glänzende, transparente Streifen – das ist der Punkt, wo sie weich genug sind, aber noch frische Bisskraft bieten.
- Der Duft von Zitronenschale steigt auf, mild kombiniert mit Knoblauch. Beim Anrichten das Knistern der aufgewärmten Naans ist ein gutes Zeichen, sie sind richtig temperiert.
- Das Auge isst mit – unterschiedliche grüne und gelbe Farbtöne, rote Tupfer der Tomaten, leicht glänzend durch das Öl. Die Variation an Texturen macht neugierig, und das erste Beißen zeigt die Kombination aus warmem Brot, cremiger Mayo und dem frischen Gemüse-Typen.
Mayonnaise fertigmachen
Zusammenfügen
Tipps und Alternativen
Sensorik-Anmerkungen
Zubereitungstipps
Wer die Gemüsebänder mit der Mandoline macht, dranbleiben: Die Geschwindigkeit ist wichtig, nicht zu langsam schneiden, das verhindert Verkleben. Gabeln für das Vermengen der Kräuter-Mayonnaise empfehle ich, da Mixer oft zu viel Flüssigkeit freisetzen. Auberginen vor dem Anrichten gut abtropfen lassen, sonst verwässert die Mayo schnell. Beim Würzen mit Salz und Pfeffer lieber nach und nach, vor allem beim Salz – das Gemüse saugt es auf, ansonsten wird’s zu streng. Das Zusammenlegen der Naans mit Belag direkt vor dem Servieren spart Zeit und bewahrt die Konsistenz. Wenn die Brote zu lange stehen, weich werden sie und verlieren Knusprigkeit.
Küchentipps
- 💡 Experimente mit Kräutern sind wichtig. Bei der Mayo einfach frische Zutaten nutzen. Basilikum und Minze nicht zu klein hacken. Behalte die Kräuterstruktur. Es bringt mehr Aroma.
- 💡 Die Wahl der Naans entscheidend. Selbstgemacht oder frisch aus dem Laden? Warm, aber nicht zu heiß, sonst wird’s zäh. Ein bisschen Öl hilft bei der Feuchtigkeit. Sparen Sie nicht an der Zitronenschale.
- 💡 Gemüse nicht vergessen. Zucchini und Spargel dünn schneiden. Dadurch schnell gar. Die Farben sind wichtig. Helle und dunkle Töne machen den Unterschied. Achten Sie auf die Texturen.
- 💡 Probieren Sie verschiedene Tomaten. Bunte Strauchtomaten geben Geschmack. Kirschtomaten sind süß, aber sehr sauer. Rechnen Sie beim Würzen mit dem Saft. Wenig zu viel verwenden, besser dosieren.
- 💡 Rösten von Auberginen sorgfältig. Salzen hilft, Bitterkeit zu vermindern. Niedrige Hitze, um die Süße zu intensivieren. Das ist der Schlüssel. Bei zu hoher Hitze verliert man den Geschmack.



