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Gersten-Kanarensuppe

Gersten-Kanarensuppe

Von Marlena

Eintopf mit Graupen, gewürzten Möhren und Lauch, abgeschmeckt mit Weißwein und Kräutern, ergänzt durch zarte Putenkeulen statt Entenconfit. Sanft geschmorte Geflügelstücke geben Tiefe, die Gemüsebasis bringt Süße und Vielseitigkeit. Wein für Säure, Lorbeer für Aroma. Perfekt für kühle Tage, bei denen rustikale Sämigkeit gefragt ist. Lange Ziehzeit macht die Graupen weich, verhindert matschige Konsistenz. Ideal als sättigender Einstieg oder eigenständige Mahlzeit. Anpassbar, alltagstauglich, dank milder Gewürze familientauglich. Liefert Ballaststoffe, Protein, wenig Fett.
Vorbereitung: 20 min
Kochzeit: 55 min
Gesamt:
Portionen: 6 Portionen
#suppe #eintopf #herzhaft #winterrezepte #einfach
Manchmal läuft es darauf hinaus, dass die üblichen Verdächtigen – Lauch, Karotten, Knoblauch – die Basis liefern müssen. Klar soweit. Graupen nehmen viel Flüssigkeit auf, Struktur ist wichtig. Nicht zu matschig, aber trotzdem weich genug, damit man keinen harten Kern vorfindet. Weißwein gibt hier den Kick, keine Angst vor Alkohol, der verfliegt bis nur der Geschmack bleibt. Putenkeulen haben den Vorteil gegenüber Ente: leichter, weniger Fett, dafür mehr milde Umami-Aromen. Ich habe oft experimentiert: zu kurze Garzeit bei den Graupen – gummiartig; zu lange – matschig. Geduld zahlt sich aus. Lorbeer sorgt für unterschwellige Würze, deutet auf die klassische französische Küche hin. Zusammen mit Kräutern am Ende kann man die Richtung noch lenken, frisch statt konservativ.

Zutaten

  • 1 Lauch, fein gehackt
  • 3 Möhren, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 40 ml Olivenöl
  • 150 ml Graupen (perlgraupen)
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 1,3 l Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Putenkeulen, confiert oder gegart
  • Salz
  • Pfeffer
  • Frischer Thymian oder Rosmarin (optional)
  • Über die Zutaten

    Lauch lässt sich durch Schalotten ersetzen, wenn ihr es etwas intensiver mögt. Möhren gerne variieren mit Pastinaken oder Sellerie für unterschiedliche Süße und Textur. Olivenöl ist gut, aber Butter oder Gänseschmalz passen ebenso, insbesondere für mehr Tiefe und sämige Textur. Die Graupen gut waschen, dann im kühlen Wasser quellen lassen, um Stärke zu reduzieren. Weißwein sollte trocken sein, aber auch nicht zu schwer, Riesling oder Sauvignon sind optimal. Lorbeerblätter geben Aroma, aber nicht zu viele, sonst bitter. Statt Putenkeulen kann man auch Hühnchenkeulen oder Wildgans verwenden. Geflügel sollte confiert oder mindestens langsam gegart sein, damit es zart genug zerfällt. Gemüsesuppe statt Hühnerbrühe funktioniert, je nach Geschmack. Wenn lactosefrei gewünscht, auf Butter verzichten oder Pflanzenfett nehmen.

    Zubereitung

  • Lauch, Möhren und Knoblauch im Olivenöl bei mittlerer Hitze anbraten. Nicht braun werden lassen, Ziel: weich, duftig, süßlich. Gelegentlich umrühren; hört man leises Zischen, gut.
  • Salzen und pfeffern, um Aromen zu starten. Graupen hinzugeben, kurz mitrösten bis leicht transparent, dann mit dem Weißwein ablöschen. Ein paar Sekunden köcheln lassen, bis der Alkohol fast verdampft ist. Wichtig für Tiefe; vergesst nicht: Alko-Verlust, aber Aroma bleibt.
  • Brühe und Lorbeerblätter dazugießen. Aufkochen, dann Hitze reduzieren. Ganz sanft simmern lassen, lieber länger, Graupen sollen nicht matschig, sondern kernig-weich sein. Rührt ab und zu, damit nichts anbrennt. Mindestens 50 Minuten, eher knapp eine Stunde.
  • Währenddessen die Putenkeulen erwärmen. Ich nehme kein Mikrowelle, sondern Raketenofen (Backofen) bei 150 Grad, langsam, 20 Minuten. Fleisch löst sich dann besser, bleibt saftig. Geflügel statt Ente für etwas leichter, milde Note. Danach Knochen entfernen, Fleisch zerpflücken.
  • Fleisch unter die fertige Suppe mischen. Noch 5 Minuten zusammenziehen lassen, damit sich alles verbindet. Abschmecken: Chloriger Wein, zu viel Salz? Pfeffer nach Bedarf.
  • Lorbeerblätter entfernen vor dem Servieren. Passt gut zu geröstetem Pilzbrot, knusprig und würzig. Macht alles eleganter, trotz rustikalen Grundzutaten.
  • Tipp: Braune Butter statt Olivenöl gibt nussige Tiefe, wenn ihr es mal anders wollt. Graupen erst in kaltem Wasser spülen, um Stärke zu minimieren, dann weicher. Suppenbasis darf ruhig ein bisschen konzentriert sein, weil Fleisch noch Wasser reinbringt.
  • Zubereitungstipps

    Der Trick liegt im schonenden Anbraten des Gemüses, Lauch darf nicht dunkel werden, sonst bitter. Zischende Pfanne ist guter Indikator, wenn das Gemüse anfängt zu schwitzen, aber nicht zu schrumpfen. Graupen nach dem Rösten sofort mit Wein ablöschen, sonst wird’s fade, diese Säure kompensiert die erdig-süßen Noten. Die Simmer-Temperatur niedrig halten, um den Graupen die Chance zu geben, sich mit Flüssigkeit vollzusaugen – als Gleitschicht für die Textur gedacht. Wenig rühren, sonst kleben sie zusammen. Das Erwärmen der Geflügelkeulen im Backofen dauert länger, sorgt aber für bessere Textur gegenüber Mikrowelle, die manchmal trocknet. Fleisch sollte handwarm und weich sein, leicht zerfallen. Nach dem Mischen nochmal etwas ziehen kann das Geschmacksspiel intensivieren. Zum Abschluss Salz- und Pfeffertest mit Fingerspitzen durchführen. Zu salzig? Wasser oder mehr Brühe ergänzt. Alternative Kräuter hinzufügen? Thymian, Rosmarin bringen sommerliche Frische. Krokanter Pilztoast macht den Unterschied – das ist kein Beilagensalat, sondern Teil der Suppe.

    Küchentipps

    • 💡 Rösten Sie das Gemüse sanft an. Lauch soll süßlich werden, nicht braun. Wenn es leise zischt, ist es gut. Graupen vorher waschen, reduzieren Sie Stärke. Dann wird die Konsistenz weich, aber nicht matschig.
    • 💡 Weißwein ist wichtig für Geschmack. Ablöschen sofort nach dem Rösten, sonst wird’s fade. Lassen Sie den Alkohol verdampfen. Aromen bleiben, Tiefe kommt. Experimentieren lohnt sich. Riesling oder Sauvignon sind ideal.
    • 💡 Putenkeulen bringen weniger Fett. Sie sind zart und mild. Erwärmen Sie sie im Backofen, nicht in der Mikrowelle. Bei 150 Grad, 20 Minuten. Saftigkeit bleibt besser erhalten, Fleisch löst sich gut.
    • 💡 Lorbeerblätter sind klasse für Aroma. Aber pass auf, nicht zu viele, sonst wird’s bitter. Frische Kräuter am Schluss lenken die Richtung. Thymian und Rosmarin passen super.
    • 💡 Braune Butter statt Olivenöl gibt nussige Tiefe. Ideal, wenn Sie etwas Abwechslung wollen. Gemüsesuppe ist einfach eine Anpassung, wenn Hühnerbrühe nicht zur Hand ist.

    Häufige Fragen

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