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Geschmorte Würste in Rotwein

Geschmorte Würste in Rotwein

Von Marlena

Würzige italienische Bratwürste, langsam in Rotwein und Gemüsebrühe geschmort, mit Rosmarin und einer Prise Chili. Die Zwiebeln werden karamellisiert, während das Fleisch außen schön braun wird, dann alles langsam zur Sauce reduziert. Eine leichte Abwandlung mit Hühnerbrühe und getrocknetem Thymian verleiht eine frische Note. Rucola sorgt für einen pfeffrigen Frischekick am Ende. Perfekt mit cremigem Polenta oder rustikalem Brot. Die Kochzeiten sind variabel, je nach Pfannenwärme und Dicke der Würste. Ein bewährtes Rezept, das ich ständig anpasse, um den perfekten Geschmack zu treffen.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 45 min
Gesamt:
Portionen: 6 Portionen
#Wurst #Rotwein #Schmorgerichte
Italienische Bratwürste, langsam in einer Mischung aus Rotwein und Brühe geschmort, bringen eine unwiderstehliche Kombination aus würziger Kruste und saftiger Innenstruktur. Die lange Garzeit sorgt für Intensität und weiche Zwiebeln. Schon oft probiert, das Geheimnis liegt in der Dosierung der Flüssigkeit und den Kräutern. Thymian ersetze ich immer wieder mal für den etwas frischeren Geschmack gegenüber Rosmarin, der schnell dominant oder bitter wird. Schalotten statt Zwiebeln geben der Sauce eine dezente Süße ohne zu dominieren. Wer auf Schärfe steht, erhöht ruhig die Chiliflocken, allerdings nie zu früh, sonst wird es bitter. Rucola am Ende rein - das gibt Kontrast. Die Sauce muss dickflüssig, glänzend, konzentriert sein – nicht wässrig oder zu dick. Suppenartige Konsistenzen sind Indiz für zu wenig Reduktion. Am Ende ein einfaches Gericht, aber viele Fallen. Kleine Tricks verhindern Fehler.

Zutaten

  • 6 italienische Bratwürste (frisch, Optional: feurige Calabrese für mehr Schärfe)
  • 25 ml Olivenöl extra vergine (statt 30 ml, weniger Fett, intensiver Geschmack)
  • 2 große Schalotten, in feine Ringe geschnitten (ersetzt 3 Zwiebeln, milder und süßer)
  • 350 ml trockener Rotwein (z.B. Chianti, statt 375 ml, reduziert leicht Alkoholgeschmack)
  • 350 ml Hühnerbrühe (anstelle von Rinderbrühe, leichter und aromatisch)
  • 1 Zweig frischer Thymian (statt Rosmarin, subtile Kräuternote)
  • 1,5 ml (⅓ TL) zerstoßene Chiliflocken (leicht erhöht für dezente Schärfe)
  • 15 g (+/- 50 ml) frischer Rucola grob gehackt
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Über die Zutaten

    Olivenöl sollte extra vergine sein, bringt Geschmack. Statt der üblichen normalen Zwiebeln nehme ich Schalotten, milder, mehr Zucker, die karamellisieren besser. Rotwein möglichst trocken und nicht zu sauer; manche günstige Weine sorgen sonst für Bitterstoffe. Brühe ersetze ich gerne durch Hühnerbrühe, gibt eine leichtere süßliche Basis, harmoniert gut mit Würsten. Kräuter unbedingt frisch, getrockneter Thymian verliert Geschmack oder bringt Bittere. Falls kein frischer Rucola da, kann man auch Jungspinat nehmen, der milder ist, aber die typische pfeffrige Note fehlt dann. Chili vorsichtig dosieren, da die Schärfe beim Reduzieren intensiver wird.

    Zubereitung

  • In einer schweren Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze das Olivenöl erhitzen, Geruch sollte frisch sein, leicht fruchtig. Würste nach und nach von allen Seiten kräftig anbräunen. Das dauert je nach Hitze ca. 5 Minuten pro Seite. Nicht zu lange liegen lassen, sonst trocknen sie aus. Brauner Farbton ist entscheidend für Geschmack durch Maillard-Reaktion, niemals überfüllen!
  • Sobald Würste eine schöne Kruste haben, Schalotten dazugeben. Diese sanft unter Rühren etwa 7 Minuten glasig und etwas karamellisiert dünsten. Man hört ein leichtes Zischen, Schalotten werden goldgelb und süß. Diese Phase wichtig - genug Hitze, aber nicht anbrennen lassen. Zwischendurch Pfanne schwenken, damit nichts festklebt.
  • Mit dem Rotwein ablöschen. Aufpassen, Blubbern und Rauschen dürfen nicht zu wild werden. Sanft köcheln lassen, während man die Würste wendet. Das Ganze ca. 7 Minuten, bis sich der Wein etwas reduziert und konzentriert hat. Die Aromen verbinden sich, Alkohol verfliegt.
  • Hühnerbrühe, Thymianzweig und Chiliflocken zugeben. Deckel drauf, Hitze runterschalten auf niedrig bis mittel. Die Würste möchten jetzt 18 bis 20 Minuten gar ziehen. Dabei keinen Deckel komplett abnehmen! Dampf hält die Würste saftig. Thymian gibt subtil Kräutergeschmack, setzt aber kein Bitteres frei wie manche Rosmarin-Äste.
  • Deckel abnehmen, jetzt die Flüssigkeit kräftig einkochen. Soviel wie möglich, bis die Sauce dicklich wird und die Zwiebeln komplett weich sind. Idealerweise auf etwa ein Viertel der Restflüssigkeit reduzieren. Umrühren, auf Schaum und kleine Bläschen achten, die Textur ändert sich zu einem glänzendem Sirup.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schließlich den Rucola unterheben. Kurz durchschwenken, gerade so lange, bis die Blätter leicht zusammenfallen, noch knackig bleiben. Das bringt Frische und pfeffrige Bitternoten, die dem schweren Sud die Balance geben.
  • Servieren mit cremiger Polenta, am besten frisch gerührt und mit Butter oder alternativ alkoholfrei einem frischen grünen Salat. Tipp: Polenta mit geriebenem Pecorino statt Fontina für würzigere Variante. Falls keine Polenta, frisches Bauernbrot aufnehmen lassen.
  • Falls die Sauce zu dünn ist: ohne Würste noch etwas einköcheln lassen, Hitze erhöhen langsam. Brennt schnell an, deshalb ständig rühren! Wenn die Würste mal zu schnell schwarz werden, Hitze sofort reduzieren. Tiefgefrorene Würste vorher gut auftauen, sonst außen schwarz und innen roh.
  • Zubereitungstipps

    Für das Bräunen der Würste ist eine große Pfanne essenziell, damit die Hitze hoch bleibt und die Maillard-Reaktion ausreichend stattfindet. Auf keinen Fall überfüllen, sonst wird das Fleisch eher gekocht als gebräunt. Schalotten langsam anbraten, sie sind ein Feinschliff für die Sauce – ihre Süße hebt den Wein auf und balanciert die gehaltvolle Wurst aus. Ablöschen mit Wein ist das Herzstück, hier beginnt die Aromatisierung. Während der Schmorzeit lieber mit geschlossenem Deckel arbeiten, damit Dampf die Würste saftig hält und die Aromen sich schön verbinden. Nach dem Kochen Sauce konsequent einkochen, das verdichtet Aromen und sorgt für die richtige Konsistenz. Beim Würzen mit Salz zurückhaltend sein, da Brühe und Wein schon Salz mitbringen. Rucola erst zuletzt zugeben, nur leicht zusammenfallen lassen – dadurch bleibt die frische, pfeffrige Note erhalten. Ein häufig gemachter Fehler ist es, den Rucola mitzukochen; Farbe und Textur gehen verloren. Bei Unsicherheiten mit der Garzeit hilft die Fingerdruckprobe, Würste sollten auf Druck federnd nachgeben, nicht hart oder matschig sein.

    Küchentipps

    • 💡 Achten Sie auf die Hitze. Hoch genug, um die Wurst gut anzubraten. Aber nicht überfüllen. Wichtig für die Maillard-Reaktion. Auf die Kruste, die Farbe. Mindestens 5 Minuten pro Seite. Das Aroma ist entscheidend für den Geschmack.
    • 💡 Für die Schalotten: langsam karamellisieren. 7 Minuten kochen. Oder bis sie goldgelb sind. Hitze nicht zu hoch. Hitze kontrollieren. Anbrennen vermeiden. Das bringt Süße. Perfekt, um die Säure des Weines zu balancieren.
    • 💡 Der Wein muss gut sein. Trocken, nicht zu sauer. Günstige Weine können Bitterstoffe bringen. Besser einen Chianti oder ähnliches. Die Aromatisierung beim Ablöschen ist das Herz. Nehmen Sie lieber weniger Wein, als zu viel.
    • 💡 Wenn die Sauce zu dünn ist: Noch weiter einkochen. Senken Sie die Hitze langsam. Rührend, damit nichts anbrennt. Sicherheit ist wichtig. Ein dunkler Boden ist unangenehm. Vorsicht bei der Garzeit. Würste sollten saftig sein, nicht trocken.
    • 💡 Tipp: Polenta oder Brot kontrastiert gut. Polenta mit Pecorino für mehr Geschmack. Wenn Polenta nicht da ist, vollwertiges Brot. Das ergänzt die Schmorgerichte. Sonne in den Tellern, rustikal sieht gut aus.

    Häufige Fragen

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