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Geschmortes Rind mit Steinpilzen und Dinkel

Geschmortes Rind mit Steinpilzen und Dinkel

Von Marlena

Geschmortes Rindfleisch, langsam gegart mit Steinpilzen und Dinkel, bringt rustikale Erdigkeit und nussige Noten. Statt Bratenstück wird Rinderbug verwendet, für mehr Geschmack und bessere Textur. Gemüsefond ersetzt Hühnerbouillon für intensiveren Geschmack. Geduld gefragt: langsames Köcheln macht die Fasern zart, Dinkel saugt die Aromen auf. Schichten von Röstaromen durch kräftiges Anbraten; schmelzende Zwiebeln geben Süße. Nach dem Abdecken im Ofen noch offen auf dem Herd reduziert, bis die Flüssigkeit sirupartig wird. Den Pilzen vorher einen kurzen Trockenrösten gönnen, nicht kochen stattdessen, sonst wird’s wässrig. Tricks für samtige Sauce und perfekte Bissfestigkeit. Bei Engpass: Glasierte Karotten ergänzen wunderbar.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen: 6 Portionen
#Fleisch #Pilze #Rustikales Essen #Dinkel #Wintergemüse
Langsam gegartes Rindfleisch mit Pilzen und Getreide – hier Dinkel statt Weizen – ist eine Angelegenheit für Köche, die Zeit mitbringen. Die Wahl des Fleisches, die Aromen aus Gemüsefond statt Hühnerbrühe, und das Rösten der Steinpilze sorgen für Tiefe. Nicht einfach nur Eintopf, sondern eine Schichtung von Texturen: zartes Fleisch, nussiger Dinkel, aromatische Pilze. Viele unterschätzen, wie sehr das Anbraten Einfluss hat. Ich habe oft zu viele Zwiebeln genommen, die dann matschig wurden; lieber weniger, dafür besser karamellisiert. Während der Ofengarmethode muss man vor allem auf die Konsistenz achten. Gefühl ist hier alles. Wer auf Nummer sicher gehen will, signalisiert das Fleisch durch Ziehen an der Gabel, die Dinkelkörner auf bissfest. Geheimnis: kein hektisches Rühren, sonst wird’s breiig. Geduld zahlt sich aus, intensivere Aromen entwickeln sich langsam.

Zutaten

  • 1.2 kg Rinderbug, entsehnt und in 3 cm Würfel geschnitten
  • 40 ml Pflanzenöl, vorzugsweise Raps oder Sonnenblume
  • 3 Zwiebeln, grob gehackt
  • 1 Liter Gemüsefond
  • 400 g frische Steinpilze, trocken angebraten und geputzt
  • 180 g Dinkel ganz
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz und schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
  • Über die Zutaten

    Rinderbug bietet mehr Geschmack als andere Stücke, ist aber deutlich zäher – lange Garzeit ersetzt das. Pflanzenöl muss hitzestabil sein, Butter verbrennt schnell beim scharfen Anbraten. Statt Hühnerbouillon nehme ich Gemüsefond, weil er neutraler und dennoch geschmacksintensiv ist, gibt Raum für die Pilze. Steinpilze zeigen nach kurzem Trockenrösten ihr Aroma, ohne Wasser zu ziehen. Dinkel als Ersatz für Weizen liefert nussiges Aroma und hält beim Schmoren Biss – ideal gegen Matsch. Wer keinen Dinkel bekommt, kann perlgrauen Hartweizengrieß nehmen, Geschmack ist anders, aber Konsistenz ähnlich. Knoblauch und Tomatenmark geben eine Würze, die ich nicht mehr missen möchte; sie bringen Umami. Lorbeer sollte nicht vergessen werden, schmeckt sonst sehr fad. Salz erst zum Schluss dosieren, da Fond oft schon salzig ist.

    Zubereitung

  • Ofenrost auf mittlerer Schiene platzieren; Backofen auf 175 °C vorheizen.
  • Rinderwürfel gründlich trocken tupfen, damit sie beim Anbraten Röstaromen entwickeln. Öl in schweren Ofenfesten Schmortopf erhitzen, Fleisch portionsweise braun anbraten – wichtig: nicht zu viel auf einmal, sonst statt bräunen dämpfen. Salzen und pfeffern während des Anbratens. Herausnehmen, beiseitelegen.
  • Zwiebeln im Bratfett glasig und leicht karamellisieren lassen, Knoblauch kurz mitdünsten. Tomatenmark einrühren, kurz anrösten für Umami-Kick.
  • Steinpilze separat in trockener Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten, bis sie locker und aromatisch duften. Danach zusammen mit dem Dinkel in den Schmortopf geben.
  • Fleisch zurück zum Zwiebelmix, Gemüsefond, Lorbeerblätter dazugeben. Kurz aufkochen lassen, dann Deckel drauf und in den Ofen geben, mindestens 2 Stunden garen. Zwischendurch nicht rühren, sonst zerfällt das Fleisch.
  • Nach circa 2 Stunden Deckel abnehmen, zurück auf den Herd bei mittlerer Hitze, offen weitere 25 Minuten köcheln lassen. Die Sauce soll sämig, leicht sirupartig sein und den Dinkel körnig, aber bissfest umhüllen.
  • Probieren: Fleisch darf butterzart sein, Dinkel weich, aber noch Struktur haben. Zu flüssige Sauce weiter reduzieren; wird zu dick, mit wenig warmem Gemüsefond strecken.
  • Fleisch vor dem Servieren Minuten ruhen lassen; dadurch verteilt sich der Fleischsaft besser.
  • Anrichten: frische Kräuter wie Petersilie oder Thymian passen gut, Säure bringt z.B. ein Spritzer Zitronensaft. Dazu passen Rotkraut oder glasiertes Wintergemüse.
  • Zubereitungstipps

    Das Anbraten ist der Schlüssel, nicht eilig werden, sondern gleichmäßige braune Kruste herstellen. Zu viel Fleisch auf einmal ergibt Dampf, keine Röstaromen. Die Zwiebeln sollen Farbe annehmen, Süße entwickeln, das gibt der Sauce Tiefe. Das Tomatenmark kurz anrösten, sonst riecht es roh und bringt wenig Geschmack. Feuchtigkeit der Steinpilze vermeiden, sonst wird die Sauce wässrig. Wenn das Gericht im Ofen schmort, liegt die Hauptaufgabe darin, zuzusehen, dass es nicht austrocknet - bei Bedarf Fond nachgießen. Nach der Ofenphase ohne Deckel weiterrösten, das macht die Sauce dickflüssig. Nicht rühren, zu viel Bewegung zerstört Fleischfasern und Getreide. Sobald Fleisch butterweich ist und Dinkel nicht mehlig, ist es fertig. Ruhen lassen nicht vergessen – Fleisch bleibt saftig. Zum Servieren frische Kräuter und etwas Säure geben lebendige Spannung zur reichen Sauce. Das Gericht gewinnt geschmacklich durch langsame Entwicklung, nicht durch schnelle Tricks.

    Küchentipps

    • 💡 Tip: Anbraten ist entscheidend. Rinderstücke gut abtrocknen. Vor allem in kleinen Portionen anbraten. Röstaromen entwickeln sich besser. Zu viel auf einmal gibt Dampf. Das ist unerwünscht.
    • 💡 Noch ein Tipp: Zwiebeln langsam karamellisieren. Wärme reduzieren. Süße entwickelt sich. Schmeckt besser. Knoblauch erst am Ende mitdünsten. Sonst wird's bitter, nicht gut.
    • 💡 Praktische Info: Gemüsefond selbst kochen? Ja, geht einfach. Altes Gemüse, Wasser, Kräuter. Über Nacht ziehen lassen. Auch Hühnerbouillon ist möglich, aber neutraler Geschmack ist besser für die Pilze.
    • 💡 Hinweis zu Dinkel: Wenn kein Dinkel verfügbar, Hartweizengrieß verwenden. Biss hat sich, Aroma weniger nussig. Kochen braucht mehr gute Flüssigkeit, um keinesfalls zu trocken zu werden.
    • 💡 Letzter Tipp: Regelmäßig schauen. Nach 2 Stunden Ofenzeit Deckel abnehmen. Sauce testen, ob sie dick genug ist. Reduzieren, wenn sie flüssig bleibt. Geduld macht’s perfekt.

    Häufige Fragen

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