Gin Gurke Twist

Von Marlena
Ein erfrischender Cocktail mit Gurkensaft, Gin und einem Hauch Grapefruit, perfekt für heiße Tage. Die Mischung aus frischem Gurkensaft, Limettensaft und feinem Zuckersirup wird mit kühlem Tonic Water aufgegossen. Statt Minze verwende ich Zitronenmelisse für ein anderes Aroma. Statt klassischem Gin mal ein_harzig-fruchtiger London Dry. Achtung bei der Zubereitung: Saft unbedingt langsam abtropfen lassen, sonst wird’s trüb und grob. So erreicht man eine klare, frische Note. Verschiedene Sirupe und Zitrusfrüchte lassen sich wunderbar austauschen, je nach Lust auf Süße oder Säure.
Vorbereitung:
20 min
Kochzeit:
0 min
Gesamt:
20 min
Portionen:
1 Glas
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#erfrischend
#Gin
#Gurke
#Zitrus
Ich habe lange experimentiert, bis die Balance zwischen Gurkensaft, Gin und Limette stimmte. Ursprünglich dachte ich, Eis sei nur Kühlung, doch die Art des Eises beeinflusst die Verdünnung massiv. Auch das Abtropfen des Gurkensafts per Schwerkraft bringt nicht nur Klarheit, sondern auch die zarte Textur, die aromatisch für den richtigen Kick sorgt. Ein Cocktail braucht Geduld, besonders bei frischen Zutaten wie der Gurke, sonst wird er messig oder zu bitter. Grapefruit-Tonic habe ich als kleine Neuerung eingebaut, um das Erlebnis etwas aufregender zu machen, passt wunderbar zu Zitronenmelisse, die ich gerne Minze vorziehe, weil sie nicht so dominant ist. Und selten gedacht: Eis im Glas vorher wirklich kühlen, das macht einen Riesunterschied.
Zutaten
Über die Zutaten
Die Qualität der Gurke entscheidet. Am besten englische Salatgurke, weil bissfest, nicht wässrig und nicht zu bitter. Halb schälen – je nach Saison. Für Zuckersirup frisches Zuckerwasser (Verhältnis 1:1) aufkochen, kalt stellen. Limetten frisch auspressen, keine Flaschenware. Gin – London Dry für frische Wacholder-Noten, Old Tom als süßere Alternative probieren. Bei Tonic ruhig experimentieren mit fruchtigen oder floralen Varianten, beeinflusst die Süße und Bitterkeit. Zitronenmelisse/Pfefferminze frisch, am besten gerade gepflückt, sonst schnell gummiartig. Gurkenscheiben hauchdünn schneiden, mit scharfem Messer oder Schäler – für die Optik ein Muss.
Zubereitung
Gurkensaft herstellen
- Stücke vom Gurke mit kaltem Wasser im Mixer grob zerkleinern, nicht matschen. Kein zu langes Pürieren, sonst bitter. In ein feines Sieb über eine Schüssel geben, abgedeckt 50–70 Minuten kalt stellen. Nicht drücken oder wringen, nur Schwerkraft arbeiten lassen. Achtung: mehr Zeit, klarer der Saft, leicht hellgrün, leise tropfendes Geräusch. Pulp wegwerfen oder Kompost. Saft abmessen. Wurde früher matschig, weil ich gedrückt habe — Fehler bei der Hitzeentwicklung.
- Glas gut vorkühlen, am besten im Tiefkühler mindestens 15 min. Dann Eis rein. Zuerst Limettensaft und Sirup, dann die 50 ml Gurkensaft, klarer, so bleibt Aroma frisch. Gin vorsichtig einfüllen, langsam, nicht rühren, sonst wird das Eis zu schnell schmelzen und verwässern. Danach schräg mit Grapefruit-Tonic auffüllen, langsam gießen, damit die Kohlensäure bleibt.
- Mit Zweig Zitronenmelisse dekorieren, statt Minze weniger süßlich, passt super zum Grapefruitgeschmack. Gurkenscheiben an Glasrand - optisch plus leichter frischer Duft. Wenn kein Grapefruit Tonic da, reines Tonicwasser mit einem Spritzer Grapefruitsaft mischen, ersetzt das gut.
- Ein Tipp aus der Praxis: Nie zu viel Limettensaft nehmen, sonst wird der Drink sauer und die Gin-Noten gehen verloren. Lieber süßer Sirup minimal anpassen. Im Sommer habe ich den Sirup schon durch Infusion mit Rosmarin ersetzt, gab eine spannende Kräuternote.
- Auf schnelle Weise lässt sich der Gurkensaft auch mit einer elektrischen Saftpresse machen. Ergebnis zwar etwas trüber, aber viel schneller. Dann etwas länger kühlen lassen, damit Aromen sich verbinden. Probiere auch mal weißen Holunderblütensirup als Alternative zum Zuckersirup.
- Zubereitungsdauer: Eher sinnlich mitsehen, wenn der Saft tropft und das Glas angefriert ist, alles passt. Nicht hetzen, das merkt man am Glas - perfekt kalt und stickt nicht der Sud.
- Wenn kein frischer Gurke verfügbar, tut es Gurkensaft aus dem Bio-Supermarkt, aber selbst machen ist besser wegen des intensiven Aromas. Günstiger und frischer.
- Eis möglichst grob oder crushed, so zerschmilzt es langsamer. Ergebnis schmeckt frisch, nicht wässrig.
- Beim ersten Mal erst mal kleine Mengen mischen, gerade bei Zitrussäften reagiert der Drink schnell auf zu viel Säure.
- Ideal für Gäste, die leichte Drinks mögen oder zwischendurch etwas Elegantes, wobei die Gurke nicht überhandnimmt, wie oft befürchtet. Kühle und frische Sensation, ohne Klischee-Minze.
Cocktail mischen
Zubereitungstipps
Das langsame Abtropfen des Gurkensafts bringt diese klare Konsistenz, die jeder Cocktail braucht. Geschwindigkeit verleitet zu drücken, was unerwünschte Bitterstoffe mit auspresst. Gut ist ein durchlässiges Sieb mit Hohlraum darunter. Eis im Glas unbedingt richtig kalt, sonst schmilzt es sofort und verwässert, Aroma geht flöten. Beim Mixen die Reihenfolge beachten – zuerst Säuren und Sirup für perfekten Geschmacksausgleich, dann Gurkensaft und Gin vorsichtig. Das Anstellen des Tonics zum Schluss erhält Kohlensäure, die das Aroma aufbrechen lässt. Minze oder Melisse erst am Ende rein, sonst verliert man den Geruch, sie wird schleimig. Kleine Tricks wie die Verwendung von Grapefruittonic erzeugen Spannung auf der Zunge. Wem das zu süß wird, nimmt Zitronen- oder Limettensoda, dann Sirup reduzieren. Fertige Säfte aus der Flasche ersetzen den frischen zwar selten original getreu, aber ok zum Zeit sparen, vor allem bei großen Mengen.
Küchentipps
- 💡 Die Qualität der Gurke ist entscheidend. Englische Salatgurke ist ideal, fest und nicht wässrig. Achte darauf, die Schale halb zu entfernen; das reduziert Bitterkeit. Zuckersirup selbst herstellen, 1:1 Zucker und Wasser aufkochen und abkühlen lassen. Anpassen nach Geschmack. Wenn man den Sirup süßer mag, einfach die Menge ebenso erhöhen.
- 💡 Gurkensaft selbst machen ist der Schlüssel. Stücke mit kaltem Wasser im Mixer grob zerkleinern. Kein Zerkleinern bis zur Matsche; es bleibt bitter. Siebe den Saft durch ein feines Sieb ab. Lass ihn 50 bis 70 Minuten abtropfen. Lass die Schwerkraft arbeiten. Je länger, desto klarer der Saft. Die Trübung ist nicht gewünscht. Vermeide Druck; das führt zu einem bitteren Geschmack.
- 💡 Die Eislage ist wichtig. Nutze grobe Eiswürfel oder crushed Ice, damit es langsamer schmilzt. Dadurch bleibt der Cocktail frisch. Fülle das Glas vorher gut vor, um es kühl zu halten. Eis im Glas sollte richtig kalt sein, sonst verwässert dein Drink sofort. Das Aroma bleibt erhalten, wenn du richtig arbeitest. Langsam gießen verhindert sofortiges Schmelzen.
- 💡 Achte auf die Reihenfolge. Zuerst Limettensaft und Zuckersirup, dann Gurkensaft. Gin vorsichtig eingießen. Langsame Bewegungen erhalten den Geschmack. Mit Tonic zum Schluss auffüllen, damit die Kohlensäure nicht entweicht. Zitronenmelisse frisch verwenden, bringt bessere Aromen als Minze. Gurkenscheiben dünn schneiden, das ist wichtig fürs Auge und für den Duft.
- 💡 Teste verschiedene Tonic-Water-Sorten. Grapefruit-Tonic ist eine tolle Ergänzung. Gibt dem Cocktail eine zusätzliche Fruchtigkeit und etwas Bitterkeit. Wenn kein Grapefruit-Tonic zur Hand ist, mische normales Tonic mit einem Spritzer Grapefruitsaft. Das funktioniert sehr gut. Auch süßte Alternativen wie Holunderblütensirup sind erfreulich in dieser Kombination.



