Aller au contenu principal
A

Glutenfreie Thunfisch-Acras

Glutenfreie Thunfisch-Acras

Von Marlena

Kleine frittierte Bällchen aus einer Mischung von Maismehl, Tapiokastärke, Süßkartoffel, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Thunfisch. Glutenfrei, ohne Milch, ohne Nüsse. Die Gewürze bringen Schärfe und Tiefe. Schnell zuzubereiten, mit knusprigem Äußeren und saftigem Inneren. Ideal als Vorspeise oder Snack, serviert mit Limettenstücken für den frischen Kick.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 20 min
Gesamt: 45 min
Portionen: 3 Dutzend
#Snacks #Vorspeisen #gesund
Der Geruch von heißem Öl, das kräftige Zischen beim Eintauchen der Teiglinge im Fett – das ist mein Zeichen, dass die Acras bald fertig sind. Mehr als nur eine Kombination von Zutaten ist es Gefühl; wie fest muss der Teig sein, welche Konsistenz der Süßkartoffel, wann die Gewürze genau ihre Wirkung entfalten. Qualität des Thunfischs beeinflusst das Resultat spürbar. Bei meiner ersten Version war das Ergebnis wässrig, zu käsig, nun nehme ich weniger Ei, mehr Wasser. Chili-Grad variiere ich je nach Gäste, ganz kaltgreifende nehmen dann weniger Cayenne, dafür mehr Koriander. Frühlingszwiebeln grob gehackt für einen Unterschied, nicht zu fein, sonst gehen sie in Teig auf, verloren. Manchmal mische ich Koriander frisch unter; gibt das Atemholen nach der Schärfe. Der Trick sind die Blasen im heißen Öl – blubbern richtig, schneller goldbraun. Beobachten und riechen. Acras sind mehr Gefühl als Formel, war mein Learning. Und: Limette nicht vergessen. Knallt das Aroma genau an den Punkt.

Zutaten

  • 120 g Maismehl (gern Instant-Masa, für bindende Konsistenz; gern leicht helleres Maismehl als Ersatz)
  • 25 g Tapiokastärke (wichtig für leichte Knusprigkeit und Bindung)
  • 6 ml Backpulver (etwa 1 1/4 Teelöffel, sorgt für Aufgehen)
  • 3 ml Salz (etwa 1/2 Teelöffel, eigene Harmonie zwischen Würze und Teig)
  • 3 ml Cayennepfeffer (je nach Geschmack; Spannung bringen ohne zu überwürzen)
  • 1 ml gemahlener Koriander (frisch gemörsert ist genial, but gemahlen tut’s auch)
  • 1 ml gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Prise Muskatnuss (statt Nelke für anderes Aroma und Bindung)
  • 2 Eier (für Struktur und leichte Feuchtigkeit)
  • 200 ml Wasser (lauwarm, um bessere Verbindung zu bekommen)
  • 120 g Süßkartoffel, geschält und grob geraspelt (statt 100 g, gibt Süße und Volumen)
  • 6 Frühlingszwiebeln, fein gehackt (länger, für mehr Frische und Biss)
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt (weniger Knobi, sonst zu dominant)
  • 1 Dose Thunfisch in eigenem Saft, 150 g, abgetropft und zerpflückt (mehr Fisch, mehr Geschmack)
  • 2 Limetten, in Spalten (saftig und sauer, heben die Schwere vom Frittierten)
  • Maisöl oder Erdnussöl zum Frittieren (hoher Rauchpunkt, neutral im Geschmack)
  • Über die Zutaten

    Tapiokastärke ist nicht nur Füllstoff, sie gibt das gewisse Knuspergefühl. Mehr Süßkartoffel macht die Konsistenz cremiger, weniger pappig. Gewürze passen Sie ruhig nach Belieben an; ich tausche Nelke gegen Muskat, weil Nelke zu dominant war, hat mich gestört. Eier sind wichtig, sie verbinden alles, sonst zerfällt der Teig im heißen Öl. Falls kein Maisöl, Erdnussöl ist eine häufige Alternative – riecht neutral, frittiert stabil. Frühlingszwiebeln gut waschen, sonst sandig. Wasser sollte langsam zugegeben werden, nicht alles auf einmal, sonst zu nass und schleimig. Thunfisch darf nicht wässrig sein, sonst spritzt und das Fett zischt unangenehm. Limetten frisch auspressen, keine fertigen Limettensprays, schmeckt einfach besser. Alternative zu Maismehl wäre Kichererbsenmehl für einen nussigeren Geschmack, wenn kein Mais zur Hand. Frische Kräuter wie Petersilie kann man mutig ergänzen, gibt extra Frische und Farbe. Ich hatte einmal Probleme mit zerfallenden Acras, da halfen mehr Eier und weniger Wasser. Teig sollte dick genug sein, nicht laufen.

    Zubereitung

  • Rühren. Erst das trockene Zeug. Maismehl, Tapiokastärke, Backpulver, Salz, Cayenne, Koriander, Kreuzkümmel, Muskatnuss zusammenschwenken. Nicht zu fein, Klümpchen sind okay.
  • Eier aufschlagen und in die Mitte mixen, langsam Wasser zugießen, Klumpen vermeiden. Teig wird wild, leicht klebrig, nicht zu flüssig. Raspeln und gehacktes Gemüse rein, kräftig mit Thunfisch vermengen. Der Teig darf ruhig unordentlich sein, Hauptsache alles verteilt.
  • Öl vorheizen auf 175 Grad. Test mit einem kleinen Tropfen: springt der Teig sofort auf, perfekt.
  • Mit einem Löffel oder kleinen Eisportionierer Kugeln abstechen, etwa walnussgroß. Vorsicht mit der Menge, in kleineren Chargen frittieren, sonst fällt Temperatur ab und Bällchen saugen Fett.
  • Im heißen Öl einige Minuten goldbraun braten. Schwimmende Bläschen an Oberfläche zeigen Hitze; die Acras anheben, wenden, kurz abwarten, knusprig und braun, nicht dunkel. Maximal 5 Minuten, dann raus – zu lang, innen trocken.
  • Auf Küchenpapier abtropfen lassen, keine Stapel, sonst weiche Stellen.
  • Heiß servieren, Limettenspalten dazu. Direkt vor Genuss Limettensaft rüberpressen, das Aroma zieht rein, macht frisch und leicht.
  • Anstelle Frühlingszwiebeln funktioniert Lauch oder mildes Schalotten fein gehackt, bringt mildere Süße.
  • Statt Süßkartoffel geht auch geraspelte Zucchini, gut entwässern, sonst matschig.
  • Wer glutenfrei ist, okay. Wer nicht, normales Weizenmehl kann Tapioka reduzieren, aber anders in Textur.
  • Wenn der Teig zu fest erscheint, noch etwas Wasser einrühren, aber nie zu dünn. Der Teig muss formen lassen, nicht fließen.
  • Fett genau beobachten, Öl darf nicht zu heiß sein, sonst verbrennen außen, innen roh. Kleine Testkugeln sofort prüfen. Nach dem Frittieren Acras leicht knusprig, innen saftig. Notfalls kleinere Portionen braten.
  • Wer das Öl zu Hause vermeiden will, Acras in größeren Muffinförmchen im Ofen backen, 200 Grad, 20 Minuten, bis braun, aber natürlich nicht ganz wie frittiert.
  • Kleiner Tipp: Für intensiveren Geschmack frischen Knoblauch leicht in Öl andünsten, auskühlen lassen und unter den Teig mischen.
  • Je nach Schärfegefühlt die Cayennepfeffer- Menge variieren. Lieber wenig starten, nachwürzen kann man immer.
  • Aufbewahrung: Acras schmecken leicht abgekühlt gut, sind aber nie lange haltbar. Aufwärmen in Pfanne mit wenig Öl – knusprig wird’s wieder.
  • Zubereitungstipps

    Trockene Zutaten immer zuerst, Backpulver nicht direkt in Wasser zerstreuen, sonst fällt Wirkung aus. Teig soll nach dem Mischen mittelzäh sein, nicht flüssig, besser fest, damit Kugeln formbar bleiben; wie ein dicker Kartoffelpüree. Öl immer auf Temperatur bringen, 170 bis 180 Grad optimal. Ein Holzstäbchen ins Öl halten: wenn Bläschen hochsteigen, passt’s. Zu geringe Hitze und Teig saugt Fett, Acras werden matschig. Zu heiße Temperatur verbrennt außen, innen roh. Kleine Portionen frittieren, maximal 8 Kugeln gleichzeitig – sonst geht Hitze zurück. Kugeln erst drehen, wenn sich Farbe zeigt, sonst reißen sie auf. Mit einem Schaumlöffel rausheben, gut abtropfen auf Küchentuch, sonst fettig. Limetten zum Schluss – frisch gepresst, nicht zu früh zugegeben, sonst zerfällt Aroma. Entweder mit Löffel formen oder mit nassen Händen – letzteres klebt weniger. Manchmal hilft ein Spritzer Öl im Teig für bessere Haftung. Ein wenig Geduld, nicht gleich alles frittieren, dann bleibt der Spaß erhalten. Auf Resten in Pfanne mit wenig Öl anbraten – bringt Kruste zurück.

    Küchentipps

    • 💡 Öl sollte heiss sein, 175 Grad. Testen mit einem kleinen Tropfen Teig. Bläschen steigen, dann passt's. Kleinere Portionen frittieren. Überhitzen vermeiden, sonst verbrennen sie.
    • 💡 Limetten frisch pressen. Keine fertigen Sprays! Aromatisch, lebendig. Vor dem Servieren drüber geben, das bringt die Acras zum Leben. Bällchen am besten heiss servieren. Bei kühleren Temperaturen, weniger spannend.
    • 💡 Variieren Sie die Gewürze nach Belieben. Zu scharf? Reduzieren Sie Cayennepfeffer. Zu milde? Etwas mehr Koriander kann helfen. Experimentieren ist der Schlüssel, Geschmäcker sind individuell.
    • 💡 Wenn der Teig zu fest wirkt, mehr Wasser einrühren. Aber vorsichtig, nicht zu dünn. Er muss formbar bleiben. Ansonsten – wenn er zu flüssig ist, alles läuft davon.
    • 💡 Um extra Knusprigkeit zu erzielen, frische Frühlingszwiebeln verwenden. Oder auch Lauch, bringt milderen Geschmack. Geraspelte Zucchini als Alternative? Ja, aber gut entwässern, sonst matschig.

    Häufige Fragen

    Das könnte dir auch gefallen

    Alle Rezepte ansehen →