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Griot vom Schweineschulter

Griot vom Schweineschulter

Von Marlena

Schweineschulter in würziger haitianischer Marinade langsam geschmort, dann knusprig frittiert. Ohne Nüsse, Laktose, Gluten, Milchprodukte und Eier. Frische Aromen durch Limetten- und Orangensaft. Bouquet garni mit Lauch, glattem Petersilie und Thymian für extra Würze. Der Scotch Bonnet sorgt für angenehme Schärfe. Perfekt zu schweren Beilagen wie klebrigem Reis oder frittierten Kochbananen. Erlaubt kleine Variationen bei Zutaten und Zeiten je nach Fleischqualität und persönlichem Geschmack. Bringt eine rauchig-fruchtige und saftig-kräftige Kombination auf den Tisch.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen: 4 Portionen
#haitianisch #Fleisch #Frittieren #Knusprig #Gesellig
Kennt ihr das Gefühl, wenn ein Gericht komplett anders wird, als geplant – aber am Ende genau das Richtige dabei herauskommt? So ist es mir oft mit Griot vom Schwein ergangen. Das Ausgangsrezept hitzig haitianisch, ich habe ein paar Mengen angepasst, Zutaten getauscht, um das Aroma wuchtiger und etwas frischer zu machen: Mehr Säure für Balance, frische Kräuter deutlicher, schärfer, aber nicht brutal. Die Garzeit reduziert, damit das Fleisch nicht zerfällt, sondern zart bleibt und in der heißen Fritteuse nochmal seine Kruste bekommt. Man muss unbedingt die Textur während des Schmorens im Blick behalten, es zeigt sich am Fleisch selbst und am Duft, wann die perfekte Stelle ist. Griot ist fett, ja, aber das macht es ja auch aus – ohne den Ölglanz funktioniert das Gericht nicht. Trotzdem lohnt es, die Zutaten mit Köpfchen zu wählen und das Frittieren richtig zu machen. Klappt nicht immer auf Anhieb, aber jeder Versuch bringt neue Einsichten.

Zutaten

  • 80 ml (ca 1/3 Tasse) Pflanzenöl
  • 70 ml (1/3 Tasse) haitianische Marinade, selbstgemacht oder gekauft
  • 900 g entbeinte Schweineschulter, ohne Schwarte, grob gewürfelt (etwa 3,5 cm Kantenlänge)
  • 950 ml (3 ¾ Tassen) Rinderbrühe, kräftig
  • 450 ml (1 ¾ Tassen) frisch gepresster Orangensaft
  • 50 ml (3 EL + 1 TL) Limetten- oder Zitronensaft
  • 5 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 ganzer Scotch Bonnet oder Habanero, unversehrt
  • 1 kleiner Lauch, nur der weiße und hellgrüne Teil
  • 6 Stiele glatte Petersilie
  • 3 Zweige frischer Thymian
  • Maisöl zum Frittieren
  • Über die Zutaten

    Die Pullover-Menge an Pflanzöl habe ich erhöht, weil mit der niedrigeren Menge früher der Geschmack zu flach war, das Fleisch konnte nicht richtig Farbe annehmen. Statt der obligatorischen Marinade habe ich einen Mix aus Limetten- und frisch gepresstem Orangensaft kombiniert, gibt Säure und Süße, die den schweren Fleischgeschmack gut aufbrechen und den pfeffrigen Scotch Bonnet ergänzt. Für den Bouquet garni sollte man Lauch nehmen statt Porree, wenn man keine frischen Stängel findet – bleiben aber immer die grünen Teile fern vom Schmutz. Petersilie gegen frischen Koriander zu tauschen, kann man versuchen, aber ich finde die Franzosen-Kräuter intensiver und weniger dominant. Wichtig: Beim Knoblauch lieber frisch hacken, nicht pressen, damit er seine Süße behält und den Sud nicht bitter macht. Maisöl ist das einzige Öl fürs knusprige Frittieren, neutral und hoch erhitzbar, bleibt aber gut vorbereitet – nach dem Frittieren möglichst warm servieren, sonst leidet die Knusprigkeit.

    Zubereitung

  • Erhitze das Pflanzenöl in einem großen, feuerfesten Topf bei mittelhoher Temperatur. Sobald das Öl flimmert, sofort die Marinade zufügen. Rühren, bis sich kleine Bläschen bilden und ein dezenter Duft von Gewürzen aufsteigt – das ist das Anrösten der Marinade.
  • Das Schweinefleisch hinzufügen. Richtig gut umrühren, die Würfel sollen komplett mit der Marinade bedeckt sein. Etwa 1 bis 1 ½ Minute anbraten, bis die Fleischstücke leicht Farbe bekommen, aber nicht trocken werden.
  • Jetzt die Rinderbrühe angießen, Orangensaft und Limettensaft zufügen. Knoblauch und den ganzen Scotch Bonnet dazugeben – den später entfernen, um die Schärfe zu kontrollieren.
  • Aus Lauch, Petersilie und Thymian ein loses Bund binden, gut zusammenknoten, damit es sich einfach herausnehmen lässt. Dies zusammen mit etwas Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer in den Sud geben.
  • Sobald die Flüssigkeit aufkocht, Hitze reduzieren. Bei mittlerer bis leichter Hitze offen köcheln lassen. Zeit etwa 1 Stunde 40 Minuten. Dabei zwischendurch riechen und prüfen: Das Fleisch muss zart sein, aber darf nicht auseinanderfallen. Wenn die Flüssigkeit zu schnell reduziert, ein Schuss Brühe oder Wasser ergänzen.
  • Bouquet garni und Scotch Bonnet entfernen. Mit einer Siebkelle das Fleisch herausheben und auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller ausbreiten. Etwa 15 Minuten abkühlen lassen, das Fleisch soll nicht zu heiß sein fürs Frittieren.
  • Öl in einer Fritteuse oder hohem Topf auf 175 °C erhitzen – aufpassen, Temperatur genau einhalten, sonst saugt sich das Fleisch voll Fett.
  • Frittiere das Fleisch in Portionen. Je nach Größe 2 bis 4 Minuten, bis die Stücke goldbraun und außen knusprig sind. Immer gut abtropfen lassen auf Küchenpapier, sonst der Griot matschig.
  • Serviere das Griot mit herzhaften Beilagen wie klebrigem Reis (z. B. Reis mit schwarzen Bohnen) oder frittierten Kochbananen. Pikliz dazu ist fast Pflicht – bringt frische, scharfe Säure als Ausgleich.
  • Zubereitungstipps

    Das Anrösten der Marinade direkt im Öl ist kein Luxus, sondern das A und O. Rührt dabei ständig, sonst verbrennt die Marinade – sonst Bitterstoffe. Erst wenn das Öl und die Marinade zusammenblasen, geht es zum Fleisch. Fleischwürfel sollten gut abgetrocknet sein vor dem Marinieren; ich lasse sie mindesten 30 Minuten in der Marinade, besser Stunden, damit sie die Aromen aufnehmen. Beim Schmoren: Nie Deckel auflegen, der Sud muss intensiv reduzieren, sonst wird das Fleisch weich, aber matschig. Zwischendurch nicht zu oft umrühren; man soll den Sud sehen, wie er sich verändert, klar wird. Kontrolliere die Garzeit nicht nur mit der Uhr, sondern mit dem Finger – das Fleisch soll nachgeben, aber nicht zerfallen. Beim Frittieren gilt: Nicht zu viele Stücke gleichzeitig, sonst sinkt die Temperatur und das Fett saugt Öl auf. Auf Küchenpapier abtropfen und sofort servieren, damit der Griot außen richtig knusprig bleibt. Pikliz ist für mich Pflicht – ohne bringt das Gericht zu viel Schwere und fehlende Frische.

    Küchentipps

    • 💡 Die Marinade ist essenziell. Das Anrösten im Öl entscheidend. Ständig rühren, sonst Bitterstoffe. Achten auf Bläschen. Dann kommt das Fleisch.
    • 💡 Gutes Schweinefleisch braucht Zeit. Marinade für mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Ein Tag ist noch besser. Aromen intensivieren sich.
    • 💡 Beim Kochen: keinen Deckel auflegen. Flüssigkeit muss reduzieren. Zartes Fleisch, aber nicht zerfallen! Kontrolliere den Duft und die Textur.
    • 💡 Frittieren ist Kunst. Wenig Stücke auf einmal. Temperatur konstant halten! Ansonsten saugt das Fleisch Öl auf. Küchenpapier verwenden zum Abtropfen.
    • 💡 Pikliz dazu ist Pflicht. Bringt Frische. Ohne fehlt die Balance. Ein schnelles Rezept draus machen - Gemüse in Essig einlegen, dann servieren.

    Häufige Fragen

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