Grüne Kräuter-Chermoula

Von Marlena
Ein herzhafter Kräuterdip aus Petersilie und Koriander, verfeinert mit Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl und warmen Gewürzen. Eine frische, würzige Sauce, die wunderbar zu gegrilltem Fisch, Gemüse oder als Marinade passt. Ersetzt traditionelles Korianderpulver durch geräuchertes Paprikapulver. Minimiert den Anteil an Petersilie zugunsten von Minze für eine leichte Frische. Knoblauch bringt hier keine Schärfe, nur Aroma. Verzicht auf Zitrone möglich: Limette oder Weißweinessig ebenso passend. Praktisch, wenn die Kräuter frisch, ätherisch duften und die Textur leicht grob bleibt.
Vorbereitung:
20 min
Kochzeit:
0 min
Gesamt:
20 min
Portionen:
250 ml
#Dip
#Küchenkunst
#Gesunde Küche
#Nordafrikanisch
Grüne Kräuter, Knoblauch, Gewürze, ein leichter Spritzer Zitrus – das ist Chermoula. In meiner Küche oft als schnelle Lösung für langweiligen Fisch, aber auch fantastisch zu gebratenem Gemüse oder als überraschende Sauce in Salaten. Ursprünglich marokkanisch, aber ich mische gern Minze hinein, gibt eine frische Note, die oft fehlt. Manchmal ersetze ich die Koriandersamen durch geräuchertes Paprikapulver, das haut rein und gibt einen leicht süßlichen, rauchigen Unterton. Wichtig: die Mischung darf niemals zu fein sein, sonst versumpft sie optisch und geschmacklich zu einer unscheinbaren Masse. Knoblauch immer frisch benutzen, aber wenn er zu scharf wird, einfach kurz in warmem Wasser einlegen. Mit dieser Sauce vergisst man schnell, wie langweilig Sahne oder Mayo sind. Zutaten und Technik so einfach, aber Hut ab, wenn sie dennoch begeistert – wegen dem knackigen Aroma, dem Öl, das glänzt, und dem Kribbeln der Gewürze, die nicht plump zuschlagen. Etwas Geduld bei den Gewürzen, stückweise zugeben und abschmecken, Verschwendung gibt’s keine, nur Entdeckung. Egal ob Sommergrill oder schneller Mittag – Chermoula steht bei mir quasi immer bereit.
Zutaten
Über die Zutaten
Kräuter frisch verwenden; getrocknete wären zu fad. Petersilie und Koriander müssen sauber sein, die Stiele mit dazu – da steckt viel Aroma drin. Minze bringt eine abrupte Frische, kann aber zu viel sein; dosieren! Knoblauch möglichst keine grünen Triebe, die machen bitter. Öl: kalt gepresstes Olivenöl ist obligatorisch, billiges erstickt die Kräuter. Säure: Limette passt besser als Zitrone, milder und aromatischer. Wer keine Limette hat, nimmt Weißweinessig, aber mit Vorsicht, zu viel Essig zerstört das ganze Gleichgewicht. Gewürze schmecken besser, wenn frisch gemahlen. Kreuzkümmel und Paprika bringen warme, erdige Noten. Gerne „geräuchertes Paprikapulver“ statt des üblichen Korianders. Salz immer erst nach den Ölen geben, sonst trocknet das Grün zu sehr aus. Wer veganen Essig nicht mag, kann auf Zitronensaft zurückgreifen – aber dann deutlich weniger davon.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Die Reihenfolge entscheidend: erst Kräuter mit Gewürzen und Knoblauch fein, aber nicht zu fein hacken, sonst wird die Masse zu matschig. Stopp beim Zerkleinern genau dann, wenn feine Struktur sichtbar bleibt, ein leicht rauer Griff an der Creme ist erlaubt. Das Öl langsam hinzufügen, richtige Emulsion entsteht nur so. Sofort den Limettensaft mit dazu, nicht erst später, sonst trennt sich alles. Salz und Pfeffer erst nach dem Mischen geben, sonst trocknen die Kräuter aus. Beim Rühren darauf achten, dass die Oberfläche glänzt und sich ein leicht cremiger Film bildet. Nicht übermixen! Mehr Säure nach Geschmack – immer nur in kleinen Portionen, bis die Balance stimmt. Frisch servieren, aber kleine Portionen können 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, Aromen verbinden sich besser. Mehrfach probieren; das ist eine Handsache. Schwierig: zu viel Knoblauch macht bitter. Zu wenig Öl lässt Chermoula trocken wirken. Bei starker Trennung Öl bzw. Saft langsam und in kleinen Mengen nachfüllen, mit Löffel ziehen und mischen. Luftdicht aufbewahren, sonst wird die Farbe dunkel. Wer keine Küchenmaschine hat, nimmt Messer und grobes Hacken – funktioniert, macht die Sauce rustikaler.
Küchentipps
- 💡 Frische Kräuter sind das A und O. Petersilie und Koriander gut waschen, Stiele auch verwenden, bringen mehr Aroma. Minze überall zügig dosieren, zu viel kann überfordern. Knoblauch locker hacken, frischer ist besser. Abstimmung wichtig; immer wieder probieren. Willst du mehr Tiefe? Mehr Paprika hinzufügen.
- 💡 Für die Konsistenz: achte darauf, dass die Mischung nicht zu fein wird. Kleine Stücke erhalten Textur. Danach Olivenöl langsam einmixen, fördert die Emulsion. Limettensaft sofort dazugeben, verschiebt den Geschmack. Benutze immer frischen Zitronensaft, wenn Limette fehlt, ist hübsch, aber vorsichtig sein.
- 💡 Küchentechnisch wichtig: nach dem Zerkleinern erst Salz und Pfeffer anpassen. Zuvor macht die Mischung schnell matschig. Übrigens, wenn die Kräuter matschig werden, Stärke reduzieren. Zu wenig Öl? Chermoula wird trocken, einfach mehr nachgeben. Frisch schmeckt beste; aber 30 Minuten Ruhen macht es stark.
- 💡 Aufbewahrung ist entscheidend. Luftdicht im Kühlschrank, am besten dunkel lagern. So bleibt die Farbe und der Geschmack erhalten. Wer keine Küchenmaschine hat, kann die Kräuter grob per Hand hacken. Ein bisschen rustikaler, aber auch gut. Perfekte Mischung ist eine Kunst, Übung macht den Meister.
- 💡 Schließlich: Knoblauch im warmen Wasser einweichen, reduziert Schärfe. Alternativen, wenn nichts da? Weißweinessig geht, sparsam dosieren. Zu sauer? Mehr Öl hinzufügen. Balance ist ausschlaggebend für eine tolle Chermoula.



