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Hausgemachte Butter mit Steinpilzen und gerösteten Walnüssen

Hausgemachte Butter mit Steinpilzen und gerösteten Walnüssen

Von Marlena

Eine kräftige Butter, die durch das Aromenspiel von getrockneten Steinpilzen, gerösteten Walnüssen und etwas frischem Thymian besticht. Die Kombination aus luftiger Textur, feiner Erdigkeit der Pilze und der nussigen Röstaromen macht sie zu einem Begleiter für rustikales Brot oder kräftige Käseplatten. Das Aufschlagen der Sahne bis sich die Butter absetzt, ist kritisch. Kleine Anpassungen bei der Cremequalität und Zeit geben den Unterschied zwischen buttriger Finesse und einem ungleichmäßigen Produkt. Statt klassischer Pinienkerne diesmal Walnüsse für mehr Tiefe; Frischer Thymian statt Schnittlauch – experimentiert, bleibt flexibel.
Vorbereitung: 20 min
Kochzeit: 5 min
Gesamt:
Portionen: 4 Portionen
#Hausgemachte Butter #Pilze #Walnüsse #Thymian #Französisch inspiriert
Butter mit Pilzen – klingt einfach. Doch die Richtung ändern, von getrocknetem Steinpilz zu etwas frischem Thymian und statt Pinienkerne Walnüsse, das verändert Spiel komplett. Ich habe genug ausprobiert – schleifen lassen durch zu lange Ziehzeiten, zu wenig Luft beim Schlagen, Butter ohne Biss und Aroma. Sahne ist heikel, frisch und kalt muss sie sein, besser aus guter Qualität. Es braucht Geduld, Beobachtung, die Textur zu erkennen, wenn sie grisselig wird, sich die Butter vom Buttermilch trennt. Man riecht den süßlichen Duft der Pilze, der durch die Nüsse aufgeworfen wird, fast erdig-nussige Umarmung. Im Kühlschrank durchzieht das Aroma weiter, deshalb nicht zu kurz kühlen. Und immer wieder probieren. Butter, Pilze und Nüsse – einfache Zutaten, komplexe Ergebnisse.

Zutaten

  • 150 ml (2/3 Tasse) Sahne 35% Fett
  • 6 g getrocknete Steinpilze, fein gehackt
  • 40 ml (2 ½ EL) grob gehackte, geröstete Walnüsse
  • 12 ml (2 ½ TL) frischer Thymian, fein gehackt
  • Fleur de Sel
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 150 ml (2/3 Tasse) weitere Sahne
  • Über die Zutaten

    Wichtig sind hochwertige Sahne und frische, saubere Zutaten. Beim Trocknen der Pilze auf Staubreste achten, die bitter machen können. Walnüsse vorab ohne Öl in der Pfanne rösten, bis sie Duft entfalten, dann abkühlen lassen vor Verwendung – das hebt Geschmack. Frischer Thymian gibt eine herbe Note, Schnittlauch oder Petersilie können auch passen, allerdings haben sie ein anderes Aroma-Profil. Falls keine frische Kräuter da sind, getrocknete nur sehr sparsam nehmen, sonst wird bitter. Beim Salz lieber fleur de sel als normales Speisesalz verwenden, gibt zarte Textur. Wenn man Nussallergiker hat, können alternativ Sonnenblumenkerne leicht angeröstet zum Einsatz kommen.

    Zubereitung

  • Steinpilze sehr fein hacken, fast pulverartig. In kleiner Pfanne 150 ml Sahne langsam zum Kochen bringen, Steinpilze unterrühren. Wenn erste Bläschen sichtbar, Hitze reduzieren, kurz ziehen lassen. Von Herd nehmen, in eine Schüssel gießen, abkühlen lassen, bis kreideweich; etwa 35 Minuten. Nicht länger liegen lassen, sonst Bitterkeit.
  • Restliche 150 ml Sahne dazugeben, Mischung sanft verrühren. In Rührschüssel mit Handmixer auf hoher Stufe schlagen. Zuerst dicke Blasen, dann Klumpen. Schauen, wie sich Flüssigkeit (Buttermilch) vom weißen fetthaltigen Teig trennt – das dauert zwischen 8 und 12 Minuten, abhängig von Temperatur und Sahnequalität. Nicht zu früh stoppen, sonst keine Butter.
  • Sahne durch feines Sieb geben, Buttermilch auffangen und ggf. für andere Rezepte verwenden (z.B. Pfannkuchen). Die Buttermasse gut mit Küchentuch ausdrücken, um Flüssigkeit restlos zu entfernen. Das Drücken ist entscheidend, sonst wird die Butter schneller schlecht oder schmiert zu dünn.
  • Butter mit Walnüssen und Thymian in einer Schüssel gründlich vermengen. Salz und Pfeffer erst zum Schluss bestimmen, lieber wenig als zu viel. Die Intensität der Pilze bringt schon Salz mit.
  • Butter auf Frischhaltefolie streichen, zu einem dünnen Zylinder rollen, Enden verdrehen. Für mindestens 1 Stunde in Kühlschrank. Bei Raumtemperatur wird die Textur zu weich und verliert Aroma schnell.
  • Dazu rustikales, kräftiges Brot oder als Klecks neben gegrilltem Gemüse oder Käseplatten.
  • Austausch der Zutaten möglich: Zum Beispiel statt Steinpilzen getrocknete Morcheln, statt Walnüssen geröstete Haselnüsse oder fein gehackte Pistazien. Thymian kann durch Rosmarin ersetzt werden, jedoch mit Vorsicht dosieren.
  • Fehlerquellen: Überschlagen der Sahne zu früh, unzureichendes Ausdrücken der Butter; zu lange Pilz-Sahne-Mischung ziehen lassen führt zu bitterem Geschmack.
  • Zubereitungstipps

    Wichtig ist, die Sahne langsam und schonend zum Kochen zu bringen, damit die Pilze ihr Aroma freigeben, ohne zu verbrennen oder bitter zu werden. Zeitangaben sind Richtwerte; das Auge und der Griff sind entscheidend. Beim Schlagen kann die Temperatur helfen: Zu warm macht die Sahne schwer zu schlagen, zu kalt dauert ewig. Während des Schlags fliegt die Buttermasse irgendwann zusammen und wird grisselig, sichtbar auch an klarer Flüssigkeit, das ist der Moment, wo der Hauptstoff sich trennt. Die Flüssigkeit gut abgießen und die Butter mit Küchenpapier ausdrücken, sonst wird sie schnell ranzig. Nicht verzweifeln, ein zweiter Versuch lohnt sich immer. Zum Nacharbeiten kann man Butterstücke im kalten Wasser kneten, um letzte Buttermilch auszuwaschen. Kaltstellen keine Ausnahme, wärmt man Butter zu sehr, schmilzt sie, Aroma leidet, Textur zu weich. Das Rollen in der Frischhaltefolie erleichtert Portionieren und sorgt für längere Haltbarkeit.

    Küchentipps

    • 💡 Die Sahne ist entscheidend. Achte darauf, dass sie frisch und kalt ist. Hochwertige Sahne ist ein Muss. Versuche verschiedene Marken. Es kann einen großen Unterschied machen. Prüfe die Fettstärke; 35 % ist ideal.
    • 💡 Röste die Walnüsse ohne Öl. Der Duft schreit nach mehr. Aber lass sie nicht zu lange in der Pfanne. Etwa 5 bis 7 Minuten sind genug, bis sie duften. Sie sollten nicht verbrennen. Zuerst sehen sie gut aus, aber die Hitze kann sie bitter machen.
    • 💡 Auf die richtige Temperatur achten. Ist die Sahne zu warm, wird sie schwer zu schlagen. Zu kalt? Das dauert ewig. Finde die Balance. Irgendwann siehst du, wie sich die Butter von der Buttermilch trennt. Achte auf diesen Moment.
    • 💡 Die Butter richtig ausdrücken. Klopfe sie gut mit einem Küchentuch aus. Die Flüssigkeit muss raus. Ansonsten wird die Butter schnell ranzig. Setze dir eine Zeit, vielleicht 10 Minuten. Dann kannst du sicher sein, dass alles raus ist.
    • 💡 Teste die Mischung beim Salzen. Die Pilze bringen bereits Salz mit, also lieber vorsichtig. Fang mit einer Prise an. Am Ende probieren und gegebenenfalls anpassen. Vielleicht etwas mehr Pfeffer für einen Kick.

    Häufige Fragen

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