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Hausgemachtes Kimchi neu

Hausgemachtes Kimchi neu

Von Marlena

Hausgemachtes Kimchi aus fermentiertem Chinakohl mit einer abgeänderten Gewürzmischung. Der Weißkohl wird in mundgerechte Stücke geschnitten, gesalzen und durch zweimaliges Abspülen von überschüssigem Salz befreit. Die Paste besteht aus grünem Lauch, Knoblauch, geriebener Birne, leicht variiertem Chilipulver und frisch geriebenem Kurkuma statt Ingwer. Die fermentierten Aromen entwickeln sich bei Raumtemperatur über ungefähr 3 Tage, dann lagert man im Kühlschrank. Alles ohne Milchprodukte, Gluten und Nüsse.
Vorbereitung: 30 min
Kochzeit: 15 min
Gesamt:
Portionen: 2 Liter Kimchi
#Kimchi #Fermentation #vegane Rezepte #asiatische Gerichte
Fermentierter Chinakohl namens Kimchi, ja – ein Grundnahrungsmittel in manchen Küchen. Doch das Probieren und Verändern bringt viele Überraschungen. Vor Jahren habe ich festgestellt, dass die Standardmengenzusammenstellung aus Gochugaru und Ingwer zwar funktioniert, aber der Kurkuma eine frische, fast zitronige Note neben der Schärfe ins Spiel bringt. Die Textur des Kimchis gewinnt an Knackigkeit, wenn man der Salzmenge etwas kürzer Zeit gibt und stattdessen auf wiederholtes Abspülen setzt. Vor allem, das Einreiben des Gemüses mit der Paste ist der Dreh- und Angelpunkt: Je sorgfältiger die Umhüllung, desto gleichmäßiger die Fermentation. Wer Fischsauce nicht mag, tauscht sie leicht mit Sojasauce oder Miso; es zu übertreiben, mindert aber das fermentierte Aroma. Das Ganze ist einfache Wissenschaft, kombiniert mit Fingerspitzengefühl und Geduld.

Zutaten

  • 1,2 kg Chinakohl, grob gewürfelt
  • 250 g Daikon, geschält und in feine 6 cm lange Stifte geschnitten
  • 150 g Karotte, in dünne Scheiben geschnitten
  • 50 g grobes Meersalz
  • 10 Frühlingszwiebeln, in etwa 4 cm langen Stücken, Weiß und Grün getrennt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 reife Birne, geschält, entkernt, fein gewürfelt
  • 35 g koreanisches Chiliflockenpulver (Gochugaru)
  • 3 EL Rohrzucker
  • 2 EL frisch geriebener Kurkuma
  • 3 EL Sojasauce (anstelle von Fischsauce für vegane Variante)
  • Über die Zutaten

    Hier habe ich die Salzmenge um ein Drittel verringert, da ich beim letzten Mal das Kimchi zu salzig fand. Außerdem tausche ich den Ingwer gegen frisch geriebenen Kurkuma aus, der bringt nicht nur Geschmack, sondern wirkt auch antibakteriell. Statt Fischsauce nutze ich Sojasauce für Veganer oder bei Fischallergien. Bei dem Gemüse experimentiere ich gern mit der Daikonlänge – kürzere Stifte lösen weniger Wasser aus, bleiben knackig. Wichtig ist, dass Salz und Wasser sorgfältig kontrolliert werden, zu viel Wasser kann das Gemüse matschig machen; zu wenig Salz hemmt die Gärung. Frühlingszwiebeln getrennt behandeln, denn Weiß gibt Würze, Grün Frische. Besser mehrfach abspülen, als später ungenießbar salziges Kimchi zu haben.

    Zubereitung

  • Chinakohl grob in Viertel schneiden, Strunk raus. Dann in mundgerechte Kuben hacken; nicht zu klein, sonst wird matschig.
  • Gemüse und Salz in einem großen Edelstahlschüssel vermengen. Eine große Untertasse oben drauf, dann schwere Dose oder Glas zum Beschweren. Wichtig: gleichmäßig pressen, sonst gerät die Fermentation durcheinander.
  • Das Ganze 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen, bis der Kohl sichtbar Wasser zieht. Das knackige Geräusch des zerfallenden Gemüses, mehr Feuchtigkeit; typisch.
  • Salzwasser durch ein Sieb abgießen, Gemüse zweimal mit kaltem Wasser durchspülen. Man spürt mit den Fingern, wie sich mit jedem Spülen die Salzmenge mildert. Nach dem Spülen erneut 45 Minuten mit Gewicht abtropfen lassen, unbedingt abdecken, sonst stinkt’s schnell.
  • Die Zwischenzeit nutzen: Gläser mit heißem Wasser sterilisieren, damit spätere Gärungsluftschleusen keinen Schimmel ansetzt.
  • Währenddessen den weißen Anteil der Frühlingszwiebeln, Knoblauch, geschälte Birne, Chili, Zucker, Kurkuma und Sojasauce zu einer sämigen Paste im Mixer verarbeiten. Kurkuma bringt unerwarteten Kick und frischen Duft, Ingwer ersetzt; probiert hab ich’s mehrfach, das ändert alles.
  • Die Paste mit dem Grün der Frühlingszwiebeln im Gemüse mischen, mit sauber angezogenen Einmalhandschuhen kneten. Hinein die ganzen Stücke einreiben, bis jedes von würziger Farbe überzogen ist, das Aroma durchzieht spürbar die Finger. Kein Vorsichtigsein – je besser gemischt, desto gleichmäßiger die Fermentation.
  • Kimchimischung in die vorbereiteten Gläser füllen. Dabei 2–3 cm Luft lassen, das Gemüse mit einem sauberen Stampfer oder Glasboden andrücken, um Luftpockets zu vermeiden. Blasen rausdrücken, sonst kann Schimmel entstehen.
  • Ränder sorgfältig abwischen, damit nichts klebt; Glasrand sauber halten, sonst schließt Deckel nicht richtig. Deckel locker auflegen oder mit Käsetuch abdecken und Ring festschrauben, damit Gärgase entweichen können.
  • Gläser an einem kühlen, dunklen Ort bei ca. 19–22 Grad lagern. Anfangs Bläschenbildung und säuerlicher Duft sind die Zeichen, dass die Milchsäuregärung läuft. 3 Tage reichen meistens, wenn die Paste leichte Rötung bekommt und intensiver riecht, dann ab in Kühlschrank.
  • Kühlschranklagerung stoppt Gärprozess fast, verlängert Haltbarkeit auf bis zu 10 Monate. Nach jedem Öffnen das Kimchi mit sauberem Utensil festdrücken, damit keine Luft eindringt.
  • Tipp: Wenn Kimchi zu sauer oder zu salzig erscheint, kann man nach dem Kühlen mit etwas Reiswasser oder mildem Gemüsewasser neutralisieren. Fehlgärungen durch Hygieneprobleme vermeiden - alle Utensilien müssen sauber sein!
  • Zubereitungstipps

    Das Salzen und Beschweren des Kohls sorgt für das Freisetzen von Wasser, der wichtigste Schritt für eine gute Fermentation. Mein Trick: das Beschweren mit sauberen Einmachgläsern oder Dosen, die passen perfekt als Gewicht. Nach dem Abspülen und erneutem Abtropfen fühlt man förmlich, wie die Textur sich vom matschig hin zum knusprig-würzigen entwickelt. Die Paste ist der Geschmacksträger: im Mixer richtig fein pürieren, aber nicht zu flüssig, sonst versumpft das Kimchi. Das Einreiben und Mischen mit den Handschuhen ist kein Risiko, sondern eine Notwendigkeit. Zu schwaches Mischen macht Paste ungleichmäßig, was zu Schimmel führen kann. Beim Abfüllen: nicht zu locker lassen, sonst entwickeln sich Lufttaschen und der Schimmel hat mehr Chancen. Kontrolliere die Gläser täglich, Blasen und leicht säuerlicher Geruch signalisieren gesunde Gärung. Nach 3-4 Tagen in Zimmertemperatur in den Kühlschrank stellen. Nie vergessen: Sauberkeit ist das A und O, damit das fermentierte Produkt nicht verseucht wird.

    Küchentipps

    • 💡 Beim Salzen nicht übertreiben. Zu viel Salz macht das Kimchi sauer. Ich habe die Menge um ein Drittel reduziert. Experimentiere weiter, vielleicht auch mal mit anderen Gemüsesorten. Daikon kann variieren. Auch Karotten sollten knackig bleiben. Bleib flexibel.
    • 💡 Achte auf Temperatur. Zu warm fördert Schimmel. Ganz wichtig: Luftzirkulation. Gläser oft kontrollieren; zu viel Druck kann das Gemüse matschig machen. Ein bisschen Spielraum beachten. Gut abdichten; aber nicht zu fest. Das verhindert Blasenbildung.
    • 💡 Falls dein Kimchi zu salzig schmeckt, probiere es mit mildem Gemüsewasser. Natürlich kann auch Reiswasser helfen. Achte darauf, dass alle Utensilien top sauber sind. Hygiene ist zentral beim Fermentieren. Schimmel mag unordentliche Küchensituationen.
    • 💡 Die richtige Mixkonsistenz der Paste ist entscheidend. Zu flüssig, versumpft alles. Aber zu dick wird schwer zu verteilen. Es braucht Geduld beim Einreiben. Je gleichmäßiger, desto besser der Geschmack. Nähe zu jedem Stückchen zählt, auch die Ritze.
    • 💡 Das Abfüllen kann heikel sein. Luftblasen sind kein Freund. Bei Bedarf mit einem sauberen Utensil festdrücken. Ränder sauber halten; schafft eine bessere Versiegelung. Achte auf einen Temperaturbereich von 19-22 Grad. Geschwindigkeit ist wichtig.

    Häufige Fragen

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