Herzhafte Fougasse mit Speck und Rosmarin

Von Marlena
Fougasse, das provenzalische Fladenbrot, hier mit Speckstückchen und frischem Rosmarin. Die Variante arbeitet mit einer leicht erweiterten Gehzeit und geänderten Gewürzen für intensiveren Geschmack. Der Teig ist weich, klebrigfast, doch dank knuspriger Kruste und duftender Kräuter bleibt nichts trocken. Zwiebeln und Speck werden erst goldbraun gebraten, dann vorsichtig in den Teig eingearbeitet. Die Kruste gibt durch Einschneiden eine optisch attraktive Blattform, die typisch für Fougasse ist. Diese Version benutzt eine Mischung aus Weizen- und Dinkelmehl sowie einen Hauch mehr Flüssigkeit. Frische Kräuter ersetzen traditionellen Thymian, bringen würzige Noten. So gelingt ein rustikales Brot mit kräftiger, ausgeprägter Textur und gutem Aroma.
Vorbereitung:
20 min
Kochzeit:
30 min
Gesamt:
50 min
Portionen:
1 Brot
#Brotbacken
#Herzhaft
#Mediterrane Küche
Fougasse ist ein Fladenbrot, das in Südfrankreich oft mit Olivenöl, Kräutern und kleinen Einlagen gebacken wird. Ich habe lange experimentiert, um den Teig perfekt locker und gleichzeitig aromatisch zu machen. Der Trick liegt darin, die richtigen Mehlsorten zu kombinieren und beim Kneten nicht zu zögern. Speck und Rosmarin ergeben eine rustikale Note. Die Gehzeit verlängert um 5 bis 10 Minuten sorgt für mehr Tiefe im Geschmack. Außerdem ersetze ich meistens Zucker durch Ahornsirup, um die Hefegärung etwas sanfter zu gestalten. Das Brot ist einfach zu formen, aber die Kunst liegt im Schneiden – diese Blattoptik will geübt sein. Mehrere Versuche haben gezeigt, dass zu viel Mehl meist nur das Ergebnis verschlechtert. Der Duft im Ofen ist betörend: Röstaromen und Kräuter mischen sich. Wer das schon einmal probiert hat, erkennt sofort das Mundgefühl zwischen knuspriger Kruste und weicher Krume.
Zutaten
Über die Zutaten
Dinkelvollkorn verleiht Geschmack und mehr Biss, während das helle Weizenmehl für Luftigkeit sorgt. Ahornsirup ist die mildere Alternative zum weißen Zucker, gibt aber auch Süße und fördert die Hefetätigkeit. Speck streiche ich dünn und brate ihn nicht zu dunkel, damit die Fette das Brot nicht zu fettig machen. Rosmarin taucht den Fladen in einen frischen, mediterranen Duft. Olivenöl extra vergine verwende ich zum Braten und für die Oberfläche, das sorgt für Glanz und knusprige Textur. Geröstete Nüsse oder sogar klein gewürfelte getrocknete Tomaten kommen als Alternative in meinen Vorräten vor, um die Fougasse zu variieren. Generell sollte die Flüssigkeitsmenge im Teig immer angepasst werden, je nach Mehlsorte und Luftfeuchtigkeit. Salz nie direkt auf die Hefe streuen, sonst schadet das der Wirkung. Trockenhefe oder frische Hefe funktionieren, Hauptsache die Temperatur stimmt.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Beim Anbraten der Zwiebeln und des Specks ist Geduld wichtig. Zu starker Rauch oder zu viel Hitze killt Aromen. Sobald die Mischung gebräunt und aromatisch riecht, sofort mit dem Öl absetzen und abkühlen lassen – sonst beeinflusst es die Hefegärung negativ. Beim Mischen des Teigs immer zuerst die trockenen Zutaten vermengen, dann Flüssigkeit zugeben, so bildet sich leichter eine homogene Masse. Die Teigkugel sollte sich beim Kneten weich, aber nicht klebrig anfühlen. Zu viel Mehl macht Brot trocken. Nach dem Kneten unbedingt die Füllung vorsichtig einarbeiten, sonst reisst der Teig beim Aufgehen. Die Formgebung ist Kunst, hier hilft Pizzaschneider oder scharfes Messer am besten. Das Backen bei hoher Temperatur gibt die knusprige Kruste, die Backzeit variiert – am besten auf Farbe und hölzernen Klopftest verlassen. Bei zu dunkel werdender Kruste Ofen kurz herunterregeln. Frisches Brot mindestens 10 Minuten auf Gitter auskühlen lassen, sonst wird es innen feucht oder kompakt.
Küchentipps
- 💡 Verwenden Sie eine Mischung aus Dinkel- und Weizenmehl. Das bringt Geschmack. Dinkel macht's herzhaft, Weizen sorgt für Luftigkeit. Feine Balance. Achten Sie darauf, nicht zu viel Wasser hinzuzufügen. Die Konsistenz ist entscheidend. Wenn der Teig zu klebrig ist, bestäuben Sie ihn leicht mit Mehl. Aber nicht übertreiben. Nach einigen Versuchen wissen Sie, wie viel gut ist.
- 💡 Einschneiden des Teigs ist eine Kunst. Erste Längsschnitte und dann die parallelen Schnitte. Übung macht den Meister. Wenn die Schnitte asymmetrisch sind, ist das keine Katastrophe. Der Ofen gibt die besten Rückmeldungen. Hören Sie auf das Geräusch beim Klopfen. Es sollte hohl klingen. Warten Sie die richtige Zeit ab, um die goldbraune Kruste zu erreichen.
- 💡 Eine tolle vegane Variante kann ohne Speck zubereitet werden. Nutzen Sie dann geröstete Walnüsse oder karamellisierte Zwiebeln. Das bringt ebenfalls Tiefe ins Aroma. Knoblauch und Rosmarin können auch intensiver hinzugefügt werden. Probieren Sie verschiedene Kombinationen. Es ist spannend, mit Zutaten zu experimentieren. Jeder Versuch kann eine neue Entdeckung sein.
- 💡 Die Frische der Kräuter bringt den entscheidenden Kick. Bei den Varianten, die ich probiert habe, war der frische Rosmarin immer ein Muss. Trockene Kräuter sind nicht gleichwertig. Das Aroma ist ganz anders. Auch das Olivenöl spielt eine Rolle. Hochwertiges Öl sorgt für ein besseres Ergebnis. Ein kleiner Tipp: Geben Sie beim Anbraten der Zwiebeln und des Specks nicht zu viel Hitze - das Aroma sollte nicht verbrennen.
- 💡 Lassen Sie das Brot nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen. Das ist wichtig. Es entweicht die Feuchtigkeit. Ansonsten wird das Innere des Brotes feucht und kompakt. Ein weiterer Tipp: Brechen Sie die Ruhezeit nicht ab. Wenn der Teig aufgeht, werden die Luftblasen sichtbar. Diese sind entscheidend für die Textur. Das Brot braucht Zeit und Geduld, um richtig zu fermentieren.



