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Indisches Chili mit Twist

Indisches Chili mit Twist

Von Marlena

Würziges Chili mit Rindfleisch, aromatischem Kurkuma und geröstetem Kreuzkümmel statt des klassischen Currypulvers. Ganze 20 Prozent mehr Karotten für mehr Biss, zarte Kichererbsen statt roter Bohnen für andere Textur. Kokosmilch bleibt, aber Vollfett für intensiveres Aroma. Kleine grüne Erbsen plus frische Minze statt Koriander, plus halbiert Brokkoliröschen. Wichtig sind die gerösteten Gewürze am Anfang und die langsame Reduktion ohne ständig umrühren. Endlich ein Chili, das nicht wässrig wird. Kleine Tomaten am Ende kurz mitziehen lassen, damit Säure bleibt. Nicht zu lange kochen, sonst zerfallen die Erbsen und die Tomaten verbrennen. Mit Naanbrot oder knusprigem Fladenbrot servieren.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 35 min
Gesamt: 60 min
Portionen: 4 Portionen
#indisch #vegetarisch #Kichererbsen #Chili #schnell zubereitet
Chili mit indischen Aromen, aber ohne die klassischen Zutaten, die jeder erwartet. Statt roter Bohnen und Curry – ein mutiger Mix aus Kichererbsen, Kurkuma und frisch geröstetem Kreuzkümmel, der dem Gericht eine unverwechselbare Noblesse verleiht. Die Kombination aus cremiger Kokosmilch und knackigem Gemüse schafft einen Kontrast, der in der Küche Spaß macht, auch wenn man schon viele Rezepte kennt. Frische Minze statt Koriander gibt dem Ganzen nicht nur Frische, sondern verhindert außerdem den typischen Koriandergeschmack, den nicht jeder mag. Der Trick liegt in der Geduld beim Anbraten und der Dosierung der Flüssigkeit. Nie zu viel rühren, sonst zerfällt die Textur. Die Tomaten sollten nicht zerkochen – nur kurz mitziehen, damit sie ihr Aroma behalten. So wird aus der einfachen Chili-Basis ein überraschend vielschichtiges Gericht.

Zutaten

  • 3 Zwiebeln, fein gehackt
  • 3 Karotten, klein gewürfelt
  • 2 Selleriestangen, fein gehackt
  • 15 ml Ghee oder Butterschmalz
  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 30 ml Kurkuma und gerösteter Kreuzkümmel (frisch gemahlen)
  • 1 Dose 400 g Kichererbsen, abgespült und abgetropft
  • 1 Dose 400 g gehackte Tomaten
  • 1 Dose 400 ml Vollfett-Kokosmilch
  • 180 g tiefgekühlte grüne Erbsen, aufgetaut
  • 100 g Brokkoliröschen, klein geschnitten
  • 100 g Cocktailtomaten, halbiert
  • 15 g frische Minzblätter grob gehackt
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Über die Zutaten

    Unbedingt Ghee oder Butterschmalz verwenden – gibt mehr Geschmack als neutrales Öl und hilft beim Rösten der Gewürze ohne anbrennen. Frischer Kreuzkümmel ist besser als gemahlener aus dem Laden – die Röstaromen sind durch nichts zu ersetzen. Kichererbsen sind ein toller Ersatz für rote Bohnen, das sorgt für extra Textur und ist sättigender. Wer auf Gluten verzichten will, nimmt als Beilage Naan aus glutenfreiem Mehl oder ein schlichtes Fladenbrot aus Reismehl. Brokkoli bringt etwas frisches Grün und einen bissfesten Akzent, kann auch durch grüne Bohnen ersetzt werden. Für die frischen Kräuter eignet sich Minze gerade, weil sie nicht so polarisierend ist wie Koriander. Wenn keine Kokosmilch da, geht auch Sahne oder aber eine Mischung aus Sahne und Wasser – gibt die Cremigkeit ohne Kokosgeschmack. Denkt daran, Gemüse möglichst gleichmäßig zu schneiden, damit es zeitgleich gar wird.

    Zubereitung

  • Ghee in großem Topf erhitzen bis es leicht schimmert, aber nicht raucht. Erst die Zwiebeln, dann Karotten und Sellerie zugeben, langsam anschwitzen. Kein Farbverlust – Gemüse muss weich werden, aber nicht braun, rührt und riecht öfter mal daran. Sobald alles glasig, aber saftig, Fleisch rein, mit Holzlöffel zerpflücken, anbraten bis es krümelig wird und anbrät. Nicht zu oft wenden, sonst saftet es zu sehr aus. Dann Kurkuma und Kreuzkümmel dazu – die Hitze runter, damit Gewürze nicht verbrennen. 1-2 Minuten rösten, bis Duft aufsteigt, der ist Gold wert.
  • Kichererbsen, Tomaten und Kokosmilch einrühren. Hitze so einstellen, dass es nur sacht köchelt. Deckel halb drauf, nie ganz schließen, sonst wird es matschig. 25 Minuten gelegentlich umrühren, immer schauen, dass es nicht am Boden festklebt. Wenn die Sauce schon dick, fast samtig, aber noch nicht trocken aussieht – perfekt. Dann grüne Erbsen und Brokkoli dazu. Nochmals 7-8 Minuten köcheln, bis Brokkoli bissfest ist, Erbsen weich aber nicht mehlig. Zwischendurch kosten, salzen, pfeffern: das ist der Moment, alle Aromen abzurunden, nicht vorher.
  • Währenddessen Cocktailtomaten mit Minze in kleiner Schüssel mischen. Frische Minze gibt Frische, leichte Säure von Tomaten ist super Kontrast zum cremigen Chili. Scharf muss es hier nicht sein, schärfen nach Wunsch separat – scharfe Soße passt prima dazu.
  • Chili in Schalen verteilen, den Tomaten-Minz-Mix großzügig darauf verteilen. Grob gemahlenen schwarzen Pfeffer darüber. Mit fluffig-warmen Naan oder knusprigem Fladenbrot servieren. Das Brot nicht eintauchen, sondern als Textur-Kontrast genießen. Wenn die Mischung etwas dicker wird, kann man mit Wasser oder Gemüsebrühe die Konsistenz wieder anpassen, aber vorsichtig.
  • Warum nicht klassisch mit Curry? Kurkuma und Kreuzkümmel geben reichhaltigere, nussigere Basis und viel mehr Tiefe. Kichererbsen für etwas Biss, die Tomaten und Minze als Frischebringer bewahren die Leichtigkeit. Brokkoli? Gibt Biss und extra Grün – manche mögen’s, ich schon.
  • Zubereitungstipps

    Diese Reihenfolge hat sich bewährt: Erst Gemüse langsam mit Fett glasig dünsten, dann Fleisch anbraten für mehr Aroma und weniger Saftverlust. Rösten der Gewürze dauert nie länger als ein paar Minuten; zu lange = bitter. Flüssigkeiten und Hülsenfrüchte erst zum Schluss, damit nichts zu sehr zerfällt. Die Konsistenz ist fast wichtiger als Kochzeit, zu flüssiges Chili einfach etwas offen einkochen lassen, zu trocken vorsichtig mit Brühe strecken. Beim Umrühren nicht zu oft und vor allem nicht zu kräftig, sonst wird es Brei. Wachsam sein gegen Anbrennen, gerade am Topfboden bei dickeren Stücken. Das Tomaten-Minz-Topping bringt eine Frische, die das Gericht weniger einseitig macht. Wer schärfer will, arbeitet besser mit Chili ohne Kochen, z.B. als Deko oder Soße dazu. Timing ist alles: Gemüse soll knackig bleiben, Fleisch saftig, Sauce cremig ohne wässrig zu sein.

    Küchentipps

    • 💡 Für ein verbessertes Aroma Ghee verwenden. Es hat einen reichhaltigeren Geschmack als normales Öl. Funktioniert ideal für das Anbraten der Zwiebeln. Räuchern Sie die Gewürze gut, damit die Aromen aufsteigen. Gesunde Fette sind der Schlüssel. Zu lange rösten wird bitter.
    • 💡 Minze bringt Frische. In Kombination mit den Tomaten gibt sie dem Gericht eine überraschende Leichtigkeit. Wer Koriander liebt, kann ihn hinzufügen, aber scharfes Chili liegt in Ihrer Hand. Nutzen Sie geschnittene Peperoni für extra Schärfe bei Bedarf. Schärfen nach Wunsch.
    • 💡 Die Konsistenz ist entscheidend. Wenn das Chili zu flüssig wird, einfach offen weiterköcheln. Fügen Sie langsam Brühe hinzu, wenn zu dick. Erbsen und Brokkoli sollen knackig bleiben. Vermeiden Sie zu viel Rühren, das macht Brei. Achten Sie darauf, dass das Gemüse gleichmäßig geschnitten ist.
    • 💡 Frische gekaufte Gewürze verwenden. Sie machen einen großen Unterschied im Geschmack. Abgelaufene Gewürze verlieren Aroma. Gerösteter Kreuzkümmel hat einen intensiven Geschmack. Geben Sie frischem Gemüse den Vorzug, das bringt mehr Vitalität. Brokkoli kann auch durch grüne Bohnen ersetzt werden.
    • 💡 Das Naanbrot macht den Unterschied. Servieren Sie es warm, für die perfekte Textur. Alternativ glutenfreies Brot verwenden. Daneben lässt sich auch Joghurt als Beilage verwenden. Das ergänzt die Gewürze und mildert die Schärfe gut. Mehr Aroma ohne den Einsatz von Zucker.

    Häufige Fragen

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