Ingwer-Pudding mit Orangenmarmelade

Von Marlena
Leichter Pudding mit einer Prise Ingwer und einer herben Note Orangenmarmelade. Butter, Mehl und Gewürze vereinen sich, während die Marmelade karamellisiert und reduziert wird. Typisch dämpfen, statt einfach backen – geduldig sein und auf die richtige Konsistenz achten. Frisch geriebener Ingwer bringt Frische und Lebendigkeit. Ideal für alle, die kein Nuss-Extras wollen, aber einen kleinen Kick suchen.
Vorbereitung:
30 min
Kochzeit:
55 min
Gesamt:
Portionen:
6 Portionen
#französisch
#Pudding
#Dessert
Anfangs war ich skeptisch wegen der Kombi aus Ingwer und Marmelade; wollte keinen Overkill an Schärfe. Doch das Dämpfen im Wasserbad bringt eine feuchte, fast puddingartige Textur zustande, kein starrer Kuchen, eher samtig. Frisch geriebener Ingwer gibt frische Schärfe, nicht zu dominant. Brauner Zucker sorgt für malziges Aroma – mit dem Buttermilchschuss wird der Teig feinporig. Das Sirupreduzieren ist der eigentliche Zauber, wenn die Marmelade sirupartig wird, aromatisch und dicht. Der Kontrast zwischen warmem, weich-cremigem Pudding und der fruchtig-scharfen Soße - genau das macht den Unterschied. Wer einmal versteht, wie die Feuchtigkeit und Temperatur zusammenspielen, braucht keinen Timer mehr, guckt nur auf Farbe und Stäbchenprobe.
Zutaten
Über die Zutaten
Ändere Mehlsorten, je mehr Vollkorn, desto schwerer wird der Pudding; zu viel leiert aus. Backpulver sorgfältig dosieren, sonst schmeckt es seifig. Brauner Zucker bringt mehr Tiefe als weißer; klappt aber auch. Frische Zutaten wie Ingwer und Zitrone geben Frische und tun dem Rezept gut. Buttermilch gibt Volumen und zusätzliche Luftblasen. Ersatzmarmeladen nur mit dichter Fruchtmasse; zu dünne Soßen machen unattraktive Laufspuren. Für vegane Abwandlungen Ei durch Leinsamen- oder Apfelmusersatz und Butter durch Pflanzenmargarine.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Das Abwiegen und sichere Sichten der Zutaten gleich zu Beginn spart Chaos. Das Sieben der Mehlmischung macht Textur deutlich feiner und reduziert Klumpen. Die Butter-Zucker-Schlagzeit ist enorm wichtig, um eine Basis für voluminösen Pudding zu schaffen. Vorsichtig mit der Buttermilch beim Eingießen, geschmeidig unterheben. Das Wasserbad garantiert nicht nur sanfte Hitze, sondern schützt vor zu trockenen Rändern. Kontrolliere mit Holzstäbchen, nicht auf die Uhr starren! Die Zubereitung der Sirupe braucht Aufmerksamkeit; zu lang heißt bitter, zu kurz wässrig. Pudding direkt warm servieren, sonst wird er fest und verliert seine Sinnlichkeit.
Küchentipps
- 💡 Achte auf die Wasserhöhe im Dampfbad. Zu viel Wasser kann den Pudding matschig machen, zu wenig sorgt für ungleichmäßiges Garen. Die ideale Höhe ist bis zur Hälfte der Förmchen.
- 💡 Die Butter-Zucker-Mischung richtig fluffig schlagen. Mindestens drei Minuten. Das gibt dem Pudding mehr Volumen. Je mehr Luft, desto leichter die Textur. Überprüfe nach, ob sie hell und cremig ist.
- 💡 Zitronensaft ist wichtig für die Frische. Kurz vor dem Servieren hinzugeben. Das hebt das Aroma, gibt den letzten Kick. Zu viel kann allerdings den Pudding sauer machen.
- 💡 Beim Einkochen der Marmelade nicht zu lange kochen. Sonst wird sie bitter. Etwa zehn Minuten auf mittlerer Hitze stirn, bis sie sirupartig wird. Vor dem Servieren sollte der Duft die Küche erfüllen.
- 💡 Wenn du keine Orangenmarmelade hast, schwarze Johannisbeeren verwenden. Ebenfalls gut – versuchen! Aber immer das Verhältnis von Säure und Süße im Blick behalten.



