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Italienische Anisbiskuits

Italienische Anisbiskuits

Von Marlena

Traditionelle Ciambelline mit Anis, vegan, ohne Eier, Milchprodukte oder Nüsse. Locker-knusprig, aromatisch mit fein gemahlenem Fenchel und frischer Zitronennote. Leichte Anpassungen bei Zutaten und Mengen machen den Teig geschmeidiger. Backzeit angepasst, nach Farbe und Geruch einschätzen. Perfekt für Nachmittagskaffee. Ersetzen Weißwein durch süßen Apfelsaft für kinderfreundlich. Rapsöl kann statt Olivenöl genutzt werden für neutraleren Geschmack. Achtung bei Teigkonsistenz, soll klebrig, aber formbar sein.
Vorbereitung: 35 min
Kochzeit: 15 min
Gesamt: 50 min
Portionen: 16 Portionen
#Kekse #vegan #Italienisch #Anis
Anisbiskuits aus Italien, simple, aber mit Charakter. Nicht die süßen, staubigen, die man überall kriegt, sondern die mit leicht herbem Anisgeschmack und knuspriger Textur. Früher zu fest gebacken, bei ersten Versuchen bröckelig, bis ich das Öl durch Rapsöl ersetzt und den Apfelsaft statt Wein probiert habe. Minimal mehr Flüssigkeit brachte Teig in Form, nicht zu klebrig, aber auch nicht trocken. Fenchelsamen fein gemahlen für zusätzlichen Kick, nicht jeder mag es, deshalb kann man sie weglassen. Zitronenschale hebt das Aroma auf, ein kleiner Frische-Kick für die schweren, anislastigen Aromen. Vegan, glutenreich, aber verzichtbar, wenn man glutenfrei Mehl nimmt. So stand ich letztens in der Küche, roch das frische Gebäck, ganz anders als erwartet. Man braucht die Fingerfertigkeit beim Formen, ist keine Massenproduktion, aber das Ergebnis lohnt jede Mühe. In kleinen Portionen, zum Tee.

Zutaten

  • 110 g Weizenmehl Typ 405
  • 3 ml Backpulver
  • 70 ml trockener Apfelsaft (ersetzt Weißwein)
  • 90 g feiner Rohrzucker
  • 50 ml Rapsöl (anstelle Olivenöl)
  • 2 ml Anissirup (statt Extrakt)
  • 2 ml Vanilleextrakt
  • geriebene Schale einer halben Zitrone
  • 2 ml gemahlene Fenchelsamen (optional)
  • Über die Zutaten

    Manches kann man ersetzen, muss man nicht 1:1 Original nehmen. Weizenmehl Typ 405 ist mild, aber Typ 550 geht auch. Backpulver frisch, sonst platzen die Ringe nicht schön auf. Apfelsaft statt Wein für mildere Säure, nicht zu süß, das entscheidet über Teiggefühl. Rapsöl neutrale Alternative zu Olivenöl, dadurch schmecken sie weniger herb. Beim Anis lieber Sirup als reines Öl, da intensiver, aber vorsichtig dosieren. Zitronenzeste frisch, keine Ersatzaromen, gibt die Frische, Ecken abschleifen lohnt. Fenchel fein mahlen, Ressourcen schonen – manche köcheln die Samen vorher, dann Aroma anders. Zucker grob, aber nicht klumpig, sonst kriegt der Teig Flecken.

    Zubereitung

  • Mehl mit Backpulver gut vermischen – egal wie viel Luft man reinbekommt, der Teig soll aufgehen, nicht fliegen.
  • Apfelsaft mit 60 g Zucker rühren bis Auflösung, nicht hetzen, 1-2 Minuten genügen. Anissirup, Vanille, Zitronenschale, Fenchel zugeben, gründlich vermengen. Öl erst ganz zuletzt unterrühren, damit es nicht trennt, Teig bindet besser.
  • Jetzt das trockene Zeug unterheben. Keine Maschine, Holzlöffel nehmen, spürt man besser, wann es reicht. Klebrig soll der Teig sein, keine trockene Masse. Sonst wird es trocken, nicht fluffig.
  • Teig in Folie wickeln, mindestens 35 Minuten in den Kühlschrank, damit sich Gluten entspannt. Geduld zahlt sich aus, sonst reißen die Ringe beim Formen.
  • Backofen auf 185 Grad vorheizen. Blech mit Backpapier oder Silikonmatte auslegen. Spart Arbeit, klebt nichts an, Keksunterseite wird bissig knusprig.
  • Teig in 16 Stücke teilen, zuerst mit bemehlten Händen zu Rollen von ca. 1 cm Dicke und 20 cm Länge formen. Enden zusammendrücken bis ein Ring entsteht, Finger nicht zu fest, sonst reißt der Teig.
  • Zucker in eine Schale geben, die Ringe vorsichtig darin wälzen, nicht zu oft drehen. Zucker darf nicht feucht werden, wird sonst matschig beim Backen.
  • Kekse auf Blech legen, Abstand lassen, sie gehen leicht auf. Backzeit je nach Ofen 13 bis 17 Minuten, am besten beobachten: wenn sie goldgelb, fast leicht braun an den Kanten sind, rausnehmen. Geklapper im Ofen ist kein Problem, ist der Teig richtig, das bleibt stabil.
  • Auf Blech abkühlen lassen, frisch sind sie weich, nach Abkühlen werden sie fester und krümeliger. Nicht in luftdichter Dose aufbewahren, sonst weich werden.
  • Restliche Zuckerreste mit Pinsel entfernen, sonst kleben die Biskuits später aneinander.
  • Zubereitungstipps

    Teig erst kalt stellen, sonst bricht er beim Rollen, man spürt den Unterschied sofort. Wichtig, mit Holzlöffel zu arbeiten, Maschine zerstört Textur, macht zäh. Beim Formen die perfekte Ringgröße suchen: ca. 1 cm dick, 20 cm lang. Nicht zu dünn, sonst brechen die Kringel. Zuckerbehandlung vorsichtig, sonst saugen sie Feuchtigkeit, werden matschig. Backzeit variabel, s-Ringe beobachten: leicht goldbraune Kanten zeigen Gargrad an. Wenn du die Kekse zu lange frisch hältst, werden sie weich – besser offen lagern. Nicht stapeln, Ringe können brechen. Abkühlen lassen auf Blech, sonst zerfallen sie beim Anheben. Kleine Variante: etwas Kardamom statt Fenchel ausprobieren, gibt andere Note. Insgesamt Gefühlssache, aber manchmal hilft Erfahrung mehr als Minuten zählen.

    Küchentipps

    • 💡 Experimentiere mit dem Mehl. Typ 405 ist mild. Typ 550 geht auch, bringt mehr Geschmack. Achte darauf, dass es keine Klumpen gibt, fluffiger wird der Teig.
    • 💡 Die Konsistenz des Teigs ist entscheidend. Soll er klebrig, aber formbar sein. Nutze einen Holzlöffel, keine Maschine. Zuviel Bewegung macht den Teig zäh. Wichtig! Das Öl zum Teig ganz zuletzt geben.
    • 💡 Backzeit variiert. Überwache das Gebäck im Ofen. Wenn die Ränder goldbraun sind, sind sie fast fertig. Oder du hörst das sanfte Klappern. Wenn es knistert, ist das ein gutes Zeichen.
    • 💡 Abkühlen lassen auf dem Blech ist wichtig. Wenn du sie sofort bewegst, zerfallen sie. Lass sie erst auskühlen. Sind sie frisch weich, nach dem Abkühlen knusprig, so soll es sein.
    • 💡 Wenn dir der Anis zu intensiv ist, probiere Kardamom. Er ist die milde Alternative. Mixe die Gewürze nach Geschmack. Das gibt eine andere, spannende Note, die gut passt.

    Häufige Fragen

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