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Kalbsblanquette neu

Kalbsblanquette neu

Von Marlena

Ein angepasster Kalbseintopf mit veränderten Mengen, leicht anderem Gemüse und neuer Sauce. Intuitives Timing, konzentriert auf Texturen und Farben beim Kochen. Klassiker neu gedacht, weniger Zucker, mehr Geschmack. Sanftes Köcheln mit Kräutern, durch mehrfaches Abtropfen konzentrierte Brühe, ergänzt durch Sahne-Ei-Verbindung am Schluss. Frische Pilze und Perlzwiebeln ergänzen den Geschmack, dabei Pilze durch Shitake ersetzt für mehr Tiefe. Sellerie weiß statt grün für mildere Note. Klares, sämiges Ergebnis ohne pappige Sauce. Mit Reis oder Kartoffeln servieren, variiert nach Lust.
Vorbereitung: 45 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen: 6 Portionen
#Hauptgericht #Rezepte #Küche
Ein Kalbseintopf wie noch nie. Weniger Zucker, dafür mehr Tiefe im Geschmack durch fein abgestimmte Kräuter und Pilzsorten. Die klassische Blanquette ersetzt grob geschnittenes Selleriegrün durch milderen weißen Sellerie. Tiefgründige Aromen durch mehrfaches Abgießen, um Klarheit zu bewahren. Butter-Mehl-Roux als Bindung braucht Aufmerksamkeit, sonst wird’s mehlig oder klumpig. Das Zusammenspiel von Perlzwiebeln und Shitake bringt Textur und Aroma, während die Sahne-Ei-Mischung die Sauce cremig macht. Geduld ist key beim Schmoren, am besten leicht köcheln lassen, auf Farbe und Fleischstruktur achten, nicht nur auf die Uhr. Perfekt für Gourmets, die tradierte Rezepte neu interpretieren wollen.

Zutaten

  • 1 kg Kalbsfleisch, gewürfelt (Schale oder Schulter)
  • 1 mittelgroße Zwiebel, geschält
  • 3 Gewürznelken
  • ein Bund aus Petersilie, Thymian, und 1 Lorbeerblatt, gebunden
  • 2 kleine Karotten, in Stücken
  • 1 Stange weißer Sellerie, in Stücken
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • 2 Liter Hühnerbrühe, hausgemacht oder gekühlt
  • 200 g Perlzwiebeln, geschält
  • 200 g Shitakepilze, in Scheiben
  • 100 g Butter
  • 40 g Mehl, glattes Weizenmehl
  • 150 ml Sahne 30%
  • 1 Eigelb
  • Über die Zutaten

    Kälte beim Einlegen der Fleischwürfel vorher ist wichtig, entfernt Blutreste und sorgt für klare Brühe. Spicken der Zwiebel mit Nelken macht eine aromatische Basis, ohne den Topf mit losen Gewürzen vollzustellen. Frische Kräuter, gebunden, lassen sich besser entfernen, verhindern Bitterstoffe. Statt grünem Sellerie verwende ich gerne weißen, milder und sahniger im Geschmack. Shitake bringen umami statt Wasserpilzen. Butter und Mehl sollten nicht zu heiß angeschwitzt werden, sonst verbrennt das Mehl, gibt bittere Noten. Die Perlzwiebeln können durch kleine Schalotten ersetzt werden, behalten dabei den leicht süßlichen Biss. Die Brühe absieben ist entscheidend, um eine klare, feine Sauce zu erhalten, sonst schmeckt sie erdig oder ertränkt das Fleisch.

    Zubereitung

  • Das Fleisch zuerst kurz in kaltem Wasser aufsetzen, langsam zum Kochen bringen, genau bis erste Bläschen aufsteigen, etwa 4 Minuten. Nicht länger, sonst wird's trocken. Dann das Wasser sofort abgießen, Fleisch kalt abspülen, um alle Verunreinigungen zu entfernen. Abtropfen lassen, Pfanne gut spülen – sonst verbrennt was beim nächsten Schritt.
  • Zwiebel mit Nelken spicken. Kräuterstrauß binden, fest genug, damit Blätter nicht lostrippseln. Ohne das wird die Brühe trüb und später musst du stundenlang sieben. Grobe Stücke wie Karotten und Sellerie dazu. Knoblauch mit rein, für süßen Geschmack und leichte Schärfe.
  • Alles zusammen in eine saubere Pfanne geben. Hühnerbrühe aufgießen, so dass Fleisch bedeckt ist, aufkochen, dann Hitze reduzieren. Deckel weglassen oder nur schräg drauf, damit etwas Flüssigkeit verdampfen kann. Kleine Bläschen am Rand signalisieren richtiges Simmern, nicht sprudelndes Kochen. Nach etwa 1 Stunde 15 Minuten Fleisch testen: soll weich sein aber nicht zerfallen. Ist es zu fest, weiter köcheln lassen, 10 Minuten reicht meistens.
  • In einer beschichteten Pfanne die Butter auf mittlerer Hitze schmelzen. Erst die Perlzwiebeln glasig, dann Shitake-Pilze dazugeben. Achtung, nicht zu dunkel werden lassen; lieber etwas Temperatur reduzieren, wenn sie zu schnell braun werden. Nach 10 Minuten, wenn sie anfangen zu karamellisieren, vom Herd nehmen. Aromatisch, erdig, leicht nussig, bringt Tiefe.
  • Brühe durch ein feines Sieb oder Tuch gießen, um Klarheit zu bekommen. Gemüse wegwerfen oder für andere Suppen verwenden, Klarheit gibt die Sauce. Brühe messen, bei Bedarf mit Wasser auf 950 ml auffüllen – zu dicke Soße schmeckt schwer.
  • Pfanne säubern, Butter darin schmelzen, das Mehl dazu und unter ständigem Rühren eine Minute anschwitzen, bis es leicht nussig duftet. Nicht braun werden lassen, sonst schmeckt die Sauce mehlig. Nach und nach Brühe dazugießen, dabei schnell rühren, Klümpchen vermeiden. Dann unter Rühren aufkochen, Sauce dickt langsam ein; sollte cremig sein, nicht puddingartig. Fleisch, Perlzwiebeln und Pilze rein. Kurz schmoren, bis Zwiebeln weich, etwa 5 Minuten, nicht zu lange, wird sonst matschig.
  • Eigelb und Sahne in einer kleinen Schüssel vermengen, nicht zu kalt, um Gerinnen zu vermeiden. Einen Schuss aus der warmen Sauce unterrühren, Temperatur angleichen. Dann langsam zurück in die Hauptpfanne gießen, dabei rühren, damit es bindet ohne zu stocken. Wenn zu dick, mit etwas Mineralwasser strecken, gibt auch etwas Spritzigkeit. Nicht mehr kochen, nur warm halten.
  • Abschmecken: Salz, weißer Pfeffer, ein Spritzer Zitronensaft, hebt die Aromen. Ich benutze gerne frische Petersilie als Garnitur, wirkt frisch und nicht overpowernd.
  • Servieren mit Reis, der nicht zu körnig sein sollte oder kleinen Salzkartoffeln – passt beides.
  • Küchentipps: Anstelle von Shitake gehen auch Kräuterseitlinge, geben mildere Pilznote. Sellerie kann weiß oder grün sein, weiß ist etwas milder, empfehlenswert bei empfindlichen Gästen. Falls keine Perlzwiebeln, kleine Schalotten in Butter gedünstet. Bei Sauce zu dick, lieber etwas Flüssigkeit mehr, zu flüssig mit mehliger Soße hat keiner gern.
  • Alle Schritte brauchen Genauigkeit bei Hitze und Beobachtung, Geduld beim Anrichten. Nur so wird das Gericht harmonisch, sämig, mit schöner Fleischstruktur. Ich halte mich nie streng an Zeiten, verlass dich aufs Gespür und beobachte die Farbe, die Konsistenz, den Geruch.
  • Zubereitungstipps

    Die Anfangszeit des Kochens dient dazu, das Fleisch schonend zu garen und Verunreinigungen zu entfernen. Kurz Aufkochen mit kaltem Wasser dann abgießen ist eine alte Technik, die ich nie ausgelassen habe. Das Spicken der Zwiebel verhindert, dass die Nelken zerfallen und fühlt sich sauberer an beim Abschöpfen. Simmern, nicht kochen, sonst wird das Fleisch zu trocken oder bricht auseinander. Beim Butteranrösten der Pilze und Zwiebeln immer Hitze beobachten, zu hohe Hitze lässt sie verbrennen. Der Mehlschwitze Zeit geben, bis der typische, leicht nussige Duft entsteht, ohne zu bräunen. Brühe langsam, schluckweise zugeben, um Klumpen zu verhindern. Eigelb und Sahne in Temperaturangleichung geben die perfekte Bindung zum Schluss – unbedingt langsam einrühren, sonst gerinnt das Ei. Kein Nachkochen mehr danach, nur erwärmen und sofort servieren.

    Küchentipps

    • 💡 Butter und Mehl anschwitzen unter ständigem Rühren. Nicht zu hoch erhitzen. Hitze gut beobachten. Sonst wird es bitter. Eingeriebene Mehlschwitze sollte leicht nussig riechen. Entschuldigung ist kein gutes Zeichen.
    • 💡 Brühe absieben ist entscheidend. Um die Klarheit zu gewährleisten. Gemüse behalten und für einfache Suppen verwenden. Achte auf die Temperatur. Zu heiß macht die Sauce trüb.
    • 💡 Fleisch vorab mit kaltem Wasser aufkochen. Danach gleich abgießen. Entfernt Blutreste. Gewährleistet klare Brühe. Von dieser alten Technik nicht abweichen. Erfolg garantiert.
    • 💡 Shitake ersetzen gewöhnliche Pilze. Geben mehr Geschmack und Tiefe. Kräuterseitlinge als Alternative verwenden. Milder im Geschmack. Jeder Biss zählt in der Textur.
    • 💡 Die Temperatur für Eigelb und Sahne angleichen. Langsam einrühren. Andernfalls gerinnt es. Das könnte den ganzen Aufwand verderben. Jede Stufe im Prozess zählt.

    Häufige Fragen

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