Kandierte Sablés mit Limette

Von Marlena
Butterige, knusprige Sablés mit kandierten Bonbonstückchen und einem frischen Limetten-Twist. Statt weißer Schokolade sorgt Zartbitterschokolade für eine herbere Note. Weniger Zucker, dafür ein Hauch Vanille. Die Bonbons ersetzen wir zu 70 Prozent durch kandierte Ingwerstücke – bringt Schärfe und Textur. Im Ofen nicht nur Zeit, sondern Farbe und Geruch beachten. Die Kekse werden an den Rändern leicht goldbraun, der Duft von Butter und Ingwer spürt man sofort. Perfekt zum Nachmittagskaffee. Zutaten teilweise reduziert, Ablauf geändert, damit der Teig schön locker bleibt.
Vorbereitung:
20 min
Kochzeit:
15 min
Gesamt:
35 min
Portionen:
1 1/2 Dutzend
#Kekse
#Backen
#Süssigkeiten
#Snack
Süße Happen mit Twist und kein bisschen langweilig. Ich hab viel Kuschel-Keks probiert, aber die Kombination aus Butter, knackigen Bonbons und einer kleinen Schärfe von Ingwer macht den Unterschied, den man erst nach zwei, drei Keksen wirklich merkt. Limette bringt diese Frische, die man unbedingt braucht, wenn die Schokolade sich mit dem Zucker paart. Klar, keine Eier, keine Nüsse, trotzdem Struktur – das ist Kunst. Man muss auf den Teig hören, nicht nur auf die Uhr. Manchmal gehe ich rein nach Geruch – kaum was entfaltet sich aromatischer als Butter, Zucker und Ingwer, während sie sanft im Ofen tanzen. Fotografieren kann man das Aroma nicht.
Zutaten
Über die Zutaten
Kandierte Bonbons können durch jede Art von Süßigkeiten ersetzt werden, die gut aushärten und beim Backen nicht schmelzen, etwa Karamellstückchen. Kandierten Ingwer findet man im gut sortierten Supermarkt oder asiatischen Spezialitätenladen. Der Abrieb von Limette gibt eine angenehme Frische, aber keine Menge, die den Teig verwässert. Die Butter sollte weich sein, nicht schmelzend, damit sie sich gut mit Zucker verbindet. Puderzucker sorgt für mehr Feuchtigkeit als Kristallzucker. Zartbitterschokolade bringt Tiefe, weiße Schokolade ist zu süß in dem Kontext. Falls nicht vorhanden, Mandeln oder Haselnüsse fein gehackt als Ersatz für Schokolade möglich, bringt Crunch statt Süße, macht den Keks interessanter. Mehl am besten vorher sieben, so wird der Teig lockerer und klumpt nicht.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Die Reihenfolge bei der Zubereitung ist entscheidend, damit keine Überarbeitung des Teigs passiert. Zuerst trockene Zutaten mischen, dann Butter mit Zucker und Vanille schaumig – so nimmt der Teig Luft auf. Ist der Teig zu fest, vor dem Rollen kurz antauen lassen, sonst bricht er. Für gleichmäßige Kekse halbiere den Teig in Rollen mit 2 cm Durchmesser, kühle sie vorher, dann schneidest du saubere Scheiben. Bonbons und Ingwer erst nach dem Kneten untermischen, sonst verteilen sie sich nicht gleichmäßig. Backzeit nicht starr nehmen. Die Kekse zeigen beim Rand, ob sie fertig sind: Wenn er anfängt, sich goldgelb zu färben, sind sie fertig. Innen bleiben sie noch weich und werden beim Auskühlen fest. Nach dem Backen 5 Minuten auf dem Blech lassen, sie sind noch empfindlich, erst dann vorsichtig auf ein Kuchengitter legen. Für Feierabendbäcker: Teig lässt sich auch einfrieren, einfach in Scheiben schneiden, gefroren backen, Zeit +2-3 Minuten.
Küchentipps
- 💡 Achte auf die Butter. Sie sollte weich sein, aber nicht schmelzend. Das sorgt für die richtige Konsistenz. Zu feste Butter macht den Teig bröckelig. Zu weiche macht es schwieriger.
- 💡 Kandierte Ingwerstücke kann man oft in gut sortierten Läden finden. Ginger in 100%? Ja, aber variieren, z.B. getrocknete Cranberries oder Zitronenschale. Das bringt andere Aromen, interessant.
- 💡 Probier die Backzeit genau. Bei 12 Minuten schauen. Kekse sehen goldbraun aus an den Rändern? Riecht nach Butter und Ingwer? Dann sind sie gut. Zu lange backen, und sie sind trocken.
- 💡 Verpacke die Kekse gut. Luftdicht, sie halten sich bis zu zehn Tage. Bei warmen Temperaturen besser kühl lagern. Sie verlieren Aroma, wenn sie trocken stehen.
- 💡 Kekse aus dem Ofen holen und ruhen lassen. Wirklich. Die Zartheit braucht Zeit, um sich zu setzen. Erst dann auf ein Kuchengitter legen. Ansonsten brechen sie.



