Kartoffel-Focaccia mit Räucherschinken

Von Marlena
Ein herzhafter Teig aus Mehl, Zucker, Hefe und Salz. Kartoffeln in Milch fast gar gekocht, gewürzt mit Knoblauch und Rosmarin. Überzogen mit kräftigem Bergkäse und feinem Räucherschinken. Gebacken bis die Kruste goldbraun ist, der Duft von Kräutern durch die Küche zieht. Teiglocker, nicht zu kompakt, die Kartoffeln sachte bissfest. Einfach, robust, mit einer unerwarteten Note durch Bergkäse statt Cheddar. Leicht abgewandelt mit Vollkornmehl und Honig für Tiefe. Zeit und Arbeit perfekt aufeinander abgestimmt für einen besonderen Genuss. Klassiker trifft auf persönliche Entdeckung, kein schnelles Gebäck, sondern sorgfältige Handarbeit und Geduld.
Vorbereitung:
50 min
Kochzeit:
40 min
Gesamt:
Portionen:
8 Portionen
#Rezept
#Brot
#Kartoffeln
Mit Focaccia habe ich lange experimentiert. Kartoffeln rein, warum nicht? Habe den Teig oft zu nass gemacht, dann klebte die Hülle – kein Spaß. Die Kombination mit Milch statt nur Wasser gibt Tiefe, süßlich und sämig. Bei der Hefe lieber sparsam, zu viel treibt Gasbläschen, Risse in der Kruste. Fingerprobe sagt mehr als Uhrzeit. Käse ist entscheidend: Bergkäse ist mein persönlicher Favorit, zugkräftig und würzig. Knoblauch, der nicht verbrennt, das ist Kunst. Mit Rosmarin riecht die Küche nach Sommer, das macht Appetit. Weniger Cheddar, die letzte Version hat endlich diese Balance. Schinken? Dünn, sonst wird es mastig. Backofen vorheizen voll durch, Teig braucht Hitze zum Aufgehen und Farbe. Geduld, in der Ruhe liegt die Kraft.
Zutaten
Über die Zutaten
Mehl: Halb Weißmehl, halb Vollkorn für mehr Textur. Honig ersetzt Zucker, bringt einen anderen Geschmack, macht gleichzeitig die Hefe glücklich. Hefe: Trockenhefe, keine frisch, leichter zu kontrollieren. Kartoffeln: Kleine Sorten, weil größere zu viel Wasser ziehen. Milch nicht ganz fettarm, nimmt Geschmack besser an. Knoblauch grob gehackt, verbrennt seltener und verteilt Aroma besser. Bergkäse statt Cheddar, intensiv aber nicht zu scharf. Rosmarin frisch, getrocknet verliert zu viel Aroma, lieber frisch vom Bund. Geräucherter Schinken: statt Smoked Meat luftgetrocknet, dadurch weniger Fett, mehr Charakter, leichter zu schneiden.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Teig nicht zu trocken kneten, sonst wird die Focaccia zäh. Die Gehzeit unbedingt einhalten oder verlängern, sieht man an Blasenbildung. Kartoffeln in Milch kochen sanft, nicht zu heiß, sonst zerfallen sie schnell. Knoblauch früh zum Kartoffelgemisch geben, damit Aroma sich voll entfaltet. Teig auf Backblech gleichmäßig ausrollen und mit Fingern kleine Mulden eindrücken, das ist typisch für Focaccia und verhindert dass der Belag verrutscht. Beim Backen auf Farbe achten, Dampf im Ofen vermeidet harte Kruste, kann durch eine Schale Wasser auf dem Boden erzeugt werden. Schinken kurz vor Ende dazugeben, sonst wird er trocken. Nach dem Backen mindestens 10 Minuten ruhen lassen, sonst krümelt alles. Das Rezept erlaubt Variationen: Kräuter je nach Saison, Käse je nach Vorrat. Wichtig: nicht hetzen.
Küchentipps
- 💡 Mehl: Stelle die Mischung aus Weiß- und Vollkornmehl selbst zusammen; bringt mehr Textur. Zu trocken? Fingerspitzen leicht ölen.
- 💡 Kartoffeln dürfen nicht zerfallen. Kontrolliere den Kochprozess. Sanft rühren ist wichtig, um Anbrennen zu vermeiden. Lass die Kartoffeln in der Milch.
- 💡 Die Teigruhezeit ist entscheidend. Achte auf Bläschenbildung; zeigt, dass der Teig gut aufgeht. Darauf warten lohnt sich.
- 💡 Schinken: Dünn schneiden ist Pflicht. Zu dick macht die Focaccia mastig. Serrano oder Prosciutto ist auch gut.
- 💡 Backzeit: Achte genau auf die Krustenfarbe. Sollte goldbraun sein nach etwa 30 Minuten. Dampf im Ofen sorgt für die richtige Kruste.



