Kartoffel-Gratin mit Raclette und Bergkäse

Von Marlena
Fein gehobelte Kartoffelscheiben, saftig geschichtet und gebacken, mit einer Käsemischung aus Raclette und Bergkäse. Knackiger Endiviensalat mit einer würzigen Vinaigrette auf Balsamico-Basis rundet ab. Ohne Eier, glutenfrei, nussfrei. Einfach zuzubereiten, schnell im Ofen, mit aromatischem Käse-Topping. Ideal als leichter Hauptgang oder Beilage.
Vorbereitung:
18 min
Kochzeit:
22 min
Gesamt:
40 min
Portionen:
4 Portionen
#Kartoffelgerichte
#Schweizer Küche
#Vegetarisch
Ich habe oft experimentiert mit Kartoffel-Tartes, besonders das Verhältnis von Kartoffeln und Käse ist entscheidend. Nicht zu viel Käse, sonst verläuft alles und wirkt fettig, aber genügend, dass die Oberfläche knusprig und aromatisch wird. Dieses Rezept ersetzt den Gruyère durch Raclette und Bergkäse, weil ich so mehr Tiefe und Schmelz bekomme. Wer einmal verbrannten Käse hatte, weiß wie bitter das wird; ich achte deshalb aufs richtige Timing und den genauen Punkt, an dem der Käse goldgelb blubbert, bevor die Kartoffeln auseinanderfallen. Zitrussäure von Balsamico in der Vinaigrette macht den Salat frisch, mit Honig und Worcestershiresauce kommt das Unerwartete dazu. Nicht für Fans zu trockener Beilagen – das muss etwas saftig bleiben.
Zutaten
VINAIGRETTE
- 35 ml Olivenöl
- 15 ml grober Senf
- 20 ml Balsamicoessig dunkel
- 15 ml Worcestershiresauce
- 1 EL Honig
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Über die Zutaten
Festkochende Kartoffeln eignen sich am besten, weil sie beim Backen die Form behalten; mehlig würde breiig und matschig. Mandoline ist mein persönliches Must-Have, schneidet dünner und gleichmäßiger als Messer, sichert garen in kurzer Zeit. Raclette-Käse bringt diese cremige Schmelze, während Bergkäse eine nussige, etwas intensivere Note gibt. Statt Butter kann man auch Butterschmalz verwenden für einen hohen Rauchpunkt, oft leichter beim Bräunen. In der Vinaigrette ersetzt man Worcestershiresauce durch Sojasauce, wenn gewünscht, das gibt einen ähnlichen Umami-Kick. Honig ist milder als brauner Zucker, der sonst drückend süß sein kann. Für die Salatbasis ist Endivie super, da sie leicht bitter und aromatisch ist, aber Feldsalat oder Radicchio passen auch, gibt etwas Farbe und Textur durch die unterschiedliche Blattstruktur.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Beobachten – wenn der Käse vorzeitig bräunt, Temperatur etwas senken oder Hoch/Unterhitze auf Umluft umstellen, sonst zu schnell außen braun und innen kaum gar. Kartoffel-Dicke regelt die Garzeit stark. Ich lasse die Kartoffelscheiben oft nach dem Schnitt kurz in kaltem Wasser liegen, um überschüssige Stärke zu entfernen, das verhindert das Verkleben und fördert die Knusprigkeit. Ein Backblech ohne zu hohe Ränder erleichtert die Hitzeverteilung. Für die Vinaigrette: Erst kurz vor Gebrauch anrühren, sonst verliert Senf an Schärfe, und selbst gerührte Mischung ist immer aromatischer als gekauft. Salat nur sanft wenden, nicht drücken, sonst wird er matschig. Wenn Resteverwertung ansteht: Am nächsten Tag mit Spiegelei drauf – so kriegt man noch mal was anders. Tipp: Wer keinen Ofen hat, versucht ähnliche Technik auf der Herdplatte in einer Pfanne mit Deckel – aber die Farbe des Käses fehlt dann.
Küchentipps
- 💡 Dünn schneiden ist das A und O. Mandoline benutzen; so gibt es gleichmäßige Scheiben. Auch weniger Matsch beim Garen. Schichten locker lassen.
- 💡 Käse ist wichtig: Raclette schmelzen lassen. Bergkäse sorgt für Geschmack. Behalten Sie den Käse im Auge. Temperatur senken, wenn es zu schnell bräunt. Kontrollieren.
- 💡 Vinaigrette frisch zubereiten. Mischung aus Honig und Senf gibt Tiefe. Schärfe kommt durch Senf. Die Kombination macht den Salat aufregend. nicht zu lange warten.
- 💡 Frischhalten ist einfach. Reste kühlen und beim Aufwärmen bisschen Wasser hinzufügen, damit es nicht trocken wird. Ich verwende ein feuchtes Tuch für die Abdeckung.
- 💡 Falls nichts da ist: Kartoffeln im Wasser einweichen, um Stärke zu entfernen. Das fördert die Knusprigkeit. Auch eine etwas andere Käsesorte probieren – Ponyrücken beispielsweise.



