Kürbis-Cheesecake-Riegel mit Melasse

Von Marlena
Kombination aus mürbem Keksboden, cremiger Frischkäsefüllung und gewürztem Kürbispüree. Leicht modifizierte Zutaten und Mengen für intensiveren Geschmack. Gebacken bei etwas niedrigen Temperaturen für bessere Textur. Ideal für kühle Herbsttage. Einfach schnittbar, gut lagerbar im Kühlschrank. Eingeführte Zimtstreusel als Überraschungstextur. Melasse durch Ahornsirup ersetzt, sorgen für subtile Süße mit besonderem Aroma. Hauch von Kardamom verleiht dem Gewürzmix Raffinesse.
Vorbereitung:
40 min
Kochzeit:
43 min
Gesamt:
Portionen:
15 Stück
#Dessert
#herbstlich
#Kürbis
Kürbiskuchen mit Frischkäse war schon immer ein Favorit, doch meine Versuche mit klassischer Melasse und Graham-Cracker-Boden führten oft zu zu süßem Geschmack und zu weicher Textur. Die heutige Version experimentiert mit Ahornsirup statt Melasse, um die Süße milder zu gestalten und gleichzeitig das Aroma zu bewahren. Vollkornkekse ersetzen die oft schwer erhältlichen Graham-Cracker, was mehr Tiefe bringt. Unterstrichen wird das Ganze durch einen Hauch Kardamom im Gewürz-Mix, der überraschend gut passt. Wichtig: die Backzeit etwas länger, dafür niedrigere Temperatur, so verläuft das Backen gleichmäßiger, ohne dass Risse explosionsartig auftreten. Und Streusel obendrauf, hab ich erst vor Kurzem versucht – erhöhte Textur, auch optisch attraktiv. Im Ganzen unkomplizierter als erwartet, wenn man die einzelnen Schritte beachtet. Fester Boden, cremige Füllung, kein Durchweichen, sondern charaktervolle Schichten, die Man(n) gern anschneidet – ein Herbsttraum, ehrlich gesagt.
Zutaten
Boden
- 150 g Digestive-Keksbrösel statt Graham-Cracker
- 90 g Butter, leicht gesalzen, geschmolzen
- 30 ml Ahornsirup statt Melasse
- 2 x 300 g Frischkäse, zimmerwarm
- 130 g brauner Zucker statt Rohrzucker
- 60 ml griechischer Joghurt 10 %
- 5 ml Vanilleextrakt
- 3 Eier
- 180 ml Kürbispüree, ungesüßt
- 30 ml Ahornsirup statt Melasse
- 1 ml Zimt gemahlen
- 1 ml Muskatnuss gemahlen
- 1/2 ml Kardamom gemahlen neu
- 20 g brauner Zucker
- 5 g Butter kalt, in kleinen Stücken
- 5 g Mehl
- 1/2 ml Zimt gemahlen
Füllung
Topping
Über die Zutaten
Die Umstellung auf Ahornsirup statt Melasse ist nicht nur Geschmackssache, sondern auch besser für die natürliche Süße ohne Bitterstoffe. Digestive-Kekse sind oft die bessere Alternative zu Graham, bringen mehr Körnung und vertragen die Butter gut. Butter leicht gesalzen statt ungesalzen? Passt wunderbar, da Käsekuchen sonst zu flach schmeckt. Der Joghurt sorgt trotz der Cremigkeit für Kompaktheit; verwenden Sie griechischen Joghurt mit mindestens 10 % Fettanteil, sonst wird es breiig. Wichtig: Frischkäse muss Zimmertemperatur haben, damit die Masse keine Klumpen bildet. Kardamom und Zimt in kleinen Dosierungen, sonst überlagern sie den Kürbis. Streusel ergänzen die Konsistenz und verhindern, dass die Oberfläche beim Backen zu glatt wird. Ohne Streusel neigt die Decke zum Schrumpfen und zeigt Risse schneller. Eier nach Größe, mittlere Größe gibt ideale Bindung. Man kann Frischkäse teilweise durch Mascarpone ersetzen für extra Cremigkeit, aber dann weniger Yogurt verwenden.
Zubereitung
Boden vorbereiten
- Backofen auf 175 °C vorheizen. Backform 33x23 cm mit Butter einfetten. Backpapier so auslegen, dass es an zwei Seiten übersteht, erleichtert späteres Herausheben.
- Keksbrösel mit geschmolzener Butter und Ahornsirup vermengen. Masse muss fein, aber nicht matschig sein; klumpen vermeiden. In Form gleichmäßig fest andrücken – benutze den Boden eines Glases zur Verdichtung, besonders die Ecken nicht vergessen!
- Backen 9-10 Minuten, Rand leicht braun, Oberfläche fest, riecht nussig. Abkühlen lassen, Temperatur auf 160 °C reduzieren.
- Frischkäse mit braunem Zucker in Rührschüssel mit Handmixer oder Küchenmaschine cremig schlagen. Wichtig: nicht zu lange, sonst zu viel Luft rein, das führt später zu Rissen beim Backen.
- Joghurt, Vanilleextrakt und 2 Eier hinzufügen. Nur so lange rühren bis homogen, ansonsten Gefahr, dass Masse zu flüssig wird.
- Knapp 450 ml dieser Mischung auf den abgekühlten Boden gießen, gleichmäßig verteilen. Dabei geht’s nicht um perfekte Glätte, leichte Unebenheiten verschwinden im Ofen.
- Restliche Käsemischung mit Kürbispüree, Ahornsirup, Zimt, Muskat und Kardamom vermengen. Drittes Ei dazugeben und vorsichtig unterheben. Nicht zu viel rühren, sonst vermischen sich Schichten komplett.
- Diese Kürbisschicht gleichmäßig über die erste gießen. Keine Panik bei leichtem Vermischen, gehört zum Charakter.
- In kleiner Schüssel Butter, Mehl, braunen Zucker und Zimt mit den Fingerspitzen zu krümeliger Textur verarbeiten. Etwas auseinanderzupfen, nicht zu fein.
- Über Kürbisschicht streuen, gibt Crunch und karamellisierte Note.
- Ofen auf mittlere Schiene, backen ca. 35-38 Minuten. Oberfläche sollte fest sein, leicht nachgeben, wenn vorsichtig gedrückt. Kein starkes Wackeln in der Mitte mehr. Sollten kleine Risse entstehen, kein Problem – besser als zu kurz.
- Nach dem Backen mindestens 1 Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen. Duft von Gewürzen und karamellisierter Kruste wird intensiver.
- Abdecken und mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen, besser über Nacht. Kühlschrankzeit ist entscheidend für schnittfeste Konsistenz.
- Vor dem Herausnehmen mit scharfem, dünnem Messer Rand vorsichtig von Form lösen. Einfach an den überstehenden Pergamentpapier-Enden hochziehen.
- In 15 Riegel schneiden. Geschmack wird mit jeder weiteren Stunde im Kühlschrank besser, ideal durchgezogen.
- Digestive oder Vollkornkeks als Boden bringt mehr Tiefe als Graham. Ahornsirup ersetzt Melasse – milder, trotzdem aromatisch. Wer Melasse mag, kann Hälfte ersetzen.
- Wenn Frischkäse am Stück zu fest, kurz bei Raumtemperatur stehen lassen. Zu kalter Frischkäse gibt Klümpchen.
- Beim Zusammenrühren der zwei Füllschichten nicht zu hastig sein, sonst verschwimmt der zweischichtige Effekt.
- Backzeiten hab ich bewusst verlängert, um sicherzugehen, dass der Kern stabil wird; lieber etwas länger als zu kurz, sonst fällt alles zusammen.
- Kardamom: Kleine Veränderung, aber gibt Zimt-Muskeln-Mischung Abwechslung, frisch und interessant.
- Wenn Streusel zu weich werden im Ofen, kann man sie 5 Minuten vor Ende abdecken mit Alufolie – schützt vor Verbrennen.
- Lagertipp: In luftdichtem Behälter im Kühlschrank bis zu 7 Tage, ggf. einzelnen Riegel luftdicht einpacken gegen Austrocknen.
Käsecreme herstellen
Kürbisschicht mischen
Streusel vorbereiten
Backen und abkühlen
Tipps und Tricks
Zubereitungstipps
Der Boden wird etwas dünner und leichter, wenn man Digestive statt Graham nutzt, deshalb weniger Butter notwendig, etwa 90 g statt 75 g – das verhindert Fettpölsterchen am Rand. Wichtig beim Einpressen: nicht zu fest pressen, sonst später zu hart. Nach 9-10 Minuten Backzeit kontrollieren, leichte Bräunung reicht, sonst bitter. Temperatureinstellung runter zu 160 °C nach Backen des Bodens, das sorgt für schonendes Garen der Füllungen. Die Frischkäsemischung darf nicht zu lange gerührt werden, maximal homogen, das bewahrt die Textur. Ansonsten Luftblasen, die auffallen und optisch unschön sind. Beim Ei hinzufügen die Reihenfolge beachten, zuerst nur 2 Eier für Grundfüllung, Rest mit Kürbis mischen, so bleiben Schichten getrennt. Die Kürbismasse vorsichtig unterheben, damit der Kontrast erhalten bleibt. Streusel zuletzt drauf, sie geben eine herrliche Karamellnote im Ofen. Backzeit ist etwa 35-38 Minuten, geprüft mit leichtem Fingerdruck: wenn Mitte nicht mehr wabbelig, fertig. Nach Backen unbedingt mehrere Stunden kühl stellen, sonst zerläuft das Ganze beim Schneiden. Scharfes Messer hilft, ideal vor jeder Schnittbewegung Kurzwasserbad – verhindert Verklebung. Die Geduld zahlt sich aus, denn mit sofortigem Servieren ist der Kuchen viel instabiler und weniger aromatisch.
Küchentipps
- 💡 Für den Keksboden nutze Digestive-Kekse. Die geben eine bessere Struktur als Graham-Cracker. Bring die Brösel nicht zu fein, damit der Boden Knusprigkeit hat. Weniger Butter ist nötig, etwa 90 g. Das verhindert einen fettigen Rand.
- 💡 Achte darauf, Frischkäse bei Zimmertemperatur zu verwenden. Kalter Käse führt zu Klumpen, die sich nicht gut vermischen lassen. Rühr die Füllung nicht zu lange, um Luftblasen zu vermeiden. Das beeinflusst die Konsistenz negativ. Ein feines Mousse ist das Ziel.
- 💡 Kürbispüree darf ungesüßt sein. Es fügt eigene Süße und Geschmack hinzu. Wenn du Gewürze magst, experimentiere mit Muskat oder Ingwer. Sie harmonieren gut mit Kürbis. Auch die Menge an Zimt kann variiert werden für stärkeren Aroma.
- 💡 Streusel sind optional, doch sie geben eine schöne Karamellnote und Textur dazu. Du kannst auch Nüsse oder Haferflocken für einen Crunch verwenden. Achte darauf, sie nicht zu feucht zu machen, sonst bilden sich Klumpen. Mehr ist manchmal weniger.
- 💡 Lagere die Riegel im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter. Sie bleiben bis zu einer Woche frisch. Alternativ, frische Scheiben auf ein Backblech geben und einfrieren. Einfach einen Riegel entnehmen, wenn Gelüste kommen. Praktisch für all die Herbstmomente.



