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Kürbis-Spaghetti mit Tomatenpesto

Kürbis-Spaghetti mit Tomatenpesto

Von Marlena

Gebratene Scheiben von Kürbis-Spaghetti, in Olivenöl gewendet, mit würzigem Tomatenpesto serviert. Parmesan durch Pecorino ersetzt, Pinienkerne ergänzen das Aroma. Wichtig sind die Garzeit und das Ablösen der Fasern – knackig, aber gar muss es sein. Variation mit geröstetem Knoblauch im Pesto und Thymian statt Basilikum. Einfache, schnelle vegetarische Vorspeise mit mediterraner Note.
Vorbereitung: 15 min
Kochzeit: 40 min
Gesamt: 55 min
Portionen: 4 Portionen
#vegetarisch #Mediterran #einfach
Kürbis-Spaghetti sind keine klassische Pasta, sondern ein Gemüse, das beim Garen seine charakteristische Fäden bildet – eine spannende Textur, die ich erst mit der Zeit richtig schätzen lernte. Wichtig ist das Timing im Ofen, zu kurz roh und fest, zu lang matschig. Dazu ein Tomatenpesto statt der klassischen Sauce, mit gerösteten Pinienkernen für buntere Aromen. Der Ersatz von Parmesan durch kräftigen Pecorino passt viel besser zum rustikalen Geschmack vom Kürbis. Frische Kräuter wie Thymian bringen noch eine unerwartete Würze, manchmal auch Rosmarin, wenn es herbstlich wird. Jeder Bissen knackt leicht, bevor die Fasern sich weich lösen, ein Kontrastspiel – genau mein Ding bei „Gemüse trifft Käse“. Wer es eilig hat, kann den Kürbis auch kurz dünsten, ich sage aber, Röstaromen müssen sein, das macht den Unterschied. Neben kaltem Weißwein hervorragend, und vor allem macht es optisch was her.

Zutaten

  • 1 kg Kürbis-Spaghetti, in 4 cm dicke Scheiben geschnitten, Kerne entfernt
  • 25 ml Olivenöl nativ extra
  • 400 ml hausgemachtes Tomatenpesto, warm (ersetzt Sauce Tomate)
  • 25 g frisch geriebener Pecorino (statt Parmesan)
  • 1 EL Pinienkerne, leicht angeröstet
  • frische Thymianblätter zum Garnieren
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Über die Zutaten

    Kürbis-Spaghetti sind nicht immer gleich – manche sind härter, andere saftiger. Nach dem Schneiden die Fasern und Kerne entfernen, das geht gut mit einem Teelöffel. Für mehr Geschmack lohnt sich das Marinieren der Scheiben einige Minuten in Öl mit Knoblauch und Thymian vor dem Backen. Oliveöl extra vergine ist Pflicht – billige Öle schmecken sonst bitter. Pecorino selbstraspeln, der abgepackte ist oft trocken oder zu salzig. Pinienkerne werden schnell zu dunkel, bitte beobachten und sofort vom Herd nehmen, so bleiben sie knackig und haben nussiges Aroma. Statt Thymian kann man frischen Oregano oder Estragon nehmen – je nach Vorliebe. Tomatenpesto selbstzubereiten spart Zusatzstoffe, einfach getrocknete Tomaten, Knoblauch, Öl, und ein paar Kräuter im Mixer. Für Veganer den Käse durch Hefeflocken ersetzen, die geben eine ähnliche Würze.

    Zubereitung

  • Backofen auf 210 °C vorheizen; mittlere Schiene, vorheizen wichtig für knusprige Ränder.
  • Kürbisscheiben auf ein großes, mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit Olivenöl bestreichen, salzen und pfeffern. Nicht zu viel, sonst matschig.
  • Kürbis soll Röstaromen bekommen, nicht nur weich werden. 40 Minuten backen, bis Ränder goldbraun sind und die Fasern sich leicht trennen lassen wenn man mit der Gabel entlangfährt.
  • Währenddessen Tomatenpesto leicht erwärmen, nicht kochen, das Aroma bleibt kräftig. Knoblauch im Pesto ist optional, ich setzte ihn immer ein – mehr Tiefgang.
  • Pinienkerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze goldgelb rösten, aufpassen, sie verbrennen sehr schnell und werden bitter.
  • Fertig gebackene Kürbisscheiben auf Tellern anrichten. Mit zwei Gabeln die Fasern zur Mitte hin auflockern, als Nest – da hält das Pesto besser.
  • Jeweils etwa 100 ml Pesto mittig auf die Fasern geben, mit gerösteten Pinienkernen und frisch gezupften Thymianblättern bestreuen.
  • Pecorino fein darüber reiben – intensiver als Parmesan, passt sehr gut zum würzigen Pesto und geröstetem Kürbis.
  • Sofort servieren, während der Kürbis noch warm und bissfest ist. Passt auch gut zu gegrilltem Fisch oder kräftigem Käse als Hauptgericht nebenbei.
  • Sollte der Kürbis zu wässrig sein, Oberfläche abtupfen bevor geölt wird, sonst nass und kein Röstaroma.
  • Alternativ kann statt Pesto auch eine dicke Ajvarsoße verwendet werden. Dann Erdnüsse statt Pinienkerne probieren für unerwartete Note.
  • Zubereitungstipps

    Ein großer Fehler ist zu frühes Salzen, das zieht Wasser und der Kürbis wird matschig, besser vor dem Ölen leicht salzen. Backzeit immer nachsehen: Die Ränder sollen braun werden und die Scheibe beim Anfassen oder Anstechen leicht nachgeben, aber noch Form halten. Zum Auflockern der Fasern braucht es Geduld – zwei Gabeln nehmen und leicht ziehen, nicht zu stark reißen, sonst gehen die Fasern zu sehr auseinander und verlieren Struktur. Tomatenpesto nicht zu heiß machen, Aroma verflüchtigt sich sonst. Ich wärme es sanft in einer kleinen Pfanne, sie sehen das Aroma beim Erwärmen am besten entfalten. Pinienkerne rösten kurz vorher, sonst sind sie schnell ölig. Beim Servieren ruhig die Scheiben mit den Fingern greifen, das macht den Aperitif fast spielerisch. Wer das Gericht aufbewahren will, bereitet Pesto frisch zu und erhitzt beim Servieren separat, der Kürbis schmeckt kalt nicht mehr so gut. Eine kräftige Prise Pfeffer zum Schluss macht viel aus.

    Küchentipps

    • 💡 Auf Backpapier legen; gut für gleichmäßiges Braten. Kürbis auf den Punkt garen. Fasern sollen leicht zu trennen sein. Wenn zu lange, matschig.
    • 💡 Olivenöl extra vergine verwenden. Aroma entscheidend; billigere Öle schmecken oft bitter. Vor dem Backen leicht salzen, aber nicht zu viel, verhindert Matsch.
    • 💡 Für intensiveren Geschmack den Kürbis kurz marinieren. Z.B. in Öl mit Knoblauch. 10-15 Minuten reichen. Aber nicht übertreiben, Kürbis muss rösten.
    • 💡 Achte auf die Röstung der Pinienkerne. Sie rösten schnell und können bitter werden. Goldbraun ist das Ziel. Sofort vom Herd nehmen, bevor zu dunkel.
    • 💡 Pecorino frisch reiben; intensiver. Kann auch durch Hefeflocken für die vegane Variante ersetzt werden. Passt gut zum Pesto. Immer frisch zubereiten.

    Häufige Fragen

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