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Kürbispüree mit Süßkartoffel

Kürbispüree mit Süßkartoffel

Von Marlena

Ein samtiges Püree aus Hokkaidokürbis und Süßkartoffel, gebettet auf aromatischer Gemüsebrühe statt Hühnerbrühe. Zwiebel und Lauch gedünstet in Olivenöl statt Butter, für einen leichteren Geschmack. Mit frischem Thymian und etwas Muskatnuss verfeinert. Köchelt langsam bis die Würfel sonderbar glänzen und fast zerfallen. Püriert bis fast keine Stückchen mehr bleiben, dennoch nicht zu flüssig. Salz und Pfeffer am Ende, damit die Gewürze nicht auslaugen. Ein winterlicher Begleiter mit robustem, aber feinem Geschmack, der überraschend vielseitig ist.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 30 min
Gesamt: 55 min
Portionen: 4 Portionen
#vegetarisch #winterlich #Saisonküche
Ich habe über die Jahre gelernt: nicht nur Butter und Hühnerbrühe machen Kürbispüree, auch Gemüsebrühe und Olivenöl können eine ungewohnte, aber tolle Tiefe schaffen. Beim ersten Mal mit Lauch statt Knoblauch und Zwiebel hat sich ein ganz anderes Aroma entwickelt – süßlich, leicht, nicht so mächtig. Hokkaidokürbis schmeckt intensiver als Butternut, außerdem habe ich Süßkartoffel zugegeben, das gibt mehr Substanz und eine cremigere Konsistenz. Wichtig sind diese kleinen Farb- und Geruchssignale in der Pfanne; wenn die Würfel anfangen leicht zu glänzen und fast kleben, dann weiß ich, das Rösten ist gelungen. Dann erst kommt die Flüssigkeit, um gegart zu werden. Wer es zu früh aufgibt, hat am Ende matschigen Brei – ohne den angenehmen Geschmack des leichten Karamells. Dazu die Frische vom Thymian, die muskatige Würze – so einfach, so befriedigend.

Zutaten

  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Stangen Lauch, gewaschen und in dünne Ringe geschnitten
  • 30 ml (2 Esslöffel) Olivenöl
  • 1 Liter Hokkaidokürbis, entkernt und in Würfel geschnitten
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 150 g Süßkartoffel, geschält und gewürfelt
  • 1 Zweig frischer Thymian
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Über die Zutaten

    Butter durch Olivenöl ersetzt – leichter und bringt ein anderes Mundgefühl. Lauch statt Knoblauch für Eleganz, aber Knoblauch ist möglich und manchmal besser für die herbere Note. Süßkartoffel sorgt für Cremigkeit, kann man weglassen oder durch Pastinake ersetzen. Hühnerbrühe habe ich gegen Gemüsebrühe getauscht; vegan wirds so nebenbei auch. Frischer Thymian, nicht getrocknet, weil das Aroma deutlich intensiver bleibt, passt wunderbar zum Kürbis. Muskatnuss nie vergessen – sie gibt Tiefenwirkung. Gewürze immer zuletzt, sonst versiegen sie oft im Kochwasser. Bei mangelnder Geduld: Ofenrosten der Würfel vor dem Kochen bringt Röstaromen ohne ständiges Rühren.

    Zubereitung

  • Erhitze Olivenöl in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze. Gib die Zwiebel und den Lauch hinein. Ständig rühren, damit nichts braun wird, aber Zwiebel und Lauch sollten weich und durchsichtig werden; das dauert gute 7 Minuten.
  • Füge den Kürbis, die Süßkartoffel und den Thymianzweig dazu. Weiter köcheln lassen, bis die Würfel leicht karamellisieren, etwa 6 bis 8 Minuten. Rühren hilft, damit sich nichts setzt unten.
  • Nun gieße die Gemüsebrühe hinzu. Die Würfel sollten fast bedeckt sein. Deckel auflegen, Hitze reduzieren, kurz auf Köcheln bringen, dann leise simmern lassen. Gefühlssache: nach ca. 25 Minuten solltest du mit einer Gabel prüfen. Wenn der Kürbis und die Süßkartoffel ganz weich sind und sich fast auflösen, ist der richtige Zeitpunkt erreicht.
  • Thymianzweig entfernen. Die Flüssigkeit teils abgießen oder abschöpfen, falls zu viel. Dann mit einem Stabmixer direkt im Topf pürieren, bis eine cremige Masse entsteht. Nicht zu lange, sonst wird es wässrig. Wer keinen Stabmixer hat, verwendet Küchenmaschine oder einen Kartoffelstampfer für rustikale Konsistenz.
  • Jetzt Salz, Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss unterheben. Nochmal abschmecken, gerne abschmecken und ggf. mehr Brühe oder ein paar Spritzer Zitronensaft für Frische hinzufügen. Warm halten, nicht mehr kochen – kein Siedeverzug, sonst trennt es sich.
  • Optional - für etwas mehr Tiefe ein Spritzer dunkler Balsamico oder geröstete Kürbiskerne direkt vor dem Servieren.
  • Zubereitungstipps

    Schwierig zu timen sind die Kochzeiten, weil Kürbissorten unterschiedlich hart sind. Die Würfel sollten anfangen weich zu werden, fast zerfallen, aber keine Suppe werden. Immer prüfen mit Gabel, nicht nur Zeitangaben folgen. Das Anrösten von Zwiebel und Lauch bei mittlerer Hitze gibt die Basis für guten Geschmack, keine Hektik – regelmäßig rühren, nicht braun werden lassen, das verbrennt Bitterstoffe. Deckel drauf ist Effizienz, aber öfter mal lüften, damit es nicht schwitzt und matschig wird. Nach dem Pürieren sofort abschmecken; Geschmack verändert sich während Abkühlens. Wer keine Küchenmaschine hat, mit Kartoffelstampfer einen rustikalen Stil wählen oder grobe Texturen bewusst einbauen. Warm halten ohne Kochen, sonst trennt sich die Masse schnell. Restwärme reicht oft zum Durchziehen.

    Küchentipps

    • 💡 Achte auf die Konsistenz während des Pürierens. Bei zu langem Pürieren wird es breiig. Gut im Auge behalten. Zu wässrig – ist kein Genuss.
    • 💡 Zwiebel und Lauch müssen bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie weich sind. Das entwickelt Süße. Geduld ist wichtig. Keine hektischen Bewegungen.
    • 💡 Für mehr Tiefe: Ein Spritzer Balsamico vor dem Servieren ist clever. Oder ein paar geröstete Kürbiskerne darüber streuen. Aromen steigen.
    • 💡 Wenn du keinen Stabmixer hast, nimm die Küchenmaschine oder Kartoffelstampfer. Braucht mehr Aufwand, aber bringt Charme und Textur.
    • 💡 Falls das Püree zu dick ist, etwas Gemüsebrühe hinzufügen. Auch ein Spritzer Zitronensaft kann Frische bringen. Gerne abschmecken beim Servieren.

    Häufige Fragen

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