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Labneh mit Zitrusnote

Labneh mit Zitrusnote

Von Marlena

Labneh aus griechischem Joghurt, abgewandelt mit Meersalz und Zitronenschale für eine frische Note. Dabei wird der Joghurt länger abgetropft als üblich, um eine cremigere, festere Textur zu erhalten. Alternativ verwende ich gerne Skyr für mehr Protein und eine dezente Säure. Sumach ersetze ich durch fein gehackte frische Minze, um die typisch orientalische Würze mit einem kräuterigen Twist zu verbinden. Das Ergebnis: herb, cremig und schön frisch. Sehr gut zu Brot, rauchigem Gemüse oder zum Dippen.
Vorbereitung: 10 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen: ca 350 ml Labneh
#Vegetarisch #Gesund #Einfach
Schon oft probiert, nie banal. Labneh ist mehr als nur eingedickter Joghurt. Wichtig ist die Konsistenz, die mit der richtigen Salzmenge und Geduld bei der Entwässerung einsetzt. Zeit variieren, wenn zu fest, ist was falsch gelaufen – zu wenig tropfen lassen oder falsch abgedeckt. Die Zugabe von Zitronenschale überrascht erst, aber bringt eine Frische rein, die ich bei vielen Standardrezepten vermisst habe. Minze statt Sumach verleiht eine andere aromatische Ebene – mehr Kräuter als Säure, passt super zu herzhaften Gerichten. Skyr nutze ich manchmal statt klassischen Joghurt für mehr Biss. Wer nicht ohne Sumach mag, kann auch eine Mischung probieren – aber bitte kein fertiges Gewürzmischungschaos, die Balance ist heikel. Die richtige Methode? Immer in Ruhe passieren lassen, am besten mit Sichtkontrolle, nicht nur auf Uhr und Zeit verlassen.

Zutaten

  • 500 ml griechischer Joghurt, alternativ kalter Skyr
  • 3 ml Meersalz (etwa 3/4 Teelöffel)
  • Abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
  • Frische Minze, fein gehackt, nach Geschmack
  • 1 EL Olivenöl, extra vergine
  • Über die Zutaten

    Griechischer Joghurt ist Basis, aber nicht alle Marken taugen. Wer es dichter will, greift zu Sahnejoghurt; der macht die Textur üppiger, aber auch fetter. Skyr ist im Kühlschrank oft schon kühler gelagert, deshalb Tropfzeit verlängern. Salz ist nicht austauschbar, Meersalz bringt eine leichte Mineralnote und macht den Labneh vollmundiger. Zitronenschale unbedingt bio, sonst zu riskant wegen Chemikalien. Minze frisch, trocknet schnell aus und verliert Aroma. Wenn kein Abtropfbehälter passend, tut’s auch ein Sieb mit Stoff oder sogar doppelte Küchenrolle – für zu schnelle Flüssigkeitsabgabe ist wichtig, dass der Joghurt nicht stehen bleibt. Temperatur niedrig halten, sonst fängt er an zu fermentieren. Das kann man zwar auch wollen, aber das ändert die Struktur deutlich. Als Backup verwende ich gerne komplett normales Siebpapier, dann aber besser alle 6 Stunden erneuern, sonst schmeckt es muffig.

    Zubereitung

  • Sieb in eine saubere Schüssel stellen. Ich nehme meist ein feinmaschiges Metallsieb, mit einem extra Baumwolltuch ausgelegt. So fängt man jede Molke gut auf.
  • Joghurt mit Salz und Zitronenschale in einer größeren Schüssel gründlich verrühren. Salz ist entscheidend, gibt Struktur und zieht Flüssigkeit heraus.
  • Die Masse ins Sieb geben, mit einem Deckel oder Frischhaltefolie abdecken, aber nicht dicht. Kühlschrank, kalt, am besten 24 bis 26 Stunden. Nicht kürzer, es soll spürbar dick werden und im Alltag konsistent sein. Gefühlt wie Frischkäse, nicht nur dickflüssig.
  • Molke unten abgießen oder wegschütten, sie riecht leicht säuerlich, aber angenehm. Keine Panik bei gelblicher Farbe, normal.
  • Labneh aus dem Tuch vorsichtig in eine Schüssel geben, nicht pressen, sonst geht Cremigkeit verloren. Am besten mit einem Spatel arbeiten.
  • In eine Servierschale, hübsch mit Olivenöl beträufeln, dann die frische Minze darüber streuen.
  • Optional: Leicht gepuffter schwarzer Pfeffer oder ganze Sesamsamen geben eine interessante Textur und leichte Röstaromen. Sumach und Minze harmonieren gut, aber Minze ist frischer.
  • Kalt servieren, zu Fladenbrot oder knackigen Gemüsesticks. Die leichte Säure von Zitrone peppt das Ganze auf.
  • Zubereitungstipps

    Sieb unbedingt vorher ausspülen, keine Seifenreste, sonst schmeckt alles seltsam. Salz erst später zugeben? Nein, zu früh wäre okay, aber im Joghurt vermischen geht schneller und gleichmäßiger. Abdecken so, dass Luft entweichen kann, ohne Fremdgerüche reinzulassen. Reine Glas- oder Edelstahlbehälter sind stabiler als Plastik, schmeckt man am Ende, weil frisch. Das Abtropfen selbst ist der Arbeitsgang mit wenig Aufwand, aber viel Geduld und Kontrolle. Schale der Zitrone kann nicht im Joghurt eingeweicht werden, sonst bitter; deshalb Schale vorher sehr fein reiben. Wer mehr Spannung in der Textur will, schlägt das Labneh nach Abtropfen leicht mit Gabel oder Schneebesen auf. Die Konsistenz merkt man am besten mit den Fingern: nicht mehr flüssig, eher cremig-zäh. Aufbewahrung in luftdichtem Glas, erfrischt bei jeder Verwendung mit wenigen Tropfen Olivenöl.

    Küchentipps

    • 💡 Joghurt abtropfen lassen, je nach Konsistenz. Wenn zu fest, waren die Abdeckbedingungen nicht optimal. Ein feuchtes Tuch hilft, jedoch nicht zu eng umwickeln.
    • 💡 Wer es gerne schärfer mag, kann frischen Koriander als Variation zur Minze verwenden. Gutes Aroma, passt zu mediterranen Gerichten – und verleiht frische.
    • 💡 Nicht erschrecken, wenn die Molke gelb wird. Normal. Den Geschmack der Molke leicht süßlich. Das Aroma ist milde Säure; prima für Salate oder als Basis für Saucen.
    • 💡 Sorgfältig mit der Zitronenschale umgehen. Zu viel kann bitter schmecken. Vor dem Abreiben gut waschen. Am besten Bio-Zitronen verwenden, keine Chemie.
    • 💡 Wer es cremiger möchte, schlägt Labneh mit der Gabel auf. Dadurch wird die Textur luftiger. Nur leicht, damit die Cremigkeit bleibt. Ein bisschen Öl kann auch helfen.

    Häufige Fragen

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