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Lachsrosen auf Fenchelrahm

Lachsrosen auf Fenchelrahm

Von Marlena

Fenchel sanft in Butter und Crème bei mittlerer Hitze angedünstet bis zart. Geräucherter Lachs hauchdünn geschnitten, in Blütenform drapiert. Fenchel-Crème als Basis, sanft abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer, dient als kühler Kontrast. Rosace aus Lachs darauf gesetzt, kurz im Ofen erhitzt, sodass die Aromen verschmelzen ohne zu trocknen. Schwarze Fischrogen und frische Kräuter geben Farbe und Textur. Ein Rezept für den erfahrenen Koch, der Geschmack und Optik schätzt. Ideal mit frischem Weißwein. Variationen mit Forelle und Zitronenabrieb möglich. Geschmacksschichten sichtbar machen. Sehr visuell, geruchlich intensiv und haptisch spannend.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 25 min
Gesamt: 50 min
Portionen: 4 Portionen
#Lachs #Fenchel #Gourmet #Küchenliebe #Feine Küche
Fenchel und Lachs zusammenzubringen ist eine Kunst für sich. Nicht zu weich, nicht zu fest, nicht im Geschmack dominant. Die Crème fraîche bindet, gibt Schmelz, ohne zu beschweren. Die rosa Farben des Lachses heben sich schön vom hellen Fenchel ab, grüne Kräuter und schwarze Kaviarperlen setzen Akzente. Zwischen Blumenmustern aus Lachs schimmert intermediär der Fenchel hindurch, fast transparent. Ich habe gelernt: Form und Dicke der Lachsscheiben sind entscheidend, sonst kippt die Rosette. Das leichte Anbacken im Ofen nur kurz, sorgt für einen angenehmen Duft, fast nussig. Beim ersten Versuch saß ich zu lange davor - zäher Lachs, wabbeliger Fenchel. Mittlerweile nehme ich Fenchel dünner und Crème etwas stärker, schmeckt frisch aber rund. Das Ergebnis: Ein Teller, der spricht, mit mehreren Ebenen von Aroma und Biss.

Zutaten

  • 1 mittelgroßer Fenchelknolle
  • 40 ml Butter (ersatzweise Gänseschmalz für rustikalen Geschmack)
  • 150 ml Crème fraîche 18 % (anstatt Crème 15 %)
  • 400 g geräucherter Lachsfilet (frischer Lachs geht auch, fein geschnitten)
  • Schwarze Kaviarperlen (ersatzweise rote Forellenkaviar, intensiver)
  • Schnittlauch zum Dekorieren
  • Frischer Dill für optische Frische
  • Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Über die Zutaten

    Fenchel immer frisch kaufen, die Knollen sollen prall und ohne dunkle Stellen sein. Das Fenchelgrün nicht wegwerfen, als Deko wunderbar aromatisch. Butter oder Butterschmalz gibt das Grundaroma, Gänseschmalz ist rustikaler, passt zu Wildlachs etwa. Crème fraîche in etwas höherem Fettgehalt hält die Sauce cremig und bindet, kann auch durch griechischen Joghurt mit Sahne ersetzt werden, dann leicht säuerlich. Räucherlachs bringt die Würze, frischer Lachs ist feiner, braucht aber kürzere Zeit zum Erwärmen. Kaviar ersetzt man mit Forellenkaviar, der intensiver, aber auch günstiger ist. Schnittlauch sorgt für frischen Biss, Dill für das klassische Fenchelaroma. Salz sparsam einsetzen, da Lachs und Kaviar salzig sind. Pfeffer schön frisch gemahlen verwenden, sonst wirds fade.

    Zubereitung

  • Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ofengitter mittig platzieren. Backblech mit 4 quadratischen Backpapierstücken (je ca. 13 x 13 cm) auslegen. Der Platzbedarf muss genau passen, sonst kippt die Rosace später.
  • Fenchelgrün für die Deko beiseitelegen. Fenchelknolle halbieren, das feste Innere raus schneiden, dann in sehr feine Streifen schneiden oder mit Mandoline hobeln. Die feinen Scheiben geben die beste Textur, weniger Faserigkeit.
  • Butter in mittlerer Pfanne schmelzen, Fenchel sofort rein, bei mittlerer bis leichter Hitze 3 Minuten andünsten – er muss glasig werden, beginnt zu duften, weich aber noch bissfest. Dann Crème fraîche dazugeben, salzen, pfeffern, Deckel drauf – geringe Hitze, 12 Minuten simmern lassen, ab und zu umrühren damit nichts ansetzt. Fenchel darf nicht matschig werden, spürbar weich, cremig aber noch formstabil.
  • In der Zwischenzeit Lachsfilet in hauchdünne Scheiben schneiden, ähnlich wie für Carpaccio. Wenn frischer Lachs genommen wird, mit Zitronensaft leicht säuern, gibt mehr Frische und Kontraste.
  • 4 runde Ausstechformen (ca. 8 cm Durchmesser, 2,5 cm hoch) auf dem Backpapier positionieren. Jeweils 1/4 des Fenchels in die Form geben, mit dem Löffelrücken leicht andrücken, damit eine kompakte Schicht entsteht.
  • Lachs großzügig auf den Fenchel legen, komplett bedecken. Die oberste Schicht aus Lachs in dünne Streifen schneiden, Rosettenformen oder Blüten formen. Dünne Scheiben vorsichtig nach außen legen, so stabil, dass sie die Form einer Rose halten. Mit Salz, Pfeffer abschmecken.
  • Formen sehr vorsichtig abheben, damit nichts zusammenfällt. Wenn nötig, mit Löffel nachhelfen. Backblech schräg halten, damit die Rosetten nicht verrutschen.
  • Im vorgeheizten Ofen 8–12 Minuten backen. Nicht länger, sonst trocknet der Lachs aus – leichte Bräunung an Fencheloberfläche ist perfekt. Man riecht den leichten Butter- und Rauchduft. Die Rosace soll warm, aber nicht heiß serviert werden, damit der Lachs zart bleibt.
  • Mit einem Spatel jedes Stück behutsam auf vorgewärmte Teller heben. Mit Kaviarperlen bestreuen – sie geben ein salziges Knacken. Schnittlauch fein schneiden und Deko mit Fenchelgrün sowie Dillvollenden für Kontrast und Frische.
  • Wer keinen Ofen nutzen will, kann die Rosace sanft in einer Pfanne erwärmen, dabei mit einem Deckel abdecken. Vorsicht, dass der Lachs nicht zerfällt, lieber kurz erwärmen und sofort servieren.
  • Kein Crème fraîche? Griechischer Joghurt mit einem EL Sahne ersetzen. Fenchel kann per Hand geschnitten werden, aber eben nicht zu grob, sonst matschig und nicht cremig sondern faserig.
  • Aufbewahrung: Fenchel-Lachs-Rosetten halten ca. 3 Stunden im Kühlschrank, danach wird der Fenchel matschig, Frische draußen. Vor dem Servieren deswegen nur kurz erwärmen.
  • Ich nehme gerne geräucherten Lachs für Aroma, frischen bei niedriger Temperatur passt auch, je nach Saison. Durch das Backen werden alle Aromen aufgeschlossen, dabei muss aber die Textur im Auge behalten werden. Indikator: Fenchel verbindet sich, Lachs wird mild warm, Farbe sanft weder blass noch zu dunkel.
  • Zubereitungstipps

    Nicht einfach nur abwiegen und Zeit nehmen! Du musst Fenchel beobachten: Er soll weich klingeln, sich aber im Biss noch fest anfühlen, glasig aber nicht matschig werden. Hitze mittel bis niedrig, Deckel drauf zum sanften Simmern. Mehrmals leicht rühren, sonst klebt es an, das gibt bitteren Geschmack. Lachs nicht roh verarbeiten, sondern hauchdünn schneiden; das Ausstechen braucht Geduld, Fingerspitzengefühl beim Herausheben. Backofen kurz auf etws mehr als 200 °C, nicht länger als 12 Minuten. Zu langes Backen härtet den Fisch aus, der Fenchel wird zu weich und matschig. Farbe und Geruch kontrollieren. Serviert wird warm, nie heiß. Kaviar per Hand aufgelegt, Schnittlauch frisch gehackt und Fenchelgrün als grüner Kontrast. Alternative: In der Pfanne erwärmen, dabei mit Deckel, nicht wenden.

    Küchentipps

    • 💡 Fenchel sollte frisch sein; achte auf pralle Knollen ohne Druckstellen. Dieses Gemüse mag es, nicht zu weich gegart zu werden. Ich habe durch häufiges Garen gelernt, dass mittlere Hitze ideal ist, um die Textur zu bewahren. Ein köstlicher Duft beim Andünsten zeigt, dass die Aromen sich entfalten.
    • 💡 Wenn du frischen Lachs verwendest, einen Spritzer Zitronensaft darüber geben; das bringt Frische in jedes Gericht. Bei Geräuchertem ist Feingefühl gefragt; den richtigen Schnitt zu finden, ist entscheidend für die Form der Rosette. Probiere in der ersten Runde verschiedene Dicke aus, um das ideale Erlebnis zu erzielen.
    • 💡 Die Backzeit ist heikel. 8-12 Minuten reichen; überprüfe nach 8 Minuten den Fortschritt. Ein leichtes Aroma von Butter und Rauch sollte durch die Küche ziehen. Zu lange backen macht den Lachs trocken – ein Fehler, den ich oft gemacht habe. Rieche und schau nach zarten, leicht gebräunten Rändern.
    • 💡 Mit Kaviar bestreuen, dieser salzige Knack passt perfekt. Schnittlauch bringt Frische, und Dill? Ein Muss für den typischen Fenchelgeschmack. Bei der Verwendung von Crème fraîche: Achte auf die Fettklasse. Hoher Fettgehalt hält die Textur schön cremig und kräftig, aber auch griechischer Joghurt ist eine Option.
    • 💡 Hast du keinen Ofen? Die Rosetten in einer Pfanne erwärmen funktioniert hervorragend. Aber pass auf – Deckel drauf und nicht zu lange. Zu viel Hitze verdirbt den zarten Lachs. Beginne mit der niedrigsten Stufe und prüfe, ob du die Rosetten vorsichtig erhitzen kannst.

    Häufige Fragen

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