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Lammhaxe Dijon-Kruste

Lammhaxe Dijon-Kruste

Von Marlena

Langsam gegarte Lammhaxe mit würziger Senfkruste, ergänzt durch glasiertes Wurzelgemüse mit Ahornsirup. Die Marinade emulgiert durch sorgfältiges Einrühren des Öls, das Fleisch wird bei niedriger Temperatur geschmort für tiefen Geschmack und zarte Fasern. Statt typischem Sellerie-Rüben-Einsatz gibt es Steckrübe als rustikale Alternative und geräuchertes Paprikapulver für eine rauchige Note. Gemüse glasieren, nicht kochen, damit die Süße intakt bleibt. Zum Abschluss frische Kräuterpaste für frische und würzige Akzente. Ein Gericht, das Geduld aber kaum Aufmerksamkeit beim Garen verlangt.
Vorbereitung: 30 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen: 4 bis 6 Personen
#Hauptgericht #Fleisch #Festtagsessen
Lammhaxe langsam bei niedriger Temperatur garen – daraus lernt man Geduld und Vertrauen. Anstelle Sellerie-Rübe passt auch Steckrübe hervorragend, gibt rustikalen Biss und erdige Süße, besonders wenn mit Ahornsirup glasiert. Ich mische gerne rauchiges Paprikapulver unter die Marinade, gibt Tiefe ohne Knoblauchlast. Die langsame Garzeit macht das Fleisch butterweich, die Senfkruste bleibt aromatisch. Gemüse sollte vorsichtig karamellisieren, nicht verkochen. Kräuterpaste zum Schluss bringt Frische rein. Ein Gericht, das Zeit braucht, aber in der Umsetzung entspannt.

Zutaten

  • 1 Lammhaxe mit Knochen, ca. 1.8 kg
  • 25 ml Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
  • Marinade

    • 1 Schalotte, fein gehackt
    • 2 Knoblauchzehen, klein geschnitten
    • 4 Zweige frischer Thymian, Blätter abgezupft
    • 50 ml Dijonsenf
    • 100 ml Pflanzenöl
    • geräuchertes Paprikapulver statt frischem Knoblauch zur Würze
    • Wurzelgemüse

      • 10 kleine Bundmöhren, geschält
      • 1 kleine Steckrübe, geschält und in gleich große Stücke geschnitten
      • 25 g Butter
      • 10 ml Ahornsirup
      • 3 Lorbeerblätter
      • 600 ml Wasser
      • Kräuterpaste

        • 8 g glatte Petersilie, fein gehackt
        • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
        • 1 Knoblauchzehe, klein gehackt
        • 15 ml Pflanzenöl

    Über die Zutaten

    Anstelle Schalotten funktionieren auch milde Frühlingszwiebeln, fein gehackt. Thymian ruhig frisch nehmen, getrockneter würde zu intensiv, kann bitter werden. Für Öl eignet sich geschmacksneutrales Rapsöl, Olivenöl wird schnell bitter bei Hitze. Paprika halal oder geräuchert, je nach Geschmack. Stecktübe gibt eine Alternative zum Sellerie: robuster Geschmack, weniger wässrig, hält beim Glacieren besser. Beim Ahornsirup lieber reinen nehmen, Preisunterschied zahlt sich aus. Für die Kräuterpaste geht auch Koriander statt Petersilie, wenn gewünscht. Frische Kräuter unbedingt am Ende zugeben, sonst verliert sich Aroma.

    Zubereitung

  • Gitter mittig im Backofen platzieren; bei 90 °C vorheizen. Kühlen Ofen brauchen, um langsam zu garen, sanft, langsam. Schwerkraft und Zeit wandeln Fleischfasern. Nicht hetzen.
  • Rippe großzügig salzen und pfeffern. Wahlweise grobes Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer, roh fühlt sich trocken an.
  • Öl in große Pfanne geben, stark erhitzen. Krach, Rauchzeichen, sofort das Fleisch anbraten, bis es überall dunkel goldbraun, fast fast schwarz wird, unbedingt wenden, jede Seite grillen, außen eine Kruste bilden. Fleisch vorher abtupfen, sonst spritzt das Öl und stört nächster Schritt.
  • Für marinade Schalotte, Knoblauch, Thymian, Senf mischen. Öl schlückchenweise rein, mit Schneebesen rühren, emulsifizieren – sahnige, dickflüssige Konsistenz, nicht zu dünn. Hälfte Marinade kalt stellen, für später. Rest großzügig auf Lamm verstreichen, fast wie eine Paste.
  • Fleisch in Alufolie wickeln, luftdicht, kein Dampf soll entwischen, im Ofen auf Backblech 11h 30 min garen. Temperatur langsam, Fleisch schrumpft, Aroma entwickelt sich. Wichtig: nicht öffnen, sonst fällt Hitze raus, Garzeit verlängert sich stark. Am Ende Folie entfernen und kurz offen lassen, Flüssigkeit wird reduziert, Oberfläche trocknet leicht ab, Fleisch kühlt minimal ab und stabilisiert sich.
  • Gemüse in große Edelstahlpfanne, Butter rein, Flamme mittel. Möhren, Steckrübe, Paprikapulver zum Duft, Ahornsirup vorsichtig zugeben, Lorbeerblätter rein. Salzen, pfeffern. Wasser nur so viel, dass Gemüse gerade bedeckt ist. Aufkochen, laut hörbares Knistern, kleine Bläschen. Nicht umrühren sofort, sonst zerfallen Möhren.
  • Hitze reduzieren, weiter garen, Flüssigkeit verdampft langsam, oft Gemüse wenden, damit Zuckerschicht karamellisiert, glänzend wird, wie lackiert, Frostschutz für kalte Wintertage auf Teller. Würzung mit Salz und Pfeffer anpassen.
  • Währenddessen Kräuterpaste anrühren: Petersilie und Zwiebel mit Knoblauch mischen. Öl zugeben, glatt rühren, nicht zu flüssig. Kleine Schale in den Kühlschrank stellen, frisch am Tisch.
  • Fleisch mit Bratensaft servieren, Saft durchs Sieb gießen, entfettet. Dabei riecht es deutlich nach Thymian, Senf und Rauchpaprika, einladend und tief. Gemüse mit Kräuterpaste bestreichen, kurz darauf heiß servieren. Geduld zeigt sich im Geschmack.
  • Wer kein Alu mag: Emailschale mit Deckel und hitzebeständigem Backpapier ersetzen, garzeit etwas verlängern. Bei dünneren Stücken Temperatur noch weiter senken, sonst zu trocken. Immer Probe mit Gefühlsprobe am Fleisch – Fleischtasche gibt der Finger: weich, aber noch fest.
  • Zubereitungstipps

    Beim Anbraten auf starke Hitze setzen: es muss richtig blubbern und zischen. Zu wenig Hitze gibt nur graues Anbraten ohne Geschmack. Beim Emulgieren der Marinade langsam Öl einrühren, sonst trennt sich die Sauce und bleibt dünnflüssig. Alufolie dick wickeln, keine Luftblasen. Temperatur niedrig, niemals über 100 °C, sonst wird das Fleisch trocken. Je nach Ofen kann kleine Abweichung normal sein. Gemüse braucht Geduld: Flüssigkeit darf erst starten zu köcheln, bevor alles Glasieren beginnt, langsam rühren, damit es nicht anhängt. Kräuterpaste nicht zu ölig machen, sonst wirkt sie schwer. Bratensaft abschmecken, eventuell mit wenig Zitronensaft oder Weißwein verfeinern. Fleischprobe mit Spieß: Widerstand weich aber federnd, wenn leicht nachgibt.

    Küchentipps

    • 💡 Achte auf die richtige Temperatur. Bei 90 °C garen. Langsam und sanft, damit das Fleisch zart wird. Zeit ist der Schlüssel.
    • 💡 Beim Anbraten richtig aufheizen. ÖL muss blubbern. Nicht zu wenig Hitze. Geschmack kommt durch schönes Anbraten.
    • 💡 Wenn Gemüse glasieren, nicht überkochen. Flüssigkeit muss verdampfen. Möhren karamellisieren wunderbar. Geschmack ist süßlich und knackig.
    • 💡 Marinade gut emulgieren. Öl langsam einrühren, damit es nicht trennt. So bleibt die Konsistenz dickflüssig. Perfekt für die Kruste.
    • 💡 Fleisch gut umwickeln. Keine Dampfentweichung, sonst wird's trocken. Alufolie oder Emaille funktioniert ebenfalls.

    Häufige Fragen

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