Limetten-Cranberry Riegel

Von Marlena
Knusprige Riegel mit einer lebhaften Limettencreme und getrockneten Cranberries. Mürbeteigboden mit feiner Vanillenote, Limettenzeste und cremiger, zitronig-säuerlicher Füllung. Abgerundet durch saure Cranberries, die etwas Biss und Kontrast bringen. Raffiniert, dank Crème fraîche statt Sahne, für mehr Frische. Variiert in Backzeit, um den perfekten Biss oben ohne Überschuss zu erreichen. Kühlung zwingend für schnittfesten Genuss. Eignet sich gut als leichter Nachtisch und macht sich gut auf jeder Kaffeetafel.
Vorbereitung:
35 min
Kochzeit:
50 min
Gesamt:
Portionen:
12 Portionen
#Desserts
#Backen
#Schnelle Rezepte
Limetten und Cranberries, klare Kombi. Früher die klassische Variante mit Weißmehl und Sahne gebacken. Mehrere Versuche finde ich Dinkel besser. Geschmack voller, Boden zarter und nicht so süß. Cranberries genau im Teig gestreut geben leichtes Knacken und Säure, nicht zu dominant. Wichtig: der richtige Mix der Cremigkeit. Crème fraîche statt Sahne, macht die Limettenfüllung feiner und weniger schwer. Wer es nicht kennt – Limettencreme dickt nicht so rasch ein wie klassische Lemon Curd, hier setzt langsames Köcheln an, bis die Masse dick wird – riecht schon beim Rühren herrlich frisch und zitronig. Die Backzeiten mit Zutatenänderungen kleinig angepasst, ab jetzt mit Gefühl, nicht mit Uhr. Fällt auf ohne den süßen Überschuss. Kühlschrankkälte zwingend zum Schneiden, sonst bröckelt alles. Immer wieder begeistert, wie sich die Säure der Limetten mit der Süße der Cranberries verzahnt. Dazu der mürbe Boden – Texturen, Frischegefühl intensiviert durch Vanille und den extra Ingwer im Curd, der unterschwellig mehr Tiefe gibt. Geschmack dieses Mal nicht nur zum Naschen, sondern zum Genuss als Dessert oder Begleitung zum Kaffee am Nachmittag.
Zutaten
BODEN
- 160 g (1 Tasse) unraffiniertes Dinkelmehl
- 3 ml (1/2 TL) Meersalz
- 90 g (etwas weniger als 1/2 Tasse) kalte Butter in kleinen Stücken
- 50 g (1/4 Tasse) brauner Rohrzucker
- 5 ml (1 TL) natürliche Vanilleextrakt
- 1 mittelgroßes Ei
- 35 g (1/4 Tasse) getrocknete Cranberries grob gehackt
- 80 g (1/3 Tasse) Rohrohrzucker
- 40 g (3 EL) Butter, geschmolzen
- 3 Eier
- Schale von 3 Limetten, fein gerieben
- 100 ml (1/3 Tasse + 1 EL) frisch gepresster Limettensaft
- 60 ml (1/4 Tasse) Crème fraîche
- optional: 1 Prise gemahlener Ingwer für den Kick
LIMETTENFÜLLUNG
Über die Zutaten
Die Wahl von Dinkelmehl statt allem Mehl ist Absicht. Gibt bessere Textur und weniger Klebrigkeit bei Boden. Butter immer kalt, selten zu weich, sonst zu schmieriger Teig. Brauner Zucker statt weißem, weil er mehr Feuchtigkeit bringt und leicht karamellig schmeckt. Vanille natürlich für Aroma, kann man auch mal mit Tonkabohne ersetzen – ein spannender Twist. Cranberries im Teig grob gehackt, nicht gemahlen, sonst gehen die Texturen verloren. Bei Limetten benutze ich immer Bio, wegen der Schale. Die Zeste fein reiben, um keine weiße Haut mit hineinzunehmen, sonst wird es bitter. Crème fraîche statt Sahne bringt dabei Frische und Cremigkeit, ohne dass die Mischung zu flüssig wird. Butter im Curd schmelzen, damit sie sich besser einbindet. Zucker reduziert, schmeckt nicht zu süß, aber immer noch angenehm. Durch die Zitronenschale (Limettenschale) die Frische intensivieren, aber nie bitter beißen lassen. Kleiner Ingwer-Kick macht das Ganze persönlicher – kann man weglassen, falls zu dominant. Eier immer Zimmertemperatur, binden besser.
Zubereitung
VORBEREITUNG DES BACKBLECHS
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Rost in mittlere Position schieben. Backform rechteckig, ca. 28 x 20 cm, mit Backpapier auslegen. Papier an zwei Seiten überstehen lassen – erleichtert später das Herausnehmen.
- Mehl und Salz in Schüssel sieben, um Klümpchen und Luft zu verteilen. Kalte Butter mit den Fingerspitzen rasch einarbeiten, bis krümelige Struktur entsteht. Dabei Hände nicht warm werden lassen – Butter soll am Stück bleiben, das macht Boden schön mürbe.
- Braunen Zucker und Vanille zum Mehl-Butter-Gemisch geben. Ei leicht verquirlen, dazugeben und alles schnell mit Kochlöffel oder Teigkarte umgehen, bis sich Masse verbindet. Nicht übermixen, sonst wird der Boden zäh.
- Cranberries unterheben, gleichmäßig verteilen. Teig zügig in die Form drücken, ca. 2 cm Dicke. Wichtig: nicht zu dünn, sonst brennt er schnell an. Gleichmäßige Fläche, Kanten etwas hochdrücken, sonst läuft die Füllung darunter.
- Auf Geräusche achten – beim Drücken leichtes Knirschen, bedeutet richtige Textur, nicht zu weich, nicht zu fest.
- Ab in den Ofen, ca. 23–27 Minuten backen. Goldgelb, nicht zu braun. Ränder sollten sich vom Blech lösen, Oberfläche leicht fest sein bei Anfassen mit Fingerballen.
- Während Boden backt, Eier, Zucker und Butter in Topf geben. Wichtig: bei relativ niedriger Hitze köcheln, dauern lassen, dabei konstant mit Schneebesen rühren. Dickt langsam ein, Farbe wird heller, Texte wird glänzend. Nicht zu heiß, sonst gerinnt das Ei!
- Limettensaft und -schale langsam untermischen. Zitrusaromen wirken erst mit der Zeit, gut verteilt durch ständig weiterrühren.
- Crème fraîche am Schluss unterheben – macht Creme samtiger und sorgt für leichteren Säureausgleich. Kleine Prise Ingwer dazu ist meine Geheimwaffe, gibt Tiefe ohne Schärfe.
- Wichtig: Hitze jetzt noch niedriger, rühren, rühren, rühren. Konsistenz soll an Pudding erinnern, nicht zu flüssig, fängt leicht an, am Löffel haften zu bleiben.
- Vorgebackenen Boden aus Ofen nehmen. Etwas abkühlen lassen – handwarm ist gut.
- Limettencreme mit Löffel oder Gießkanne vorsichtig auf de Boden geben, bis gleichmäßig verteilt.
- Zurück in den Ofen, weitere 8–13 Minuten backen. Die Creme soll fest werden, nicht wackelig bleiben. Oben leichte Bläschen, Rand etwas fester und an Setzung feststellbar.
- Nach Backzeit erst bei Raumtemperatur etwas abkühlen lassen, dann mehrere Stunden (mindestens 2) in den Kühlschrank stellen. Sonst bekommt man keine guten sauberen Schnitte.
- Herausnehmen, an den überstehenden Papierseiten hochheben. Mit scharfem Messer in 12 Stücke schneiden.
- Cranberries im Boden sorgen für kleine Überraschungen beim Kauen, Limette bringt Licht, Frische. Crème fraîche macht cremiger als Sahne – weniger zähflüssig, trotzdem reichhaltig.
- Dinkelmehl durch Weizenmehl 405 ersetzen, wenn schnelle Verarbeitung gewünscht. Vollkornmehl hab ich probiert, macht Boden zu schwer und mehlig, nicht zu empfehlen.
- Butter kalt schneiden, nicht schmelzen – im Notfall kurz einfrieren und frisch reiben für schnelle Zubereitung.
- Limettensaft durch Zitronensaft oder eine Mischung aus Orange und Zitrone, falls Limetten nicht da.
- Cranberries durch getrocknete Kirschen oder gehackte Rosinen austauschen. Kirschen geben mehr Süße, Rosinen eher mild.
- Wenn Creme zu dick wird, etwas mehr Crème fraîche oder Milch einrühren, zu flüssig? Weiter köcheln, bis gewünschte Dichte.
- Backzeit variiert mit Ofen, immer lieber nach Farbe und Textur richten als nach Stoppuhr.
- Bei klebrigem Teig Hände leicht anfeuchten – erleichtert Verarbeiten.
- Zum Schneiden Messer nach jedem Schnitt in warmes Wasser tauchen, so bleiben die Riegel sauber.
- Riegel halten im Kühlschrank 3–4 Tage, können auch einfrieren. Auftauen langsam im Kühlschrank, sonst wird der Boden matschig.
BODEN ZUBEREITEN
LIMETTENCREME VORBEREITEN
BOTTOM UND FÜLLUNG ZUSAMMENFÜHREN
AUSKÜHLEN UND KÜHLEN
TIPPS & SUBSTITUTIONEN
Zubereitungstipps
Der Boden – Temperatur und Konsistenz sind das A und O. Nicht mit den Händen zu warm arbeiten, sonst schmilzt die Butter zu sehr, Teig wird zäh. Fix zusammenrühren, krümelig soll er sein, nicht klebrig. Gleichmäßiges Andrücken im Blech, nicht zu dünn. Backzeit bei 175 °C variiert. Ja, mal 23, mal 27 Minuten – Farbe beobachten, Oberfläche angetrocknet und leicht goldbraun. So muss er für den nächsten Schritt sein. Die Creme: der langsamkeit beim Erwärmen beim Rühren nicht unterschätzen. Kein Schnellkochtopf für diesen Schritt! Eier und Zucker dürfen nicht gerinnen, deswegen Hitze niedrig halten und stetig rühren, bis leicht eindickt. Erst da Limette zugeben. Crème fraîche zum Schluss, langsam einrühren. Nach dem Aufgießen auf Boden sofort in den Ofen, sonst gart der Boden zu trocken. Füllung backen, bis sie nicht mehr wackelig ist, aber noch weich aussieht. Nach dem Backen unbedingt gut kühlen, die Riegel sollen schnittfest sein. Messer vor jedem Schnitt in warmes Wasser dippen. Fehler: Überbacken, dann Füllung zu hart, oder zu kurz, dann läuft sie heraus. Abwarten, auch optisch prüfen. Der Aromentrick: Ingwer bleibt oft unbemerkt, bringt Tiefe. Aromatische Vanille immer frisch verwenden, macht den Unterschied. Zubereitung geordnet angehen, weil Zutatenwechsel auch Technik beeinflusst.
Küchentipps
- 💡 Verwende Dinkelmehl für einen leichten, knusprigen Boden. Weizenmehl macht alles schwerer. Achte darauf, kalte Butter zu nutzen. Das verbessert die Textur erheblich. Schneider sie in kleine Stücke. Nur kurz bearbeiten.
- 💡 Prüfe die Backzeit genau. Achte auf die Farbe des Bodens. Ränder müssen sich lösen. Drücke leicht mit dem Finger darauf, sollte nicht zu fest, aber auch nicht wabbelig sein. Nach 20 Minuten mal schauen.
- 💡 Cranberries grob hacken, nicht zu fein pürieren. Sonst verlieren sie ihre Struktur. Wenn dir die Säure zu stark ist, kannst du auch Kirschen verwenden. Kirschen bringen mehr Süße ins Spiel.
- 💡 Kombination von Limettensaft und -schale ist entscheidend. Bio-Limetten verwenden. Für frischen Geschmack beim Reiben. Bitterkeit vermeiden – immer die weiße Haut von der Schale fernhalten.
- 💡 Keine Angst vor Anpassungen! Wenn die Creme zu dick wird, etwas mehr Crème fraîche dazugeben. Zu flüssig? Köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Immer wieder rühren, damit nichts anbrennt.



