Mexikanisches Tofu-Rührei

Von Marlena
Zerbröckelter fester Tofu, angebraten mit Zwiebeln, Knoblauch und Jalapeño, gewürzt mit Kreuzkümmel, geräuchertem Paprikapulver und Kurkuma. Statt Tomate Paprika verwendet, für eine fruchtige Süße. Mit Frühlingszwiebeln, frischem Koriander und einem Klecks Sojajoghurt serviert, dazu scharfe Chilisoße oder Limettensaft. Schnell, ohne Eier und glutenfrei. Aromatisch und leicht scharf, mit cremiger Note durch Sojajoghurt als Ersatz für saure Sahne.
Vorbereitung:
10 min
Kochzeit:
15 min
Gesamt:
25 min
Portionen:
4 Portionen
#vegan
#schnell
#Proteinreich
Ich habe mich ausprobiert an dieser mexikanischen Tofu-Variante, weil das übliche Rührei mal langweilig wurde. Tofu eben — zäher als Ei, braucht also mehr Hitze und Zeit zum Austrocknen, damit er diese krümelige Konsistenz annimmt. Meine Versuche mit Tomate endeten oft in matschigen Klumpen, also habe ich Paprika genommen, viel besser. Die Paprika bringt eine leichte Süße, auch mit Gewürzen sehr harmonisch. Bei Hitze immer auf die Geräusche achten, das Pfannenrauschen wird leiser, dann ist Wasser fast weg, Zeit zum Würzen, für mich das wichtigste Erfolgskriterium. Nicht zu viel umrühren, sonst wird es Pampe. Sojajoghurt für Frische, klassisch saure Sahne hatte ich nicht vorrätig. Für die Schärfe Jalapeño plus einen Spritzer Limette oder Tabasco – spürbar, aber nicht beißend. Wer keinen Tofu mag, kann auch zerbröckelten Halloumi probieren, gibt eine völlig andere Textur. Wichtig ist, dass die Gewürze gut anrösten, nicht nur zum Würzen, sondern auch zur Farbgebung und Aromaentfaltung. So läuft das bei mir in der Küche – mit Gefühl und ein bisschen Geduld.
Zutaten
Über die Zutaten
Menge leicht reduziert, weil ich keine zu schweren Portionen mag. Fester Tofu ist Pflicht, weicher zerfällt nur. Statt Tomate Paprika, hat mir in mehreren Versuchen besser gefallen. Sie wird nicht matschig, verleiht aber trotzdem Frische. Jalapeño kann man durch grüne Chilischoten ersetzen oder Chipotle für mehr Rauch, je nach Gusto. Pflanzenöl, gerne Sonnenblumenöl wegen neutralem Geschmack. Der Kreuzkümmel sollte unbedingt frisch gemahlen sein, sonst verliert man viel Aroma. Geräuchertes Paprikapulver ist das Herzstück, meist rauchiger Geschmack, ohne den Mexikanisches Gericht fade wirkt. Kurkuma für Farbe und einen Hauch Wärme. Frühlingszwiebeln frisch – bitte nicht Lauchzwiebeln, die sind zu scharf. Koriander je nach Vorliebe, ich liebe es. Sojajoghurt ist gut als milde Alternative zu saurer Sahne, liefert Cremigkeit ohne Fett, das passt besser zum Tofu. Falls Sojajoghurt nicht verfügbar ist, ein Klecks Kokosjoghurt geht auch, gibt ein exotisches Aroma. Salz und Pfeffer grundlegend, aber vorsichtig dosieren, man will den Tofu schmecken, nicht übersalzen. Für Schärfe entweder Tabasco oder frischer Limettensaft, gibt etwas Kontrast. Alles Zutaten, die man leicht zuhause hat oder ersetzen kann.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Zerbröckeln des Tofus mit Händen: nicht zu fein, sonst wird es Brei. Grob-bröckelig hält die Konsistenz besser. Pfanne unbedingt antihaft, sonst erste Anbrenner, die man nicht will. Beim Zwiebeln anschwitzen keine Eile, Glasig reicht, Farbe nicht zu dunkel, sonst bitter. Wichtig: Jalapeño erst kurz vor dem Tofu zugeben, sonst verbrennt die Schärfe. Die Gewürze zerreiben oder frisch mahlen (Cumin, Paprika) geben mehr Geschmack. Lieber in kleinen Portionen rühren, damit der Tofu nicht matscht, sondern schön trocken wird. Man merkt den richtigen Zeitpunkt am Nachlassen des Zischens, dann Wasser wirklich weg. Paprika zuletzt rein, sie braucht nur kurz Hitze, sonst weg mit der Knackigkeit. Frühlingszwiebeln und Koriander immer frisch, nie mitkochen, sonst verlieren sie Aroma. Sojajoghurt extra, direkt vor dem Essen, dadurch bleibt das Gericht cremig und frisch. Abschmecken vor dem Servieren, vielleicht nachwürzen. Scharfe Soße immer separat, zu viel gleich rein macht das Gericht schnell übermächtig. Wer es noch würziger mag, kann am Schluss frisch gemahlenen Chili darüberstreuen. Es lohnt, dieses Gericht einmal komplett mit eigenen Fingerspitzengefühl zu kochen, nicht nur eine Zeitanweisung herunterzuplappern.
Küchentipps
- 💡 Tofu gut zerbröckeln. Finger benutzen, nicht zu fein. Grobe Stücke bringen die perfekte Konsistenz. Zu fein? Dann wird's Brei. Vor allem & wichtig, gleichmäßig verteilen in der Pfanne.
- 💡 Pflanzenöl nicht auslassen. Sonnenblumenöl ist neutral. Zu viel Hitze macht Tofu trocken. Lieber sanft anbraten. Geräusche, die die Pfanne macht, sind entscheidend. Zischen sollte leiser werden.
- 💡 Gewürze zuerst anrösten. Krequier ist ein Muss. Frisch mahlen für mehr Aroma. Vor dem Servieren ausprobieren. Anpassen. Schärfe erst am Tisch dosieren mit Limettensaft oder Tabasco.
- 💡 Paprika kommt zum Schluss rein. Braucht nur kurze Zeit. Knackig soll sie bleiben. Ansonsten geht die Frische verloren. Frühlingszwiebeln und Koriander separat anrichten. Sonst verlieren sie ihren frischen Geschmack.
- 💡 Sojajoghurt als frische Note dazufügen. Nicht in die Pfanne – sonst wird's flüssig. Und dann... nicht mehr schön. Zum Servieren am besten direkt auf den Teller geben. Das sorgt für den richtigen Kontrast.



