Mittelmeer Avocado-Dip mit Pitachips

Von Marlena
Knusprige Pitastücke, gewürzt mit Selleriesalz, treffen auf einen cremigen Avocado-Joghurt-Dip mit Zitronensaft, Knoblauch und Kreuzkümmel. Obenauf ein Schichtmix aus Hummus, fein gewürfelter Gurke, Tomate, zerbröseltem Feta, schwarzen Oliven und frisch gehacktem Sellerie. Eine Kombination aus Texturen und Aromen, die durch das Rösten der Pita extra knusprig wird. Mit geänderter Menge und kleinen Zutatenänderungen verleiht dieser Dip dem üblichen Snack eine mediterrane Frische und Tiefe. Optimale Zeiten und Techniken für knusprige Chips und frischen Dip werden erklärt, dabei vermieden ein zu starkes Austrocknen der Avocado. Perfekte Vorspeise oder leichter Hauptgang für Vegetarier.
Vorbereitung:
20 min
Kochzeit:
15 min
Gesamt:
35 min
Portionen:
8 Portionen
#Vorspeise
#Appetizer
#Snacks
#Vegetarisch
Ich habe diesen Dip mehrfach modifiziert, nachdem ich die Erfahrung mit zu weich gewordenem Pita und ausgeblichenem Avocado-Geschmack gemacht habe. Wichtig: der Hummusboden stabilisiert den Dip, verhindert, dass die saftigen Zutaten zu wässrig werden. Weniger häufige Backzeit plus häufiges Wenden machen die Chips optimal knusprig und gleichmäßig gebräunt. Die Kombination aus Selleriesalz, Schnittlauch und Minze sorgt für einen mediterranen Twist, der oft unterschätzt wird. Nicht zu viel Zitronensaft – zu viel Säure bringt den Dip aus dem Gleichgewicht. Am Ende steht ein Snack, der crunchig, cremig, frisch und würzig zugleich ist, ohne langweilige Einheitsnote. Sobald man die Zutaten gesichtet hat, geht‘s schnell; die Wartezeit im Kühlschrank verfeinert noch den Geschmack.
Zutaten
Pitachips
- 40 ml Olivenöl
- 7 Pita-Fladen, jeweils in 8 Stücke geschnitten
- 3 ml Selleriesalz
- 1 reife Avocado, halbiert und entkernt
- 20 ml frischer Zitronensaft
- 200 ml griechischer Naturjoghurt
- 25 ml frische Schnittlauch, fein geschnitten
- 1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
- 1 ml gemahlener Kreuzkümmel
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 200 ml Hummus
- 200 ml geschälte Gurke, fein gewürfelt
- 1 mittelgroße Tomate, entkernt und fein gewürfelt
- 100 ml Feta, grob zerbröselt
- 25 ml schwarze Oliven in Öl, entsteint und gehackt
- 60 ml frische Sellerieblätter, grob gehackt
- 25 ml fein gehackte frische Minze (als Ersatz für Selleriegrün)
Avocado-Joghurt-Creme
Garnitur
Über die Zutaten
Kleine Anpassungen bei Mengen spüren beim Geschmack direkt. Olivenöl darf nicht zu dominant sein, sonst werden die Pitas feucht. Selleriesalz bringt gutes Aroma, kann aber durch Meersalz oder ein kleines bisschen geräuchertes Paprikapulver ausgetauscht werden. Frische Kräuter – Schnittlauch und Minze – müssen gut gewaschen sein, sonst schmeckt der Dip bitter bzw. muffig. Avocado sollte reif, aber nicht überreif sein – Fingerprobe hilft: leicht nachgeben ist richtig.
Zubereitung
Pitachips zubereiten
- Backofen vorheizen auf 175 °C. Backblech mit Backpapier auslegen. Die Pita-Stücke in eine große Schüssel geben. Das Olivenöl langsam über die Pita träufeln und mit den Händen gut vermischen, bis alle Stücke leicht geölt sind. Selleriesalz darüber streuen und nochmals durchmischen. Lieber etwas weniger Salz als zu viel, denn die Chips werden beim Backen noch intensiver.
- Die Pitastücke auf dem Backblech in einer einzigen Schicht ausbreiten. Wer zu dicht legt, riskiert weiche Stellen.
- Im Ofen ca. 15 Minuten backen, dabei alle 4-5 Minuten vorsichtig wenden. Fertig sind die Chips, wenn sie anfangen, goldbraun zu werden, an den Kanten dunkler, und beim Klopfen knusprig klingen. Nicht zu lange lassen – sonst verbrennen oder werden zu hart.
- Avocadofleisch mit einer Gabel zerdrücken, dabei Zitronensaft einrühren, um das Braunwerden zu vermeiden. Zitronensäure wirkt als natürlicher Schutz.
- Dann den griechischen Joghurt hinzufügen, Knoblauch, Schnittlauch und Gewürze unterheben. Nochmals abschmecken. Kreuzkümmel verleiht Tiefe; hier eher sparsam dosieren, sonst wird es bitter.
- Immer probieren – zu wenig Salz und Pfeffer nehmen dem Dip die Würze. Falls Avocado zu reif ist, mehr Joghurt, zu fest, etwas Wasser oder Zitronensaft dazugeben.
- Große Servierplatte nehmen. Zuerst dünn Hummus verteilen – er wirkt als aromatische Grundlage und verhindert, dass die Gurke den Joghurt verwässert.
- Darauf die fein gewürfelte Gurke streuen.
- Die Avocado-Joghurt-Creme vorsichtig darüber verteilen. Der Dip soll Schichten haben, keine Vermischung.
- Tomatenwürfel, Feta, gehackte Oliven und frische Sellerieblätter großzügig darüber verteilen. Die Minze habe ich für Frische hinzugefügt. Passt gut, ersetzt das übliche Selleriegrün, gibt einen feinen Kick.
- Mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 1 Stunde kaltstellen. So verhält sich die Cremigkeit besser beim Servieren.
- Pitachips dazu reichen – unbedingt Raumtemperatur, sonst werden sie schnell weicher oder zu krümelig.
- Wer den Dip länger stehen lässt, sollte gegen Austrocknung abdecken und kurz vor dem Servieren mit einem Löffel durchmischen.
- Alternativ kann man statt Pita auch dünne Tortillastreifen nutzen. Wichtig: im Öl wenden, sonst zu trocken.
- Avocado nicht zu lange vorher schneiden – sonst bitter und unansehnlich.
- Pitachips gelegentlich wenden und im Auge behalten! Kleine Plätzchen können schnell dunkel werden.
- Joghurt cremig, aber nicht zu flüssig nehmen, sonst verläuft der Dip.
- Selleriesalz ersetzt normales Salz für Aroma, kann aber durch Meersalz oder geräuchertes Salz ersetzt werden – gibt eine andere Note.
- Oliven würde ich entsteint lassen, die Kerne können beim Essen störend sein.
- Wenn kein frischer Schnittlauch da ist, ersetzt frische Petersilie oder Thaibasilikum den Geschmack.
- Grobes Zerkleinern der Garnitur setzt mehr Aroma frei, aber zu viel zerkleinern die Optik.
- Doppelportion machen – hält sich abgedeckt 2 Tage im Kühlschrank, dann aber vorher gut umrühren.
Avocado-Joghurt-Creme herstellen
Dip schichten und garnieren
Servieren
Tipps und Fehler vermeiden
Zubereitungstipps
Der Schlüssel liegt im Timing beim Pita rösten. Ständig mal in den Ofen schauen, wie sich die Farbe entwickelt. Nicht einfach auf Zeit achten oder einschlafen lassen. Die Avocado-Joghurt-Mischung richtig würzen, da Joghurt allein oft fad schmeckt. Zitronensaft zum Verzögern des Braunwerdens und für Säure richtig einarbeiten. Auch beim Schichten auf der Platte auf Textur achten - nicht alles vermischen. Die Garnitur sollte frisch und klar sichtbar bleiben. Kühlung setzt Aromen frei, aber keine zu lange Lagerung, sonst verliert der Dip Frische und bekommt eine eigenartige Konsistenz.
Küchentipps
- 💡 Achten Sie beim Pita-Rösten auf die Farbe. Drehen Sie die Chips regelmäßig im Ofen, sonst werden sie ungleichmäßig. 15 Minuten sind schnell vorbei. Wenn sie goldbraun sind, sollten Sie sie sofort herausnehmen um ein Verbrennen zu vermeiden. Zu lange im Ofen werden sie knusprig, aber können auch zu hart werden. Mischen Sie das Olivenöl gut, um zu verhindern, dass einige Stücke zu viel abbekommen – Pitas sollten leicht ölig sein.
- 💡 Die Avocado sollte reif, aber nicht überreif sein. Bei der Wahl immer eine sanfte Druckprobe machen. Wenn sie leicht nachgibt, ist sie gut. Beim Mischen ist es wichtig, Zitronensaft sofort einzuarbeiten. Das verhindert die Braunverfärbung. Die Textur soll cremig, aber nicht flüssig sein. Probieren Sie, zu wenig Salz kann den gesamten Geschmack ruinieren. Wenn der Dip zu fest ist, etwas Wasser oder mehr Joghurt beifügen.
- 💡 Für die Garnitur sind frische Kräuter ein Muss. Statt Schnittlauch könnten Sie auch Petersilie verwenden, falls nicht verfügbar. Minze bringt frische Aromen. Die Tomatenwürfel und die Gurke sollten möglichst schnell geschnitten werden, um wässrige Strukturen zu vermeiden. Vermeiden Sie zu lange Lagerung in der Kühlung. Eine Stunde ist optimal, um die Aromen einzubinden. Wenn der Dip länger steht, sollte er gut abgedeckt sein um Austrocknung zu verhindern.
- 💡 Machen Sie ruhig eine Doppelportion. Der Dip hält sich, abgedeckt, zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Vor dem nächsten Servieren unbedingt gut umrühren. Oft verliert der Dip an Luftigkeit und Konsistenz. Die Pitachips jedoch sind am besten frisch. Wenn Reste da sind, auf keinen Fall im Kühlschrank lagern. Es gibt Alternativen wie Tortillastreifen. Diese müssen jedoch auch vor dem Backen im Öl gewendet werden, um knusprig zu bleiben.
- 💡 Mit dem Selleriesalz kann experimentiert werden. Es bringt ein wenig mehr Aroma als normales Salz. Aber, geräuchertes Paprika kann auch eine interessante Wendung geben. Sehen Sie, was Ihnen besser gefällt. Wenn die Chips frisch aus dem Ofen kommen, sofort servieren. Stellt man sie hin, verlieren sie rasch ihre Knusprigkeit. Halten Sie stets einen Blick auf den Ofen, wenn sie im Backprozess sind. Die richtige Zeit ist entscheidend für den perfekten Crunch.



