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Pikante Mürbteig-Variante

Pikante Mürbteig-Variante

Von Marlena

Eine modifizierte Version von Pâte sucrée mit reduzierter Mehlsorte, angepassten Fettanteilen und einer Prise Rosmarin für mehr Tiefe. Butter wurde teils durch Olivenöl ersetzt, Zucker durch Honig und Backpulver durch Natron mit Zitronensaft geglättet. Die Teigkonsistenz wird schotterig, mit kleinen Stücken, noch vor dem Zusammenziehen. Erkennt man am Geräusch in der Küchenmaschine, einem leichten Rascheln, sobald der Teig bröselig wird. Eiermenge reduziert und durch Eigelb ersetzt für zartere Bindung. Wichtig: Dauer der Arbeit spürbar an der Temperatur des Teiges erkennen, nicht nur Zeit. Schmeckt sehr gut mit herben Belägen, passt zu pikanten Quiches oder kräftigem Käse.
Vorbereitung: 12 min
Kochzeit: 12 min
Gesamt: 24 min
Portionen: 1 Tarteform 24 cm
#Quiche #herzhaft #backen #Rosmarin #Teig
Eingebettet zwischen den simplen Standard-Rezepten für Pâte sucrée, habe ich kleine Anpassungen gesucht. Die typische Mürbeteig-Süße sollte etwas abgefedert werden, um mehr Raum fürs Aroma zu lassen. Heraus kam eine pikante Mischung mit weniger industriellem Zucker, dafür mit Honig, der beim Backen eine leichte, kaum spürbare Karamellnote freisetzt. Die Kombination von Butter und einem Teil Olivenöl sorgt für eine festere, aber nicht zu bröselige Textur. Beim Natron als Treibmittel achte ich darauf, es mit einer säuerlichen Komponente wie Zitronensaft zu kombinieren, damit der pH-Wert stimmt und der Teig nicht bitter wird. Die Zugabe von Rosmarin zum Teig ist eine gewagte, aber spannende Note – die Kräuter-Öl-Kombination verleiht Tiefe, die ich bei pastellfarbenen Süßspeisen schätze. Wichtig: immer die Teigtemperatur fühlen, nicht stur nach Zeit arbeiten. Ideal für herzhafte Tartes verwende ich die Grundstruktur auch gern mit fein gehackten getrockneten Tomaten als Alternative. Dabei bleibt der Teig wunderbar formstabil, ohne spröde auszutrocknen.

Zutaten

  • 105 g Weizenmehl Type 405
  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL feiner Honig
  • 1 g Natron
  • 70 g kaltes Butterstückchen
  • 30 g Olivenöl kalt gepresst
  • 1 Eigelb
  • frischer Rosmarin fein gehackt, 1 TL
  • 1 Prise Salz
  • Über die Zutaten

    Die Reduktion des Mehls um etwa ein Drittel und die Teilung in Weizenmehl und feines Mandelmehl sind bewusst gewählt, um die Textur feiner zu machen und zugleich Geschmack und Biss zu sichern. Butter nur kalt schneiden, niemals zerlaufen lassen, gibt knackige Brösel statt matschiger Masse. Die Kombination von Honig als leichter Süßungsersatz und einem halben Teelöffel Natron macht den Teig fluffiger und luftiger. Olivenöl für einen herb-nussigen Unterton, der Butter allein fehlt. Frischer Rosmarin bringt Frische und verhindert zu süßen Eindruck. Stattdessen kann man auch Lavendel oder Thymian ausprobieren, je nach Füllung. Wichtig: Schmeckt man die einzelnen Zutaten vorher, lässt sich die Intensität besser abschätzen. Der Eigelb-Anteil sorgt für feinen Glanz und bessere Bindung ohne Überfeuchtung. Alternativ kann man ein ganzes Ei nehmen, gibt der Masse mehr Masse und gibt leichteren Umgang mit Feuchtigkeit. Bei knusprigen Teigen unbedingt vor Ausrollen kalt halten und Backblech vorheizen, manchmal wird die Unterseite sonst zu weich. Mehl mit Stärke mischen ist auch eine Option, aber dann weniger intensiv am Biss.

    Zubereitung

  • Mehl, Mandeln, Natron und Salz in der Schüssel mischen. Honig hinzufügen und unterrühren, sollte leicht klebrig wirken, sonst noch ein Löffel Wasser.
  • Butter und Olivenöl zügig mit den Fingerspitzen in die trockene Mischung reiben, bis es schotterig aussieht. Achtung: Nicht zu lange, sonst wird es schmierig.
  • Rosmarin einstreuen. Eigelb oben drauf, rasch mit einer Gabel einarbeiten, nur so lange bis der Teig zusammenkommt, klumpig und doch formenfähig.
  • Nicht kneten, sonst zäh. Stattdessen Teig leicht zusammendrücken, in Klarsichtfolie schlängeln und mindestens 20 Minuten kaltstellen; kälter macht fest für späteres Ausrollen.
  • Vor dem Ausrollen bemehlen. Das typische Knirschen beim Rollen verrät, ob die Masse noch zu kalt ist oder zu trocken – wichtig, um Risse zu vermeiden.
  • Idealerweise gleich mit grobem Zinken einer Gabel vielfach einstechen, dient als Dampfventil. Kein Blindbacken, dann wird die Textur krümelig-fest, wie sie soll.
  • Backofen auf 160 Grad Umluft, 12-15 Minuten im unteren Drittel, bis goldgelb und nicht zu braun an den Rändern, leicht fest anfühlend.
  • Abschnittsweise mit Backpapier abdecken, falls die Spitzen zu dunkel werden. Aromatisch leicht nach Rosmarin, aber nicht dominant — eher unterschwellig.
  • Evtl. Reste einfach zu Crumbs zerkrümelt für Desserts, Überstreu oder Eis.
  • Backpulver durch Natron macht den Teig leichter und fluffiger, Honig ersetzt Zucker mit weniger Süße und leichter Karamellnote, Olivenöl bringt samtige Herbheit.
  • Mandelmehl ist Ersatz für Backpulver plus Akzent, sorgt für etwas mehr Biss und tieferen Geschmack, verhindert zu totale Süße.
  • Aromazugaben wie Zitronenschale können je nach Füllung variiert werden, dann eher frisch und hell halten.
  • Zubereitungstipps

    Die Zutaten nur so lange mischen, bis das Mehl grobkörnig mit Fettstückchen bedeckt ist. Kleine Butterstücke bleiben sichtbar, sie schmelzen dann im Ofen und sorgen für die Krümelstruktur. Werden die Butterstückchen zu warm und verschmelzen früh, verliert der Teig seinen Reiz und wird zu dicht. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist das A und O: Schnell, aber kontrolliert arbeiten, damit der Teig kalt und bröselig bleibt. Das Eigelb erst zum Schluss nur gerade so einarbeiten, zu viel Bearbeitung vermehrt Kleberbildung im Mehl. Die Ruhezeit erlaubt dem Mehl Flüssigkeit aufzunehmen und dem Fett, wieder zu verhärten. Beim Ausrollen auf eine Dicke von etwa 3-4 mm achten, zu dünn reißt das Ganze schnell, zu dick wird das Resultat zu schwer und steif. Beim Einstanzen mit der Gabel darf der Teig nicht zerreißen, kann er das nicht, Ruhezeit verlängern. Backzeit variieren je nach Ofen, schauen auf Farbe und Rissfreiheit. Wenn der Teig an den Rändern zu schnell bräunt, vorher mit Folie abdecken. Nach dem Backen abkühlen lassen, so setzt sich die Struktur und wird knusprig. Das Geräusch beim Abkühlen leicht knistern, knackiger Rückmeldung. Will man süßere Variante, mehr Honig oder Puderzucker zuletzt drüber streuen. Eine zusätzliche Prise Salz hebt die Aromen, nie zu vernachlässigen. Vermeiden: Teig zu warm kneten, zu lange heben; sonst klebt er beim Backen an der Form.

    Küchentipps

    • 💡 Zutaten sollen frisch sein; mehlige Butter verwenden für optimale Bröseltextur. Kalte Elemente sind wichtig. Wer genau schaut, sieht kleine Stücke. Ideal ist eine Temperaturen, die kühl genug ist. Zu lange kneten, führt zu zähem Teig.
    • 💡 Honig bringt milde Süße, ersetzt Zucker. Das gibt dem Teig einen besonderen Charakter. Wer experimentieren will, kann Agavendicksaft probieren. Auch das reduziert die Süße; aber unbedingt im Verhältnis anpassen.
    • 💡 Bevor du im Ofen backst, immer Temperatur testen. Der Teig braucht richtige Wärme. Achte während des Backens auf die Farbe; Goldbraun ist oft der perfekte Punkt. Schaut genau hin, wenn die Ränder sich ändern.
    • 💡 Eingestochene Löcher bringen Dampf heraus. So bleibt der Teig knusprig. Achte darauf, Oberflächen nicht zu beschädigen. Garzeit anpassen. Unterschiedliche Öfen haben verschiedene Heizungen. Ein Blick auf den Fortschritt ist wichtig.
    • 💡 Reste? Mach Crumbs. Passt hervorragend als Topping für Desserts oder sogar für Eiskreationen. Beläge variieren je nach Lust und Laune. Die Struktur bleibt stabil, wenn alles gut gekühlt war. Das hilft, auch Turnovers herzustellen.

    Häufige Fragen

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