Quinoa-Süßkartoffel-Tarte vegetarisch

Von Marlena
Eine herzhafte Tarte mit pürierter Süßkartoffel und rohem Quinoa als Basis. Dazu eine bunte Gemüsefüllung aus Karotten, Lauch, Brokkoli und Rosenkohl, gewürzt mit gerösteten Cashewkernen statt Pekannüssen für einen anderen Crunch. Abgerundet wird das Ganze mit einer Kräuter-Joghurt-Sauce, die Frische und Säure bringt. Ohne Eier, dafür mit Gewürzen wie Zimt, Cayenne und einer Prise Piment, die interessante Tiefe geben. Gelingt besonders gut, wenn man auf die Konsistenz der Tarte achtet und die Gemüsefüllung nicht zu wässrig wird.
Vorbereitung:
50 min
Kochzeit:
40 min
Gesamt:
Portionen:
10 Portionen
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#Süßkartoffel
Immer wieder experimentiere ich mit alternativen Teigen für herzhafte Tartes. Besonders die Kombination aus Süßkartoffel und Quinoa ist eine Entdeckung – sättigend, ohne dass es steif wird. Das Süßliche der Kartoffel plus der leicht nussige Geschmack des Quinoas lässt viel Raum für Gewürze und Gemüse. Das Rezept funktioniert – mit der richtigen Textur – mal locker, mal rustikal. Ich habe Pekannüsse gegen Cashewkerne ersetzt, da letztere weniger dominant sind, aber fein kross bleiben. So vermeidet man den typischen Nussgeschmack, der hier eher im Hintergrund sein soll. Der Lauch gibt eine milde Zwiebelschärfe, im Zusammenspiel mit dem Zimt und Cayenne wird es faszinierend vielschichtig. Das Dressing aus Joghurt und frischen Kräutern bringt Frische und rundet das Ganze ab.
Zutaten
Über die Zutaten
Die Süßkartoffel kann gut im Voraus gegart werden, am besten noch warm verarbeiten. Unbedingt auf die Konsistenz der Püree achten – wenn es zu viel Wasser enthält, wird die Tarte zu feucht und zerfällt. Statt Weizenmehl geht Dinkelmehl sehr gut, besonders wenn man Weizen vermeiden möchte. Quinoa gut abspülen, damit keine Bitterstoffe bleiben – das kann sonst den Geschmack stören. Frische Kräuter passen je nach Saison, Petersilie, Schnittlauch oder Korianderfunktionieren gleichermaßen. Wer Pekannüsse nicht zur Hand hat, kann geröstete Mandeln oder Cashews nehmen, letzteres schont den Geschmack und ist leichter zu vertragen. Bei der Joghurt-Sauce ist Naturjoghurt unentbehrlich, wenn vegan gewünscht, nimmt man entsprechende pflanzliche Alternativen ohne Zusatzstoffe. Zitronensaft wirkt als natürlicher Konservierer und hebt die Aromen hervor.
Zubereitung
Tartegrund
- Ofenrost mittig platzieren, auf 190 °C Ober- Unterhitze vorheizen. Backform (23cm mit Hebeboden) gut mit Öl auspinseln. Die Süßkartoffel mehrmals mit einer Gabel punkten, dampft so gleichmäßig. 7-9 Minuten in der Mikrowelle, zwischendurch wenden. Die Schale blubbert, süßer Geruch steigt auf. 5 Minuten ruhen lassen. Kartoffel halbieren und das Fruchtfleisch mit einer Gabel grob zerdrücken. Dabei auf Konsistenz achten: Nicht zu feucht, am besten 200 ml resultieren. Wenn zu weich, kurz ohne Deckel bei niedriger Hitze in einem Topf trocknen lassen.
- Zwiebeln und Knoblauch grob schneiden, in der Küchenmaschine pulsieren, nicht pulverisieren, sonst wird es matschig. Zur Süßkartoffelpampe geben, mixen bis homogen, aber noch leicht stückig. Quinoa, Mehl und Gewürze verbessern die Bindung. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Teig gleichmäßig in der Form verteilen, mit feuchten Fingern glatt streichen - sonst bleibt es kleben. Mit Pinsel leicht einölen, gibt besseren Farbton und verhindert Austrocknung.
- Das Backen dauert etwa 30-35 Minuten. Farbe kontrollieren: leicht goldbraun, Oberfläche sollte sich fest anfühlen, nicht nachgeben. Wenn Softspot, braucht es mehr.
- In der Zwischenzeit die Karotten und Lauch in Olivenöl bei mittlerer Hitze in einer großen beschichteten Pfanne für 6 Minuten zugedeckt anschwitzen. Hört man ein sanftes Zischen, genau richtig. Dann den blanchierten Brokkoli und die Rosenkohlblätter dazugeben und weitere 3 Minuten mitdünsten. Vorsicht bei zu langem Erhitzen: Gemüse bleibt knackig, soll nicht matschig werden. Mit Salz, Pfeffer würzen.
- Zum Schluss die gerösteten Cashewkerne und Zitronensaft untermischen. Das gibt einen leichten Crunch und frische Säure.
- Joghurt mit den Kräutern vermischen, Zitronensaft zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für einen besonderen Twist kann frischer Meerrettich oder geriebene Zitronenschale untergerührt werden.
- Tarte aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen. Aus der Form lösen und auf eine Servierplatte setzen. Die Sauce großzügig auf der Oberfläche verteilen und dann das Gemüse als Krone darauf geben. Nicht zu früh garnieren, sonst wird der Boden weich.
- Taste statt Zeit: Wenn die Tartesprungstellen beim leichten Drücken zurückkommen, ist sie fertig. Geräusche beim Schneiden: sanft knusprig, aber nicht krümelig.
- Falls zu feucht: Keine Angst, einfach nochmal 5-7 Minuten offen in den Ofen, damit überschüssige Feuchtigkeit entweicht.
- Wer keine Mikrowelle hat, kann die Süßkartoffel im Ofen bei 200 °C für 35-40 Minuten backen, dann Haut entfernen und weiter wie beschrieben.
- Sobald alles auf dem Tisch steht, die Mischung aus krosser, süßer Süßkartoffel und nussigem Quinoa, kombiniert mit würziger und erfrischender Füllung – macht Lust auf Mehr.
Gemüsefüllung
Joghurtsoße
Fertigstellung
Zubereitungstipps
Der Schlüssel zur perfekten Tarte ist vor allem die richtige Temperatur und Zeit beim Backen. Nicht einfach die Uhr stellen, sondern auf Farbe und Haptik achten – die Oberfläche sollte fest werden, aber nicht zu dunkel. Die Mikrowelle zur Vorbereitung der Süßkartoffel spart Zeit, sorgt aber für ein gleichmäßiges Garen. Im Ofen geht es langsamer, der Geschmack wird intensiver. Die Gemüsefüllung wird erst am Ende der Garzeit zugegeben, damit sie Wärme erhält, aber frisch und knackig bleibt. Beim Rühren der Füllung unbedingt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Öl und Zitronensaft achten, sonst kann die Sauce zu fettig oder zu sauer wirken. Die Kräutersauce sollte frisch sein, sie darf nicht im Voraus liegen, da sich sonst die Aromen verändern. Herausheben möchte ich die sensorische Wahrnehmung – riecht die Süßkartoffel süß und erdig, fühlt sich deine Tarte an wie fest, aber nicht hart, und die Füllung knackig, dann hast du alles richtig gemacht.
Küchentipps
- 💡 Die Süßkartoffel kann wunderbar im Voraus gegart werden; warm verarbeiten bringt besten Geschmack. Auf die Konsistenz achten; zu viel Wasser macht die Tarte feucht. Dinkelmehl ist gute Alternative; manchmal besser verträglich. Quinoa gut abspülen; Bitterstoffe können den Geschmack stören.
- 💡 Für den Joghurt; frische Kräuter – Petersilie, Schnittlauch oder Koriander; je nach Saison. Diese verleihen Frische. Zitronensaft ist wichtig; er hebt die Aromen und wirkt als natürlicher Konservierer. Zu viel Zitronensaft macht die Sauce sauer, also vorsichtig damit umgehen.
- 💡 Bei der Gemüsefüllung; Karotten und Lauch nicht zu lange dünsten. Zart bleibt knackig, aber nicht matschig. Cashewkerne bringen Crunch; Pekannüsse können durch Mandeln ersetzt werden, das schont den Geschmack. Die Kombination von Gewürzen; Cayenne und Zimt; bringt das Aroma gut zur Geltung.
- 💡 Zuerst die Tarte backen; dann langsam die Füllung hinzufügen. Sonst wird das Gemüse matschig. Für perfekte Textur; Temperatur und Backzeit genau beobachten. Die Oberfläche soll fest, aber nicht braun werden. Bei zu viel Feuchtigkeit; einfach weitere Minuten im Ofen lassen. Erfahrung hilft hier sehr.
- 💡 Herausnehmen und aus der Form lösen; nicht zu früh, sonst wird der Boden weich. Die Sauce erst beim Servieren daraufgeben. Aroma der Süßkartoffel; süß und erdig, das ist wichtig. Wenn die Tarte beim Drücken zurückspringt; ist sie genau richtig. Geräusche beim Schneiden; knusprig aber nicht krümelig.



