Ricotta-Spinat-Lasagne

Von Marlena
Lasagne mit Ricotta und Spinat, verfeinert durch angepasste Tomatensauce und Pecorino statt Parmesan. Frischer Salbei sorgt für ein besonderes Aroma. Die Zutatenmengen sind moderat angepasst, Pasta vorgekocht und leicht mit Öl bestrichen um Kleben zu verhindern. Zubereitung mit Fokus auf sensorische Hinweise und praktische Tipps, um die oftmals matschige Lasagne zu vermeiden. Schrittweise geschichtete und nach Lust mit Mozzarella und Pecorino bestreut, gebacken bis Blasen an der Oberfläche sichtbar sind. Tipp: Ein Hervorheben der Textur durch weniger Sauce und das Einreiben der Backform mit Olivenöl führt zu besserem Ergebnis.
Vorbereitung:
50 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen:
6 Personen
#Pastarezepte
#Hauptgerichte
#Vegetarisch
Ricotta-Spinat-Lasagne – eine klassische Kombination, die ich immer wieder anpasse. Wichtig ist das Gleichgewicht zwischen Sauce und Füllung. Zu viel Feuchtigkeit macht matschige Pasta, zu trocken langweilig. Die ersten Versuche hab ich viel zu viel Sahne rein, die Lasagne war dann schwer und wässrig. Jetzt achte ich darauf, dass die Sauce sämig genug ist und der Spinat gut ausgepresst. Man sieht an den Blasen und dem goldbraun an der Oberfläche, wann sie fertig ist – kein sturer Timer. Frische Kräuter gibts optional – ich mag die leichte Salbei-Note fast besser als Oregano. Mach ich auch gern mit Pecorino statt Parmesan, mehr Profil und ein bisschen würziger. Unbedingt ruhen lassen, sonst bröselt beim Servieren alles auseinander.
Zutaten
Tomatensauce
- 1 große Zwiebel fein gewürfelt
- 3 Knoblauchzehen fein gehackt
- 60 ml Olivenöl
- 2 Dosen (je 700 ml) gehackte Tomaten
- 1 TL getrockneter Salbei ersetzt Oregano
- Salz und Pfeffer
- 400 g junge Spinatblätter
- 30 ml Olivenöl
- 500 g Ricotta
- 65 g fein geriebener Pecorino statt Parmesan
- 80 ml Sahne (33 % Fett)
- frisch geriebene Muskatnuss nach Geschmack
- 15 Lasagneblätter vorgekocht al dente, mit wenig Olivenöl bestrichen
- 200 g geriebener Mozzarella
- 30 g geriebener Pecorino zum Bestreuen
Füllung
Lasagne
Über die Zutaten
Gewöhnliche französische Dosentomaten rezeptieren nicht italienische Geschmackstiefe – wer mag, greift zur San Marzano Dose, ist entscheidend. Salbei ist hier kein Füllhorn, vorsichtig dosieren, sonst wird bitter. Spinat darf nicht zu lange gedünstet werden, am besten frisch verwenden, Tiefkühlspinat würde zu viel Wasser setzen, muss vorher ganz gut ausgepresst werden. Lasagneplatten vor dem Verarbeiten kurz in heißem Wasser wenden, damit sie nicht zusammenkleben sind, dann mit etwas Olivenöl durchziehen. Ricotta variiert stark zwischen Marken; je trockener, desto besser, sonst kommt man kaum zum Schichten ohne Sauerei. Pecorino ersetzt Parmesan, gibt etwas mehr Würze und Röstaromen. Für Sahne kann man auch Vollmilch nehmen, die macht die Mischung leichter, dafür braucht man evtl. knapp 10 Minuten länger beim Backen.
Zubereitung
Vorbereitung Tomatensauce
- Im Topf bei mittlerer Hitze Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl glasig anschwitzen – circa 6–7 Minuten. Wichtig langsam, sonst verbrennt der Knoblauch und macht bitter. Sobald die Zwiebeln anfangen, hellbraun zu werden und du das Aroma riechst, die gehackten Tomaten und den getrockneten Salbei zugeben. Aufkochen lassen, kleine Blasen, nicht wild sprudeln. Hitze reduzieren. Etwa 20 Minuten köcheln lassen bis die Sauce sämig wird. Regelmäßig rühren, sonst brennt sie. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beiseite stellen.
- Spinat mit etwas Olivenöl und einer weiteren Knoblauchzehe schnell in großer Pfanne bei mittel-hoher Hitze 2–3 Minuten dünsten, bis die Blätter welken, aber noch Farbe haben. Sofort durch ein Sieb drücken und überschüssige Flüssigkeit gut ausdrücken– sonst wird die Füllung wässrig und die Lasagne matschig. Spinat grob hacken und in einer Schüssel mit Ricotta, Pecorino, Sahne und einer Prise frisch geriebener Muskat vermischen. Mit Salz und Pfeffer vorsichtig abschmecken. Diese Mischung sollte cremig und leicht fest sein, sollte nicht zu nass sein.
- Backofen auf 185 Grad vorheizen. Backform mit Olivenöl ausstreichen – das verhindert, dass die Pasta klebt und gibt eine schöne Knusprigkeit am Rand. In die Form zuerst 200 ml Tomatensauce geben und gleichmäßig verteilen. Eine Schicht Lasagneblätter darauf legen. Dann wieder ca. 300 ml Tomatensauce, darauf 20 g Mozzarella und 30 g Pecorino verteilen. Eine Schicht Lasagneblätter darauf legen, dann die Hälfte der Spinat-Ricotta-Füllung einfüllen und verteilen. Erneut wieder Sauce, Käse, Blätter, die andere Hälfte der Füllung. Mit letzten Nudelschichten abschließen, restliche Sauce darauf verteilen. Der letzte Mozzarella und Pecorino kommt oben drauf.
- Wenn du die Lasagne jetzt einfrieren willst, gut abdecken und zurück in den Gefrierschrank. Sonst ab in den Ofen.
- Im Ofen 38–40 Minuten backen – bis sichtbar Blasen an der Oberfläche und der Käse leicht goldbraun wird. Wenn der Käse nicht dunkel genug ist, kurz den Grill einschalten, beobachten. Vorsicht, verbrennt schnell.
- Vor dem Servieren die Lasagne mindestens 15 Minuten ruhen lassen, das ist entscheidend, dass sie sich setzt und nicht zerfällt. Erst dann anschneiden. So lagen sich strukturieren und man sieht die Schichten deutlich.
- Anmerkung: Statt Salbei kann man auch frisches Basilikum im letzten Schritt zur Füllung geben – gibt mehr Frische. Wer es schärfer mag, passt Chili in die Sauce. Statt Ricotta geht auch halb Frischkäse – ergibt cremigeren Biss.
Spinatfüllung
Schichten und Backen
Zubereitungstipps
Zwiebeln und Knoblauch nur leicht anrösten, aufpassen, Knoblauch wird schnell bitter wenn er zu dunkel wird. Tomatensauce soll reduziert sein, du hörst langsam Blasenbildung, das klingt wie leises Blubbern, nicht wildes Sprudeln. Spinat darf nicht verkocht riechen, sondern noch frisch, grün, leicht nussig. Nach dem Gemüse ausdrücken fühlst du wie der Stärkensaft verschwindet – das ist essentiell. Schichtfolge braucht nicht exakt sein, wichtig ist dass jede Schicht Sauce hat, aber auch Füllung. Bei Backzeit immer mit Sicht prüfen, Lasagne soll blubbern und oben leicht karamellisieren. Das Umschichten zum Gefrieren ist praktisch – dann hast du vorrätig. Vor dem Anschneiden unbedingt ruhen lassen, Fingerprobe: Die Lasagne soll noch warm sein, aber nicht mehr flüssig in der Mitte. Mangelnde Geduld führt hier regelmäßig zu Chaos auf dem Teller.
Küchentipps
- 💡 Die Tomatensauce richtig machen ist wichtig. Zwiebeln und Knoblauch sind die Basis. Langsam anbraten, rühren nicht vergessen. Sauce köcheln lassen bis sämig. Mindestens 20 Minuten.
- 💡 Achte bei Spinat auf die Frische. Schnell dünsten, im Sieb gut ausdrücken. Keine Flüssigkeit haben. Sonst wird die Füllung wässrig. Perfekte Mischung: cremig, nicht matschig.
- 💡 Schichten ist entscheidend, unbedingt Sauce dazwischen. Lasagneplatten blubbern so gut, wenn sie im Ofen sind. Den Ofen gut vorheizen. Kontrolliere die Blasenbildung an der Oberfläche.
- 💡 Für einfaches Schichten die Lasagneplatten vorher kurz in heißem Wasser wenden. Das hilft gegen Kleben. Auch mit Olivenöl durchziehen ist nützlich für die Knusprigkeit.
- 💡 Die Lasagne vor dem Servieren ruhen lassen. Mindestens 15 Minuten. Damit sich die Schichten setzen. Ansonsten zerfällt sie beim Schneiden.



