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Rote Bohnen Salat mit Rapini und gegrilltem Hähnchen

Rote Bohnen Salat mit Rapini und gegrilltem Hähnchen

Von Marlena

Ein herzhafter Salat aus leicht blanchierten Rapini, roten Bohnen, aromatischen gegrillten Hähnchenschnitzeln, frischen Gemüse und würzigen Gewürzen. Die Kombination aus dem leicht bitteren Rapini, den erdigen Bohnen und dem rauchigen Grillhähnchen sorgt für Texturvielfalt und Geschmackskontrast. Frische Tomaten und Zwiebeln bringen süßliche Noten, während Fenchelsamen und etwas Chili für Spannung sorgen. Variationen mit gegrillter Paprika und Feta ergänzen diesen proteinreichen, glutenfreien Hauptgang.
Vorbereitung: 35 min
Kochzeit: 18 min
Gesamt: 53 min
Portionen: 4 Portionen
#Salat #Hähnchen #gesund #glutenfrei #mittags
Rapini, auch Broccoli Rabe genannt, ist ein unterschätztes Gemüse, das gerne mal zu bitter oder holzig wirkt – wenn man es nicht richtig vorbereitet. Das Blanchieren in gesalzenem Wasser, gefolgt von eiskaltem Schock, neutralisiert die Bitterstoffe und bewahrt die knackige Struktur. Mit roten Bohnen bekommt der Salat eine cremige, nussige Note, die hervorragend mit der herb-würzigen Marination der Hähnchenscheiben harmoniert. Gegrillte Tomaten und Zwiebeln bringen eine süß-rauchige Tiefe – ein Geschmack, der selbst grillmuffel überzeugt. Ich mische oft noch eingelegte rote Paprika bei; gibt Farbe und eine unerwartete Säure, die wahnsinnig gut mit Fett und Zitronensaft funktioniert. Keine Sorge, Grillfetisch braucht’s nicht – Pfannen übernehmen, nur nicht zu hektisch wenden.

Zutaten

  • 1 Bündel Rapini etwa 400 g, geputzt
  • 1 Dose 400 ml (14 oz) Kidneybohnen, abgespült und abgetropft
  • 60 ml (4 EL) frisch gepresster Zitronensaft
  • 60 ml (4 EL) Olivenöl extra vergine
  • 4 Hähnchenbrusthälften ohne Haut, halbiert, in dünne Scheiben geschnitten
  • 5 ml (1 TL) geräuchertes Paprikapulver
  • 5 ml (1 TL) grob gemahlene Fenchelsamen
  • 3 ml (3/4 TL) Chiliflocken
  • 3 große reife Fleischtomaten, in Spalten
  • 2 rote Zwiebeln, in dünnen Spalten
  • 120 g gegrillte rote Paprika (ersatzweise eingelegte Paprika)
  • 100 g Feta-Käse, zerkrümelt (optional)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Über die Zutaten

    Rapini sind relativ robust, trotzdem dürfen sie nicht zu lange im Wasser liegen, sonst verlieren sie Farbe und die angenehme bittere Note verwandelt sich in muffigen Geschmack. Kidneybohnen nehme ich aus der Dose, vorgekocht spart Zeit und keine nervige Wachzeit für die Küche. Anstelle von Paprika kann man auch gemahlenen Kreuzkümmel verwenden, wenn man eher in Richtung orientalische Würze gehen will – aber immer frisch gemörsert! Für das Hähnchen sollte man dünne Scheiben wählen, weil sie gleichmäßiger garen und saftig bleiben. Falls keine frischen Tomaten verfügbar sind, sind Kirsch- oder Rispentomaten eine Alternative, dann allerdings unbedingt die Garzeit verkürzen, sonst zerfallen sie. Wer es vegan mag, ersetzt das Hähnchen durch gegrillten Halloumi oder Tofu mit gleichen Gewürzen. Wichtig: Das Öl und der Zitronensaft sind nicht nur Geschmacksträger, sondern stabilisieren die Struktur vom Gemüse nach dem Grillen.

    Zubereitung

  • Wasser in einem großen Topf kräftig zum Kochen bringen, großzügig salzen. Rapini darin ca. 3 Minuten blanchieren, sie sollten noch etwas Biss haben. Sofort in eiskaltes Wasser tauchen, damit sie die leuchtend grüne Farbe behalten. Gut abtropfen lassen, dann in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Das Blanchieren wäscht auch Bitterstoffe aus, die habe ich bei Rapini vorher unterschätzt.
  • In einer großen Schüssel Rapini, Kidneybohnen, Hälfte Zitronensaft und Hälfte Olivenöl vorsichtig vermischen. Mit Salz und Pfeffer leicht würzen. Nicht zu viel rühren, Bohnen zerfallen sonst. Abgedeckt warten lassen, damit sich die Aromen verbinden.
  • Den Grill vorheizen auf hohe Temperatur, die Fläche mit etwas Öl bestreichen, damit nichts kleben bleibt. Ich nehme lieber einen Gusseisengrill, der gibt den besten Röstaromen.
  • Das Hähnchen in einer separaten Schüssel mit dem restlichen Zitronensaft, Öl, Paprika, Fenchelsamen und Chiliflocken marinieren. Salz und Pfeffer darüber, gut durchmischen, sodass alle Stücke gleichmäßig gewürzt sind. Mindestens 7 Minuten stehen lassen, damit die Gewürze ziehen. Fenchelsamen gebe ich immer frisch grob gemahlen dazu, macht den Unterschied zu fertig gemahlenem Pulver.
  • Während das Fleisch zieht, die Tomaten und Zwiebeln leicht mit Öl bepinseln. Dann zuerst die Hähnchenstücke auf den Grill legen. Nach etwa 5 Minuten wenden, sie sollten deutlich gebräunt und nicht trocken sein. Innen darf es noch saftig wirken, sonst verliert’s Kraft.
  • Parallel die Tomaten, Zwiebeln und die gegrillten Paprikastreifen auf den Grill legen. Ca. 7 Minuten grillen, bis die Zwiebeln glasig und die Tomaten leicht karamellisiert sind. Die Süße der Tomate kommt erst durch die Hitze hervor – unersetzlich.
  • Das gegrillte Gemüse sofort zu den Rapini und Bohnen geben, alles vorsichtig zusammenfügen, damit nichts zerdrückt wird. Abschmecken, eventuell nachwürzen mit Salz, Pfeffer und frischem Zitronensaft.
  • Wenn gewünscht, den zerkrümelten Feta über die Salatmischung streuen. Der salzige Kontrast gibt eine cremige Komponente und sorgt für Biss.
  • Die gegrillten Hähnchenstreifen auf einer großen Platte anrichten. Salat daneben locker schichten. Wer mag, passt frisches (knuspriges) Landbrot als Beilage.
  • Küchenkniffe: Bei fehlendem Grill funktioniert eine gut ausgeheizte Grillpfanne genauso. Für mehr Frische eignen sich ein paar frische Minzblätter zum Schluss. Wer keinen Rapini findet, ersetzt sie durch Grünkohlblätter, muss dann allerdings etwas länger blanchiert werden.
  • Zubereitungstipps

    Bei Schritt eins auf die Temperatur achten, zu niedrige Hitze lässt Rapini matschig werden; zu lange, werden sie bitter und verlieren Farbintensität. Das Abtauchen im Eiswasser stoppt den Kochprozess sofort – ein alter Kochtrick, den ich schon seit Jahren einsetze. Das Mischen der Zutaten vorsichtig angehen, damit Bohnen nicht zerplatzen, sonst verliert der Salat seine Textur. Marinieren das Hähnchen mindestens 5-7 Minuten, sonst fehlt Tiefe; Fenchelsamen direkt vor Gebrauch mahlen, bringt mehr Aroma. Beim Grillen gilt: Fingerprobe und Bräunung statt Zeitmessung – rohe Stellen fühlen sich weich an, sollten fest sein, aber nicht trocken oder zäh. Die gegrillten Gemüse zum Schluss nur kurz unterheben, sonst werden sie matschig und verlieren das knusprige Bissgefühl. Nachwürzen ist ein Muss, besonders mit Salz, da Bohnen und Gemüse durch blanchieren oft etwas abgeschwächt wirken. Notfall dauert der Grill zu lang? Backofen auf Grillfunktion, Hähnchen auf Rost, Gemüse daneben im Blech, Zeit etwas verlängern, aber Aufmerksamkeit erhöhen.

    Küchentipps

    • 💡 Beim Blanchieren Wasser kräftig zum Kochen bringen, gut salzen; nur kurz für 3 Minuten. Dies bewahrt die leuchtende Farbe und knusprige Textur. Eiskalter Schock danach ist wichtig, sonst wird das Gemüse matschig.
    • 💡 Fenchelsamen frisch mahlen. Macht einen riesigen Unterschied für den Geschmack. Ich benutze immer eine Gewürzmühle, das Aroma entfaltet sich sofort. Einfach zu machen, vorher mahlen oder frisch hinzufügen.
    • 💡 Marinieren ist wichtig, um Geschmack in das Hähnchen zu bringen. Mindestens 7 Minuten stehen lassen, damit die Gewürze gut einziehen. Alternativen: Tofu oder gegrillter Halloumi. Einfach gleich würzen.
    • 💡 Grilltechnik lernen. Fingerprobe anstatt Zeitmessung. Hähnchen muss innen saftig sein, leicht fest aber nicht trocken. Gemüse erst hinzugeben wenn Hähnchen fast fertig ist, um die Frische zu bewahren.
    • 💡 Nachwürzen ist das Geheimnis. Vor dem Servieren abschmecken, mit Salz und frischem Zitronensaft. Bohnen und Gemüse können oft leicht in der Würze sein. Das gibt dem Salat letzten Schliff.

    Häufige Fragen

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